Artenvielfalt vs Klimawandel

Aus dem Artikel: " Weltweit braucht es 700 Milliarden Euro"

Mir würde es helfen, wenn mir jemand erklärt, wie und ob wir dann das Artensterben beendet haben.
Viele Einzelmaßnahmen kenne ich bzw. kann sie mir vorstellen. Aber Geld allein reicht an der Stelle vermutlich nicht.

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Ich kann mir vorstellen, dass das Gelder sind, die Dinge bezahlen, die sonst über den Raubbau an der Natur bezahlt werden würden.

Also vielleicht vernünftige Geräte, um Brandrodung zu verhindern…

Aber gute Frage.

Kennst du die Roten Listen?

https://www.bmuv.de/themen/naturschutz-artenvielfalt/artenschutz/nationaler-artenschutz/rote-listen

Dort werden die Tiere unterschieden, ob sie selten bzw. bedroht sind oder nicht. Um die Bedrohten wird gekämpft.

Die Natura-2000-Gebiete wurden nach den Kriterien ausgewählt, ob sie dort einen geeigneten Lebensraum haben. Dabei geht es nicht um jeden einzelnen Quadratmeter, sondern man kann auch wieder eine Fläche aus dem Gebiet heraus nehmen, wenn man eine andere gleich große Fläche an der Grenze des Gebiets neu mit hinein nimmt, die dann aber auch die Habitatqualitäten für die Zielarten dieses Gebiets haben muss. Es ist oft nicht so einfach, eine solche Fläche zu finden und dann noch zeitnah in den erforderlichen Zustand zu versetzen, wird aber manchmal geschafft.

Im Naturschutz hast du Haupt- und Ehrenamtler*innen.
Die Hauptamtler*innen folgen Gesetzen und Konzepten, und die Ehrenamtler*innen kämpfen.
Ungefähr so wie bei den Moderator*innen.

Danke, aber beide Seiten sind mal wieder schrecklich unübersichtlich aufgebaut :frowning:

Wenn da was von „Rote Liste“ im Titel steht, erwarte ich auch irgendwo eine Liste. Finde ich aber nicht.

Kannste haben, kannste kaufen.

https://www.nlwkn.niedersachsen.de/naturschutz/tier_und_pflanzenartenschutz/rote_listen/bestellen/veroeffentlichungen-der-roten-listen-43858.html

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Zum Thema Artenvielfalt habe ich am 05.07.2022 eine sehr gute Dokumentation auf Arte gesehen.

Leider sagt die Mediathek jetzt: Video leider nicht mehr verfügbar
Das ist doch zum kotzen. Den Film haben wir alle bezahlt! Warum verdammt nochmal darf man den nach zwei Monaten nicht mehr sehen?

Hier zumindest eine kurze Zusammenfassung

Im Prinzip beschreibt der Film, das seit der Einführung der Neonikotinoide auf der ganzen Welt ein massives Insektensterben stattfindet.

Vor 30 Jahren musste ein Autofahrer im Sommer etwa alle zwei Stunden einen Halt einlegen, um die Windschutzscheibe von Insekten zu reinigen. Heute kann er ganz Europa durchqueren, ohne auch nur ein einziges Mal vom Scheibenwischer Gebrauch zu machen, denn seit den 1990er Jahren ist die Gesamtbiomasse der Insekten um 75 Prozent zurückgegangen.

Wer von euch musste nach einer längeren Autobahnfahrt zuletzt seine Scheibe reinigen?

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Wenn wir ihn länger als zwei Monate in der Mediathek haben wollten, hätten wir vermutlich mehr bezahlen müssen.

Das ist ein großes Problem, dazu gibt es ziemlich viele Veröffentlichungen.

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Das ist ein katastrophales Problem. Keine Insekten => Keine Vögel GAR KEINE VÖGEL !

Und gleichzeitig gibt es noch Leute die Windräder verhindern wollen, weil da ein paar Milane sterben könnten. Ich verstehe diese Welt nicht mehr.

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Das sind vermutlich nicht ungedingt dieselben Leute, die Neonikotinoide verwenden.

Natürlich nicht. Aber es sind Menschen die sich daran stören, das der Wasserhahn in ihrer Titanic-Kabine tropft, während das Schiff untergeht. :slight_smile:

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Genau. Und keine Weidetiere: noch weniger Tiere.

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Imidacloprid wurde 1991 von der Bayer AG kommerzialisiert. Es erreichte einen erheblichen Verkaufserfolg und wurde das weltweit meistverkaufte Insektizid im Pflanzenschutz und Veterinärbereich. Daraufhin drängten weitere Unternehmen wie Takeda Pharmaceutical (heute Sumitomo Chemical Takeda Agro), Agro-Kanesho, Nippon Sōda, Mitsui Toatsu (heute Mitsui Chemicals), Ciba-Geigy (heute Syngenta) mit eigenen Neonicotinoiden auf den Markt.

Ups, das ist ja 30 Jahre her - so ein Zufall !

Nachdem ich den obigen Film gesehen hatte, konnte ich nicht verstehen, warum irgend ein Politiker auf diesem Planeten noch zögert diese ganze Klasse von Insektiziden komplett zu verbieten.

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Weil dann andere kommen, solange wir diese Art der Landwirtschaft betreiben.
Deshalb schreibe ich den Text. Nicht um Veganer in die Pfanne zu hauen, sondern um klarzustellen, WAS für ein Problem die intensive LW ist. Und eben besonders der Pflanzenbau. Wenn ein Feld befallen wird, ist gleich eine enorme Menge an Ernte flöten.

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Interessant das Imidacloprid von Ciba Geigy früher auc hverkauft wurde. Pikanterweise war Ciba Geigy auch der erste Anbieter von Trizyklischen Antidepressiva.(speziell Amitripylin ist mir da bekannt) Wenn man die Risiken einer Überdosis solcher Mediakamente liesßt, stellt man fest , dass dies interssanterweise einer Pestizidvergiftung ähnelt, die zur Insektikzid Gruppe gehören. Habe auch mal eine Studien Reportage über Bienen gehört, wo man festgestellt haben soll, dass die Bienen durch nichttödliche Mengen Neonicotinoide und auch bei anderen Insiktiziden unter der letalen Dosis Halluzinationen bekommen und dadurch ihr Nest nicht mehr finden… So was aber auch, wenn man Antidepressiva überdosiert, passiert oft was ähnliches. Bedenkliche Kreislaufstörungen, Halluzianationen, Missempfindung, Verstopfung, Probleme beim Wasserlassen usw…

Bin zwar kein Chemiker, aber interessant ist die große Chemische ähnlichkeit älterer Antidepressiva mit einigen Klassen von Insektiziden. Die alten Antidepressiva sind sogenannte Dibenzo- Cyclohepthen- Amine. Einige Pestizide enthalten auch cyclo- amine. UPPS! Die Seitenketten der Aromate sind die ähnlichsten Bestandteile…

Worüber ich hinaus will dass diese Pestizide daher auch nicht unbedignt für Menschen gesund sind! Es gibt Theorien, die besagen dass Kinder durch Umweltgifte verhaltensauffällig werden. Man weiß, dass Psychopharmaka generell möglichst nicht Kindern verabreicht werden sollen, da diese zu stark wirken bei Kindern und dauerhaft die Hirnetwicklung beeinträchtigen können. Pestizide mit verwandten Eigenschaften sind daher ein Kandidat für einer Erklärung des vermuteten Problems.

Ah ja der reportage Film wo die Halluziantionen bei Bienen festgestellt wurden heißt „More than Honey“.

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Und interressant wäre auch wie sich solche Medikmente auf die wildnis auswirken, in den Mengen in denen diese Stoffe ins Abwasser gelangen. Man weiß dass diese Medikamente relativ stabil sind und sich kaum in der Umwelt abbauen. hält ewig, fast wie Plastik…

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Nö grundsätzlich sind alle Pestizide zu verbieten. Wir haben die falsche Landwirtschaft. Dies Landwirtschaft muss künftig hauptsächlich in spezellem Gewächshaus Farming staatfinden, als eher unter Laborbedignungen. Das wäre sogar sehr Umweltfreundlich! Man bracht für alle Menschen zu ernähren viel weniger Wasser Dünger und Fläche. Pestizide sind dann komplett überflüssig. Wird Zeit diese Art der Nahrungserzeugung endlich besser zu erforschen und zu optimieren, dass diese Preisgünstiger wird. Draußen wird das Klima sowieo zu heiß und zu trocken für Ackerbau werden. Da wächst nix mer…

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Aua.

Nein. Wir brauchen das Gegenteil von noch mehr Technik und neuem Chaos.
Pflanzen und Tiere gehören zusammen.
Das besprechen wir im Faden zum Veganismus.

Doch, wir werden mehr Technik denn je brauchen, ganz einfach aus folgendem Grund: Weil es schon jetzt zu heiß und zu trocken wird für herkömmlichen Ackerbau, das wird schon bald kaum noch funktionieren. Unabhängig vom Fleischkonsum wird das nicht funktionieren weil selbst komplett ohne Fleichschkost wird zu wenig auf dem Acker wachsen!

Folge:

Auch wenn es heute noch verrückt klingt, unser essen bald aus speziellen Gewächshäusern , die Klimatisiert und beleuchtet sind, kommen. Weil diese Anbaumethode einfach erheblich weniger Fläche, Wasser und keine Pestizide benötigt.

Versorgt man diesen Anlagen mit Ökostrom, so sind die Emmissionen gegenüber herkömmlichen Ackerbau ebenfalls sehr viel niedriger. (keine Lachgas emissionen u. ähnliches) es fehlt aber an Forschung, diese Technologie für den breiten Markt einsatzbereit zu machen. Es gibt Möglichkeiten den Energieverbrauch solcher Anlagen zu senken, da gibt es gerade noch einige Entwicklungsarbeit zu leisten, aber es gilt als realistisch. Leider verschläft die Politik da zu viel. Und Möglicherweise werden wir gezwungen sein, diese Technik einzusetzen, auch wenn die noch nicht so gut funktioniert wir du es wünschen würdest.

Einfach weil bald viele Menschen zu verhungern drohen! Ich glaube nämlich nicht mehr daran, dass der Klimawandel rechtzeitg so weit begrenzt wird, dass herkömmlicher Ackerbau noch praktikabel bleibt.

Für Arme Länder wird das allerdings schwieriger werden, ein wichtiger Schritt, diese Technik wirklich überall zu Bekämpfung der drohenden Welternährungskriese einzusetzen erfordert Armutsbekämpfung. Die reichen müssen endlich so beschnitten werden, dass diese nicht mehr so übermäßig viel besitzen.

Und die Lebensmittelverschwendung stoppen ist auch ein Punkt der vernachlässift wird.

Fazit: Veganismus wird nicht ausreichen um die künftige Ernährung zu sichern! Ich rechne damit dass wir mindestens 3 Grad erwärmung haben werden, die aktuellen Ziele sind schon unrealistisch, da passiert zu wenig um die zu halten… lässt sich nur noch thoretisch erreichen,was aber zweifelhaft ist, ob die Politik dafür sorgen wird.

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Ich denke auch, dass vertical farming eine große Zukunft hat. Bis zu 98% weniger Wasserverbrauch! Und man braucht ausnahmsweise mal keinen tierischen Dünger dafür. Wenn man es im großen Stil macht, steigt allerdings die Rechnung für die paar chemischen Zutaten auch schnell an.

Artenvielvalt kann man dabei allerdings vergessen. Und es ist nur eine Teillösung.

Für Blattgemüse und Kräuter ist es schon lange rentabel. Bodennahe Früchte wie Tomaten oder Erbeeren dümpeln so an der Rentabilitätsschwelle rum. Was aber auf absehbare Zeit nicht funktioniert sind Obst vom Baum und Getreide. Dummerweise machen Weizen und Reis einen riesigen Anteil unserer Ernährung aus …

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Der Veganismus wird für das Gegenteil verantwortlich sein, weil er auf Ackerbau setzt.

Es ist längst bekannt, was zu tun ist, um
Desertifikation zu stoppen und auch um Wasser in der Fläche zu halten.
Keine Methode, die mir da bekannt ist, hat mit mehr Technik zu tun.
Welche Technik sollte es sein?

Wenn man zusätzlich zu den Problemen, die wir haben, auch noch die Produktion in Gewächshäuser stecken will…

Geht noch mehr Boden verloren
Verlieren wir noch mehr Insekten, noch mehr Sorten .

Was, wenn in diesen Gewächshäusern, in denen vermutlich nur wenige Sorten in Abertausenden genetisch nahezu identischen Individuen gehalten werden, ein Pilz oder ein Schädling erscheint?
Wo geht der Niederschlag hin, der diese Fläche tritt?
Aus was für einem Material bestehen die und wie lange hält es? Wie werden sie gekühlt?