Ich hatte die Wirtschaftswoche mental eigentlich immer als ein seriöses Wirtschaftsmagazin wahrgenommen. Aber vielleicht ist das ja in sich schon ein Denkfehler (so wie ein schwarzer Schimmel).
Anleger von Kryptowährungen nehmen das Treiben von Elon Musk mittlerweile wohl resigniert hin. Am gestrigen Donnerstag war bekannt geworden, dass seine Weltraumfirma SpaceX ihre gesamten Bitcoin-Bestände im Wert von 373 Millionen Dollar verkauft hat.
Hm, da steht irgend eine „Wertpapier“ an der Börse auf eine hohen Kurs und jemand realisiert seine Gewinne. Aber die Wiwo macht daraus „nemen das Treiben von Elon Musk resigniert hin“.
Auch anderen Digitalwährungen setzte der Krypto-Rückzug von Musks Unternehmen zu. Innerhalb eines knappen Tages wurden am gesamten Kryptomarkt fast 66 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet.
Zur Erinnerung: Es handelt sich hier um Byte-Folgen die auf elektronischen Datenträgern gespeichert werden. z.B. auf Festplatten.
Für die weitere Kursentwicklung von Bitcoin und Co. verheißt das nichts Gutes. Eine wichtige Unterstützungsmarke verläuft bei 25.000 Dollar. „Da es nur wenige Katalysatoren gibt, die Bitcoin kurzfristig nach oben treiben könnten, könnte ein Fall unter 25.000 Dollar die Bären an die Macht bringen, und wenn der Abwärtstrend bei den globalen Risikoanlagen anhält, könnte Bitcoin weiter fallen", sagte Josh Gilbert, Marktanalyst der Social-Trading-Plattform eToro der Nachrichtenagentur Bloomberg.
Das klingt nicht nur wie ein Horoskop. Das ist auch genauso einzuordnen. Eine „wichtige Unterstüzungslinie“ ? Zur Chartanalyse gibt es hier einen guten Artikel.. Spoiler: Es ist Humbug.
“Charts sind großartig, um die Vergangenheit vorauszusagen”
Peter Lynch
![]()
Aber zurück zu Bitcoin: Worin besteht bitte der Wert dieser Byte-folgen, die auf irgend welchen Festplatten liegen? Warum nicht auch Grundstücke auf dem Neptun verkaufen? Das wäre realer.
Wenn der sinkende Kurs dieses imaginären Werts „Milliarden vernichtet“, wie real sind dann eigentlich noch die Milliarden?
