Wir leben in seltsamen Zeiten, Söder will das Gendern verbieten und ich zitiere aus der Wirtschaftswoche - aber dieser Kommentar ist wirklich super:
Das ist keine Regierungskrise, sondern ein Stellungskrieg intellektueller Faulenzer
Best of:
Koalition gestartet: voller Aufbruchslust und Findungseifer, ihr „Panama“ war ein olympisches Deutschland, ein Land des internalisierten Komparativs, das ständig unterwegs ist ins Höhere, Schnellere, Weitere. Entsprechend war im Vertrag der „Fortschrittskoalition“ exakt 93 mal vom „Besser“ die Rede. Und das Kompositum „neu“ kam sogar 251 Mal vor:
Man war eben doch nicht zum Besseren unterwegs, um das Bewährte fantasievoll zu erneuern. Sondern hat mit viel Fantasiegeld einen kurzen Ausflug ins Reich der Illusionen unternommen – nur damit alle Parteien wieder besser denn je durch die Brille ihrer jeweiligen altprogrammatischen Vorurteile an den Erfordernissen der Zeit vorbeisehen können.
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Wir erleben keine Regierungskrise. Sondern einen Stellungskrieg intellektueller Faulenzer. Man redet das Land im Namen der „Menschen da draußen“ nicht nur veränderungsmüde, um dem „Normalbürger“ Veränderungen zu ersparen – sondern vor allem um sich selbst zu schonen und sein defizitäres Weltbild zu stabilisieren.
Wir sind gegenwärtig nicht Zeuge eines Showdowns der deutschen Regierung. Sondern eines Shutdowns des Veränderungswillens.
Herrlicher Kommentar! Bitte im ganzen lesen.