Nun kann ich die Konstruktion etwas besser einschätzen.
Es wird privaten Investoren die Möglichkeit gegeben, Fondsanteile zu kaufen und Rendite zu erzielen. Was über 5,6% Rendite pro Jahr hinaus geht, bekommen die Tropenwaldländer dafür, Wald stehen zu lassen. Um die geplanten 4$ pro Hektar Wald an die Tropenwaldländer auszahlen zu können, müsste der Fonds weitere 2,7 % Rendite abwerfen, insgesamt also 8,3% Rendite.
Wo kommt die Rendite her?
Es wird ganz normal am Kapitalmarkt investiert, in Aktien und Anleihen, aber fossile Investments sind ausgeschlossen. Ansonsten gibt es (noch?) keine Ausschlussliste.
Was passiert, wenn der Fonds nicht genügend Rendite abwirft?
Es gibt dann weniger Geld pro Hektar, also evtl. nur 3$ oder 1$, oder, wenn die privaten Investoren noch nicht bedient sind, ggf. auch gar nichts.
Die ganze Rechnung setzt ja auch voraus, dass private Investoren für mindestens 100 Mrd US$ Anteile kaufen.
Die Staaten, die Geld in den Fonds einzahlen, bekommen übrigens keine Rendite. In Deutschland kommt das Geld (1 Mrd US$ verteilt über 10 Jahre) aus dem Umweltetat und dem Entwicklungshilfeetat. Da müssen dann auch 25 Mrd US$ zusammen kommen von den Staaten, für die sie keine Rendite bekommen.
Für CO2-Ausgleich wird das alles nicht angerechnet.
Ich bin sehr gespannt, ob der Fonds erfolgreich wird.
Leider reichen aber auch 4$ pro Hektar nicht aus, um z.B mit Palmölplantagen zu konkurrieren.