Bundesbeamte erhalten Inflationsausgleich - was bekommen andere Menschen?

Ich habe es lange in mir reingefressen, doch nach dem für mich fraglichen Beschluss über die Kindergrundsicherung platzt mir etwas der Kragen.

Seit Juni erhalten sie (Beschäftigte des Bundes) hingegen eine monatliche Inflationsausgleichszahlung. Die Zahlungen sind wie folgt gestaffelt:

  • Die Auszahlung hat mit einem Betrag von 1.240 Euro netto im Juni 2023 begonnen.
  • In den Monaten Juli 2023 bis einschließlich Februar 2024 gibt es monatliche Zahlungen in Höhe von je 220 Euro netto.

Besoldungsrunde 2023: Inflationsausgleich für Landesbeamte?.

Die einmalige Sonderzahlung im Monat Juni 2023 erhalten Beamtinnen und Beamte sowie Anwärterinnen und Anwärter, die sich am 1. Mai 2023 in einem Dienst- oder Beamtenverhältnis auf Widerruf befanden und mindestens an einem Tag zwischen dem 1. Januar 2023 und dem 31. Mai 2023 Anspruch auf Dienst- oder Anwärterbezüge hatten.

Im Ruhestand befindliche Beamtinnen und Beamte (ich denke auch pensionierte Bundestagsabgeordnete) sowie deren Hinterbliebene und Unterhaltsbeitragsempfänger erhalten die einmalige Sonderzahlung in Abhängigkeit von dem jeweils maßgeblichen Ruhegehalts- und Anteilssatzes, wenn sie am 1. Mai 2023 Anspruch auf Versorgungsbezüge hatten.

https://www.dbb.de/artikel/fragen-und-antworten-zur-einkommenrunde-2023-2024.html#:~:text=Die%20einmalige%20Sonderzahlung%20im%20Monat,Anspruch%20auf%20Dienst-%20oder%20Anwärterbezüge

Ich gebe zu, ich bin pensionierte Landesbeamtin des Landes NRW und ich hatte mich persönlich natürlich schon auf das Geld gefreut und hatte mich schon gewundert, dass ich zum Juni hin noch keinen Bescheid erhalten habe.

Denkste!

Auf Grundlage der Tarifverhandlungen für den Tarifvertrag im öffentlichen Dienst für Bund und Gemeinden (TVöD) wurden für 2023/2024 Tariferhöhungen sowie eine Inflationsausgleichsprämie für die dortigen Tarifbeschäftigten beschlossen.

*Dieser Tarifvertrag gilt allerdings nicht für Beamtinnen und Beamte der Länder.

Etwaige Erhöhungen für Beamtinnen und Beamte des Bundes haben auf das Land NRW ebenfalls keinen Einfluss.

Erhöhungen der Besoldung für das verbeamtete Personal in NRW werden vielmehr ausschließlich durch den Gesetzgeber des Landes NRW geregelt.

Sollte eine Besoldungserhöhung und/oder Inflationsausgleichsprämie für Beamtinnen und Beamte durch den Gesetzgeber NRW beschlossen werden, werden wir unverzüglich an dieser Stelle informieren.

https://www.finanzverwaltung.nrw.de/dienststellen/landesamt-fur-besoldung-und-versorgung-nrw/tariferhohung-fur-beamtinnen-und-beamte

Auch die Rentner und der Rest der Bevölkerung in Deutschland schauen natürlich durch die Röhre.

Irgendwie widerspricht mir dies auch meinem Gefühl der Gerechtigkeit.

Immer diese ungerechten Privilegien für Politiker… Und wozu? Weil die soo toll, unersetzlich sínd und schöner als andere in die Kamera lächeln? (wegen dem sowieso schon dichen Geldbeutel?)

Die Rentenentwicklung ist an die allgemeine Gehaltsentwicklung gebunden. Ob dazu auch die Beamtengehälter gehören, weiß ich nicht.

äh wahrscheinlich eher nicht. Beamte waren ja schon immer quasi eine „Extrawurst“.

Das kann schon deshalb nicht sein da Beamte nicht in die normale Rentenkasse einbezahlen sondern Pensionen bekommen.

Stimmt, habe diesen Satz gefunden: Grundlage der Rentenerhöhung ist die Entwicklung der durchschnittlichen (beitragspflichtigen) Bruttolöhne.

es geht um Beamte, nicht um Politiker

zur Rente

das klingt so, als ob es im herbst auch für landesbeamte was geben könnte

1 „Gefällt mir“

Ja, auch die Höhe der Pension orientiert sich in der Regel an die Höhe der Gehälter.

Stimmt, Abgeordnete erhalten eine sogenannte
Abgeordnetenentschädigung.

Bei den Ministerien sieht es da anders aus.

Wer mindestens vier Jahre lang Bundesminister war, erhält eine Pension von 4.660 Euro pro Monat. Mit jedem weiteren Jahr als Regierungsmitglied steigt die Pension um weitere 400 Euro monatlich bis maximal 12.060 Euro. Für Bundesminister gilt die gleiche Regelaltersgrenze wie für Bundesbeamte, also die schrittweise Anhebung auf 67. Doch können ehemalige Bundesminister unter Umständen schon mit 60 ihr Ruhegehalt in Anspruch nehmen.

https://www.steuerzahler.de/aktion-position/politikfinanzierung/bundesminister/?L=0#:~:text=Ruhegehalt,monatlich%20bis%20maximal%2012.060%20Euro.

Aber, Bundesminister und Parlamentarische Staatssekretäre sind keine Beamte, stehen aber in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis (§ 1 BMinG bzw. § 3 Abs. 3 ParlStG).

Ja, vielleicht kann ich mich im nächsten Jahr freuen und ich kann es auch gut gebrauchen.

Aber wer nicht? Ist das gerecht?

Als ich mit 15 Jahren als Auszubildende anfing und mit 18 als Anwärterin ins Beamtenverhältnis ging, habe ich mir über die Vorzüge garantiert keine Gedanken gemacht, welche mir im Laufe der Jahre natürlich aufgefallen sind.

In den 70er Jahre wollten die Menschen teilweise gar nicht in den öffentlichen Dienst und teilweise wurde sogar gelacht.