Wir haben derzeit Personalmangel allerorten. Nicht nur die Klassiker Handwerk und Pflege, sondern vom Kraftfahrer über den Kellner bis zum Arzt … einfach überall, weil auch überall die boomer in Rente gehen.
In der Folge bleiben viele Projekte liegen oder verzögern sich zumindest: Schulsanierungen, Brücken, Straßen etc. Von PV, WEA und WP ganz zu schweigen. Und lasst mich gar nicht erst anfangen von ‚Digitalisierung‘. Ich höre in Gesprächen immer wieder, dass Deutschland offenbar nix mehr auf die Reihe kriegt.
Deshalb hier mal ein unkonventioneller Vorschlag:
Wir führen für 3 oder 5 Jahre temporär die 50-Std-Regelarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich ein. Unternehmen erhalten dabei die Möglichkeit, einzelne oder alle Stellen in 40-Std Teilzeit umzuwandeln.
Danach könnte die Regelung durch eine Art Volksabstimmung jeweils um ein weiteres Jahr verlängert werden (bis wir die größten Defizite und Rückstände beseitigt haben).
- Die Unternehmen wären garantiert mehrheitlich dafür, weil sie mit der zusätzlichen Arbeitszeit mehr Aufträge/Umsatz/Gewinne machen könnten
- Aber auch in der Arbeitnehmerschaft sieht es gut aus. Nicht nur die Mindestlöhner und Geringverdiener würden für 25% mehr Brutto 10 Std Freizeit opfern, auch viele Familienväter, Häuslebauer usw.
- Die SV-Systeme würde besser gefüllt, die AN erhielten mehr Rentenpunkte
- das BIP würde Freudensprünge machen (bis zu 25% Wachstum???)
- die Steuereinnahmen würden ordentlich steigen (auch wenn ich das Lindner nicht gönne

- es wäre nicht inflationstreibend, weil dem zusätzlichen Geld auch die zusätzliche Arbeit gegenübersteht
An Nachteilen ist mir bislang nur eingefallen
- bisherige Überstundenzuschläge fallen weg
- Überstunden gibts dann gar nicht mehr, weil die AZO nur 10 Std erlaubt
- nach dem Auslaufen der Regelung könnte eine Art Katerstimmung entstehen
Up for discussion!