Das Gefühl ist nicht neu und es kommt regelmäßig wieder: Deutschland scheint in vielen Belangen kinderfeindlich zu sein. Schon während der ersten Tage der Pandemie flatterten an deutschen Spielplätzen Absperrbänder. Ein Sinnbild für das, was folgen sollte. Das neueste Beispiel ist die Kindergrundsicherung. Eine Idee mit großen Ambitionen: Sie sollte Kinder aus der Armut holen, galt als das sozialpolitische Projekt dieser Bundesregierung. Bis heute stehen zwar Versprechen, aber kein Plan.
Die besten 77 Ideen habe ich hier zusammengetragen. Sie sind eine lose Sammlung von Einfällen, manche erweitern andere und manchmal widersprechen sie sich auch. Die Liste ist kein Manifest und keine politische Vision, sondern eine geballte Ansage in Richtung Politik: Es ginge anders! Und zwar so:
viel sinnvolles,
einiges eher unsinnig
(* Keine SUVs in Spielstraßen erlauben.
Besprechungen bei der Arbeit nur vormittags ansetzen)
Das wichtigste ist m.E. Bildung Bildung Bildung, ab dem 2. oder 3. Lebensjahr.
Mehr und bessere Lehrer und Schulen, individuelle Förderung, Sprachprogramme für Migranten, Nachmittagsbetreuung, Sozialarbeiter, Psychologen, Security wo nötig, gutes Essen, moderne Ausstattung, das ganze Programm.
Damit lösen bzw. verhindern wir einen Rattenschwanz von Folgeproblemen.
Das dauert 20 Jahre, bis so ein Umbau in der Breite halbwegs greift, aber wir sollten damit jetzt endlich anfangen. Und vielleicht die Kulturhoheit der Länder an dem Punkt beschneiden.
Kinderfreundlichkeit beginnt in aller erster Linie mit Elternfreundlichkeit.
Takko Strukturen schaffen die Eltern dazu bewegen überhaupt Kinder in die Welt zu setzen und das ohne Bedenken zu haben.
Kinder die hier aufwachsen werden erst einmal nicht differenzieren können ob sie in einer kinderfreundlichen Gesellschaft aufwachsen denn dazu bräuchten sie ja den Vergleich und später die Erfahrung.
Es gibt sicherlich viele gute und noch viel bessere Ideen aber alles was wir immer sofort einfällt ist kostenloses Schulessen.
Japp auf 24
Regionalbahnen und IC(E)s sollten Kinderspielabteile haben, in denen Kinder toben können.
…gibts doch schon.
Trinken für Schulkinder während des Unterrichts immer erlauben.
…gibts schon
Schwimmunterricht für Kinder sollte immer gratis sein.
…ist es das nicht?
… dem pflichte ich bei aber auch spielen spielen und das solange wie möglich und dann erst lernen so lange wie möglich.
Ein aktuelles Gesetz müsste dann dementsprechend so abgeändert werden dass Kinder die nicht mehr in einem Bildungssystem sind die Pflicht zur Arbeit ab 15 Jahre haben, sondern frühestens erst mit 25 und bis dahin die Pflicht zur Bildung haben.
Wie wäre es denn wenn der Vorschlag gemacht werden würde, die fehlenden Milliardenbeträge für die Kindergrundsicherung, je nach Rechnungsvorschlag aus dem Familienministerium, über Klima-Kindergrundsicherungs-Bundeswertbriefe zu finanzieren. Diese Bundewertbriefe sollten einen Zinssatz beinhalten, der die Inflation berücksichtigt. Sie wären ein Angebot für den Normalverbraucher, wie auch für die Industrie, die nicht sofort investierbarer Geldmittel gewinnbringend anlegen können. Der Staat würde sich in dem Fall sinnvoll verschulden. Die Bundeswertbriefe bringen dem Staat zwar Geld, welches er mit Zinsen zurückzahlen muss, die Anleger werden aber aus dem Inland kommen. Würde das nicht in der augenblicklichen Debatte zwischen Bündnis 90/ Die Grünen, Familienministerium, und der FDP, Finanzministerium, helfen? Es gebe einen zusätzlichen Anreiz, privates Kapital und Unternehmenskapital, für die Klimaanpassung privat und in der Industrie einzusetzen. Was meint ihr? Auf dem Paket steckt auch ein Stück Marketing. Aber warum nicht Marketing für Kinderfreundlichkeit mit positiven Nebeneffekten für das Klima, was gerade den Kleinen zugute kommen wird.
Vielleicht ein Treffen der Ministerpräsidenten*innen im Kanzleramt, wie in Corona-Zeiten für eine echte Bildungsoffensive, die dann einheitlich umgesetzt wird. Das hatte damals was, es gab echt ein gutes Gefühl, dass sich in Deutschland Politiker um das Wohl der Bevölkerung sorgen. Und das in jeder Hinsicht, für die, die Freiheiten weiter so weit es geht nutzen sollten und für die Gesundheit aller. So sollte es auch mit der Bildung funktionieren. Und das könnte man dann alle drei Jahre vorschlagshalber wiederholen.