Ich musste vor kurzem feststellen, dass auf change.org eine Petition läuft, die Grünen zu verbieten! Ist diese Plattform etwa von Rechten gekapert worden, oder ist sie nur offen wie das sprichwörtliche Scheunentor für alle Hanswürste, die dort Mitstreiter für welchen Blödsinn auch immer suchen? Für mich ist es jedenfalls ein Grund, diese Plattform von jetzt an zu boykottieren. Ich habe mein Benutzerkonto dort deaktiviert und hoffe, von denen nicht mehr belästigt zu werden.
Doch bitte keine Aufregung wegen so was! Das ist offensichtlich eine Reaktion auf
Eine Petitionsplattform ist eben genau das: Eine PLATTFORM.
Nach welchem Kriterium sollen den die Betreiber die eine Petition erlauben und die andere nicht?
Die Frage ist allerdings, ob es bei den Unterzeichnern mit rechten Dingen zugeht oder mit RECHTEN Sockenpuppen ![]()
Ich verstehe die Überschrift nicht so ganz: das ist doch eine Plattform, bei der jeder offensichtlich alles als Petition zur Disposition stellen kann - selbst das Verbot des Einatmens - nun war da also jemand - wahrscheinlich mit rechter Gesinnung am Werk.
Deswegen ist die Plattform doch nicht gleich „gekapert“ worden?
Dürfte soziologisch übrigens interessant werden, wie viele das unterschreiben - vielleicht war es also auch nur ein Soziologiestudent ![]()
Mir ist inzwischen auch der Gedanke gekommen, dass es sich bei dieser Petition um eine Satire handeln könnte, aber ich frage mich, was die denn bezwecken soll.
nein, warum denn Satire?!
Das ist Schwachsinn, aber ernst gemeint.
Herr Kahlert hat noch mehr von der Sorte
Das darf man aber change.org nicht anlasten, die stellen nur das Werkzeug zur Verfügung.
Was bezwecken die? Na, den Pöbel aufzuhetzen, den solche Feinheiten wie Verfassungswidrigkeit nicht scheren und der eh kein Gesetz lesen kann (und will).
Trump hat´s vorgemacht.
Ob`s Herrn Kahlert wirklich gibt, ist allerdings fraglich.
Der hat ein XING und ein LinkedIn-Profil, das wars aber auch.
Bei Xing will er Geschäftsführer einer AG (!) sein, was Unsinn ist, da wäre er Vorstand.
Bei einer andern Firma soll er Vertriebsleiter sein.
Aber darauf kommt es bei dem Unsinn auch nicht mehr an.
Dass 300.000 Leute sowas unterschreiben, ist allerdings bedenklich.
Danke für die Info. Also keine Satire, wohl auch kein Versuch, auszutesten, wie weit man dort gehen kann, sondern einfach nur ein rechtes A-Loch und eine zu offene Plattform. Da täte es mich nicht wundern, wenn da bald eine Petition für die „Reinhaltung der arischen Rasse“ oder so ähnlich aufploppen würde.
Schon früher bin ich auf change.org fragwürdigen Petitionen begegnet, wie z.B. dem „Manifest für den Frieden“ von Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht, und der „Unterzeichnen mit einem Klick“-Button hält auch nicht, was er verspricht, denn da muss man sich durch eine ganze Suite von Seiten klicken, also mehr als ein Klick.
Vielleicht kein Grund, die Plattform zu boykottieren, aber so einfach darüber hinweg gehen kann ich irgendwie auch nicht.
mich hat die Petition auch geärgert, ich habe sie das erste mal gesehen, als nur ein paar Tausend Leute unterschrieben hatten.
Schreib doch die Leute von change.org an und fordere, dass erkennbar sittenwidrige Petitionen oder solche, die auf Dinge abzielen, die gegen das Gesetz sind, nicht zugelassen werden. Wäre doch einen Versuch wert.
Oder starte eine Petition, die darauf abzielt, solche Petitionen auf change.org verbieten zu lassen
Ernsthaft, warum nicht!
So wie das aussieht, sitzen die Macher von change.org in den USA, und da haben die eben ein ganz anderes Verständnis von Meinungsfreiheit: der Gedanke der wehrhaften Demokratie, dass Intoleranz keine Toleranz verdient, ist denen bekanntlich fremd. Und es scheint auch so zu sein, dass die Plattform weitgehend automatisch arbeitet, da kann jeder alles reinsetzen, das läuft dann, ohne dass da jemand draufschaut, ganz egal, was das für ein Unfug ist. Da kann man wohl nicht viel machen. Es hat natürlich auch etwas für sich, dass da niemand zensiert; und schließlich muss man ja nicht jeden Mist unterzeichnen, den die Plattform einem so vorschlägt!
in der Zeit, die Du mit diesem thread verbracht hast, hättest Du es versuchen können. Wenn die ihren Service in der D und der EU anbieten, müssen sie m.E. auch die hier geltenden Gesetze beachten.
Das Verbot einer Partei, die nicht verfassungswidrig ist, ist nach deutschem Recht m.W. nicht zulässig.
"Befolgen Sie das Gesetz und respektieren Sie die Rechte anderer: Sie dürfen keinen Inhalt veröffentlichen, der gegen geltende örtliche oder nationale Gesetze in Ihrem Land oder gegen internationale Gesetze oder Vorschriften verstößt. Sie tragen die alleinige Verantwortung für Inhalt, den Sie über die Change.org-Plattform veröffentlichen, und für die Folgen der Veröffentlichung.
Durchsetzung durch Change.org: Wenn wir darauf hingewiesen werden, dass Ihr Inhalt gegen das Gesetz verstößt oder die Rechte anderer verletzt (zum Beispiel, wenn festgestellt wird, dass er diffamierend ist oder Datenschutzrechte, Rechte des geistigen Eigentums oder Veröffentlichungsrechte anderer verletzt), wenn wir feststellen, dass Ihr Inhalt gegen die Community-Richtlinien verstößt, oder wenn wir der Ansicht sind, dass Ihr Inhalt unangemessen oder anstößig ist, können wir ihn von unserer Plattform entfernen oder wir können ihn entsprechend ändern. In den meisten Fällen werden wir Sie benachrichtigen und versuchen, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, um die Angelegenheit zu lösen, bevor wir jegliche dieser Maßnahmen ergreifen (wir sind jedoch nicht dazu verpflichtet)."
„If you come across a petition you disagree with, but doesn’t violate our Terms of Service or Community Guidelines, a great option is to create your own petition! This way you can gather support for an opposing view.“
Aber ich will den Hund nicht zum Jagen tragen.