Die meisten Studentinnen wollen lieber einen erfolgreichen Mann als selber Karriere machen

Hier in der Studie geht es ja darum, was sich die Studentinnen wünschen, nicht darum, was sie dann später vorfinden.

Stimmt?

Warum studieren Studierende?
Bestimmt nicht, um später das Dasein zu Hause zu verbringen.

Wunschliste:

  1. Karriere und Anerkennung
  2. selbstbestimmtes Leben
  3. natürlich vielleicht Variante 3
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Im Idealfall weil sie sich für das Fach interessieren und ihre Fähigkeiten erweitern und in die Gesellschaft einbringen möchten.

Wie kommts eigentlich, dass man wieder mal nur auf die Frauen schaut? Vielleicht ist der Wunsch nach einem erfolgreichen Partner, der einen mit durchzieht, auch geschlechtsunabhängig verbreitet … und lässt sich nur für ein Geschlecht einfacher in die Praxis umsetzen.

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Warum eigentlich „leider“?

Oft weil man das eben so macht wenn man kann/darf.

Was ich bemerkenswert finde ist, dass die Studie sofort angegriffen wird, weil sie nicht dem feministischen Weltbild entspricht. Die Frauen mit solchen Wünschen werden reflexartig als Opfer dargestellt.
Aus der Stellungnahme:
„sie sich einer Realität anpassen, in der es für Frauen immer noch schwieriger sei, Karriere zu machen.“

Gleiches bei uns Grünen.
Das es auch mal einfach keine Frauen gibt, die dieses oder jenes Amt einfach nicht wollen oder an einer bestimmten Diskussion nicht teilnehmen wollen, ist unmöglich. Das lieg immer an einer (eingebildeten) Diskriminierung. Die Auswirkungen sieht man ja beim Frauenstatut.
OV können mangels Frauen nicht gegründet werden
Arbeitsgemeinschaften sind nicht arbeitsfähig weil keine Frau erste Sprecherin werden will.
etc. etc.

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Wenn die Studie ergibt, dass die aktuellen Studentinnen mehrheitlich lieber einen erfolgreichen Mann (alle anderen Eigenschaften egal) haben möchten als selbst einen Finger zu rühren, dann nehme ich das zur Kenntnis. Allerdings sehe ich den Beweis dafür noch nicht.
Dazu müsste ich erst genau wissen, was sie konkret gefragt wurden, und welche Auswahlmöglichkeiten sie hatten.

vielleicht macht es ja einen Unterschied, ob man das Kind 9 Monate mit sich und in sich rumgetragen und dann geboren (und vielleicht noch x Monate gestillt) hat, oder ob man dabei nur zugesehen hat. Nur mal als Idee … :slight_smile:
Das leuchtet mir ganz ohne Studie ein.

Die Annahme, dass Männer und Frauen zu 100% gleich funktionieren, fühlen und denken, finde ich allg. wenig plausibel. Die Erfahrung und die Geschichte lehrt doch eher, dass es Unterschiede gibt.
Dass hinter diesen Unterschieden nur das „Patriachat“ steckt, finde ich ebenfalls unplausibel.

Zum einen gab es historisch gesehen praktische Notwendigkeiten für eine Aufgabenteilung zwischen Mann und Frau.
Mal ganz holzschnittartig: Ein Mann kann zeitgleich Kinder mit 10 Frauen bekommen. Eine Frau kann nicht zeitgleich Kinder mit 10 Männern bekommen. Frauen sind daher für das Überleben der Spezies Mensch wertvoller, weil nicht ersetzbar.
Männer sind hingegen das Verbrauchsmaterial der Evolution, die können ruhig Krieg führen, Pyramiden bauen, die Arktis erforschen und ähnlichen Unsinn treiben, bei dem sie sterben, sie sind ersetzbar.
Und wenn sie nicht sterben, finden sie vielleicht was, das der Spezies (oder dem Stamm, Staat) weiterhilft, zB bessere Lebensgrundlagen in wärmeren Ländern oder leichte Beute bei den Klöstern in England (jetzt mal aus Sicht der Wikinger gedacht).
D.h. es war im Sinne des Arterhalts sinnvoll, wenn Männer sich eher risikofreudig und Frauen eher vorsichtig verhielten. Ich vermute, sowas prägt beide Geschlechter auf einer Ebene, die sich dem indivduellen Verstand entzieht. Heute sind die Notwendigkeiten andere, aber die Prägung besteht fort. Das ist der Widerstand, auf den der Wunsch nach völliger Gleichstellung von Mann und Frau stößt (nicht zu verwechseln mit Gleichberechtigung!).

Zum anderen werden Kinder seit Jahrtausenden vorwiegend von Frauen erzogen. Wie sich bei der Kindererziehung dennoch das „Patriarchat“ immer wieder durchgesetzt haben soll, ist mir unbegreiflich. Alle Jungs müssten aufgrund des Einflusses der Mütter und Erzieherinnen eher weiblich bis feministisch geworden sein. Dem war aber nicht so. Warum nicht?

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Ein bisschen was an ihrer Einstellung scheint sich inzwischen geändert zu haben. Ich erinnere mich daran, dass du das selbst festgestellt hattest:

Was ist eigentlich aus ihm geworden?

Konnte man ihn überzeugen, dass er kein richtiger Mann sondern eigentlich eine Frau sei?

Oder dass er es vielleicht mal mit einer Frau versuchen könnte, die Karriere machen möchte?
(Die soll es ja selbst in dieser Studie geben).

Y-Chromosom oder die Macht der Gene.

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Oha,
das ist doch lt. Grüner Sicht nicht maßgebend.
„Auch Menschen mit Y-Chromosom können Frauen sein“ sagt die Grüne Satzung.
Und wer was anderes sagt, muss mit Konsequenzen rechnen. Originalton Bundesgeschäftsstelle
Du musst wohl noch mal die Satzung lesen. :wink:

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Am Besten wartest du ab, wie die Studie das berücksichtigt. Vielleicht berücksichtigt sie Androgenresistenz, und vielleicht unterscheidet sie zwischen Transmenschen vor und nach der Hormonbehandlung.
Bis dahin kannst du dieses Thema ja hier weiter diskutieren:

https://das-gruene-forum.de/t/transfrauen-die-unendliche-story/411/1294?u=biologin

OMG, da hat seit über einem Monat niemand was geschrieben, wie kann das denn sein?

Ist vielleicht ausdiskutiert.

Und bitte ändere das Zitat.
Ich sage das nicht, sondern die Grüne Satzung.
Ich stelle das in meinem Post auch noch mal klar.
Einfach das Zitat nochmal neu machen

Erledigt

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Da bin ich aber gespannt. :wink:

Pssst. Wecke keine schlafenden Hündinnen.

Schon passiert:
Sperrung von Teilnehmern, obwohl die das gar nicht so gesagt haben. Aber ihnen böswillig unterstellt wurde.
Sperrung des allgemeinen Teils des Forums. Das mit der Evaluation ist ja nur vorgeschoben.

Gut, nach der Watschn des Bundesschiedsgericht wird die Parteiführung wohl vorsichtiger sein.
Aber die Drohung der BGSt. steht im Raum

Ok, weil das alles so lustig ist, werde ich eure Beiträge nicht als Off-Topic flaggen, aber lasst uns bitte hier beim Thema bleiben.

Sobald die Studie veröffentlicht ist, werde ich diese hier verlinken, versprochen.

zur Studie, Zitat:

"Das Resultat widerspricht allem, was man in einem progressiven Umfeld wie der Universität erwarten würde:
1. Der wichtigste Grund für die tröpfelnde Leitung sind nicht etwa Diskriminierung oder erschwerte Bedingungen für Mütter, wie oft gesagt wird, sondern dass viele Studentinnen keine oder nur geringe Karriereambitionen haben.
2. Ihr Familienbild ist nach wie vor eher konservativ geprägt: Tendenziell bevorzugen sie einen Partner, der älter und erfolgreicher ist als sie.
3. Wenn Kinder da sind, wollen sie Teilzeit arbeiten, der Mann soll Vollzeit für das Haupteinkommen sorgen.

Die Ergebnisse im Detail:
Frauen und Männer haben sehr unterschiedliche Interessen
Trotz allerlei Massnahmen, um Geschlechtergräben zu überwinden, sind die Präferenzen bei der Studienwahl nach wie vor sehr unterschiedlich: Frauen entscheiden sich eher für Bereiche, die mit Menschen und Tieren zu tun haben (zum Beispiel Psychologie, Tiermedizin, Soziologie, Erziehungswissenschaft), Männer sind der Technik und den Zahlen zugeneigt (Physik, Informatik, Ingenieur). Diese Separierung hat in den letzten Jahren zum Teil sogar zugenommen. Man spricht dabei vom «Gleichstellungs-Paradoxon»: Je gleichberechtigter eine Gesellschaft – also je weniger die Studienwahl von ökonomischen oder familiären Zwängen abhängt –, desto grösser die Geschlechterdifferenz."

Ich verstehe nicht, warum das irgendjemand überrascht.
Die Ergebnisse sind eine Beschreibung der statistischen Realität, wenn man diese ohne ideologische Vorbehalte betrachtet.
Diese Realität muss einem nicht gefallen, aber sie ist, wie sie ist.

„Frauen und Männer haben sehr unterschiedliche Interessen“ => ach was ?!? für diese Erkenntnis brauche ich keine Studie. Das sagt mir jeder halbwegs aufgeweckte 6-Jährige.

„Je gleichberechtigter eine Gesellschaft – also je weniger die Studienwahl von ökonomischen oder familiären Zwängen abhängt –, desto grösser die Geschlechterdifferenz.“

Dazu gibt es m.W. schon Studien aus Schweden.
Dort ist die Gleichstellung der Frauen sehr weit fortgeschritten (oder schlicht „erreicht“), und gerade deswegen gibt es größere Unterschiede im Verhalten der Geschlechter. WEIL die Frauen die Wahl haben, und weil sie unterschiedliche Präferenzen haben als Männer.

Die Gretchenfrage ist, ob Mann und Frau wirklich identisch „funktionieren“ und veranlagt sind, und ob Gleichstellung demzufolge erst dann erreicht ist, wenn sie sich identisch verhalten.
Nimmt man das zur Messlatte, kann und wird es nie Gleichstellung geben, weil die Prämisse von der identischen „Funktionsweise“ und Veranlagung der Geschlechter falsch ist.
Das ist aber eigentlich alles so banal, dass es keiner Studien bedarf …

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Dafür nicht.

Aber um herauszufinden, welche Interessen das andere Geschlecht hat, ist eine Diskussion in diesem Forum um Einiges aufschlussreicher als so eine Studie.
Man muss es nur zur Kenntnis nehmen und bereit sein, daraus zu lernen.

Nein da bin ich nicht eurer Meinung: Solange nur mit episodischer Evidenz argumentiert wird, kann die Diskussion nicht zum Ziel kommen. Erst wenn man sich auf Fakten verständigen kann, kommt man weiter. Sonst geht es uns bei der Gleichberechtigung wie mit der Homöopathie. Hauptargument ist dort ja: „Aber mir hat es doch geholfen“. Das ist ja z.B. auch das Argument für das Frauenstatut :slight_smile:

Dagegen helfen nur sachliche Informationen mit Beweiskraft. Auch wenn dabei rauskommt, was man sich sowieso denken konnte.

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