Hier macht jemand erste Hoffnungszeichen in den USA aus.
Der Beitrag sollte frei lesbar sein.
Auszug:
Es ist nicht das eine große Ereignis, das die Dynamik verändert und Trumps autoritäres Momentum gebrochen hat. Es ist vielmehr eine ganze Reihe von Ereignissen und Entwicklungen, die sich gegenseitig bedingen. Und es ist schwer zu sagen, womit es anfing.
Knackpunkt Texas
Vielleicht hiermit: In Texas stellte sich im August eine Gruppe Demokraten mit großer Energie gegen die Neuordnung der Wahlkreise in ihrem Bundesstaat. Sie wandten sich gegen den Plan der Trumpisten, die Wahlkreise für sich so günstig zuzuschneiden, dass sie bei den kommenden Kongresswahlen mehr gewinnen können. Was sich auf nationale Wahlen auswirkt, muss das Parlament in Texas beschließen. Abgeordnete der Demokraten harrten mehrere Wochen außerhalb des Bundesstaates in Hotels aus, um zu verhindern, dass das Parlament des Bundesstaates beschlussfähig wird. Alle großen Medien berichteten. Umfragen zeigten, dass die Aktion viel Zuspruch fand. Prominente Demokraten, die auf eine Präsidentschaftskandidatur spekulieren, erkannten die PR-Chance, die im offenen Widerstand gegen Trump liegt. Gavin Newsom, Gouverneur von Kalifornien, legte sich mit Trump an und kündigte an, auch in seinem Bundesstaat die Wahlkreise neu zu ordnen.
Am 4. November gewann Newsom das in Kalifornien nötige Referendum – und die Demokraten drei weitere wichtige Wahlen, in New York City, New Jersey und Virginia. Es war der erste größere Trump-Test bei einer Wahl, und die Amerikaner machten ihrem Unmut Luft. So sehr die Republikaner versuchten, ihre Verluste herunterzuspielen („Ist doch klar, dass Demokraten in blauen Staaten gewinnen“), so sehr verunsicherten die Ergebnisse die Partei nach innen. Denn die Daten zeigten, dass viele, die Trump 2024 an die Macht gebracht hatten, die Seiten wechselten: junge Männer. Farmer. Latinos. Trump, das signalisierte dieser Wahltag, entwickelt sich zu einem politischen Risiko. Bisher war Trumps Unterstützung für republikanische Kandidaten eine Art Gütesiegel und vielerorts auch ein Erfolgsgarant bei Wahlen. Am 4. November zeigte sich, dass sich das umkehren könnte.
Ich glaube es noch nicht ganz.
Aber ich glaube, dass die Extremen sich am Ende selbst abschaffen oder besiegen.
Die Demokraten werden Trump erst ablösen, wenn er sich selbst demontiert und entzaubert hat.
Das kann insb. dadurch passieren, dass seine dumme Wirtschafts- und Zollpolitik die Lebensumstände seiner Wähler so verschlechtert, dass sie die Faxen dicke haben.
It´s the economy …
Ebenso werden wir wohl die AfD erst dann auf das Normalmaß der Rechtsextremen in D (5-8%) reduzieren können, wenn sie grundlegende Fehler macht und Teile ihrer Wähler erkennen, dass sie keine Lösungen hat, sondern alles nur noch schlimmer macht.
Das kann aber wohl erst dann passieren, wenn sie irgendwo regiert und so öffentlich erkenbar wird, was sie kann oder eben nicht kann.
Insofern sehe ich in einem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt auch eine Chance.
Sie kann dann ihre Unfähigkeit beweisen.
Das könnte heilsam sein.