Meiner Meinung nach, können Die Linken froh sein, dass sie Sahra Wagenknecht endlich los sind.
Es ist eine Mischung aus Wehmut und Erleichterung, Trotz und Aufbruch, die dieses Ende begleitet. 18 Jahre nach ihrer Gründung im September 2005 ist die Linksfraktion im Bundestag von diesem Mittwoch an Geschichte. Die 38 Mitglieder stehen im Parlament erstmal als Einzelkämpfer da. Wenn die Mehrheit im Bundestag mitmacht, sortieren sie sich bald neu: 28 Linke in einer neuen Gruppe. Und zehn Abgeordnete des «Bündnis Sahra Wagenknecht» in einer anderen. Künftig sind sie Konkurrenten. Die politische Landschaft wird damit nicht übersichtlicher.
Für meinen Geschmack ist die Linke überflüssig.
Sie sind der Gegenwart mind. 30 Jahre hinterher, haben sich nie klar genug von ihrer Vergangenheit distanziert, denken völlig eindimensional, haben wenig Bezug zur Wirklichkeit und kein überzeugendes politisches Angebot und sind deswegen politisch wirkungs- und bedeutungslos.
Das mag jetzt etwas zynisch/parteitaktisch klingen…
Aber sollten wir Sarah Wagenknecht nicht „dankbar“ sein - sie klaut Stimmen bei der AFD und demontiert gleichzeitig einen direkten linken Konkurrenten?
Klar, es wäre definitiv viel besser, wir als Grünen würden wachsen, als angewiesen zu sein, das eine neue Partei die Klientel der beiden etableirten Konkurrenten splitten und damit alle 3 schwächen - aber scheinbar funktioniert das derzeit nicht so wirklich.
Interessant wird, wie der Wähler das letztlich entscheidet - ich freue mich schon auf die nächste Bundestagswahl - wird definitiv noch spanennder als die zurückliegende…
vielleicht liegt es auch daran, dass Du Dich häufig unklar ausdrückst.
Ich sage die Linke ist überflüssig und nicht mehr zeitgemäß.
Du sagst, wie es denn mit der CDU aussieht, die großen Einfluss hat.
Oder mit der FDP, die alte Privilegien behalten will.
Hier geht es um die Linke, und die wird nicht relevanter oder moderner oder sonst was, nur weil die CDU vielleicht auch in der Vergangenheit lebt und die FDP Privilegien behalten will.
Ich sage der Baum ist grün, und Du sagst, das Gras aber auch.
Was soll das bedeuten?
Wird der Baum dadurch weniger grün?
Ich freue mich überhaupt nicht auf die nächste Bundestagswahl. Ich befürchte, dass es bei einer Aufteilung der Stimmen auf derart viele Parteien kaum möglich sein wird, eine regierungsfähige Mehrheit auf die Beine zu stellen.
Man kann das Elend ja jetzt schon mit drei Parteien und minimalen Schnittmengen beobachten.
Das wird nicht einfacher, eher noch schwieriger bis unmöglich werden.
Das „Risiko“ sehe ich natürlich genauso wie Du!
Das „interessante“ dabei ist, das einerseits immer noch sooo viele Menschen fest davon ausgehen, dass die menschliche Ratio ausreicht, Entscheidungen zu treffen oder Erfindungen zu machen, die hinreichend sind, um unser Aussterben zu verhindern - aber dann ganz schnell das Vertrauen in eben diese Rettungs-/(letztendlich Kompromiss-)Fähigkeit des Menschen verlieren, wenn es um so banale Dinge wie Regierungskoalitionsbildung geht - ist das nicht ein Paradox?
Und genau deswegen finde ich das so spannend, weil es „im Kleinen“ ein Test dieser Fähigkeit ist - meine „Freude“ entspringt hier weniger dem Glauben an einen „guten“ Ausgang, sondern eher, weil es sich umso mehr lohnt, für etwas zu kämpfen - das ist für mich erst einmal positiv besetzt - die Motivation, für etwas einzustehen, unterscheidet sich deutlich von Mutlosigkeit und Resignation.