Längst erledigt. Jeder Mensch hat gegenüber der Kommune einen Anspruch auf ein Dach über dem Kopf.
Dass trotzdem so viele es vorziehen, auf der Parkbank zu schlafen, liegt daran, dass in den Obdachlosenunterkünften Gewalt und Diebstahl an der Tagesordnung sind. Und sie sind natürlich auch Hartz IV-berechtigt.
Ist imho ein ziemlich bescheuertes Konstrukt von Soziologen.
wir könnten unsere Armutsgrenze deutlich senken, wenn alle Reichen samt ihrem Vermögen nach Monaco auswandern würden
in einem Ölscheichtum, in dem jeder Eingeborene ein BGE von 10.000 erhält, wäre ein Zugereister mit 5.000 ‚arm‘
gut erkennbar wird es auch daran, dass viele sog. ‚Wirtschaftsflüchtlinge‘ es vorziehen, in D ‚arm‘ zu sein, statt im Herkunftsland zur Mittelschicht zu gehören
Mich würde viel mehr interessieren, woran es liegt, dass wenn zwei Personen bei Null starten, die eine im Laufe ihres Lebens ganz ohne Erbe zum Millionär wird (von der Sorte kenne ich ziemlich viele), während die andere in Altersarmut endet.
Das gibt es sicher viele Entscheidungen, die die Beiden unterschiedlich treffen (Es reicht vielleicht sogar schon, wenn sie sich in einem der folgenden Punkte unterschiedlich entscheiden):
Hat Erwerbsarbeit Priorität vor der Kindererziehung und der Pflege der alten Eltern?
Ist es okay, mit dem Auto zur Arbeit zu pendeln oder suche ich mir eine Job im Umkreis?
Bin ich bereit, immer wieder umzuziehen um jeweils einen besseren Job annehmen zu können?
ist es mir wichtiger, was ich inhaltlich mache oder was am Meisten Geld bringt?
Strebe ich eine Führungsposition an oder möchte ich lieber im Team arbeiten?
Gebe ich mein eingenommenes Geld regelmäßig aus oder investiere ich es?
Das ist leider nicht signifikant. Da du selbst reich bist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß du unter deinem Bekannten auch eine Menge anderer Reicher hast. Das du dabei ziemlich viele reiche Menschen ohne Erbschaften kennst, muss nichts heißen. Kann an deinem beruflichen Umfeld liegen. Ich bin jedenfalls wegen zweier Erbschaften reich. Sonst wäre ich nur wohlhabend.
Die statistischen Daten, die Piketty gesammelt hat sind für mich jedenfalls überzeugend und eindeutig.
Mal abgesehen davon, dass ‚menschenwürdig‘ genauso relativ ist wie relative Armut: Jeder Obdachlose in D könnte eine Wohnung haben (sofern wir genügend davon hätten). Das Sozialamt bezahlt. Das Problem ist eher, dass sich viele nicht in eine ‚normale‘ Hausgemeinschaft einfügen können und deshalb ziemlich schnell wieder rausfliegen.
Ich habe reichlich Erfahrung mit Hartzern als Mieter Irgendwann habe ich alle kleinen Wohnungen verhökert, weil ich einfach die Schnauze voll hatte von denen.
Ja, viele verschiedene Faktoren sind mir noch eingefallen:
Entscheidend ist auch, ob man sich mit den aktuell Mächtigen solidarisiert oder mit denen, die aktuell auf der „Abschussliste“ stehen.
Und- sollte man mal selbst ins Straucheln geraden, ob man ein gutes Netzwerk hat, das einen unterstützt.
Als eher äußerliche Faktoren ist noch relevant, ob die Gesetze und Bedingungen zur Zeit der wichtigen Karriereentscheidungen sich stark verändert haben oder gleich geblieben sind (Stichwort: Planbarkeit/Flexibilität).
Haben sich z.B. die Werte der Rentenpunkte, die Mieten, die Hauspreise, der Aktien im Laufe des Lebens verändert?
Ist man selbständig oder angestellt?
All das spielt eine Rolle.
Wenn die Einkommens- und Vermögensunterschiede also auf persönlichen Lebensentscheidungen beruhen, welchen Grund sollte dann die Gesellschaft haben, diese Unterschiede auszugleichen?
Hier vermute ich den Hauptgrund. Hinzu kommen ein paar persönliche Eigenschaften wie Intelligenz, Fleiß, Duchhaltevermögen … und eine gediegene Portion Glück ist fast immer auch dabei ,)
Diese Eigenschaften werden aber mitbestimmt von
„Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ sagt der Volksmund. Lehrer an Brennpunktschulen berichten von Kindern, die sich im Unterricht nicht konzentrieren können oder sogar einpennen, weil in der kleinen elterlichen Wohnung bis nachts um zwei laut gesoffen wird.
Leider sind mir keine überzeugenden Konzepte bekannt, wie man diesen Teufelskreis im großen Stil durchbrechen kann.
Und auch hier wieder die Frage: Wenn die Eltern ihre Brut nicht vernünftig aufziehen können, warum sollte die Gesellschaft trotzdem die finanziellen Unterschiede ausgleichen?
Die Gesellschaft muss halt entscheiden, ob es gut ist, sich auf der Straße frei bewegen zu können.
Wenn man die perönlichen Einschränkungen und Kosten für gated Communities, Security und gepanzerte Fahrzeuge rechnet, ist es gar nicht mal so schlecht, nicht ganz so reich zu sein. Es ist dann auch gut, wenn andere nicht so arm sind, dass sie schon für ein Handy töten würden.
ich bin mal wieder sprachlos.
Bei der Frage nach der Ursache für den finanziellen Erfolg kommt eine endlose Liste aller möglichen sozialen und sonstigen externen Umstände (Pendeln, Teamarbeit, Umzug, Solidarität mit „den Mächtigen“ usw usw), und erst unter Ferner-Liefen kommen zentrale Fähigkeiten und Begabungen wie Intelligenz, Fleiß, Durchhaltevermögen?!?
Das stellt die Dinge völlig auf den Kopf.
Wenn mir sowohl Intelligenz als auch Durchhaltevermögen fehlen, ist es völlig egal, ob ich pendle oder im Team arbeite, die Chancen, reich zu werden sind gering(er). Irgendeine grundlegende Fähigkeit ist nötig, sonst wird das nix (ja, Ausnahmen bestätigen vielleicht die Regel).
Wobei ich Intelligenz tendenziell für überbewertet halte. Durchhaltevermögen und schlicht Arbeitseinsatz schlagen in vielen Fällen Intelligenz.
Dieter Bohlen ist ein Schwachkopf, aber für seinen Erfolg war eben keine akademische Intelligenz oder formale Bildung nötig, sondern Zielstrebigkeit, konstanter Einsatz und eine große Portion Schmerzfreiheit und Schamlosigkeit.
Der Kern des Erfolges liegt zu allererst in der Person.
Ja, und Glück braucht man auch. Aber Glück bedeutet in dem Zusammenhang häufig, dass Du eine Chance bekommst, zB einen wichtigen Posten zu erhalten oder einen großen Auftrag zu bekommen.
Es hängt dann aber wieder von der Person ab, diese Chance zu erkennen, zu ergreifen und sie zu nutzen (d.h. es nicht zu versauen).
Die Augen offen halten und Chancen erkennen und ergreifen… damit verbunden
flexibel sein
und das was man macht, darf einem nicht egal sein. Wenn man in einem Gebiet nicht so fit ist, ist es gar nicht so schlimm, Hautpsache es ist einem nicht egal was man macht.
Jetzt ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Wobei reich natürlich relativ ist… vielleicht wäre „erfolgreich“ das bessere Wort für das was ich meine.
Alles ausgeben ist garantiert der falsche Weg. Ein klein wenig Startkapital ist immer nützlich, selbst wenn es ‚nur‘ für die selbstgenutzte Immobilie ist.
Wenn es stimmt: Hut ab, dann habe ich ihn insoweit verkannt.
Aber muss ich das glauben? Das hat er mal in einem Interview gesagt.
Und ein Schwachkopf ist er trotzdem aufgrund seines Verhaltens
Das ist auch wieder so eine Frage, die nichts mit nichts zu tun hat.
Meine Faustregel: Wenn jemand von „den Mächtigen“ redet, kommt immer nur Unfug.
ich stimme Dir zu, würde es aber noch ergänzen:
wichtig ist zu erkennen, was man gut kann und was nicht.
wo liegen meine Stärken, wo bin ich schwach?
Wenn man das nicht sieht und wählt den falschen Beruf, ist das kaum wieder zu kompensieren.
Gnothi seauton, wie der Franzose sagt.
Erfolgreich gefällt mir auch besser, von mir aus „finanziell erfolgreich“.
den Sinn dieser relativen Definition habe ich auch nie verstanden.
Wenn ich die Löhne erhöhe oder jedem Armen eine Mio. schenke, geht der Grenzwert sofort nach oben. So ist dafür gesorgt, dass es per Definition immer „genug“ Arme gibt. Was soll das?
Die Armut kann bei der Definition nur beendet werden wenn alle ziemlich genau das gleiche haben.
Sehr merkwürdig.
Diese Frage habe ich dir gestellt, weil ich tatsächlich wissen möchte, ob du dich für den Erhalt des Klimaschutzgesetzes engagierst, oder ob du das lieber sein lässt, weil für dich gerade alles so gut läuft und du das nicht riskieren möchtest?