COP 15 - schon mal gehört?

…sie beginnt heute, und unser grüner EU-Abgeordneter Martin Häusling sagt:
„COP-15 darf nicht scheitern - Die Hoffnungen auf einen Weltnaturvertrag zum Schutz der Artenvielfalt sind groß!“

221207 PM UN-Biodiversitätskonferenz COP15 darf nicht scheitern-1.pdf (255,9 KB)

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Hier ein passender Artikel aus der Zeit:

Warum das Artensterben mindestens so gefährlich ist wie die Klimakrise und was man noch dagegen tun kann.

Die wichtigste Aussage ist meiner Ansicht nach:

Verglichen mit der Klimakrise findet das Artensterben im Schatten der politischen und medialen Aufmerksamkeit statt, für die Konferenz in Montreal hat sich kein einziger Staats- oder Regierungschef angekündigt. Dabei lassen sich die beiden Krisen nicht voneinander trennen. Aber nur eine erhält die volle globale Prominenz.

Warum ist das so? Vielleicht weil sich das Klimaproblem mit dem – sachlich äußerst wackligen – Versprechen verbinden lässt, dass man sich aus der Krise herauserfinden kann: Alles bleibt, wie es ist, nur die Energie wird elektrisch statt fossil. Das kann zwar so nicht ganz klappen, taugt aber immer noch als Strategie; Klima bedeutet danach, dass die Welt gerettet werden kann, ohne dass die Welt sich zu sehr ändert. Beim Artensterben kann man sich das nicht mal einreden.

Diese Verdrängungsstrategie funktioniert für den Schutz der Natur deshalb nicht, weil Naturschutz nicht nur technisch funktionieren kann, er muss systemisch sein. Denn anstatt einen Energieträger durch einen anderen zu ersetzen, können Tier- und Pflanzenarten nur in einem gesunden Netzwerk überleben.

Ich hatte ja im Thema Neonikotinoide schon mal geschrieben: seit den 1990er Jahren ist die Gesamtbiomasse der Insekten um 75 Prozent zurückgegangen.

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https://das-gruene-forum.de/t/gruenes-forum-konstruktiv/996?u=tidowsve

Vielleicht ein Thema für ein Handout?

@WitzelJo

Ich glaube das eher nicht… beide Dinge haben strukturell so gut wie alles gemeinsam…
Beide haben als Ursache den Menschen
Beide haben Schnittmengen
Beide verlaufen exponentiell
Beide sind seit ca 40 Jahren bekannt
Beide werden so lange „komplett“ ignoriert, so lange die Auswirkungen nicht unmittelbar deutlich haptisch wahrnehmbar werden…
Bei beiden sind mögliche Strategien schon seit langem bekannt (Verzicht - im einem auf CO2 im anderen auf landwirtschaftlichen oder logistischen Erwägungen) und bei beiden warten wir so lange, bis sich eine „technische“ Lösung ohne besagten Verzicht andeutet…
Sicher wird eine technische Lösung zur Reaktivierund der Biodiversität - Stichwort: Gentechnik - noch deutlich dauern - und dann gibt es immer noch zu viele, die aktuell - analog der Klimakrise - davon ausgehen, dass der Vorrat an Diversität - den exponentiellen Verlauf mal wieder grob ignorierend - weit hinreichend ist…
Die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns ist also rel. hoch, weil es für den aktuell notwendigen Verzicht nicht reichen wird - Verzicht bedeutet, das wir uns anpssen müssten - wir suchen aber in beiden Fällen immer noch nach der Möglichkeit die Natur - mit technischen Möglichkeiten - anzupassen…
Mit Lebewesen, die nicht mehr angepasst sind, macht die Evolution i.d.R. kurzen Prozess - sie sterben früher oder später entweder aus, oder werden dramatisch reduziert und nur noch in wenigen Nischen ihr Dasein fristen…
Auch so eine Botschaft, die mir im augenblicklichen Konzept der Grünen fehlt - eine klare Warnung, dass es auch mit der Artenvielfalt sehr schnell (Exponentialfunktion) kollabieren könnte…

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Zum Thema ein äußerst hörenswerter Podcast.

Ja, dem Thema gebührt Top Priority - weil es eben nicht nur um Artenschutz im engeren Sinn geht.

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