Das hier kommt auf uns alle zu - hören wir auf über Nebensächlichkeiten zu streiten!

@WitzelJo
Ganz ohne Zahlen werden wir nicht auskommen, da gebe ich Dir sicherlich recht…
In der Praxis stößt das sehr schnell an Grenzen…
Problem 1) für eine er klägliche Anzahl an politischen Fragestellungen gibt es gar keine belastbaren Zahlen
Problem 2) Dort wo es Zahlen gibt, kommt es durchaus - nicht nur als die große Ausnahme - zu widersprüchlichen Zahlen, Statistiken etc. - die Folge ist daraus nicht zwingend, dass es dadurch zu einem Konsens kommt, sondern dass man sich gegenseitig - zur Unterstützung der eigenen „Meinung“ - gegenseitig immer neue Zahlen und Statistiken um die Ohren haut
Problem 3) selbst wenn es eine eindeutige Zahlenbasis gibt, bleibt die Interpretation der Zahle(en) eine „Meinung“ - ich erinnere hier an unsere Diskussion um die Statistik, dass Deutschland derzeit nur für 2 % aller weltweiten CO₂-Emissionen verursacht - daraus kann man entweder herleiten, dass Deutschland so gut wie gar nichts tun muss, da selbst bei völligem Ausstieg aus der CO₂-Emission die weltweite Überproduktion kaum reduziert - oder man daraus ableiten, dass wir, je eher, desto besser - aussteigen, um einerseits Vorreiterrolle zu übernehmen, und um auch eine aktuelle Technologie-Nische später weltweit zum eigenen Vorteil vermarkten zu können - die Zahl 2 % sagt erst einmal gar nichts - und die Schlussfolgerung aus diese Zahl bleibt als Interpretation weiterhin eine - bestenfalls fundierte (?!) - „Meinung“

Genauso also, wie man aus Facebookdialogen nicht zwingend „Wahrheit“ destillieren kann, kann man aus Zahlen „Wahrheiten“ herauszulesen …
Was ich für deutlich wichtiger finde ist, den Hintergrund zu entwickeln, warum der ein oder andere aus den Zahlen was ableitet - also all die Dinge, die implizit immer mit angenommen wird (mathematisch die Definitionsmenge, aus der man bei einer bekannten Funktion eine „sinnvolle“ Wertemenge generiert) - und das ist kommunikativ immer noch ein viel größeres Stiefkind als Studien und Zahlen …