Ich werde das mal Folge für Folge durchgehen…
Zuerst einmal die Machart dieser Serie täuscht über die Atmosphäre und die Stimmung in der DDR hinweg und gibt somit nicht unbedingt ein Bild wieder wie es tatsächlich in der DDR war diese Animationsgeschichte hätte man einfach weglassen müssen.
Aber naja es soll ja eine Serie für Kinder sein, kindertaugliche Aufbereitung ist in Deutschland nicht unbedingt adäquat sinnvoll.
Noch eines im Vorraus, wie war es in der DDR (?) hier hätte man wahrscheinlich mehr als nur eine Geschichte erzählen müssen.
Denn das Leben in der DDR war nicht an allen Orten gleich.
Berlin hatte einen großen Bonus dort lebte wann privilegiert.
Auch vereinzelte Städte wie Leipzig waren ein wenig privilegiert, Leipzig durch sein Status als weltoffene Messestadt.
Was heißt jetzt privilegiert? Zum einen waren diese Städte besser versorgt mit Lebensmitteln und anderen Waren. Auch hat man in diesen Städten mehr getan, Infrastruktur öffentliche Verkehrsmittel Freizeitangebote.
Als dritte Geschichte würde ich dann z.b den südlichen Teil der DDR sehen wobei man aber dennoch trennen musste nach Ost und West das was wir heute als Sachsen kennen die Bezirke Leipzig Dresden und Karl-Marx-Stadt. Waren in der DDR schon in gewisser Weise abgehängt so gab es in manchen Gegenden nicht mal das zweite DDR Fernsehen. Karl-Marx-Stadt als eine der Großstädten damals die Bevölkerung dieser Stadt damals war viel größer als heute war ein Industriestandort für der für die DDR sehr wichtig war. Für Dresden stand (je weiteren in den Osten kam, desto weiter war man von der DDR entfernt).
Dann gab es noch die Grenzzonen zum Westen in die durfte man gar nicht rein ohne Erlaubnis. Somit war das Leben dort für die Bürger fast ein Leben wie in einer Exklave.
Dann die Unterscheidung zwischen den Plattenbausiedlungen und den Altstädten. Die DDR legte sehr viel Wert auf den Neubau und ließ den Altbau verrotten was schon ein bisschen schade war. Die Plattenbauten hatten fließend warmes Wasser, eine Heizung die wortwörtlich nie aus ging, funktionierenden Strom und Kabelfernsehen . Im Altbau nur Moder und Kohle. Wo auch der ärmste Teil der Bevölkerung lebte, im heutigen Chemnitz ist das teilweise immer noch so.
In der Serie die Frau Felicia ist ein Widerspruch den es so in der DDR eigentlich gar nicht geben konnte Pfarrers Tochter bei den Pionieren und man hatte Telefon zu Hause das ist sehr suspekt. Genau dieser Widerspruch spiegelt sich auch ja in unserer Kanzlerin Angela Merkel wieder. Auch sie Pfarrers Tochter und dann bei den Pionieren in hoher Position schon zu DDR-Zeiten ein großer Widerspruch den es so in der DDR eigentlich nie geben konnte. Solche Familiengeschichten sind nur begründbar wenn diese Familie mit der Stasi zusammengearbeitet haben ohne wäre das nie mals möglich gewesen.
Kommen wir zu der Szene in der Schule die Begrüßung nun das war nicht überall so extrem es hing viel von den Lehrern ab und von den Schulen und von den Städten und von den Bezirken ob ein einfaches „seid bereit immer bereit“ gereicht hat oder ob die komplette grußformel gesprochen werden musste nämlich „für Frieden und Sozialismus seid bereit immer bereit“. (Ach was selbst diese grußformel ist noch nicht komplett). Ähnlich war es dann im Sport keine Ahnung vielleicht kommt es ja auch noch in der Serie aber da gibt es auf Youtube genügend original videomaterial so war es zum Beispiel in Karl-Marx-Stadt beim leistungssport sehr streng und militärisch was nicht überall so war. Ich selbst war in 4 DDR-Schulen und in keiner war es so wie man das im YT-Video in Karl-Marx-Stadt zeigt.
Ach ja das wandbild in dieser Schule soll die Verbundenheit aller Pioniere sozialistischer Staaten darstellen.
Dann der Polizist in der Schule oder Soldat keine Ahnung was es darstellen soll erkennt man ja leider nicht (könnte auch ein ABV sein (Abschnittsbevollmächtigter)) gab es wenn dann nur sehr selten, ich habe es selber nie erlebt wenn dann maximal in der Zeit als es noch den Sonnabend Unterricht gab, gab es Samstags z.b verkehrserziehung und da war dann tatsächlich mal ein Polizist in der Schule ansonsten habe ich nie Polizei oder Militär in der Schule gesehen. Ich würde sagen das ist mehr Mythos als Realität.
Aber es gab Staatsbürgerkunde, kurz Stabü, dieses unterrichtsfach war ein bisschen anders als alle anderen und war vielleicht in den DDR Schulen der einzigste Beweis dass die DDR ein sozialistischer Staat mit Stasi und Co war.
Die Lehrer standen teilweise über dem Direktor und waren nur der Partei unterstellt.
Warum jetzt bereits schon im ersten Teil das Ende der DDR gezeigt wird ist eigentlich nicht sehr schlau von den Machern der Serie gewesen denn viele würden an dieser Stelle dann die Serie abbrechen.
Zum Schluss kommt ja noch die Sache mit der Stasi die angebliche Geheimpolizei also geheim war da gar nichts, weil jeder kannte sie sowohl unter offiziellen Namen als auch unter dem volkstypischen Namen Stasi.
So gab es auch durch die Stasi bei der Bevölkerung regelmäßig Besuche und Befragungen. Bei uns zu Hause war die Stasi zweimal und hat nach diversen Gewohnheiten gefragt wie z.b ob man westfernsehen guckt was guckt man da etc man musste da keine Angst haben wenn man angibt dass man West Fernsehen guckte, ich mache jede Wette die Beamten haben sich am Abend das Lachen nicht mehr verkneifen können wenn es tatsächlich einige Leute gab die sogar den Fernseher versteckten und die Antenne unterm Dach verschwiegen.
Weiter geht’s dann wenn ich Teil 2 gesehen habe.