Die Grüne Lebenslüge “klimaneutraler Wohlstand"

17 mal lese ich im Länderratsbeschluss Das Land zusammenhalten: mit klimaneutralem Wohlstand, Gerechtigkeit, Sicherheit das Wort „Wohlstand“. Das oberste politische Ziel angesichts der Klimakrise besteht offenbar darin, das zu sichern und weiter zu entwickeln, was wir haben. Klar, den Bürger:innen des Landes soll die Angst vor materiellen Einschränkungen genommen werden, die infolge von klimapolitischen Maßnahmen auf sie zu kommen könnten. Deswegen vesprechen wir ihnen, dass sie trotz Klimakrise so weiter leben können – vielleicht sogar noch besser als bisher --, wenn sie nur Grün wählen.

Man muss nicht unbedingt Ulrike Herrmanns Buch „Das Ende des Kapitalismus“ gelesen haben um zu ahnen, dass das so nicht funktionieren kann. Das Grüne Wachstum ist eine Illusion. Ohne erhebliche Einschränkungen werden wir die Klimaneutralität nicht erreichen. Daher sollten wir, anstatt falsche Versprechungen zu machen, die uns später um so schwerer auf die Füße fallen werden, darüber nachdenken, wie wir einen gesellschaftlichen Übergang zu einem nachhaltigen, nicht wachstumsorientiertes Wirtschaftssystem schaffen könnten, das auf einen anderen als den materiellen Wohlstand setzt.

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Du kannst das meinetwegen ahnen, aber beweisen kannst Du es nicht.
Und wenn ich das Gegenteil behaupte - also dass es zumindest theoretisch funktionieren kann - wirst Du mich nicht widerlegen können. Ob wir es hinbekommen werden, ist eine ganz andere Frage …

Ganz einfach: Gehirnwäsche für alle Bürger!

Die sog. „Postwachstumsökonomie“ ist eine weitere Lebenslüge (nicht nur) der Grünen.

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Das ist total richtig (gilt übrigens auch für

die Du nicht widerlegen kannst :wink: )

  • wie damals bei Helmut Kohl mit seinen blühenden Landschaften und dem Motto: „es wird vielen besser gehen, um keinem schlechter“ (wäre theoretisch durchaus machbar gewesen!) …
    Wen wir uns also darauf zurückziehen, dass das schon funktionieren wird, und frühestens die Historiker in der Rückschau das negieren können (und auch nur anhand der falschen Sachentscheidungen und nicht wegen des grundsätzlich falschen Ziels) - was unterscheidet dann unsere Prognosen in der „Seriosität“ von denen der damaligen wie heutigen CDU?
    Es sind zumindest Prognosen - auf welcher Daten- und sozialwissenschaftlichen Grundlage auch immer - mit denen sich zumindest die nächsten Wahlen gewinnen lassen …

Es sind eben Prognosen, die sich leider auch als falsch erweisen können, weil uns - wie damals bei der Wiedervereinigung auch - leider (?!) die falschen Werkzeuge zur Verfügung stehen - dann eben einfach „schulterzuckend: Pech gehabt - blöd gelaufen“?

Und wenn dann der wütende/frustrierte Mob auch noch die AFD an die Regierung wählt, sich in die USA oder anderswo absetzen?
Verantwortung sieht m.E. anders aus …

Zumindest intern sollten wir jetzt unsere Zuversicht begründen können, damit wir später mal der Öffentlichkeit gegenüber Rechenschaft ablegen können, warum wir uns damals so entscheiden haben, um über zumindest nachgelagerte Transparenz die Politikverdrossenheit im Falle eines Scheiterns nicht noch zu befeuern - dabei sollte mehr herauskommen als nur Zweckoptimismus, um die nächsten Wahlen zu gewinnen …

Doch. Kann ich. Trust me. Aber nicht nachts um halb zwei :stuck_out_tongue:

Dazu findet sich bei Ulrike Hermann (‚Das Ende des Kapitalismus‘) das Zitat: ‚Bisher gibt es keine voll ausgearbeitete Makroökonomie für eine Postwachstumsgesellschaft‘.
Und wenn man sich ihre Szenarien für Grünes Schrumpfen → Zusammenbruch der Wirtschaft (Kap. 16) und sich dazu noch am Ende des Buchs Ihren Verweis auf eine ‚Überlebenswirtschaft‘ (mit Parallelen zur britischen Kriegswirtschaft ab 1939) ins Gehirn sickern lässt, dann hat @StaudeJo genügend Grund, um mehr als nur eine ‚Ahnung‘ zu formulieren, dass es mit demokratischen Mehrheiten für ‚Grünes Schrumpfen‘ und Verzicht nichts werden wird.

Nur zur Erinnerung - Zahlen von letzter Woche - rd. ein Viertel der deutschen ‚workforce‘ arbeitet auf oder nur geringfügig über dem Mindestlohn-Level. Soviel (selbst gut gemeinte) Gehirnwäsche kann man gar nicht betreiben, um die Angst-Instinkte derer, die jetzt schon fast nichts zu verlieren haben umzupolen auf Hoffnung für eine grüne Weltrettung.
Wie man zu einer Kreislaufwirtschaft ohne massive soziale (und dann auch politische) Friktionen kommen soll, habe ich auch noch nirgends überzeugend gelesen.

Ihr merkt: ich gehöre in die Abteilung: das Glas ist halb leer…

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Ähh … das ist meine Position. @StaudeJo habe ich als Befürworter von Schrumpfen und Verzicht verstanden.

Für „klimaneutralen Wohlstand“ müssen wir hauptsächlich von den fossilen Brennstoffen wegkommen, dann bleiben nur noch ein paar ‚kleinere‘ Baustellen wie Stahl, Zement und Chemie.

Für eine 100%ige Kreislaufwirtschaft fehlen uns noch eine ganze Reihe von (Recycling-) Technologien und Produktumgestaltungen.

Hast Du einen Vorschlag, wie man die Leute dazu bringen könnte?
ich halte das nicht für möglich, weil die Mehrheit das nicht mitmachen wird, egal, was für Konsequenzen das hat. Die Menschheit geht lieber unter, als sich wirtschaftlich zurück zu entwickeln.

Ich glaube es war der EON-Chef, der vor ein paar Tagen in einem sehr guten Interview sagte, dass wir die Klimawende nur mit neuen Technologien halbwegs rechtzeitig schaffen können. Verzicht funktioniert nicht
Ah ja, hier

E.on-Chef Leonhard Birnbaum: Ist die Menschheit noch zu retten, Herr Birnbaum? „Es ist praktisch unmöglich, ohne neue Technologie die Wende rechtzeitig zu schaffen“

Leonhard Birnbaum führt als Chef von E.on eines der größten Energieunternehmen Europas. Ein Gespräch über die Frage, ob der Umbau Deutschlands gelingen kann, bevor es für das Klima zu spät ist.

Birnbaum: Zum ersten Mal sind wir global bedroht, zum ersten Mal müssen wir global antworten. Dazu bräuchten wir Grenzen überschreitende Kooperation. Aber unsere Strukturen sind noch stark national bestimmt. Wir sehen in Europa, wie schwer wir uns tun, das auch nur ein bisschen aufzulösen, etwa in der Außen- und Sicherheitspolitik. Dann schaue ich mir die Autokraten dieser Welt an, den Krieg in der Ukraine, den Konflikt zwischen China und den USA. Alles das kann einen pessimistisch stimmen. Aber Pessimismus treibt einen nur in die Resignation. Und es gibt ja auch Dinge, die Grund zum Optimismus bieten …
ZEIT: Da bin ich jetzt sehr gespannt!

Birnbaum: Innovation. Wir müssen Dinge ganz anders machen, als wir sie je gemacht haben. In den vergangenen hundert Jahren hatten wir Innovationen wie nie zuvor, gerade in den letzten zehn Jahren. Wir haben es zum Beispiel geschafft, Windenergie und Sonnenenergie wettbewerbsfähig zu machen. Das setzt sich jetzt global durch. Bleibt natürlich die Frage: Sind wir schnell genug? Wir bräuchten ja permanent Paris-artige Zusammenarbeit, und die sehe ich nicht.
ZEIT: Sie meinen wie beim Pariser Klimaabkommen von 2015?

Birnbaum: Das war doch eigentlich ein Wunder: Obama hatte sechs Jahre zuvor den Friedensnobelpreis bekommen, der musste dafür noch etwas machen. Putin hatte die Krim annektiert und sich vielleicht gedacht, jetzt muss ich einen Kontrapunkt setzen. Xi Jinping war gerade mal drei Jahre im Amt. Dann kamen sie alle in Paris zusammen und haben zugestimmt! Könnte ich mir heute gar nicht mehr vorstellen. So eine Konferenz bräuchten wir aber jedes Jahr, um das Ziel von 1,5 Grad auch wirklich zu erreichen.

ZEIT: Die Wissenschaft hat früh genug gewarnt.

Birnbaum: Das ist richtig, spielt aber keine Rolle für die anstehenden Entscheidungen. Also, ganz platt: Ich könnte mich intensiv an der Diskussion beteiligen – ist 1,5 Grad richtig, oder müssten es nicht sogar 1,4 Grad sein, oder was passiert bei einer Zielverfehlung? Und wie viel Reduktion müssen wir dann bis 2030 schaffen oder bis 2040? Es ist aber egal, was bei der Diskussion rauskommt – Tatsache ist doch: Der Klimawandel wird immer spürbarer, und deshalb brauchen wir in jedem Fall viel mehr Energiewende-Infrastruktur! Denn sonst schaffen wir keins der Ziele. Das ist das Hauptproblem, das mich umtreibt: Wie bringe ich genügend Ingenieure und Techniker dazu, das doppelte Investitionsvolumen mit der doppelten Geschwindigkeit zu verbauen? Das sind Aspekte, die die Wissenschaft gar nicht interessieren – aber die darüber entscheiden, ob mein Unternehmen seinen Beitrag leisten kann. Sie würden sagen: zur Rettung der Welt.

ZEIT: Ist denn die Energiewende technisch in kurzer Zeit zu schaffen?

Birnbaum: Technisch ist alles möglich, das ist meine feste Überzeugung. Die Energiewende, die Verkehrswende, die Wärmewende – sie scheitern nicht an der Technik. Wenn, dann scheitern sie an der Gesellschaft, an der Politik, an den Menschen. Die Technik ist das geringere Problem.

ZEIT: Sie sind im Ernst der Meinung, dass man die Industrie in Deutschland kurzfristig so umstellen kann, dass sie CO₂-neutral wird und die Arbeitsplätze trotzdem erhalten bleiben?

Birnbaum: Das habe ich nicht gesagt. Ich habe nur gesagt, es ist technisch möglich.

ZEIT: Technisch möglich – aber wirtschaftlich nicht rentabel?

Birnbaum: Das ist jetzt eine spannende Diskussion. Das können Sie pauschal nicht beantworten. Wenn die Deutschen die Einzigen wären, die Klimaschutz betreiben, würde ich ganz klar sagen: Das ist nicht möglich. Im OECD-Kontext ist es vielleicht möglich, im weltweiten Verbund mit 38 wirtschaftsstarken Staaten. Aber so, wie wir es im Moment machen, wird die Energiewende mit einem Wohlstandsverlust einhergehen, in ganz Europa. Es ist zurzeit viel die Rede davon, wie wettbewerbsfähig wir sein werden, wenn wir die erneuerbare Energie quasi umsonst kriegen und unsere Prozesse alle umgestellt sind. Die Frage ist, wie überbrücken wir die Zeit dazwischen, die industrielle Umstellung, die ja zehn, fünfzehn Jahre dauert?

ZEIT: Und selbst da würden radikale Klimaschützer sagen: 15 Jahre bis zur Wende, so viel Zeit haben wir gar nicht, das ist zu langsam.

Birnbaum: Richtig. Deswegen hoffe ich ja, dass es genügend Innovation geben wird, die das kompensiert, was wir derzeit nicht hinkriegen. Vielleicht schaffen wir es zum Beispiel tatsächlich, Anlagen zu bauen, mit denen wir das CO₂ aus der Atmosphäre entfernen. Auch wenn das heute ökonomisch nicht vorstellbar ist.

ZEIT: Das Wort von der Innovation ist parteipolitisch besetzt, die FDP setzt darauf, und es ist auch das Mantra von Friedrich Merz. Glauben Sie, dass es nur so hinzukriegen ist?

Birnbaum: Ohne Innovation werden wir scheitern. Es ist praktisch unmöglich, ohne neue Technologie die Wende rechtzeitig zu schaffen.

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Wir werden, um den Klimawandel zu verlangsamen und seine Folgen zu bekämpfen, einerseits eine Steigerung des BIP brauchen: Die Windräder, Solaranlagen, Wärmepumpen, Klimanlagen usw. müssen produziert und aufgestellt werden. Eine Senkung des BIP aus Klimaschutzgründen wäre also eher kontrapoduktiv, wir kämen in eine Spirale nach unten: weniger BIP → weniger EE → noch weniger BIP

Andererseits können wir das BIP nicht beliebig steigern. Jede Steigerung erzeugt zusätzliches CO2 (zumindest momentan noch) und außerdem fehlen die Fachkräfte. Die können wir auch nicht beliebig importieren, weil sie dann in den anderen Ländern fehlen.

Wir werden also auch innerhalb des BIP umschichten müssen, weniger Konsum, mehr Investition in die Infrastruktur zur Klimaneutralität. Das könnte von vielen Bürgern als Wohlstandsverlust wahrgenommen werden.

Die Frage bleibt, wer es ihnen sagt. Schröder hatte seinerseits Hartz 4 eingeführt und dafür seine Kanzlerschaft verloren, wir werden die Energiewende vorantreiben und dafür unsere Regierungsbeteiligung verlieren. Sei’s drum.

Birnbaum kann noch so kluge Dinge sagen … als E.on-Chef ist er für viele Grüne ja ‚der Feind‘ und dem kann man natürlich nicht glauben *seufz*

@HarmsCar : Hier nun der angeforderte Beweis:

  1. Ob die Wirtschaft wächst oder schrumpft, wird nicht vom Staat bestimmt, sondern vom Verhalten von 83 Mio Individuen plus von einem Teil der 7 Mrd im Ausland.
  2. Der Staat hat zwar ein paar Möglichkeiten, Wachstum (‚Konjunkturpakete‘) oder Schrumpfung (restriktive Geldmengenpolitik) zu stimulieren, aber kein Volkswirt auf diesem Planeten kann den exakten Effekt einer solchen Maßnahme vorhersagen.

==> Der Staat kann also das Wachstum niemals auf exakt Null einstellen.

q.e.d.

Das ist richtig, wenn das Wachstum gleichmäßig über alle Branchen erfolgt. Es gibt aber Branchen, die überdurchschnittlich viel CO2 erzeugen (z.B. Bau mit Stahl und Zement) und unterdurchschnittliche wie den Dienstleistungssektor.

Umschichten einerseits zwischen den Branchen und/oder andererseits die ‚schlechten‘ Branchen durch Innovation klimaneutraler machen. Und das so geschickt, dass es vom Bürger zwar als lästige Veränderung der Gewohnheiten, nicht jedoch als Wohlstandsverlust wahrgenommen wird.

Ja wir müssen umschichten richtig, aber etwas wir hier vergessen, die Bürger werden keinen weiteren Wohlstandsverlust akzeptieren, viele sind duch die aktuelle Preiskriese schon verarmt. Wenn die noch mehr sparen sollen, laufen die Leute Amok. Garantiert.

Es gibt aber jemand der wirklich mal den Gürtel enger schnallen muss:

Die Superreichen, das sind eben die Millardäre.

Die verbrauchen trotz ihrer sehr geringen Zahl so viel wie alle westlichen Normalbürger zusammen. Das ist ein Pro Kopf verbrauch von über 100 Mal über dem Durchschnitt!

Wenn wir schnell die Umwelt retten wollen müssen wir sehr schnell die Verschwendungssucht der Superreichen beenden. das halbiert das Problem ziemlich schnell… warum denkt niemad mal daran?

Diese sind an Arroganz derzeit nicht zu überbieten. (von leider wenigen Ausnahmen…)

Es gab da mal vor kurzen einen Fernseh- Bericht über junge Millardäre die unverblümt sagen, dass sie Ihr leben leben wollen und sich nicht fürs Klima interessieren.
Ferner wäre ihre Rolex uhr viel zu teuer um damit Bahn zu fahren… sie könnte geklaut werden… daher brauchen die unbedignt den Privatjet.

Das haben die wirklich gesagt, leider finde ich den Bericht nicht mehr. Wenn das Klima schnell gerettet werden soll, müssen die großen Verursacher ran. :rage:

Tolle Ausrede, keine Bahn zu fahren nur weil die blöde Uhr so teuer ist. Dann lässt man die einfach daheim im Safe! und wenn schon Bahn fahren unatrraktiv ist dann würde ein normales Auto genügren für normale Entfernungen. Meetings kann man heute auch Online erledigen. Ständige Weltreise ist unnötig.

Und ob Klimaneutraler wohlstand eine lebenslüge ist wird sich zeigen. Ohne Wohlstand wird da aber ohnehin keine Mitmachen… Da bin ich auch etwas skepisch. Es ist nicht unbedingt eine Lebenslüge.

Aber: Eine Klimaneutrale Verschwendugnsgesellschaft ist mit Sicherheit eine Lebenslüge!

Das wird nicht gehen, nach dem Motto: Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass. Die erheblichen investiven Ressourcen, die für dem Aufbau einer klimaneutralen Wirtschaft gebraucht werden, fehlen beim Konsum.Um es mal an zwei Beispiel konkret zu machen:

  1. Wenn wir die Installateure vorzugsweise für den Einbau von Wärmepumpen brauchen, fehlen sie für die Verschönerung des Badezimmers.
  2. Wenn wir beim Autokauf relativ viel Geld für eine teure Batterie ausgeben müssen, fällt der Rest des Autos vielleicht etwas bescheidener aus.

Ob das als Wohlstandsverlust wahrgenommen wird, hängt von der individuellen Befindlichkeit ab, aber wir sollten auf jeden Fall vermeiden, die Bürger für dumm zu verkaufen.

Beim Geld sehe ich kein Problem. Der Finanzsektor ist so vollgepumpt mit Geld von der EZB, das dringend nach rentablen Anlagemöglichkeiten sucht.

Bei Deinem Punkt 1. - der menpower - gebe ich Dir sofort recht. Das wird mit Sicherheit unser nächster Engpass, sobald wir die Genehmigungsverfahren beschleunigt haben.

Punkt 2. finde ich etwas ungünstig gewählt. Schon heute kriegst Du von der Mittelklasse aufwärts bei e-Autos mehr Auto fürs Geld als bei jedem Verbrenner (Tesla Model 3 & Y SR). In der unteren Mittelklasse und darunter haut die Batterie noch mächtig rein. Aber warte mal 2024 ab, wenn Tesla voraussichtlich mit der neuen Plattform anfängt. Das wird ‚game over‘ für die Golf-Klasse.

Es gibt so viele Möglichkeiten, Wohlstandsverlust nicht entstehen zu lassen:

  • Stoffbeutel vs. Plastiktüte im Supermarkt ist ungewohnt, aber kein Verlust
  • 150 PS Diesel-SUV gegen 250 PS e-SUV ist anfangs lästig (laden vs. tanken), schlägt aber sehr bald in Begeisterung um
  • Gasheizung gegen WP (mit Finanzierung) ist kein Verlust
  • SUV wegnehmen und gegen Kleinstwagen tauschen ist ein Wohlstandsverlust
  • Auto wegnehmen und nur noch Fahrrad und Öffis ist ein Verlust
  • Pommesgabel aus Holz vs. Plastik ist auch kein Verlust
  • usw. usf.

Ja, ich auch nicht, deswegen habe ich auch nicht Geld sondern Ressourcen geschrieben. Das sind Rohstoffe und Arbeitskräfte. Allerdings muss die Geldmenge die verfügbaren Ressourcen wiederspiegeln, sonst erzeugst man nur Inflation. (Da gibt es zugegebenermaßen viele Theorien)

Mag sein, aber zu Preisen von deutlich über 40.000 €. Einen guten, geräumigen, komfortablen Verbrenner bekommst du locker für 30.000 €.

Doch, weil sie deutlich teurer als ein Gasbrenner ist. Und wenn da noch größere Umbauten notwendig sind, könnte es viele überfordern. Ich sehe jetzt schon Dein Gegenargument, dass Gas auf Dauer teurer wird (CO2-Steuer), aber das ist doch gerade der Wohlstandsvelust, egal ob ich mehr für Gas zahle oder für eine neue WP. Das Geld fehlt beidemal für den Urlaub.

Geld ist auch eine Ressource.

Ein Model 3 SR kostet 42k. abzüglich 4.500 BaFa also 37.500. Jetzt zeig mir einen Verbrenner, der auch nur annähernd an die Qualitäten dieses Autos rankommt.

Das deckt sich nicht mit meinem Kenntnisstand, dass die TCO einer WP günstiger sind. Da sollten wir mal unsere einschlägigen Spezialisten befragen @Hedi @HornAxel .

mag sein, kann ich nicht beurteilen (bin noch nie Tesla gefahren).
hilft mir aber nicht, wenn ich nur 25.000 habe für mein nächstes Auto.
Da gibt es schon noch eine Lücke im Angebot.
Ich habe einen gebrauchten E-Smart, der hätte neu >29.000 gekostet! Viel Geld für 2,70m Auto

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Dann wird es aber mal Zeit :wink:
Ich kann Dir übrigens eine 24h-Probefahrt vermitteln. Just say so.

Jo, der Smart war schon als Verbrenner immer überteuert.

Soll irgendwas bei 25.000$ oder darunter kosten.
Diese neue Plattform soll zumindest die Produktionskosten halbieren. Damit kann Tesla die legacy automotive companies noch mehr vor sich hertreiben, als sie das ohnehin jetzt schon tun :slight_smile:

Es kommt natürlich auf den Zusammenhang in dem der Begriff benutzt wird.

Aber es gibt einen prinzipiellen Unterschied zwischen Geld als Verrechnungsmittel für Ressourcen und den tatsächlichen Ressourcen.

Das kommt darauf an, was Du unter Qualitäten verstehst. Aber in der Alltagstauglichkeit, Komfort, Platzangebot wird er von vielen Verbrenner-Autos, die es mit Rabatt für um die 30.000 Euro gibt, deutlich geschlagen. Für mich wäre alleine die fehlende Anhängerkupplung ein Ausschlusskriterium.

Die TCO einer WP oder auch eines Gaskessels sind stark von den Strom- bzw. Brennstoffkosten abhängig. Das kann beides heute keiner langfristig sagen.
Ja, Solar und Wind sind günstig, aber nur dann wenn es auch Sonne und Wind gibt. Die Lücken zu schließen wird teuer. Wo dann die Mischkalkulation liegt, kann heute keiner sagen. Bei Gas ist auch nicht sicher wo der Preis am Ende liegt. Apropos „am Ende“: Die Zeit bis dahin, ist auch Teil der TCO.

Hier geht es aber ja primär um Verlustempfinden.
Wenn ich erst mal 30.000 statt 10.000 ausgeben muss, empfinden viele die 20.000 erst mal als Verlust. Egal ob es sich später rechnet oder nicht. Das Gleiche hatten wir beim Verbot der Glühlampe ja auch. Da waren die Vorteile eigentlich noch leichter nachvollziehbar.

Auf Teufel komm raus Subventionieren geht auch nicht, weil dass dann Geld auffrisst, dass woanders gebraucht wird.