Die Entwicklung von Reichtum und Armut in den USA

Für mich ist die Trump-Regierung und deren Versuch, die Demokratie in den USA zu zerstören das Endprodukt einer langen Entwicklung in den USA. Einer Entwicklung, die wenn auch verzögert und weniger stark auch bei uns abläuft.

Die Robert Reichs Vorlesung zu Reichtum & Armut ist für mich die beste Zusammenfassung dieser Entwicklung, die ich kenne. Und viel lustiger als “Das Kapital im 21. Jahrhundert”. :slight_smile:

Und für alle, die sich keine 28h Vorlesung reinziehen wollen, hier die beste Stelle (auch nach Aussage von R. Reich):

Es geht um den effektiven tatsächlich bezahlten Steuersatz aller Einkommensgruppen der USA und dessen Entwicklung von 1950 bis 2018.

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Auch von Reich in seiner Vorlesungsreihe gezeigt:

Entkopplung von Produktivität und Löhnen:

Vermögensentwicklung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen:

der Vermögenszuwachs der Reichen findet m.E. vor allem über Aktien und Immobilien statt.
Beide Anlageklassen haben sich in den letzten 15 Jahren sehr positiv entwickelt, um es vorsichtig zu sagen.
An beiden ist der Normalverdiener in D kaum beteiligt.
Wir haben eine zu hohe Mieterquote und zu wenig Wohneigentum,
und Aktien gelten als spekulativ und nur was für Zocker und Hasardeure.

Statt diese Ursachen anzugehen und Wohneigentum ud Aktienkauf stärker zu fördern, zementieren wir sie, indem wir Mietpreisbremsen einführen, die nicht funktionieren, und die Börse als kapitalistische Zockberbude verteufeln.
So wird das nix.