Zur Bundestagswahl haben wir zwei Stimmen mit der Erststimme wird der Direktkandidat gewählt und mit der Zweitstimme die Partei.
Solange es darum geht seine Partei zu wählen damit die in den Bundestag überhaupt reinkommt ist ja gegen eine freie Wahlgestaltung für die Zweitstimme nichts einzuwenden.
Bei der Erststimme hingegen macht es Sinn darüber nachzudenken strategisch zu wählen.
Es geht daher erst einmal rauszufinden welche Direktkandidaten im eigenen Wahlkreis zur Verfügung stehen und die besten Chancen haben.
Ziel ist es Direktmandate für die AFD und am besten auch für die CDU zu verhindern.
Welcher Kandidat von SPD, Grüne, Linke etc hat also die besten Chancen ein Mandat zu gewinnen.
Ich halte vom strategischen Wählen gar nichts - aus ganz verschiedenen Aspekten heraus - zum einen kann das wegen des Fraktionszwangs in die Hose gehen - zum zweiten ist es ein Widerspruch zur eigenen Überzeugung - und schließlich: was sagst Du (direkt oder nur im Geiste) zu dem Direktkandidat, den Du (aus Überzeugung) im OV/KV mitgetragen hast? Etwa: ich halte Dich für den Besten - aber ich wähle leider strategisch - und deswegen nicht Dich?
Überdies: Wenn jeder strategisch wählt, kämen wir wahrscheinlich schnell zu nur 2 Parteien, die die Direktkandidaten unter sich ausmachen…
ich wähle grds. niemanden von der Linken, und die SPD scheidet diesmal auch aus.
Wir brauchen eine Regierung, die unseren militärischen Schutz wieder aufbaut. Alle anderen Themen sind aus meiner Sicht im Moment zweitrangig.
Das machen nur CDU und Grüne.
Taktisches Wählen wäre es also bei mir, wenn ich den CDU-Kandiaten wähle, damit nicht die SPD die Mehrheit bekommt.
Aber da besteht hier im schönen Bayern keine „Gefahr“.
Also 2 x grün.
Ich würde taktisches Wahlverhalten für richtig erachten und würde auch einen Erstka
ndidaten von SPD oder Der Linken wählen, wenn ich damit einen CDU Kandidat verhindern könnte. Stellt sich hier in BW aber nicht, nach der CDU haben die Grünen die beste Chance, also zweimal Grün.
Nach der Wahlrechtsreform macht dieses strategische Wählen aus meiner Sicht keinen Sinn mehr. Damit alle gewählten Direktkandidaten einer Partei in den Bundestag einziehen können, benötigt diese Partei auch entsprechend viele Zweitstimmen.
Die meisten Wähler kennen die Kandidaten überhaupt nicht. Du gehst schon wieder mal von einer absolut idealen Welt aus: jeder Wähler verfügt über alle Informationen und entscheidet vollkommen rational, welches der für seine Interessen der beste Kandidat ist.
Jeder kann doch wählen, wie er will, und wenn jemand seine Erststimme strategisch vergibt, meinetwegen. Bis auf Ausnahmen hat diese Stimme kaum einen Einflussauf die Sitzverteilung, schlimmstenfalls konnte man früher damit Überhangs- und Ausgleichmandate generieren. Selbst das ist jetzt vorbei.
nein.
wenn wir wieder eine 3er Koalition hätten wäre es eine katastrophe. wieder nur blockade und faule kompromisse, dafür ist jetzt nicht die zeit.
ich hoffe auf cdu + spd und dann hilft nur noch beten. schade dass schwarz- grün nicht geht.
nachteil wenn fdp und bsw nicht drin sind: die AfD könnte 25% bekommen
Das Kuriosum und der Wahlsendung ist es gab immer nur Berechnungen entweder ohne FDP und ohne bsw oder mit FDP und mit bsw aber es gab keine mit nur einer von beiden deshalb wissen wir gar nicht was da rauskommen könnte.
Und weiter hat man nie das BSW irgendwo mal zugerechnet warum eigentlich.
Ich schlage vor, wir beerdigen diesen Thread … die Wirklichkeit ist über uns hinweg gerollt.
Wenn die flächendeckende relative Mehrheit für die AfD im ‚Osten‘ (mit ersten Metastasen in westdeutschen Wahlkreisen) als ‚politisches Fieber-Symptom‘ gedeutet wird … was ist dann die ‚Grunderkrankung‘?
Wie kann die ‚Therapie‘ aussehen? Wenn es denn eine gibt.
Oder ist die jahrzehntelange Abwesenheit einer numerisch relevanten rechtsradikalen Partei bei uns eher als Ausnahme in der Geschichte der Demokratien zu sehen?
Tritt jetzt mit Ende einer langen wirtschaftlich-politischen ‚Schönwetterlage‘ eine Normalisierung ein?
Die Wirklichkeit sieht so aus, die Linke ist gespalten wie nie und die Rechte tanzt auf dem Tisch, schaut man sich die Ergebnisse im Osten mal genau an, fragt man sich tatsächlich, hätte man strategisch gewählt und alles auf eine linke Partei gesetzt, statt auf drei oder vier links ausgerichtete Parteien dann hätten die Linken im Osten gewonnen.
Hier mal am Beispiel meinen Wahlkreis die Stadt Halle.
Das ist unlogisch und rechnerisch falsch. Selbst wenn alle Grünen-Wähler im Osten die Linken gewählt hätten, hätte das an den 20% der AfD keine Promille verändert.
Kalo bitte zum Verständnis zurück ich spreche hier von allen linken Parteien die dann auch im Bundesdurchschnitt stärker als die AFD wären.
Allein Rot-Grün wäre ja dann so stark wie die CDU, käme „Die Linke“ hinzu wäre man dann schon die stärkste Partei.
Es ist einfach nur schade dass die SPD nicht mehr die Arbeiterpartei ist die sie eigentlich sein müsste dann gäbe es überhaupt gar keinen Bedarf an einer „Linken“ und wer weiß ob wir da noch eine Grüne bräuchten.
Maximal für Umwelt.