Die Europäische Union als Modell für eine Weltfriedensordnung

Was haltet Ihr von der Idee, die UN nach dem Vorbild der EU zu reformieren? Ich habe dazu soeben was auf meinem Blog gepostet.

Der Knackpunkt ist wahrscheinlich, wie man große Player, besonders die nicht demokratischen in der Organisation hält, wenn sie weniger Rechte haben.

Aus dem Grund gibt es ja die ständigen Mitglieder im Sicherheitsrat mit Vetorecht. Das ist zwar ungerecht, aber die Staaten würden sich selbst schaden wenn sie die UN verlassen würden. Bei Deinen Modell wäre der Anreiz am Verhandlungstisch zu bleiben weg.

Aus der UN ein Bürokratiemonster machen, äh nein danke. Aber mit Sanktionsmöglichkeiten ausstatten um Menschenrechtsveretzungen zu ahnden, ja bitte.

An sich eine sehr sympathische Idee, eine Art Weltregierung, ist auch nicht so neu. Aber in dieser Jahrhunderthälfte sicher nicht mehr. Wir sehen ja, wie schwierig das schon in der relativ homogenen EU ist.

Zweifellos sollte man aus den Fehlern der EU lernen, und die UN nicht zu einem „Bürokratiemonster“ machen. Das wäre auch gar nicht nötig, weil die UN sich auf das konzentrieren sollte, wozu sie da ist, nämlich Frieden zu schaffen und die Menschenrechte zu schützen.

Und ich sehe so was auch nicht in den nächsten Jahren. Das ist eine Zukunftsvision, das dürfte vor der Jahrhundertmitte kaum realistisch sein. Sicher würden sich nichtdemokratische Staaten wie Russland, China, der Iran oder Saudi-Arabien (und viele andere) vehement dagegen sträuben. Sie müssten dann aber auch zugeben, eben keine Demokratien zu sein, und sich mit einer UN-Mitgliedschaft „zweiter Klasse“ ohne Repräsentation im UN-Parlament zufrieden geben. Ein solcher diplomatischer Druck auf undemokratische Regimes ist ja gerade in Hinblick auf Frieden und Menschenrechte wünschenswert!

oder sie machen eine eigene Veranstaltung auf, genügend Autokratien gäbe es ja.

Ich würde dafür plädieren, dass sich Demokratien gegenseitig Privilegien einräumen.

Wenn Du den Begriff auf die EU beziehst stimme ich Dir nicht zu.

Angesichts der momentan Krisen und Hiobsbotschaften (Argentinien) zerplatzen gerade alle meine Zukunftsvisionen. Ich stelle mir die Zukunft lieber nicht vor, sie ist nicht mehr das, was sie mal war.

Ich gebe zu, dass die derzeitige Lage deprimierend ist. Aber ich lasse mir meine Zuversicht nicht nehmen. Allein schon weil Pessimismus ein schlechter Ratgeber ist. Wer glaubt, dass die Welt nicht mehr zu retten ist, verliert auch die Motivation, seinen Beitrag zur Rettung der Welt zu leisten. Denn wozu Kraft und Leidenschaft in etwas stecken, von dem man glaubt, dass das eh nichts mehr wird? Die Welt verbessert haben immer nur Menschen, die felsenfest daran glaubten, dass eine bessere Welt möglich ist!

Die EU ist derzeit eher ein Bürokratiemonster, die Technokraten der Eu machen jede Menge komplizierte Regeln, der kaum Umsetzbar sind. Die EU ist nicht überflüssig und immer noch wichtig ,sie war aber mal besser als heute…

Sie schafft es nicht Glypohsat abzuschaffen, macht unnötige regeln über Deckel für PET Flaschen die schwachsinnig sind, verzettelt sich in Komplizierten Ausschreibungen für diverse Projekte, verzettelt sich in komplizierten Fördertöpfen usw…

Zur Zeit also kein gutes Vorbild zur Verbesserung und Erweiterung der UN…

Soll die UN sich in ihrer Arbeit genauso verzetteln? Willst du das wirklich?

Das halte ich für ein Narrativ von EU Gegnern.

Dass Dir die Entscheidungen nicht gefallen, hat nichts mit Bürokratie zu tun und wenn jemand Subventionen will, ja - dafür braucht es Regeln.

Kontrollfrage: Wie viele Leute kennst Du die für EU Behörden arbeiten und wir viele die für Bund, Ländern und Kommt tätig sind?

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Das ist richtig. Und diese Menschen haben meine allergrößte Hochachtung. Ich habe leider gerade einen (politischen) Durchhänger, will aber niemand damit anstecken. Also Kopf hoch, weitermachen.

Langfristig wird die Menschheit sicher den Weg zu einer Weltregierung gehen, wenn man die Geschichte extrapoliert. Vielleicht wird es als Zwischenlösungen mehrere große Verbünde, ähnlich der EU geben, also etwa einen Zusammenschluss der afrikanischen Staaten, der asiatischen Staaten, usw.

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Ja, auch ich habe manchmal meine Phasen, wo mir irgendetwas meine Zuversicht „verbaut“, aber es gelingt mir dann irgendwann doch, solche Blockaden aus dem Weg zu räumen. Das ist nur menschlich. Es wird sicher nicht „von selbst“ alles gut werden, man muss sich dafür engagieren, von nichts kommt nichts.

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Sowohl die UN als auch die EU sind aus zwei verheerenden Weltkriegen gewachsen. Es war unbändiger Wille der Politiker der damaligen Zeit jeweils ein Alternativ gegen Kriege zu setzen. Zunächst einmal stelle ich mir aber vor, an die Reformen für eine Neupositionierung der sehr vergrößerten EU gegenüber früher zu gehen. Europa muss groß gedacht werden - wie ein Haus für jeden Staat, damit Mehrheitsabstimmungen nicht gleich dazu führen, dass Staaten trotzig ihre eigene Suppe kochen, oder sich Grüppchen von Staaten über Projekte hinaus gegen die EU stellen. Es ginge insbesondere darum klar zu definieren, was weiter Hoheitsgebiet der Nationalstaaten bleiben soll und was von der EU aus geregelt werden soll. Ich denke da zum Beispiel an den Umgang mit Diversen, der von Staat zu Staat unterschiedlich ist. Niemand darf zwar dafür, dass er eine andere sexuelle Orientierung hat, diskriminiert werden. Aber ist es gleich Diskriminierung, wenn Staaten die Ehe von Mann und Frau weiterhin in den Mittelfpunkt ihrer Politik stellen, wie es Jahrzehnte bei uns war? Viele Staaten sind gesellschaftlich anders als die BRD, konservativer zum Beispiel, Wir können nicht von Brüssel aus nun alle bekehren, dass divers nun zu 100% überall Staatsraison werden muss - da zeigen manche Staaten den Zeigefinger an die Stirn. Es heißt doch: Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt. Andere Werte sind jedoch von weit aus immenserer Bedeutung, und sollten in den Vordergrund gestellt werden. Werte wie Freiheit, Gleichheit und Demokratie, Achtung der Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit. Europa fundiert auf jahrtausendlange Geschichte und Europa lebt gegenwärtig und die Zukunft haben wir für Nachfolgegenerationen in der Hand. Warum nicht doch eines Tages die Türkei aufnehmen? Es gilt sich zu gegenwärtigen, dass Europa groß ist und eine gemeinsame europäische Identität Zusammenhalt prägen sollte.

Die UN kann parallel zur EU reformiert werden. Ein Ansatz, bitte jetzt hier nicht lynchen, kann der Ukraine Krieg/ Konflikt bieten, indem Sinne, dass sich Amerikaner und Russen unter dem Dach der UN, daran abarbeiten, eine gemeinsam getragene Resolution für den Weltsicherheitsrat auszuarbeiten, die eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine soweit flankiert, dass nicht der Ausruf eines Bündnisfalls damit näher rückt.

Sucht Ihr wirklich nach etwas „Gutem“ für dieses Ziel?
Ihr müsstet dafür doch etwas finden, wovor sich Putin so fürchtet, dass er von der Ukraine ablässt, wovor sich ein Assad so fürchtet, dass er seine Macht abgibt, … das müsste ja etwas Ungeheuerliches sein, viel Furcht-erregender als die Rache des Grafen von Monte Christo ?

Und bisher bekommen wir ja nicht einmal Ylva Johansson hinter Gitter (Mikrotargeting für Überwachungslobby, um „chatkontrolle“ durchzusetzen), oder Patrick Sensburg&Christian Flisek (mieser Trick im Untersuchungsausschuss, um Snowdens Leben zu ruinieren, nachdem es schon die EU Resolution für Snowden gab), oder Schwedens Justizverantwortliche (Julian Assange) … weil der EUGH zwar ein phantastischer Gerichtshof ist, - aber leider kein Gefängnis hat. „Leider“, weil das offenbar nötig wäre, um die Verantwortung aller Politiker durchzusetzen, verdammt noch mal NIE die konstitutionellen Grundrechte zu beugen.

Der IStGH hat eines.

Ich sehe es zu pessimistisch ? Putin nimmt nur virtuell an G20 teil, weil er ja sonst verhaftet würde (und nie wieder frei gelassen nach Urteil des IStGH), käme er zum Treffen ?

Ok, ich muss einräumen, Ihr sucht doch tatsächlich nach etwas Gutem!

pfft… :roll_eyes: muss wirklich JEDE Kleinigkeit subventioniert werden? Nein, wohl nicht, es gibt jede Menge unnötige Subventionen die niemand braucht und viel Geld, letztendlich Steuergeld brauchen.

Das hat nix damit zu tun dass ich ein EU Gegner sei, sondern die EU muss verschlankt werden, sie ist ein teurer Dinosaurier geworden.

Dazu ist die EU noch nicht einmal besondes demokratisch, da es immer noch das Einstimmigkeitsprinzip gibt, das heute KEINEN Sinn mehr macht.

Zum Beispiel gibt die EU viel zu viel Geld für fragwürdige Agrarsubventionen aus.

Unser Agrarsystem ist derzeit so vermurkst das es kaum funktionsfähig ist weil die Subventionen die falschen Anreize setzen.

Auch die von den Grünen gefordere massive Bioanbau Förderung der Eu ist eigentlich Unsinn, weil Bioprodukte Luxusprodukte für Reiche sind. Grund: Es gibt nicht genug Fläche für alle Bürger mit Bioprodukten zu ernähren weil der Bioanbau Ertrag deutlich kleiner ist und Fläche sparen viel Umweltfreudndlicher ist.!

Hier wäre mehr Marktwirtschaft sinnvoll. Die ganze teure Förderbürokratie für Agrar kostet wegen der falschen Anreize unnötig Geld. Das kann man besser investieren. vielleicht teilweise auch einsparen.

Wenn was sinnvoll zu fördern wäre dann vielleicht eher ein etwas besserer Standard Anbau ohne Pestizide und mit besserer Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. ( Erhaltung Bodenleben durch Verzicht auf Problematische Gifte, wie Neonicotinoide ,Überdüngung und weitere Pestizide, etwas mehr Artenschutz)

Also das wäre dann der Artenschonende Standardanbau langfristig Gewächshausanbau, da draußen Klimabedingt bald eh kaum noch was angebaut werden kann. (kein Regen im Sommer) Die Biofrage erledigt sich deshalb von selber, glaub mir, ohne Regen hat auch der beste Biobauer keine Ernte. Auch der Biobauer kann nicht zaubern, anscheinend glauben das viele Grüne.

Zurück zur UN:

Aus diesen Gründen ist die EU KEIN gutes Vorbild für die UN! Bloß nicht noch so einen Fördertopf- Dinosaurier draus machen!

Die UN kann sinnvoller Reformiert werden. Die braucht eher die Möglichkeit Menschenrechtsverletzungen tatsächlich wirksam ahnden zu können, das ist das Hauptproblem warum die UN nix taugt…

Das reicht nicht, es müsste für Putin furchteinflößender als Graf Dracula sein der ihn persönlich heinmsucht und ihm das Blut aussaugt ,dann vielleicht hört Putin auf mit dem Krieg.

Wie wäre es mit einem Gipfeltreffen, Joe Biden, Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin. Das Problem, wo - ist zu lösen.

… (wo : ) in Den Haag.

:upside_down_face: