Hallo liebe Mitglieder leider ist der sogenannte Fachkräftemangel gar keiner. Die Probleme liegen tiefer…
es handelt sich wegen oft mieser Arbeitsbedingungen, veralteten Strukturen und schlechter Bezahlung eher um eine Fairnesskriese.
Wenn Geringverdiener kaum mehr als Harz 4 oder neuerdings Bürgergeld verdienen also trotz Arbeit Wohngeld brauchen um zu überleben, dann stimmt was mit unserer Arbeitskultur nicht…
Das bedeutet, für diese Gruppe ist der Mindestlohn zu niedrig. Wer arbeitet, muss normalerweise von sein Leistung leben können.
Es kann nicht sein, dass der Staat Dumpinglöhne mit Wohngeld usw… subventioniert anstatt dass endlich einen wirklich fairen Mindestlohn einzuführen, mit dem man wirklich vernünftig leben kann wie es eingentlich sein soll, wenn man was leistet.
Das subwentionieren von Dumpinglöhnen muss beendet werden, dann kommen die gesuchten Kräfte auch. Niemand will arbeiten um trotzdem arm zu bleiben. Da fühlt sich jeder verarscht… Kein wunder dass das so nicht läuft… Das ist ein großer Motivations und Attaktivitätskiller.
Dazu kommt noch das Problem dass der Abstand zwischen Facharbeiterlohn und Mindestlohn eher zu niedrig ist. Bei so miesen Aussichten ist es kein Wunder, das niemand mehr Fachkraft werden will die anspruchsvolle Aufgaben erledigen kann. Und das führt dazu dass niemand mehr Handwerker werden will.
Die Wirtschaft ist hier eigentlich am Zug was zu ändern. Wenn das nicht ausreicht, dann brauchem wir vielleicht auch einen allgemeinen Fachkraft- Mindestlohn, der den Mindestabstand zwischen angelernten Geringverdiener und Fachkraftlohn vergrößert um Mangelberufe Attraktiver zu machen.
Wir können es uns nicht leisten so viele Stellen unbesetzt zu lassen.
da wären dann noch die Arbeitsbedignungen… Und die eher zu unflexiblen und teils zu langen Arbeitszeiten. In Deutschland ist es ja quasi ein Statussymbol, Arbeitssüchtig und Burnout zu sein…
Beispiele hierfür gibt es genug. Wie kann es sein ,dass manche Medizinische Fachkraft, wie meine Mutter früher (bis vor 2 Jahren) mal war, trotz 40 Jahren Berufserfahrung und guter Reputationen vom Arbeitgeber über ihre Arbeit nur den ganz normalen Mindestlohn bekommen hat. Arbeitszeit ca-13 Stunden Täglich. über Jahrzehnte… sie hat alle Möglichen zahnärztlichen Assistenzleistungen erbracht , sowohl Anmeldung bis zum zur OP- Assistenz. nur eben… hmm… nix verdient. Und die Verantwortung am Menschen zu arbeiten kann man keinen ungelernten überlassen da das gefährlich sein kann. Warum wird das nicht besser bezahlt als zum Beispiel an der Aldi Kasse? Es hat sich durch Berechnungen gezeigt, dass Sie an der Aldi Kasse mit weniger Stunden dasselbe, ggf. sogar mehr verdient hätte…
Wir müssen endlich aufhören zu glauben, alle Menschen die sich nicht zu tode arbeiten sind faul…
heute hat meine Mutter kaum Rentenaussichten… und da wundert man sich dass im Gesunhheitsbereich keiner mehr arbeiten will. Und meine Mutter kann nicht mehr, der Stress ist ihr zu viel geworden obwohl sie noch eine weile vor der Rente ist.
Äh wenn das so weitergeht, müssen Sie die Leute im Pflegeheim selbst die windel wechseln usw… oh so was… wenn die das könnten bräuchten sie gar kein Pflegeheim …
dumm gelaufen.
Wie enden Märchen so schön ? Wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute…
Nur dass es diesmal kein schönes Märchen ist…
Eigentlich müsse es auf den Arbeitsmarkt bezogen so heißen:
Wenn sie sich nicht zu tode gearbeitet haben bis zum Suizid, dann leben sie noch heute… ![]()
hehe, ja der Spruch ist vielleicht gemein, aber treffend, genau das ist dsas eigentliche Problem…