Deutschland ist gewaltblind

So deutlich habe ich das noch nicht gelesen, es entspricht aber meiner Sichtweise:
unsere Gesellschaft hat den Umgang mit Gewalt und Aggression verlernt und ist weitgehend wehrlos. Wenn der Wolf kommt, blöken die Schafe, aber das war´s dann auch.

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Tja, leider ist das so… Deutschland hat ein Problem. Krieg lässt sich leider nicht vollkaskoversicherern… Und der deutschte wirt verrückt wenn die Vollkaskoversicherung für eine bestimme Sache fehlt…

Aber gegen bereits vorhandene Gewaltprobleme was machen, wie etwa bei rechter Gewalt… tut auch keiner was…

Das scheint das Problem zu sein.

Es ist ja nicht neu, dass sich die deutsche Politik davor drückt, Verantwortung zu übernehmen. Man versteckt sich regelrecht hinter der aus der deutschen Geschichte resultierenden moralischen Verwantwortung, ohne dieser Verantwortung jedoch in irgendeiner Weise gerecht zu werden. So sind „Nie wieder“ und „Wehret den Anfängen“ zu inhaltsleeren Floskeln verkommen, die Politiker schnell aus der Tasche ziehen, wenn es darum geht, sich auf die gute Seite zu stellen.
Ja, eine Tatsache ist auch, dass man sich gerne hinter den vermeitlich Unbelasteten - den Unbeschwerten - mit breitem Rücken versteckt, um dann klammheimlich im denen Geschäfte zu machen, deren Agieren man mit dem Brustton der Überzeugung verurteilt. So klingelt immer die Kasse und steht man immer auf der richtigen Seite - auch gleichzeitig.
Nirgendwo wird diese Politik aktuell deutlicher als im Zusammenhang mit dem Nahostkrieg und mit dem Krieg in der Ukraine.

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Dazu müsste man erst mal klären, wofür die deutsche Politik überhaupt verantwortlich ist.

Zum Beispiel ist sie dafür verantwortlich, die Klimaziele zu erreichen, die sie im Klimaschutzabkommen unterzeichnet hat.

Soll sie die mit Gewalt gegen die eigene Bevölkerung durchsetzten?

Wenn ja, stünde das wohl auf der „To-do-Liste“ weiter oben als sich gewaltsam in Konflikte anderer Staaten einzumischen.

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Deine Empathie für die Menschen in der Ukraine scheint nicht sehr ausgeprägt zu sein.

Doch, die Empathie schon, aber ich glaube nicht, dass sie mehrheitlich genau so gewaltbereit sind wie ihr und dass sie alle diesen Krieg ohne wenn und aber durchziehen wollen.

Das brauchst du nicht zu glauben, das beweisen sie jeden Tag. Wir zwingen sie zu nichts.

ich würde mich mit meinen Ansichten zum Thema militärische Gewaltbereitschaft eher als Außenseiter bezeichnen, da ich diese Dinge live und in Farbe miterlebt habe.

Ich war erschrocken, als ein langjähriger Freund mir seine Ansichten über ukrainische Drückerberger, die vermeintlich unser Sozialsystem auslutschten, kund tat.

Nicht jeder ist zum Held geboren, man kann auch nie vorhersagen, ob einer rennen oder kämpfen wird. Man kann die Menschen allerdings an Gewalt heranführen durch Training.

Man kann Menschen auch verarschen, so wie es Merkel und die Medien getan haben. Deutsche Soldaten starben in Afghanistan und das wurde nicht als Krieg, sondern als militärischer THW Einsatz deklariert. Der Umgang mit zurückgekehrten und traumatisierten Soldaten war ebenso beschämend.

Deshalb ist Pistorius in meiner Achtung stark gestiegen, da er endlich das Wort „Kriegstauglich“ in den Mund nimmt und über die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht nachdenkt.

Der Urlaub von der Realität ist nun zu Ende.

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Das hat @lawandorder geschrieben:

Es gibt viele, leider auch in führenden Positionen, die Gewalt einfach leugnen oder als die Sache anderer sehen. Auch glauben sie, dass man Gewalttätige nur durch gut zureden von Gewalt abbringen kann.
Entsprechend werden Forderungen wie „keine Waffen an die Ukraine sondern Verhandlungen“ gestellt. Das der Gewalttätige ( in dem Fall Putin-Russland) an Verhandlungen nicht interessiert ist wird geflissentlich ignoriert (gewaltblind) um die eigene pazifistische heile Welt nicht in Frage zu stellen. Das ist nicht nur ein Problem der großen Politik, sondern geht bis auf z. B. den Schulhof hinunter

Wir müssen uns ehrlich machen, dass die Welt nun mal eine andere ist.
Es gibt Gewalttäter, die nur die Sprache der Gewalt verstehen. Denen kommt man nur mit entsprechender Abschreckung oder wenn die versagt mit Gegengewalt bei.
Und da müssen eben auch alle mitziehen, auch wenn es schwierig, unangenehm , gefährlich ist. Jeder/Jede so gut er kann an der Stelle wo er/sie kann. Das ist kein Wunschkonzert aus dem man sich einfach mal so verabschieden kann und die anderen mal machen lässt.
Ist traurig, war aber schon immer so und wird wohl auch lange Zeit, oder immer, noch so bleiben.
Wer das verleugnet oder nicht sehen will und/oder die Konsequenzen scheut bringt die Friedliebenden in Gefahr.

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Zehntausende von Millionen. Was willst Du damit belegen?

In der EU halten sich derzeit rund 600.000 Ukrainer im wehrfähigen Alter auf, in Deutschland rund 190.000. Zwangsrekrutierungen in der Ukraine: Wie Kriegsdienstverweigerer entkommen wollen

Die ganzen geflüchteten Frauen sind da noch gar nicht mitgerechnet.

Ja und? Was folgt daraus?

Nur mal so ein Gedankenexperiment für alle die, die die Ukraine nicht mehr unterstützen wollen:

Wir stellen die Hilfe für die Ukraine ein.
Daraufhin überrennt Russland die Ukraine und installiert einen Marionettenstaat oder annektiert die Ukraine und verleibt sie Russland ein.
Die Kriegshandlungen hören auf. Es herrscht also „Frieden“.
Damit entfällt für die Ukrainer hier der Status des Kriegsflüchtlings. Da ja kein Krieg mehr.
Damit würden alle Ukrainer ohne anderweitige Aufenthaltsgrund das Bleiberecht verlieren und müssten Ausreisen.
Ggf. wird es eine Schwemme von Asylverfahren geben um hier bleiben zu dürfen.
Wenn dann jemand keine Verfolgung nachweisen kann (was ja erst mal für die meisten schwierig sein wird), wird dann abgeschoben?

Dazu noch all die die nach/während der russischen Machtübernahme noch flüchten.
Dann haben wir erst mal noch ein paar hunderttausend oder Millionen mehr Ukrainer hier.
Alleine deshalb dürfen wir die Ukraine nicht verlieren lassen und schnellstens die Ukraine soweit unterstützen, dass Putin-Russland sich zurückzieht.
Das erfordert nun mal den Willen die Ukrainer auch bei der gewaltsamen Verteidigung zu unterstützen. Nur um beim Thema zu bleiben.

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Dass diese Menschen es vorziehen, keinen Krieg zu führen, sonst wären sie ja jatzt dort.

Und genau an diesem Willen zweifle ich derzeit. Warum haben wir nicht schon längst die Waffenproduktion hochgefahren? Granaten und Drohnen zu bauen kann so schwierig nicht sein.

Wenn man die Wirtschaftskraft der EU und Russlands vergleicht (15 Billionen Euro gegenüber 2,3) und Stärke der Armeen müsste doch viel mehr Hilfe möglich sein. Und jetzt läuft der Ukraine die Zeit weg. Ich versteh das nicht mehr.

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Genau das ist ja die Konsequenz aus dem was @lawandorder am Anfang geschrieben hat. Nur ist es nicht nur Deutschland sondern auch viele andere westliche Länder.

davon redet merkwürdigerweise kein Mensch. Auch für mich ist allein das ein Grund, die Ukraine zu unterstützen. Mit einigen Mio. weiterer Flüchtlinge, die wir nicht zurückweisen können, wird unsere Gesellschaft völlig überfordert sein.
Das werden Zustände wie nach dem 2. WK. Entweder wird Wohnraum zwangsrekrutiert oder die Leute schlafen auf der Straße. Beides ist Mist.
Da hätte ich ernsthafte Befüchtungen, dass die AfD bundesweit stärkste Partei wird, und dass es den gesamten Staat lahmlegt.

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wir sind (unte anderem) verantwortlich dafür, unser eigenes Land zu schützen und zu verteidigen. Nur darum gehts hier.

Kannst Du nicht 1mal beim Thema bleiben?!
Die Regierung ist auch verantwortlich dafür, dass es Regelungen zu bundesweiten Feiertagen gibt, aber was hat das mit dem Thema zu tun?

Glaube was Du willst, aber begründe das nicht damit, dass 0,2 Mio. von 10 oder 15 Mio. ukrainischen Männern sich nach D abgesetzt haben.
Außerdem ist auch das am Thema vorbei.
Es geht um die Unfähigkeit der deutschen Gesellschaft, mit Gewalt umzugehen.
Nur weil das Dein Lieblingsthema ist, rührst Du die ukrainischen Deserteuere mit rein.
Dafür haben wir schon einen thread. Das gehört hier nicht her.

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