Abschaffung eines Feiertags: wer ist dazu bereit?

Der Vorschlag klingt plausibel.

Wärt Ihr bereit, einen Feiertag zu opfern?

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Ich sehe darin keinen Sinn, was soll dieser eine Tag bringen, wenn auf der anderen Seite die Anzahl der Urlaubstage in Deutschland aktuell massiv steigen.
Und auch immer mehr Unternehmen auf die vier Tage Woche umsteigen.

Auch im internationalen Vergleich ist das einfach nur hokuspokus, bei den anderen Ländern wird ja schon lange viel weniger gearbeitet als in Deutschland. Als Beispiel in Schweden kommt man mittlerweile auch ohne Gesetze, in vielen Branchen - sogar der Gastronomie - auf die 25 Stunden Woche.

Die life-work Balance wird mittlerweile überall massiv ausgebaut, daher bringt ein Feiertag überhaupt nichts. Das ist lächerlich, da müssten wir schon zehn Feiertage draufgehen lassen, damit das Wirkung erzielt.

Für mich spielt das so gut wie keine Rolle, da ich für meine eigene Firma arbeite, oft auch an Feiertagen und Wochenenden.

Ich finde, die Katholen sind mal dran mit arbeiten. Ständig ist da unten frei, während der arme Norden arbeiten muss.

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Wenn man sich die christlichen Feiertage ansieht, so könnte man die qlle ersatzlos streichen - Pfingsten - wer weiß überhaupt, was an Pfingsten gefeiert wird (ich habe da mal vor 20 Jahren eine kleine Blitzumfrage unter meinen damaligen Siemens-KolleInnen gemacht - war von Auferstehung bis Geburt alles dabei - und selbst wenn- wer glaubt noch an den hl. Geist (jenseits des Alkohols) - Ostern - Auferstehung - wer glaubt daran noch in der Form, wie es im Christentum festgelegt ist?
Wer aber nicht daran glaubt, braucht auch keine Arbeitspause, um das in Würde zu begehen.
Selbst Weihnachten - wenn die Leitfigur keine mehr ist, dessen (angeblichen) Geburtstag wir da feiern, und dieser Geburtstag genauso bedeutend oder unbedeutend ist wie mein eigener - ersatzlos streichen - oder die beiden Feiertage an den persönlichen Geburtstag koppeln
@anonymeNutzer wen wir also die christlichen Tage ersatzlos streichen, hätten wir viel Luft für neue Urlaubstage.

PS.:
Mir ist natürlich klar, dass das eine etwas verkopfte Antwort ist, die kulturell in Deutschland so nicht durchführbar ist.
, weil auch nicht zuletzt damit ei Kulturgut aufgegeben wird
Ich könnte mir das für mich dennoch zumindest vorstellen

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Das IW erklärte, ein zusätzlicher Werktag würde bis zu 0,2 Prozent des BIP ausmachen - je nach Methodik wären das bis zu 8,6 Milliarden Euro.

kannst du erklären, warum die wissenschaftler falsch liegen? warum ist das lächerlich?
und die frage war, ob Du verzichten würdest.

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Urban Priol hat den 3. Oktober ins Spiel gebracht. Der ist mittlerweile weitgehend gegenstandslos. Alternativ vielleicht auch der 1. Januar. Oder der 1. Mai. Ich habe noch nie verstanden, warum man am Tag der Arbeit nicht arbeitet. Und Weihnachten könnte man meinetwegen komplett abschaffen.

Ich fürchte, das war jetzt nicht sehr konstruktiv, aber ehrlich, fällt denen nichts besseres ein? Das gab es schon bei der Mütterrente.

Ich finde wir sollten stattdessen ein paar Milliardäre enteignen. Die Aktien werden verkauft und der Erlös wird auf alle Bürger verteilt. Das kurbelt ordentlich den Konsum an.

Jedes Jahr kann man ja einen neuen Milliardär zum enteignen aussuchen.
Bei 249 Milliardären könne man das auch jeden Monat 20 Jahre lang machen!

1000 Millionen / 80 Millionen sind zwar nur 12 Euro pro Monat. Aber nehmen wir an man würde jeden Monat nur eine Million Bürger beschenken. Das wären dann 1000 Euro und bei einer Familie mit zwei Kindern 4.000 Euro.

Eine Lotterie mit kostenlosen Losen und jeden Monat eine Chance von 1:80. Die AfD würde schmelzen wie das Eis in der Sonne.

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Du bist heute aber wieder schlicht unterwegs.

Art. 14 Abs. 3 GG:

1Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. 2Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. 3Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen.

Wir sind ein Rechtsstaat. Enteignung erfolgt gegen Entschädigung.
D.h. wenn Du dem Milliardär seine Aktien wegnimmst, musst Du ihm den Wert ersetzen.

Das bezweifle ich stark. Die würden sagen „völlig sinnlose Aktion, Aktien gegen Geld zu tauschen, was bringt das dem Staat?“.

Außerdem Thema verfehlt:
Die Frage war nicht „seid Ihr bereit alle Milliardäre zu opfern“, sondern

Ja oder nein?

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ich verstehe das nicht so, dass es das einzige Mittel sein soll, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das wäre in der Tat etwas dünne.
Aber vielleicht kann es ein Baustein sein.
Und leicht und schnell durchzuführen und „kostenlos“ (keiner muss auch nur auf einen EUR verzichten)

Dann wäre es ehrlicher, alle Feiertage abzuschaffen und nicht scheibchenweise, wenn mal wieder Geld gebraucht wird.

Gute Idee!

Na ja, ich bin eh in Pension.:smiley:

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komische Logik.
entweder ganz viele oder gar keine Feiertage?
warum darf es keinen Mittelweg geben?
Das ist wie „Deutschlandticket gratis oder für EUR 1000 pro Jahr“.
Es geht nicht um „Ehrlichkeit“, sondern um Wirtschaftsimpulse

Was ist eigentlich der Sinn von Feiertagen? Sind sie eine Reserve für Wirtschaftsimpulse und werden so lange bei Bedarf gestrichen, bis keiner mehr da ist? So nach dem Schema alle 10 Jahre wird einer abgeschafft?

Mir fehlt die Perspektive.

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Natürlich, dass du feierst!

Wie feierst du Karfreitag?

Ich war mal zu Besuch bei katholischen Freunden in einem kleinen Dorf. Da gab es eine Prozession, und vorher waren wir noch im Kindergottesdienst, dort wurde die Geschichte erzählt, die dem Feiertag zugrunde liegt.

ehrlich gesagt kommt mir der Verlauf dieser Diskussion zunehmend symptomatisch für unser Problem vor:

wir brauchen einen Impuls für die Wirtschaft, wir brauchen mehr Arbeitskraft.
Ein gestrichener Feiertag bringt beides, ohne große Umsetzungsprobleme oder Kosten.

Statt einfach zu sagen, „Ok, dann machen wir das halt“, wird über die langfristige Perspektive nachgegrübelt, über den Sinn oder Unsinn von Feiertagen, was passiert, wenn alle abgeschafft würden, oder ob man nicht konsequenterweise alle abschaffen sollte usw usw usw.
(Nazis und Menschenrechte wurden bislang glücklicherweise noch nicht bemüht :slight_smile: )
Ein wirkliches Gegenargument habe ich bisher aber nicht gesehen.

Was soll das?
Es gibt ein Problem, wir haben einen relativ schmerzfreien kleinen Schritt zur Lösung - warum machen wir es nicht einfach?!
Wieviel Arbeitsgruppen müssen wir bilden, wieviel Öffentlichkeitsbeteiligungen und Meinungsumfragen müssen wir durchführen, bis wir dazu Ja sagen?

Akademiker halt.
Bei Akademikern gibt es einfach keine einfachen Antworten.
:grin:

Meine Antwort: Ja

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sagen wir so: ich bemühe mich … :innocent:

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