Artenvielfalt vs Klimawandel

Kann passieren, ist aber unwahrscheinlich, weil diese Hallen hermetisch abgeriegelt sind, weil man das Klima darin bis ins Detail kontrollieren will. Und wenn, dann entsorgt man die Pflanzen in dieser einen Halle, dekontaminiert sie, und fängt von vorne an.

Kann man doch auffangen, aufbereiten und verwenden.

Stählerne Hochregallager und viele Plastikwannen. Hält beides ganz schön lange :wink:

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Das ist so ziemlich das Gegenteil von Nachhaltigkeit.

Dekontamination. Da graust es dem Ökologen. Dieser Ansatz ist so fern von dem, was über Kreislauf und Sparsamkeit in der Nahrungsmittelproduktion bekannt ist; der könnte aus den siebziger Jahren kommen.

Gibt es einen Fachbegriff? Wer hat das ersonnen? Ingenieure?

Im zweiten Link kommen Argumente, die von Laien gerne vergessen werden.
Also zum Beispiel, dass die Umgebung Einfluss auf die Pflanzen hat und wir darauf eingestellt sind, derartige Pflanzen zu essen und nicht welche, die steril gezogen werden und nur äußerlich gleich aussehen.

Wie oft schon hat der Mensch gedacht, er hätte jetzt das problemlose non plus ultra erfunden und hinterher war alles schlimmer als zuvor?

Der springende Punkt ist wie immer: „Vertical Farming bietet viele Vorteile, wenn es mit industrieller Landwirtschaft, vor allem mit industriellem Gemüseanbau verglichen wird.“

Die Theorie geht meist nur auf, wenn man es mit dem aktuellen Desaster vergleicht.

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Hmmm.
Der erste Artikel (13 Nachteile) ist ja ganz nett, enthält aber hauptsächlich Plattitüden, wenn man den Umgang mit komplexen Systemen gewohnt ist.

Der zweite (9 Argumente) erscheint mir äußerst einseitig gefärbt (sowohl in der Argumentation als auch der Zielrichtung) und an mindestens einer Stelle sachlich falsch:
„Keiner Industrie ist es je gelungen, Räume frei von Mikroorganismen zu halten.“
Das ist schlichtweg bullshit. Ein Operationssaal ist ein Drecksloch im Vergleich zu einem Reinraum in der Chipherstellung. Außerdem entstehen multiresistenten Keime afaik nicht im OP, sondern im Rest eines Krankenhauses.

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Wir reden aber von der Nahrungsmittelproduktion.

Der Reinraum ist doch dermaßen aufwendig und energetisch aufwendig, dass er wirklich kein gutes Beispiel ist, oder?

Realistisch wäre vielleicht, Hühner oder Kaninchen den echten Salat und den Salat aus der Nährlösung anzubieten und zu schauen, welchen sie fressen

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Das ist genau der Punkt, der für mich am stärksten gegen die Industrielösung spricht. Die meisten der für uns wertvollen Pflanzenstoffe entstehen in Wechselwirkung mit der Umwelt bzw. als Reaktion auf Umweltreize. Fraßfeinde und Schädlinge, Trockenheit/Nässe, Hitze/Kälte, Sonneneinstrahlung…
Ätherische Öle, Bitterstoffe, Farbstoffe und andere Stoffe sind ja nicht einfach so da. Sie erfüllen einen wichtigen Zweck für die Pflanze. Inwieweit bleibt das auf Dauer bei steriler Aufzucht erhalten? Jeder hat doch vermutlich schon festgestellt, wie unterschiedlich sonnengereifte Freilandtomaten und wässrige Gewächshaustomaten schmecken. Derart steril angebautes Obst und Gemüse ist vermutlich irgendwann nicht nahrhafter als Plastikattrappen.
Ich habe als weiterführende Lektüre eine interessante Diplomarbeit zu den sekundären Pflanzenstoffen gefunden: https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/content/titleinfo/3806576/full.pdf

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Quatsch! wenn ich durch diese Gewächshäuser deutlich weniger Fläche für die gleiche Menge Nahung brauche, sterben weniger Insekten, da außerdem keine Pestizide nötig sind. Und wenn der Betrieb richtig geführt wird wird ein Kippen der Gewächshauses wegen Schimmel oder Schädlingen nur selten nötig sein, das bisschen dekontamination dass dann nötig ist wir die Natur aushalten, mann muss es nur richtig machen, das ist gar keinso großes Problem. Und wer sagt, dasn man nur Monokulturen im Gewächsaus haben muss. niemand… Wir werden wegen des klimawandels sowoeso kaum noch eine andere Möglichkeit haben genug Nahrung herzustellen. Darußen wird es zu heiß und daas Wetter zu extrem.

Die heutigen Gewächshaustomaten sind eher deshalb wässrig und minderwertig ,weil diese in NICHT opitmalen Gewächshäusern sitzen und keine gute Nähstoffmischung bekommen sondern werden einseitig mit Stickstoff gedüngt weil man da am falschen Ende spart. Und eine vertical Farm ist ein Vollautomatsiches Gewächshaus in dem die normalen Jahreszeitlichen Bedingungen ziemlich gut simuliert werden. dadurch ist es überhaupt kein Problem, genug sekundäre Pfnazenstoffe in den Pflanzen zu erzeugen. Speisen von einer guten Vetical Farm sind sogar besser als vom Biobauer! schmecken intensiver und haben sogar mehr sekündäre Nährstoffe und Vitamine! Da sit die Forschung eigentlich scho nso weit dass das gar kein Problem ist. das proble mist es eher, solche Systeme witschaftlicher zu machen, das sit das einzige Problem, sonst nix. Ansonsten funktionoert das schon ganz gut. Wenn mehr darin investiert wird werden wir auch sehen, dass dann auch genug Geld für Entwicklungsarbeit in verbesserte vertical farms geben wird, die mehr als nur Salat und Gemüse liefern können.

Und wo kommen die Insekten dann her?

Dieses Argument kenne ich von Veganern.
Immer ist die Rede vom gequälten zerschredderten Massentier, aber wenn man die Probleme des Ackerbaus anspricht, dann kommt: „Ja, das ist dann halt so. Irgendwas muss man ja essen.“

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„Vertikale Landwirtschaft könnte die Expansion städtischer Ballungsräume auf umweltschonende Weise fördern, welche somit weitgehend autark in ihrer Lebensmittelerzeugung werden. Die Entwaldung stadtnaher Gebiete würde somit entfallen… Die konventionelle Landwirtschaft würde weiterhin bestehen bleiben, da nicht alle Nutzpflanzen für die vertikale Landwirtschaft geeignet sind.“

Da sieht man ja, worauf es hinaus laufen wird. Intensive Äcker, Wälder und Bebauung.

Im Artikel steht zwar, dass nicht mehr benötigte Flächen zu Brachland werden könnten, aber wir alle wissen, dass die Flächen mit Einfamilienhäusern bebaut werden würden.

„Schonung der Wildbestände“

Die naturnahe Nutzung wird hier nicht erwähnt. Natürlich macht intensive Nutzung Kulturlandschaften kaputt. Extensive aber nicht.

Egal. Wirklich gruselig finde ich, dass sich offensichtlich niemand für schonende regionale, saisonale Landwirtschaft interessiert.

Statt alter Sorten und Rassen jetzt Weizen, den die NASA entwickelt hat.

Das deprimiert mich jetzt

Mich deprimiert das nicht. Die alten Sorten haben de Nachteil, dass sie kaum Ertrag bringen. Unter den erschwerten Bedigungen der Zukunft wirst du davon nicht mehr Satt werden , weil draußen im Freien zu wenig wächst.

Draußen wird es viele Wüsten uns Steppen geben. Und für die sogenannte „schonende Lokale Biolandwirtschaft“ interessiert sich niemand mehr, da diese leider ein Auslaufmodell ist. Diese „schonende“ Landwirtschaft braucht sehr viel mehr Fläche und Ressourcen als eine Vertical Farm, und soger mehr Platz als Konventionelle Landwirtschaft. Aus Landwirtschaft muss also eher Lebensmittelbau werden. Und mancher verwechselt das essen aus der Vertical Farm mit vielleicht aus Mangel an Wissen mit Künstlicher Nahrung wie diese Infusionskost im Krankenhaus.

Mit Vertical Farming hat das aber nichts zu tun! Und wer werden gezwungen sein möglichst geeignete Formen des vertical Farmings für alle wichtigen Lebensmittel zu entwickeln da und bald das essen ausgeht wegen Dürren und Katastrophen…

Und wenn wir da keine Fortschritte machen werden viele Menschen verhungern und die Reichen Staaten wie Deutschland werden dann das unangenehme Problem bekommen das die Bürger dann auch wenn sie eigentlich nicht schwer Krank sind Laborkost aus der Infusions- Spritze bekommen müssen um Satt zu werden, äh falls sowas dann überhaupt noch Hergestellt werden kann… Das ist viel Gruseliger als echte Speisen aus einer Vertical Farm!

Schlimm.

Es zeigt die Hybris, die man nur haben kann, wenn man keine Ahnung hat.

Sieben Pflanzen ernähren die Welt - Der Mensch - Die Ernährung - Wissen macht Spass.

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Falsch, es muss aber richtig gemacht werden! Es kommt auf die Umsetzung an!
Die alten Sorten sind zwar gut im Geschmack tragen aber nix, Das Ziel muss sein KEINE Einheitssorte zu züchten, sondern dass in der Vertical Farm eine breite Palette moderner Sorten zum Einsatz kommen die sich zur effizienten Ernährung der Menscheit eigenen UND einen guten Geschmack haben, was machbar ist. Von was anderem wirst du bald nicht mehr satt werden, das wäre fast schon die Garantie zu verhungern. Alles andere sind veraltete methoden, die auf einem Beschädigem Planeten nicht mehr lange funktionieren werden. Leider ist das nicht besonders Idyllisch, aber realistisch…

Wir werden möglicherweise sowieso bald eher in einer künstlichen Umgebung leben, wobei das streng genommen irgendwo schon der Fall ist, es kann eigentlich nur noch darum gehen, dass diese Künstliche Umgebung nicht so wirkt wie im Krankenhaus.

Die Welt draußen wird schon jetzt teilweise unbewohnbar. Wo soll dein idyllischer Bio - Acker denn noch stehen? Woher bekommt der sein Wasser? Überlebt der monetalange totale Trockenheit und 50 Grad im Schatten? Selbst mit knapp 1,5 Grad erwärmung ist das schon kritisch gewordenn mit der sicherstellung der Ernährung, viele Flächen vertrockenen weltweit schon jetzt! Für Bioanbau herkömmlicher Art ist es daher sowieso zu spät. Deine Methode hat zwar keine Monokultur Probleme, aber ohne Wasser ist es völlig egal was du tust… leider… das übersehen auch Biobauern immer noch die gegen Vertical farming sind…
Wenn die alten Sorten so viel Tragen wie du meinst, dann wären die immer noch aktueller Standard und wir würden gar nicht von alten Sorten reden.

Es ist durchaus möglich mit vertical Farming eine Sortenvielfalt zu haben. Man muss es nur wollen, das ist eher ein Politisches Problem, das die Politik nix dagegen gemacht hat, dass es im Supermarkt nur noch die Einheitskarotte gibt…

Ach ja, wenn du möchtest dass künftig Gemüsesorten- Saatgut unbeschränkt wiederverwendet werden kann, so muss die Politik dafür sorgen, dass man auf Pflanzen, kein Patent im herkömmlichen Sinn mehr bekommt und wenn du willst, dass Gemüse aus Vertical Farms ein Kulturgut wird und kein reines Industriegut, dann musst du dafür sorgen, das jeder ein bezahlbares kleines Vertical Gewächshaus haben kann. (Im Wintergarten, neben dem Kühlschrank, im Keller usw…) auch Arme Menschen… Das ist Sache der Politik sich darum zu kümmern, aber das macht ja niemand… Ein Argument wäre ja auch das schlecht wiederverwendbares Saatgut eine Art Verschwendung ist…

Du hast meine Linksammlung nicht angeschaut, nicht wahr?

Doch, das habe ich, auch wenn das vielleicht niemand glaubt, das ändert aber nix an dem Problem. Die alten Sorten haben oft relativ wenig Ertrag

Das können wir uns in Zukunft, wegen knapper Fläche gar nicht leisten.

Und ich habe auch selbst etwas Erfahrung mit alten Sorten. In der Bekanntschaft gab es jemanden, mit dem ich verschiedne alte Kartoffelsorten im Hausgarten angebaut habe. Wir hatten am Standort des Gartens genau den richtigen Boden für die besagten alten Kartoffelsorten. Und der Standort war auch gut. Das Grundstück liegt in einer Gegend in der schon immer Kartoffeln angebaut wurden. Wir hatten auch kaum Probleme mit Schädlingen.

Der Geschmack der Ernte war hervorragend. Und der Garten ziemlich groß… Nur der Ertrag war halt oft trotzdem recht gering. hmm, das reichte trotz großem Garten nicht, deshalb haben wir das nach einigen Jahren verschiedener Anbauversuche aufgegeben.

Übrigens: Wir hatten die Saatkartoffeln aus von einem ähnlichen Anbieter wie deine Links bezogen…

Und wenn du willst, wird es irgendwann auch geeignete Vertical Farms für alte Sorten geben. Und das schon bald, da man diese Sorten braucht um neue Sorten zu züchten, die dafür geeigent sind bei gutem Gescmack genug ernte zu bringen. Das wurde tatsächlich bei vielen aktuellen Standard sorten missachtet. Außerdem kann man die alten Sorten auch auf diese Weise für den Notfall erhalten, um eine Basis für einen Neuanfang der Züchtung zu haben. Die alten Sorten muss man daher nicht wegwerfen.

Ja.
Aber das kann eben auch ein Vorteil sein.
Ertrag ist bei weitem nicht alles in einer Welt, in der jede Menge Nahrung weggeworfen wird.

Es ist nicht immer die Quantität, die die Sache zum Guten wendet. Diesem Irrtum sind wir doch über Jahre hinaus erlegen und es ist kein Weg zur Nachhaltigkeit.

Wie denn? Gnadenhof statt reguläre Nutzung?

Ich habe nicht das Wissen, das zu beurteilen, aber auf der gleichen Website findet sich auch dieser Artikel:

https://gustar.io/blog/was-du-bei-deiner-eigenen-hydroponischen-farm-nicht-tun-solltest/

Mit folgender Aussage:

Nach unserem Artikel zu den 13 Nachteilen der vertikalen Landwirtschaft wollen, wir euch die Vorteile natürlich nicht vorenthalten. Denn wir sind definitiv Fan dieser Form von Landwirtschaft und sehen sie als wichtigen Teil der zukünftigen Lebensmittelversorgung im urbanen Raum.

Den hast du wohl übersehen.

Bitte verstehe das nicht als Stellungnahme gegen die Artenvielfalt.

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Nein…
Ich sehe natürlich auch die Vorteile.
Aber mein Herzblut hängt nun einmal auf der Seite der Vertriebenen, der Aussterbenden und der Kleinen.

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Vielleicht beruhigen Dich folgende 2 Argumente etwas:

  1. Kimbal Musk (Bruder von Elon) ist ziemlich dick in dem Geschäft drin. Das hat natürlich den Hintergrund, dass vertical farming lange Zeit die einzige Möglichkeit zur Nahrungserzeugung auf dem Mars sein wird. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Koloniebewohner mit inhaltsleerem Gemüse gespeist werden sollen. D.h. das Problem mit den sekundären Inhaltsstoffen ist entweder schon gelöst oder sie haben zumindest einen Lösungsweg in Aussicht.
  2. Alle vertical farms, die ich bislang von innen gesehen habe (per video), waren eher das Gegenteil von Monokulturen und im team der Betreiber waren meist mehrere gestandene Biologen.
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Sag ich doch, das hat nicht automatisch mit Monokulturen zu tun…

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