Amnesty: Globale Krise der Menschenrechte

Was ist eigentlich mit der Menschheit los?

Die weltweite politische Lage ist inzwischen geprägt von Egoismus, Machtgehabe, Rassismus, Hass und Hetze teilweise verbunden mit nationalistisches und rechrsradikales Denken.

Die Welt in einer «globalen Menschenrechtskrise» mit US-Präsident Donald Trump als «Brandbeschleuniger»: Amnesty International zeichnet im aktuellen Jahresbericht eine düstere Prognose für die kommenden Monate. Mit Trumps Wiederwahl drohe «das Ende der Regeln und Einrichtungen, die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen wurden, um Frieden, Freiheit und Würde aller Menschen auf der Welt zu sichern», sagte Generalsekretärin Julia Duchrow.

Im Jahresbericht, der die Lage in 150 Ländern darstellt, würden unter anderem «brutale Taktiken zur Unterdrückung von Andersdenkenden, fatale Folgen für die Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten» sowie unzureichende Bemühungen «zur Bewältigung der Klimakrise» dokumentiert.

Generalsekretärin Duchrow nannte insbesondere den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie den Gaza-Krieg als Beschleuniger der globalen Menschenrechtskrise. Israels militärisches Vorgehen im Gazastreifen sei «völkerrechtswidrig», die internationale Gemeinschaft dabei weitgehend tatenlos, sagte Duchrow.

Amnesty wird für eine einseitige Bewertung des Gaza-Krieges kritisiert. Der auch im aktuellen Bericht aufgeführte «Völkermord»-Vorwurf wird von der amtierenden Bundesregierung nicht geteilt. Einen gesonderten Amnesty-Bericht dazu hatte die israelische Regierung als «vollständig falsch» bezeichnet.

*Kritik an der neuen Bundesregierung"

Amnesty bekräftigte deutlich die Kritik an Plänen der neuen Bundesregierung. Diese müsse sich «als Sprachrohr der Menschenrechte» verstehen. Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD «lässt aber das Gegenteil befürchten», sagte Duchrow. Sie führte als eines von mehreren Beispielen an, dass behauptet werde, Familien stünden im Mittelpunkt. «Gleichzeitig gehen sie im Asylrecht gegen Familiennachzug vor», sagte Duchrow.

Weitere Kritikpunkte der Organisation sind unter anderem die Pläne zur Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung sowie jene zur Abschaffung des Lieferkettengesetzes, das sicherstellen soll, dass bei Produkten, die im Ausland für den deutschen Markt hergestellt werden, bestimmte Arbeits- und Umweltstandards eingehalten werden. «Dieses Regierungsprogramm ist ein menschenrechtliches Armutszeugnis und ein Angriff auf die Rechtsstaatlichkeit», sagte Duchrow.

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Amnesty Report 2024/25: Zur Lage der Menschenrechte weltweit

Bewaffnete Konflikte fordern weltweit das Leben von Zivilistinnen, Andersdenkende werden brutal unterdrückt und der Klimaschutz spielt nur noch eine untergeordnete Rolle: Wir erleben derzeit eine globale Menschenrechtskrise. Die Grundpfeiler einer gerechten und friedlichen Gesellschaft wie Rechtsstaatlichkeit, Völkerrecht und Menschenrechte sind in Gefahr, weil sie weltweit von Regierungen missachtet und angegriffen werden - ein epochaler Einschnitt. Das zeigt der aktuelle Amnesty International Report 2024/25, für den Amnesty die Menschenrechtslage in 150 Ländern im Jahr 2024 untersucht hat.*

In Gaza wurden Zehntausende Zivilist*innen Opfer eines Genozids durch Israel während Staaten Israel weiterhin in seinem militärischen Vorgehen unterstützten. In der Ukraine führte der russische Angriffskrieg täglich zu Tod und Zerstörung. Und im Sudan verübten bewaffnete Gruppen sexualisierte Gewalt in unvorstellbarem Maße.

Weltweit schränkten Regierungen grundlegende Freiheiten ein: Neue repressive Gesetze wurden erlassen, Demonstrationen verboten, gewaltsam aufgelöst oder Nichtregierungsorganisationen als „extremistisch“ eingestuft. Besonders drastisch zeigte sich dies in Russland, China, Iran und Bangladesch. Auch in Deutschland gingen Behörden und Polizei mit unverhältnismäßiger Härte gegen friedliche Proteste vor.

Frauen, LGBTI+, Flüchtlinge, Migrant*innen und ethnische Minderheiten erlebten weltweit systematische Diskriminierung. Schutzsuchende wurden als Bedrohung dargestellt, um unmenschliche Maßnahmen zu rechtfertigen. Struktureller Rassismus führte zu anhaltenden Menschenrechtsverletzungen wie Racial Profiling und diskriminierender KI-Überwachung.

Die Klimakrise ist eine Menschenrechtskrise: Millionen Menschen litten 2024 unter Hunger und Ernährungsunsicherheit aufgrund von Klimawandel, Konflikten und wirtschaftlicher Ausbeutung. Extreme Armut und Ungleichheit verschlimmerten sich durch Inflation, Verschuldung und fehlende Unternehmensregulierung.

Hier fehlt aus meiner Sicht leider eine Erwähnung der Hamas. Und Israel wird zwar kritisiert, aber kein alternatives Verhalten formuliert.
Auch an weiteren Stellen kümmert sich der Menschenrechtsevangelismus leider nicht um die Realität.

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hübscher Begriff :slight_smile:

Aktuelle Realität:

Schönes Wochenende

PS. Außerdem warnt Amnesty International bereits seit etlichen Jahren vor der gewaltbereiten HAMAS.

Es gibt Berichte über Folterungen und Hinrichtungen von Palistinensern im Gazastreifen.

Aber wem hat dies damals wirklich interessiert?

Also völlig realitätsfremd?

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Amnesty verurteilt durchaus überall Menschenrechtsverletzung ohne ideologische Vorbehalte. Und Alternativen zu dem Handeln der rechtsradikalen israelischen Führung gibt es sehr wohl, schliesslich war man auf dem Verhandlungsweg schon weiter. Aber wenn die eigenen Geiseln nur noch zweitrangig sind(die wohl jetzt auch hungern müssen) und man Krieg mit Hunger und Vernichtung der Zivilbevölkerung führt, ist das ein so eklatanter Verstoss gegen Menschenrechte, dass man das wohl kaum als alternativlos kommentieren sollte.

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Das mag ja sein. Aber in diesem Dokument wird eben Israel explizit erwähnt und die Hamas nicht?
Wer Israel kritisiert, sollte diese Alternativen auch nennen. Sonst wird man in meinen Augen unglaubwürdig und kritisiert nur Menschrechtsverletzungen einer Seite. Die andere Seite darf morden, wie sie will. Das ist keine Erwähnung wert.

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Meinst Du nicht, dass Du es da mit der Ausgewogenheit etwas übertreibst ? Wie gesagt kann, man Amnesty eine besondere Negierung einzelner Menschenrechtsverletzung eigentlich nicht unterstellen. Sollte aber aktuelle Menschenrechtsverletzungen nicht im Vodergrund stehen. Und müssen diese wirklich immer relativiert werden, weil in der Vergangenheit ja auch die andere Seite auch unmenschlich gehandelt hat.? Sind denn die Taten der Hamas wirklich eine Entschuldigung für das Aushungern der palästinensischen Bevölkerung und den Tod so vieler Zivilisten? Dass eine Staat sich gegen terroristische Angriffe verteidigen kann, ist ja unbestritten, aber ist das israelische Vorgehen noch als eine solche Antwort zu verstehen? Das würde ich bezweifeln, zumindest mit der Absicht völkerrechtswidrig den Gaza- Streifen zu besetzen, Nachbarländer wie Syrien zu bombardieren und die Blockierung von Hilfslieferungen sind eher Maßnahmen der israelischen Radikalen, denen es auch nicht mehr um die Rettung der restlichen Geiseln geht. Wird dieses Unrecht nicht relativiert, wenn man alles mit dem Hamas Unrecht entschuldigt.? Hatten wir da nicht zu viel Verständnis für eine rechtsradikale israelische Regierung und müssten wir nicht eher die israelische Opposition unterstützen?

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