Bauernaufstand 2024 - Rückwärts immer- Vorwärts nimmer!

Der Verein gruenealternative.de, Rückwärts immer- Vorwärts nimmer! veröffentlicht zu den wohl seit langem heftigsten Bauern-Protesten einen Input, den ich hier zur Diskussion stelle:

Der Bauernaufstand am Montag, 8.1.2024 hat das Zeug, die Republik ein Stück weiter zu verändern. Die Steilvorlage dazu liefert der Abwärtstrend der Ampelregierung. Dieser geht übergangslos in einen Absturz über. Nach allen bisherigen Krisen, Fehlereingeständnissen und Besserungsgelöbnissen kommen die Zusammenbrüche in immer kürzeren Zeitabständen. Zum Hauptgrund des Dilemmas, der grottigen Finanzierung- und Haushaltspolitik des Laienspieler-Duos Scholz und Lindner, die vor – sage und schreibe – über sieben Wochen durch das BVG-Urteil(1*) zusammenbrach, gibt es nach wie vor keinen stimmigen oder gar abgestimmten Lösungsvorschlag, der von allen in der Regierung mitgetragen würde.

*Anm. siehe im Original

Tja so ist es mit Subventionen
Mehr immer - Weniger nimmer
Ist nicht nur bei den Bauern so.

Vielleicht auch zu besseren, wenn die Regierung standhaft bleibt.

Erst mal: Viele der Probleme der heutigen Regierung wurden von x Jahren Merkelregierung geerbt.
Die Lösungsvorschläge sind vielleicht einigermaßen stimmig, wenn sie auch durchgehalten würden.
Das Teile der Regierung, bzw. der Parteien die sie tragen (sollten), immer wieder vieles in Frage stellen, ist natürlich ärgerlich.

Eher unwahrscheinlich - den Bauern geht es an dieser Stelle einzig um Klientelpolitik - sobald es einen einigermaßen genehmen neuen Vorschlag gibt (und die Regierung bastelt bereits an diversen Zugeständnissen) ist das alles wieder bei der alten Ruhe - es geht den Bauern gerade nicht um eine umwälzende andere Republik - im Gegenteil - die Stoßrichtung ist eher konservativ (=systemerhaltend)
Daher würde ich auch nicht vom „Bauernaufstand“ sprechen.

Warum so eine Diffamierung - die Positionen liegen nun mal sehr weit auseinander, die Sachlage ist aufgrund äußere Einflüsse und Gemengelage höchst kompliziert - und beide (oder zumindest Scholz) pflegen einen eher zurückhaltenden rhetorischen Ansatz - ein „neuer“ Politikstil sozusagen in einem Umfeld, das üblicherweise geprägt ist von überflüssiger Polemik und Scheininformationen, die wortreich Erklärungen zu etwas abgeben, ohne wirklich etwas inhaltlich zu sagen - mir ist das Schweigen bis zu einer tragfähigen Mehrheit lieber als die sonst üblichen rhetorischen Nebelkerzen - aber das kommt zugegeben beim Wahlvolk nicht gut an - spricht das nun gegen die Regierung - oder gegen das Wahlvolk?

Ich erwarte von einer Regierung, dass sie sich die Zeit nimmt, um bei einer solch komplizierten Problemstellung schließlich eine Antwort zu geben, die bei Berücksichtigung sehr unterschiedlicher Interessen (s.o.) dauerhaft tragfähig ist - und wenn das nun mehrere Wochen dauert - wo genau ist das Problem?

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Die Ampelregierung ist ja auch total desolat, kein Wunder. Die Intellektuelle Totalverweigerung der Politik allgemein bewirkt, das nix mehr richtig funktioniert. Und dann wundern sich alle so sehr das dann AFD gewählt wird… :see_no_evil: oh mann, da kommt was auf uns zu…

Was die Bauern betrifft stelle ich fest, das die zum Teil selber schuld an ihrer Lage sind.

Klar regen die sich zu Recht über das Bürokratie und Vorgabenchaos auf, das betrifft aber auch viele andere Leute… es reicht langsam, nur wundert mich dass keine Entbürokratisierungspartei sich wirklich durchsetzt.

Aber:

Die Bauern Wirtschaften halt leider nicht Weltmarktgerecht. Unsere Bauern produzieren halt ledier zu teuer. Und sie jammern, dass ihre Produkte zum Preisdiktat des Einzelhandels verkauft werden.

Wem das nicht gefällt kann seine Waren auch selber verkaufen! Im Hofladen zum Beispiel und ggf, wenn man ein sehr erfolgreicher Bauer ist, eine eigene Onlinshop- LKW Flotte zum direkt Bürger betreiben, dann kann man ALLES vom Endpreis selber verdienen.

Da felhlt es an mordernen denken, Bauern denken anscheinend zu sehr in alten Markt- Methoden von früher. Ich würde wenn ich Bauer wäre gar nicht an den Einzelhandel via Großhandel verkaufen wollen außer ggf. Exportware sonden einen Lieferservice direkt zum Endkunden anbieten, Deutschlandweit. Dann braucht es keine Dauer- Subvention.

Wenn man das nicht alles selber kann, es gibt oft Outsourcing Firmen dafür… Der Bauer verdient heutzutage halt nix mehr wenn er nur Produziert es muss auch selbst verkaufen, selber eine Firma mit Verkauf haben. Wer das nicht längst weiß, ist viellicht im falschen Berufszweig.

Und man kann auch billiger Produzieren auch mit modernen Umweltschutzstandarts mit Fleischmast platzsparend in Hochhäusern wie in China! Is nich idyllisch, aber günstig. Idylle ist Luxus.. Land ist teuer. Und Bioanbau rettet eh nicht die welt, weil damit nicht genug Nahrung herstesellt werden kann. Bio ist Luxus für Reiche.

Wenn man den quatsch weglässt kann man Weltmarktfähig auch bei uns produzieren. Abgesehen möglicher Bürokratischer Probleme. Und wenn die Politik nicht will, essen wir sowieso irgendwann alle China Fleisch… weil die Chenisen halt platz und damit günstig produzieren. Und die Umwelt ruinierem und Tiere quälen müsste man dafür gar nicht, wir könnten zum selben Preis in Deutschladn aber besseres Fleisch produzieren als China… Aber die Deutschen verhaspeln sich halt in falsch verstandener Idylle und Bürokratie… ein jammer halt… wäre gar kein Problem…

Ein Beispiel aus unserem Dorf direkt vor meiner Haustür,praktisch null Meter Entfernung:

Die hiesigen Bauern produzieren Fleisch direkt für meine region hier. Der Beste Metzger im Dorf hat es richtig gemacht, es hat stark modernisiert und verkauft in hoher Qualität Fleisch direkt von den Bauern des Dorfes und braucht daher kaum Chemie für seine Wurst weil es praktisch keine Transportwege gibt. Die Preise sind fast wie im Supermarkt. Vielleicht ein Euro teurer… nicht viel… Die Qualität ist aber so auch ohne Bio Siegel viel besser… Bio ist unbezahlbar, trotz subvention.

Und der kleine Laden Läuft hervorragend obwohl ein gigantischer Globus Supermarkt direkt in der Nähe eine eigne riesen Metzgerei betreibt.

Und der Metzger hat als alternative zum Online Geschäft Wurstautomaten aufgestellt. Das stellt sicher dass er genug verkaufen kann. Das kann ein Hoflanden vom Bauer auch…

Aber ich sehe, dass alle noch im alten Schema bleiben obwohl es längst tot ist. Deswegen gibt es hier NUR noch diesem einen guten Metzger und Globus.

Ähnlich ist es bei Bäckereien. Ohne Bestellservice und Teiweise automatenverkauf verdient ein Dorfladen nix mehr… wer das nicht erkennt geht halt pleite…

Ja ich bin etwas abschweift aber das gilt auch frü die bauern selbst in ähnlicher weise. Schließlich beliefern sie den Handel mit Lebensmitteln.

Wir subventionieren also eine altes Schema, also einen toten Gaul… der schon verwest immer weiter…

Ein Bauer das das nicht merkt geht zu recht pleite…

Heißt in Bezug auf die Ampel was genau?

Ja, darüber wundere ich mich schon, denn dass wiederum zeigt - um bei Deinen eigenen Worten zu bleiben - die „intellektuelle Totalverweigerung“ des Großteils der Wähler.
Aus der Faschismusanalyse der Weimarer Republik zeigt sich doch u.a., dass das Bürgertum erst durch einen falsch verstandenen Toleranzgedanken (vielleicht noch gepaart mit der Aussicht auf kurzfristig eigenen Vorteil) den Flächenbrand erst möglich gemacht hat.
Wie sehen Deine - nicht zuletzt persönlichen - Konzepte dagegen aus?

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Damit man mal einen Eindruck bekommt, was so an Subventionen gezahlt wird: Zahlungen aus den EU-Fonds für Landwirtschaft und Fischerei - Suche EU-Agrarfonds
Da kann jeder mal für seinen Ort schauen. Einer von denen, die bei mir im Ort am lautesten schreien und der sich von Not und Elend bedroht sieht, hat 2022 über 350.000 Euro Subventionen bekommen. Also auf den selbst erwirtschafteten Gewinn obendrauf.
„Die Basisprämie dient der Einkommenssicherung und Risikoabsicherung der landwirtschaftlichen Betriebe sowie auch als finanzieller Ausgleich für die weit höheren Umweltschutz-, Tierschutz- und Verbraucherschutzstandards in der EU im Vergleich zu den Produktionsauflagen von Mitbewerbern auf dem Weltmarkt…“ Das Gejammer über die hohen Auflagen ist also überflüssig, dafür gibt es angemessene Ausgleichszahlungen.

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Ja, vermutlich schon, aber die Bürokratie ist ein Problem geworden, aber das ist ein sehr verbreitetes Problem. Dies macht aber zu viel Aufwand, das es sich trotzdem nicht mehr lohnt oder der Nervenkollaps zum aufhören zwingt, aber nicht nur bei den Bauern. Dieses Land erstickt gerade in Bürokratie!

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Das ist richtig, aber es geht den Bauern um eine Regierung ohne Grüne. Für dieses Ziel ist zumindest ein Teil von ihnen auch zu einem gelbwesten-ähnlichen Aufstand bereit.

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Das ist ja auch verständlich, da grüne Konzepte zum Thema Landwirtschaft auch gar nicht funktionieren, man kann unmöglich alle Menschen mit Biokost ernähren.

Da haben die bauern leider recht, und es ist gut das die das eher nicht wollen. Es braucht zwar keine Pestizide, aber realistischere Dinge als Bioanbau…

Eine sofortige, komplette Umstellung auf Biolandwirtschaft wird von uns auch nicht gefordert, genau so wenig, wie Habeck dieses Jahr alle Gasheizungen durch Wärmepumpen austauschen wollte.

Jeder Landwirt bei uns kann selber entscheiden, ob er bio oder konventionell arbeiten will. Daran wollen wir nichts ändern.

Nun kann ich nicht für den Autor des Artikels sprechen, aber „Laienspieler“ ist m.E. im Rahmen zulässiger Polemik verwendbar und keine Diffamierung.

Eine komplette Umstellung auf Bio kann gar nicht funktionieren.

siehe :

Das wird sich mit jedem weiteren Menschen aufder Erde weiter verschlechtern

Im letzten Teil des Artikels gibt es aber konstruktive Ansätze für Mischverhältnissee Bio / konventionell und veränderte Anbaumethoden ( 8 verschedene Ackerfrüchte in die Fruchtfolge statt der traditionellen 3 sparen den größten Teil an Kunstdünger und Pestiziden ein )
Biolandbau darf Gentechnik nicht mehr aus idiologischen Gründen ablehnen , usw.
Es darf nach gedacht und weiter entwickelt werden. Sonst gehen wir uns an den Kragen…

Tja, das liegt daran dass die Regenmengen durch den Klimawandel zu ungleichmäßig verteilt seind was sowohl Bio als als herkömmlicheen Anbau erheblich erschwert. Deswegen werden vielleicht nicht für alle Lebensmittel aber für sehr viele davon bald Vertical Farms die Zukunft sein, das braucht am aller wenigsten Dünger, Fläche und Wasser beim selben oder sogar größeren Ertrag. Ich hoffe, dass ich dieses Frühjar dazu komme meinen eigenen Versuchsaufbau auf dem Balkon dazu zu starten. Geplant ist für den Anfang eine Erdbeerkultur, weil Erdbeeren heute schon gut in Vertical Farms angebaut werden können, was sie gut dafür geeignet macht, die Möglichkeiten meines Standortes zu testen. (Später soll Gemüse, auch großes Gemüse angebaut werden) Außerdem esse ich gerne Erdbeeren. lecker…
Dann werden sich auch die Tatsächlichen anbaukosten und der Aufwand zeigen. Der ist zwar nicht hoch aber wie gut das genau funktioniert zeigt immer erst ein Praxistest.
Zucht von Gatenkräutern hat bei einem ersten Versuch letztes Jahr im Spätsommer, nach dem Aufbau der Anlage bereits gut funktioniert. Ich habe auch schon eine Ernte davon gegessen. (zum kochen benutzt)

Fleichproduktion im Labor ist viel schwieriger und derzeit nicht sinnvoll machbar. (und zu teuer)

Das bedeutet es wird in Zukunft weniger Fleisch geben und das Fleisch wird aus Hochhäusern kommen müssen, weil die Tiere draußen im Sommer zu heiß haben werden. Und auch kein Futter auf verdorrten Boden mehr finden können, also sowieso künstlich mit Futter aus Trögen versorgt werden müssen. Eine tote Weidefläche bietet nun mal kein natürliches Futter mehr… das sollte eigenlich jedem einleuchten, viele Grüne tun sich aber schwer zu diesem Logischen Schluss zu kommen. Dieses Trogfutter muss dann auch in Vertical Farms Hergestellt werden. Zum Teil wird Fleisch durch Fleisch aus Insekten erstetzt werden müssen. Weil für Insektenfleisch herzustellen weniger Biomasse gebraucht wird. Außerdem kann man für Insektenfleisch teilweise auch Schadstoffarme aber relativ minderwertige Pflanzenabfälle verwenden. (z.B. Reste von Mais das derzeit in Biogasanlagen benutzt wird. oder Obsttrester, Minderwertige Getreidereste, ungiftiges Unkraut)

Das mach mal, bevor du weiter theoretisch über Landwirtschaft philosophierst. Immerhin hast du auf dem Balkon keine Schnecken, Wühlmäuse und Unkraut als Gegner. Dokumentiere deine Kosten, Arbeitszeit und den Wassereinsatz und setze ihn mal ins Verhältnis zu den ca 1- 2 kg Erdbeeren, die du ernsten wirst, soweit es Gott will und sie nicht dem Grauschimmel, Blattläusen, Trockenheit oder Mehltau zum Opfer fallen. Tipp: Erdbeerpflanzen von Aldi sind alle fürn A…sch. Haben meist Krankheiten.

Kommt ein wenig drauf an, was der Bauer anbaut. Ein Viehaltungsbauer kann mit einer Hofmetzgerei natürlich auch Direktvertrieb machen. Bei einem Getreidelandwirt sieht das anders aus. Getreide und Raps sind im Originalzustand auch in Hofläden nur schwer verkäuflich. Und für die Verarbeitung und den Vertrieb braucht man zusätzlich Personal, denn ein Bauer kann nicht gleichzeitig auf einem Mähdrescher sitzen und Marmelde kochen und in einem Laden verkaufen. Früher haben das mal unbezahlte Ehefrauen gemacht, aber die sind schwer zu finden, wie man an der Sendung „Bauer sucht Frau“ unschwer erkennen kann.
Ob es für den Klimawandel zuträglich ist, jede einzelne Gemüsekiste mit einem LKW an Privathaushalte zu liefern, bzw. abzuholen ist auch fraglich.

Die Bauern sollten nicht so viel jammern (als Bauernsohn, der aber nicht mehr in der Landwirtschaft tätig ist, kann ich die Sorgen der Bauern jedoch ein Stück weit verstehen), sondern die Chancen ergreifen, die die Energiewende ihnen bietet, wie ich heute in meinem Blog geschrieben habe.

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Tja, daher brauchen Vertical Farms keine Pestizide. Das spart Geld. Und die Erwartbare Erntemenge ist Größer als 1- 2 kg! Ich habe mich von einem Fachmann zu dem Thema beraten lassen und der sagt, dass das auf Balkonen auch geht mit mehr Ertrag als du meinst.

Ach ja, ich kaufe keine Aldi Erdbeeren… Nun aus Gleich zwei gründen:
Erstens sind Aldipflanzen tasächlich meist Mist. Taugt nix.

Zweitens: Pflanzen die bis zum Adulten Stadium in Erde gewachsen sind lassen sich schlecht an Verticl Farming in einem Wasserbecken oder Steinwolleschwamm gewöhnen, die verschimmeln deshalb, weil die die Umstellung nicht vertragen.( Die Pllanzen bilden in Erde gewachsen andere Wurzeln aus) Das ist eigentlich die Haupt Schimmel Ursache bei Hydrophonischen Systemen. Das heißt ich benötige sowieso Erdbeerepflanzen aus Saatgut in einer Vorzuchtbox gezogen. Und der Wassereinsatz ist viel niedriger als im Freilandanbau. Die Pflanzen siztzen in speziell abgedeckten Planzmulden im Anbaugerät und dadurch verdunstet kaum Wasser aus dem Wasserbecken. auch im Freien. Der Hydrophonische Wassertank hat sogar einen großen eigenen Deckel, ebenso der Pumpenkasten.

Schon entlarvend, das die Bauern Funktionäre aus einer CSU-Parteiversammlung heraus ihre Interviews geben.

Früher haben die Bauern zweimal im Jahr gemeckert: einmal im Herbst über die schlechte Ernte und einmal im Frühjahr über die lange Lieferzeit von Mercedes…

Aber es ist immer das selbe: wer am lautesten schreit, bekommt von der Politik die ungeteilte Aufmerksamkeit. Lobbyismus in Reinform. Wenn die Autoindustrie mosert, gibt es entweder Abwrackprämie oder E-Auto-Prämie.

Ich denke, der schwarze Peter liegt einerseits in Brüssel. Da wird ein Dokumentationsaufwand getrieben, den die Bauern als Last empfinden. Doch wer liest am Ende all die Statistiken?
Ein anderer schwarzer Peter ist beim Großhandel zu sehen. Der Bauer bekommt 30 Cent für einen Liter Milch. Im Laden kostet der Liter mittlerweile über einen Euro. Wer sackt sich hier also die restliche Kohle ein?
Wir wollen mit unserem Dorfprojekt auch einen Dorfladen mit regionalen Produkten betreiben. Mit einer Milchtankstelle. Glas statt Plastik zu fairen Preisen für den Landwirt. So etwa 50 Сent für den Liter. Da der Dorfladen ein Minusgeschäft werden wird und immer sein wird, werden wir es mit unserem sozialen Wohnbauprojekt quer finanzieren müssen. Sonst geht der Nachbar doch zu Netto…

Im Prinzip geht es bei den Protesten um den subventionierten Agrardiesel. Sieht man den Maschinenanteil bei der Produktion, sind das schon gewichtige Kostenfaktoren.

Die Frage ist, geht es ohne Subventionen? Blicken wir nach Neuseeland. Dort wurde irgendwann festgestellt, dass sich der Staat die Agrarsubventionen nicht mehr leisten kann. Also wurde auf fast Null gestrichen. Durch das Land ging ein Aufschrei und der Bauernverband malte das Szenario unzähliger Insolvenzen und rief zur Revolution auf. Doch der Staat blieb standhaft. Einige Jahre später stellte sich heraus, dass die günstigen Staatskredite für Farmen den positiven Effekt hatten, dass die Betriebe konkurrenzfähiger wurden und nur einige Betrieb insolvent wurden. Die wären aber wegen schlechter Betriebsführung ohnehin über die Klinge gesprungen.

Hätten Bürgergeld-Empfänger eine ähnlich starke Lobby wie der Bauernverband, dann wäre die Aufhebung der Strompreisbremse sowie die dauernden Mieterhöhungen zu zu einem ähnlichen Politikum geworden.

Also was tun? Befähigen wir die landwirtschaftlichen Betriebe, effektiver zu werden, indem sie marktgerechte Preise erzielen? Indem sie das anbauen, was wirtschaftlich ist und nicht das, was gerade subventioniert wird?
Viele Landwirte erwirtschaften ihr Einkommen heute nicht mehr ausschließlich mit Landwirtschaft. Viele sind Energiewirte geworden, indem sie Biogasanlagen, Solar oder Windkraftwerke auf ihre Felder stellen und zusätzlich die Brachflächenprämie bekommen.
Ich bin für Bürokratieabbau in Brüssel und für ein wirksames Finanzierungsinstrument, um Betriebe zu modernisieren (Beispiel: effektivere Bebauung durch Einsatz von Drohnen im Bewässerungsmanagement).

Ich lese immer Dünger… Bei uns im Osten sind die Böden noch ziemlich versalzen durch den hohen Nitrateintrag aus der DDR. Anstatt zum Beispiel Miscanthus giganteus anzupflanzen (auch Chinaschilf oder Elefantengras genannt), mit dem man Brennstoff oder Baustoff (Miscanthus Stroh statt Weizenstroh im Wohnungsbau; siehe unser Wohnbauprojekt) herstellen könnte, ist man ziemlich ratlos. Denn diese Pflanze entzieht dem Boden Nitrate und durch Blattabwurf düngt sich der Boden selbst. Pro Jahr eine Verbesserung von etwa 1-3 Bodenpunkte. Diese Pflanze wird einmal gesetzt und kann ab dem dritten Jahr circa 20 Jahre im Winter geerntet werden, wenn der Boden gefroren ist. Also keine Bodenverdichtung und die Maschinen können auch im Winter laufen.
Hier gäbe es einige Verbesserungen in der Wahl der angebauten Pflanzen und deren Nutzung.

Aber vom Bauernverband hört man nur Gemotze, anstatt sich für neue Ideen zu interessieren.

Hmm Agro- PV als Lösung für die Finanzprobleme der Bauern? Das Problem ist aber das die Energiewende gescheitert ist und dass der einseitige Blick auf Wind und Sonne nicht besonders Sinnvoll ist. Klar kann man mehr machen auf dem Land. Aber nur bedingt. Wir barauchen andere Anbauformenn wie Vertical farms da normaler anbau Klimabedingt bald nicht mehr ausreichend funktionieren wird, durch zu unregelmäßigen Regen und eben langen Extremhitzphasen.

Im Moment reichen die aktuellen Möglichkeiten gerade noch so aus. Zur Zeit sehe ich da eher ein Vermarktungsproblem als Ursache der Probleme der Bauen. Vom Bürokratieproblem mal abgsehen…

Wer etwas Produziert und an einen mächtigen Großhandel weiterverkauft wie es die meisten bauern ewig lange so gemacht haben, als einfach produzieren und auf den Großmarkt schieben… das hat zu einer Massiven Abhängigkeit von den Presivorstellungen des Einzelhandels geführt. Wenn man damit nix mehr verdient muss man seine Ware selber verkaufen. Denn: Es sollte klar sein dass jeder Zwischenhändler eigene Profit- Interesen hat.

Klar kann dies für einen Getreidebauern schwirig sein, selbst zu verkaufen. aber er kann sein Mehl woanders mahlen lassen und als Lieferservice an den Bürger direkt verkaufen. Großabnehmer wie Bäckereien, Nudelhersteller usw. bekommen den einen LKW geschickt.

Und mit Elektro oder Wasserstoff Autos ist der Lieferdienst vom Bauer direkt zum Verbraucher überhaupt kein Umwelt- Problem. Man könnte um kosten und Fahrwege zu sparen, auch einmal pro Woche einen LKW rundfahen lassen… ( bei nicht verderblichen lang haltbaren Dingen wie Mehl)

Aber Generell erst mal die Energiewende schaffen bevor auf Öko Fahrzeuge umgestellt wird. Übergangsweise sind Dieselfahzeuge die beste Wahl…

hmm ja da ist was dran, dieser Bauernverband interessiert sich nicht für neue Ideen. das ist mir auch schon aufgefallen.

Wobei ich Energiepflanzen generall nicht für sinnvoll halte. Weil diese kostbare Fläche für die Lebensmittelherstellung rauben. Ackern für den Tank ist Blödsinn.

Und die Agrarsubventionen machen die Landwirtschaft erst Weltmarktunfähig. dass sehe ich auch. Die EU gibt Unsummen für Agrarförderugn aus. Macht den größten Teil des EU Haushalts aus. Als Agrarunion brauchen wie die eigentlich nicht.

Wenn diese Subventionen gesttrichen werden, dann verschwidnen nur die ganzen Höfe die eh nix abwerfen. richtig. Und wir könnten mit besserer Qualität als China ware auf dem Markt bestehen. Dazu muss die unnötgie Bürokratie weg. Und die altbackenen Ackerbaumethoden auch, das ist alles veraltet.

Wir brauchen Verttical farms, weil bald drauße nKlimabedingt nicht mehr viel wächst, züsätzlich modernisierte konventionelle Landwirtschaft, moderne Mastbetriebe die in Hochäusern Tiere züchen weil das wenig Fläche kostet und effizient ist. Das ist bezahlbar für alle udn auch durchaus Weltmarktfähig. Höhere Umweltschutzstandards wie in China sind nicht das Problem..