Im April hatte China ein dreitägiges Militärmanöver vor Taiwan durchgeführt und mit Schiffen und Flugzeugen wurde eine Blockade der Insel simuliert.
China hat nach Angaben aus Taiwan eine weitere gross angelegte Militärübung vor der Südküste und Südwestküste Taiwans veranstaltet.
Vor einer jährlichen Übung zur Selbstverteidigung Taiwans hat China wieder Dutzende Kampfjets in Richtung der Inselrepublik geschickt. 22 davon hätten die inoffizielle Grenzlinie in der Taiwanstraße überquert.
Angesichts der Spannungen mit China hat Taiwan ein großes Militärmanöver gestartet. Fünf Tage lang wird nun geübt, wie bei einer Invasion zurückgeschlagen werden könnte.
China wird Taiwan irgendwann annektieren. Und wenn irgend ein deutscher oder EU-Politiker wirklich ehrlich etwas dagegen unternehmen wollte, dann müssten wir langsam mal anfangen unser EU Wirtschaft komplett umzubauen.
Nix mehr mit billig im China produzieren gelle?
Ich wäre sofort dafür.Aber so wie es jetzt läuft ist es nur Politikergelaber.
Welche Handlungsmöglichkeiten siehst du denn? Keine Bürgschaften ist ja OK und wird gemacht. Keine Kredite vergeben. Auch unterwegs, wenn ich mich recht entsinne.
Hier wird doch wieder gepokert: lässt man VW oder die arme BASF hängen, wenn es ernst wird? Ich glaube nicht.
Im Kapitalismus werden Gewinne immer Privatsache sein und Verluste werden sozialisiert.
Ich weiß schlicht nicht, was anderes getan werden kann als zur Diversifizierung von Lieferketten zu ermuntern und Freihandelsabkommen zu schließen.
Können eigentlich Investitionen in China bei uns von der Steuer abgesetzt werden?
Vielleicht könnte man da was machen.
Wir alle: Weniger chinesische Produkte kaufen.
Und schiebt beim Asienurlaub mal ein paar Tage Taiwan ein.
Stop overs sind oft für wenig Geld zu bekommen.
Taiwan ist wirklich sehenswert, die Leute freundlich und echt was los.
Ach ja, mit Englisch kommt man du recht gut zurecht.
„Freihandel“ mit unfreien Staaten wie Saudiarabien oder China oder Russland zurückfahren. Steuern auf Im- und Exporte erheben. Natürlich nicht auf alles und sofort. Das braucht vermutlich Jahrzehnte. Aber bis dahin sollte Europa auch energieautark sein. Die unbewohnbaren Gebiete von Spanien sollten dafür schon reichen.
… und die Ölscheichs haben sich mittelfristig erledigt. Wenn wir weg sind vom Öl treiben die eh wieder Kamele.
Dank der Sanktionen geht die russische Wirtschaft gerade massiv den Bach runter. Davon werden sie sich so schnell nicht wieder erholen, zumal die fossilen Exporte zukünftig nicht unbedingt steigen werden.
Geht nicht. Es darf nicht nach Handelskrieg aussehen. Da sitzt China derzeit noch am längeren Hebel.
Das muss subtil und punktuell erfolgen. Etwa so:
Wenn ein Medikament in D verkauft wird, müssen alle Inhaltsstoffe zu 80% in der EU hergestellt worden sein, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Wir könnten bei 10% starten und bei jedem neuen Lieferengpass 10% drauflegen.
Eine weitere Strategie wäre, Produktionsprozesse zu 100% zu automatisieren, um den immensen Lohnostenvorteil zu neutralisieren. Soweit sind wir aber noch nicht.
Jau, da müssen wir uns ja keine Sorgen mehr machen, den Taiwan zu besetzen ist nach internationalem Recht ja auch illegal.
Natürlich darf ein Handelskrieg nicht eskalieren, daß würde uns extrem schaden. CO2-Steuern auf Seetransporte, die in Europa an landen, würden ja auch schon helfen. Das Geld könne man dann für Subventionen für kritische Produktionen verwenden. Solche Signale würden auch das Handeln von EU-Konzernen beeinflussen. Das es bescheuert ist bei alles und jedem auf Bauteile aus China angewiesen zu sein hat sich ja in der Corona-Krise schon deutlich gezeigt.
Sehe ich beides auch so, wobei bei man bei Freihandelsabkommen schon genau hinsehen muß. Man sollte aber realistisch bleiben. Inzwischen ist wohl vielen auch in der Wirtschaft klar, dass Abhängigkeiten generell problematisch sind. Neue Märkte werden ja gerade durchaus gesucht, die allerdings auch oft problematisch sind. Deutschland ist aber Exportland und China ist auch für unsere Exporte von wesentlicher Bedeutung ( 4 von 10 deutschen Autos werden bisher in China verkauft). Seltene Erden kommen zu 90% aus China, selbt wenn man das reduziert bleibt ein hoher Anteil. China ist und bleibt ein wichtiger Handelspartner für Deutschland und die EU, gegenseitige Handelsbeschränkungen sind eher schädlich als nützlich.Insofern ist die Diskussion auch ziemlich weltfremd, wenn man aufgrund der Konfliktsituation in Taiwan China mit Russland vergleicht.
Da bin ich mir aber gar nicht so sicher. Der rechtliche Status von Taiwan ist zumindest umstrittten. Die UN geht immer noch von einem einzigen China aus. Taiwan selbst sah das auch so und vertrat ganz China in der UN, inzwischen hat die Volksrepublik diese Vertretung. Im Ernstfall würde die Mehrheit der Staaten wohl kein völkerrechtswidrigen Eingriff sehen.
Nur gehört Taiwan heute zu (Volksrepublik)China?
Taiwan hat noch nie zur Volksrepublik gehört und ist seit mehr als 70 Jahren de facto selbstständig.
Ist erst mal rechtlich weitgehend egal, weil Staaten sich gegenseitig anerkennen.
Und es gibt noch Staaten die Taiwan anerkennen bzw. de facto anerkennen.
Und überhaupt:
Abgesehen vom „rechtlichen Status“, ist es okay eine blühende freie Demokratie die alle uns wichtigen Menschenrechte einhält einer chinesischen Diktatur auszuliefern die das nicht ist und viele Menschenrechte mit Füßen tritt?
Wo wäre dann die wertegeleitete Politik? Oder meinen wir mit Werte dann doch nur wirtschaftliche Werte?
Die ist halt auch umstritten. Wenn sich jemand tiefer mit dem Thema beschäftigen gibt es auf Wikipedia eine ganz gute Zusammenfassung der Meinungen.
Das ist generell eine gute Frage. Wenn werteleitete Politik zu einer unrealistischen selbstgerechten Außenpolitik führt, die die Welt in Gut und Böse unterteilt und damit dialogunfähig wird, wird sie sogar gefährlich. In der Realität zeigt sich , dass auch die Ampel sich einer pragmatischen Außenpolitik bedient. Wir beziehen Gas aus Katar und Aserbaidschan, Kakaobohnen von der Elfenbeinküste , seltene Erden aus dem Kongo. Was ist mit der Flüchtlingsfrage? Wir können den Handel ( auch wegen der Klimakrise- Rohstoffe) doch nicht auf die lupenreinen Demokratien begrenzen. Das wäre im Übrigen auch eine Gefährdung der eigenen Demokratie. Europas Demokratien ( und auch andere) sind gerade in der Krise und dIe Rechtspopulisten und Demokratiefeinde nützen das.
Die Frage was wertegleitete Politik bedeudet ist nicht ganz so einfach und wäre eine eigene Diskussion wert.
Dann schau dir mal in dem Wiki-Artikel die Argumente für den Anspruch der VRC auf Taiwan an. Das kann man so zusammenfassen: Die VRC hat den Anspruch weil sie es will und es in ihrer Verfassung steht. Mehr kommt da nicht.
Die anderen Staaten erkennen die Unabhängigkeit Taiwans nur deshalb nicht offiziell an, weil sie
a) es sich mit der VRC nicht verderben wollen (wirtschaftliche Abhängigkeit)
b) keine Verschärfung der Lage wollen, mit der die VRC offen droht
wie würden wir eigentlich reagieren, wenn China Sanktionen gegen D verhängen würde, weil wir die Presse- und Meinungsfreiheit nicht abschaffen?!
oder wenn verschiedene afrikanische Staaten Investitionen in ihren Ländern davon abhängig machten, dass wir Homosexualität und Transsexualität unter Strafe stellen?
Die Afrikaner würden das vielleicht auch wertegeleitete Aussen- oder Handelspolitik nennen.
Die Werte sind halt andere.
Menschenrechte sind nicht relativ. Sie sind universell. Man darf nicht unschuldige Menschen, die niemanden geschädigt haben, bestrafen. Nirgendwo auf der Erde. In keiner Kultur. Punkt.
Stimmt bestrafen darf man Sie nicht. Aber im Mittelmeer ersaufen lassen oder falls das nicht klappt in Lager sperren, darf man Sie schon oder? Die Menschenrechte sind Teil meiner Grundüberzeugung, aber ich glaube die Anzahl der Menschen, die das wirklich ernst nehmen, wenn es nicht um ihre eigenen Rechte geht ist leider gering.
Das ist erstmal Whataboutism. Man kann doch mit eigenen Unvollkommenheiten nicht die Verfehlungen anderer rechtfertigen. Willst Du wirklich Dinge wie Folter und willkürliche Verhaftungen mit unserem, zugegeben nicht 100%ig moralisch zu rechtfertigenden Umgang mit Flüchtlingen entschuldigen?
Aber um auf deine Bemerkung einzugehen:
Natürlich nicht, bei Seenot ist jedes Schiff in der Nähe verpflichtet, alles zumutbare zur Rettung zu tun. Wir sind allerdings nicht verpflichtet proaktiv nach in Seenot geratenen Booten zu suchen. Auch wenn es Einige zum Glück tun.
Und ja, Menschen, die ohne Berechtigung in unser Land kommen, muss man nicht ohne weitere Prüfung frei in diesem Land herumlaufen lassen. Das macht kein Staat auf der Welt.
Aber das Thema ist etwas zu komplex, um es mit einem moralischen Satz abzuhandeln.