Bodenbildung durch Bomben über die Menschheit hinaus

Beste Grüße aus Verdun

Tja, der Mensch gräbt mit vorliebe den ganzen Planeten um. In der Ukraine bei Bachmut dürfte es inzwischen so ähnlich sein.

Es gab in den 50ern mal die bekloppte Idee, dass man Inseln mit künstlichen Lagunen und Schiffahrtskanälen und ähnlichen versehen wollte, indem man „zivile“ Atombomen zündet, die in Bodennähe oder unter Tage gezündet werden sollten. Ich habe noc hnicht gelebt zu dieser Zeit aber ic hhabe mal irgendwo einen Fernsehbericht dazu gesehen was man in den frühen 50ern mit Atombomben alles „Umgraben“ wollte.

Atomic Till sozusagen…

1 „Gefällt mir“

Lies den Text.
Es ist nicht ähnlich.

Mit dieser ‚kreativen neuen Bodenmischung‘ kommt die Natur doch aber zurecht, oder?

Viel schlimmer finde ich, dass etliche dieser Minen nicht gezündet wurden, die Zugangstunnel zu den Kammern mit dem Ammonal aber eingstürzt sind. Deshalb traute sich dann niemand, das Zeug zu bergen.

1955 ist mal eine solche Mine bei einem Gewitter hochgegangen und hat eine halbe Wiese pulverisiert. Eine Kuh kam ums Leben.

2 „Gefällt mir“

Könnte das restliche Ammonal heute noch gefährlich sein? Also dass noch eine Kammer mit unterirdischer Sprengladung hochgeht? Etwa in der Nähre einer Siedlung die es damals noch nicht gab?

1 „Gefällt mir“

Das weiß niemand so ganz genau. Vermutlich aber nicht.

Klar.
Solange es ausreichend Biodiversität gibt, wird sich schon der eine oder andere Organismus erbarmen und dort Fuß fassen.
Das ist wie immer der Grund, warum Biodiversität wichtiger ist als Klimawandel.
Es ist unfassbar, was die Evolution leisten kann.

„Weder die Zerstörungskraft des Krieges noch die darauffolgenden Säuberungsanstrengungen
konnten das erneute Wachstum von Unkraut bzw. Pionierpflanzen aufhalten. Nach und nach
begann die Brombeere das Gelände zu überwuchern. Für die ersten Pilger, vor allem
Kriegsveteranen, die anreisten, um an den ihnen zu Ehren errichteten Monumenten ihrer
toten Kameraden zu gedenken, wurde es in den nächsten Jahren aufgrund des Gestrüpps
unmöglich, zu den Denkmälern zu gelangen.“

Quelle unten. Sehr interessante Arbeit übrigens. Du wirst sie wahrscheinlich eher militärisch sehen. Was war dein Beruf?

"Die Flora der Zone Rouge ist besser untersucht. Studien zur Artenvielfalt und -Verbreitung
der Pflanzen wurden grossräumig durchgeführt. Die Erkenntnisse der Studien erstaunen. So
begünstigte der Bau von Forts und anderen militärischen Anlagen den Bewuchs von
Lithophyten, Pflanzen, welche Gestein und Geröll als Unterlage bevorzugten. Neue Biotope
entstanden im ganzen Gebiet der Zone Rouge und förderten so die Biodiversität. Aufgrund
der totalen Zerstörung des Waldes breiteten sich Heliophyten aus. Sie sind noch heute auf
den breiten Försterpfaden und den kahlgeschlagenen Gebieten anzutreffen.79 Die Zerstörung
des Humusbodens 80 erschwerte die spontane Regeneration des Waldes und hatte das
Verschwinden von Moos- und Krautpflanzen zur Folge.81 Dies ist mitunter ein möglicher
Grund für das markante Fehlen des Unterholzes in der Zone Rouge von Verdun. "

1 „Gefällt mir“

" Nach Kriegsende wurde
die Landschaft durch Kriegsgefangene, Freiwillige und koloniale Arbeitskräfte von den
sterblichen Überresten der Soldaten und den zurückgelassenen Waffen gesäubert.33 Dieses
Unterfangen war von oberster Priorität, denn die verrostende Munition stellte ein
beträchtliches Sicherheitsrisiko für die zurückkehrende Bevölkerung dar. Mit dem
Wiederaufbau konnte erst begonnen werden, wenn die Granaten entfernt worden waren.34
Dies geschah sehr hastig und - im wahrsten Sinn des Wortes - oberflächlich. "

wenn ich mir so einen Golfball anschaue, dreht sich dann die Kugel durch die Kraterbildung schneller?

1 „Gefällt mir“

Ja deshalb hat der Golfball diese vertiefungen…

1 „Gefällt mir“