Für alle, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für den Naturschutz engagieren möchten, hier ein paar Tipps:
Zitat daraus: „Den Tieren etwas Gutes tun ist dabei relativ leicht: Es braucht keine teuren Maßnahmen, nur den Mut, im eigenen Garten auf einheimische Pflanzen zu setzen, beim Bauen und Sanieren auf Nistplatzausgleich zu achten und zumindest im Winter geeignetes Futter auszubringen. Vieles davon ist nicht einmal mit mehr Arbeit verbunden: Wer das Laub im Herbst einfach mal liegenlässt, samentragende Blumen nicht gleich zurückschneidet und auf die wöchentliche Rasenmahd verzichtet, wird bald wieder mit mehr Leben im Garten begrüßt. Das sollten uns unsere tierischen Mitbewohner vielleicht wert sein.“
Das ist eine Schwäche der Zählmethode, aber da diese systematisch ist, war das wohl schon bei allen Citizen-Science-Zählungen ein Problem.
Trotzdem kann man sich freuen, wenn alle Nachbarn die Vögel beachten, was ja eigentlich der Sinn der Aktion „Stunde der Gartenvögel“ ist.
In meinem Garten sind die Vögel chancenlos gegen herumstreunende Katzen. Denn davon gibt es im Stadtrandgebiet massenhaft. Und Krähen dazu. Ich versuche schon Winterfutter und im Sommer die Vogeltränke so Katzensicher wie möglich aufzubauen, aber irgendwie locke ich damit nur die Vögel an und mache den Garten so zum idealen Jagdrevier für all die Nachbarskatzen. Pro Sommer finde ich durchschnittlich ca 5 von Katzen getötete Vögel, manchmal bekomme ich sogar mit, wie eine Katze grade einen Vogel fängt. Zwar brüten im Nistkasten jedes Jahr Meisen, aber irgendwie habe ich das dumme Gefühl, dass sie sofort Krähenfutter werden, sobald sie flügge sind. In mein Gewächshaus haben sich öfters Ästlinge geflüchtet und ich weiß nicht, was ich für sie tun kann, drinnen können sie schlecht bleiben, aber draußen stürzen sich die Katzen oder Krähen auf sie. Habt ihr Tipps?
Ich schicke dem LBV dann meine Rechnungen vom Orthopäden und Chirurgen. Welche Idioten denken sich solche Empfehlungen aus?
Ein Rasenmähroboter sei keine geeignete Alternative, da dieses Gerät Igel verletzen oder Insekten schädigen könne.
Meiner kann keine Igel verletzen, da er nur tagsüber läuft.
Ich habe neulich gelesen, dass seit 2009 in der EU keine Kadaver mehr liegengelassen werden dürfen und daher jetzt bei Frost die Greifvögel noch mehr leiden. Meinetwegen kann es viele Krähen geben, die sie jagen können und ob man das den Katzen anlasten kann?
„Nur im menschlichen Siedlungsbereich sind Katzen ein ernstzunehmender Faktor, der partiell zu einem Rückgang von Vogelpopulationen führen kann. Tatsächlich steigen die Vogelbestände dort aber eher an, während sie vor allem in der Agrarlandschaft, aber auch im Wald eher abnehmen. Diese Rückgänge den Katzen anlasten zu wollen, wäre daher viel zu einfach. Die größte Bedrohung für die Artenvielfalt ist und bleibt die fortschreitende Verschlechterung von Lebensräumen durch den Menschen.“
Nistkästen kannst du auch katzensicher aufbauen, wenn du sie nicht direkt an den Stamm, sondern in die Äste hängst (dabei aufpassen, dass sie nicht abstürzen und jemandem auf den Kopf fallen können)
Alle können nicht überleben, und Krähen müssen auch was fressen.
Wenn du Wildblumen haben möchtest, solltest du die Erde umbrechen und eine Wildblumenmischung einsäen. Das ist aber Geschmackssache. Grashalme sind ja auch ganz schön…
Es soll ja gute Kurse geben, wo man so etwas lernen kann…
Ich hatte das große Glück, das Sensen von einem Kind aus meiner Umwelt- AG zu lernen, welches es von seinem Opa gelernt hatte…
Nee. Liebe Grüße von einer Pflanzensoziologin. So einfach ist es nicht. Es ist einfacher, was kaputt zu machen als es wieder herzustellen.
Regenerierung von Ökosystemen ist eigentlich eine Unmöglichkeit.
Hab ich schon versucht. Wildblumen sind wählerisch, ich habe im Frühjahr aber jede Menge Gundermann, Gänseblümchen, Löwenzahn und ähnliches. Nur im Sommer will nichts blühen,außer die gezüchteten in meinem Blumenbeet. Da müssen die Insekten halt damit Vorlieb nehmen.
Hab ich auch gehört, angeblich.
Die geben Kindern ein scharfe Sense in die Hand? Ach so, Insektenschutz geht vor Kinderschutz.
Was „nee“? Das ich es ausprobiert habe? Ich schwör!
Musst du mal welche aussähen. Ich habe massenhaft weißen Klee im Rasen- ein Bienen und Hummelparadies.
mein Garten ist direkt neben einem alten Hochbunker, auf dessen Dach eine große Krähenfamilie hockt und guckt, was es bei mir so zu fressen gibt- inkl. Kuchen auf dem Gartentisch. Und dann eben noch die vielen Nachbarskatzen. Die Feinde kommen von oben und von unten.
Ich kriege doch mit, wie die auf der Lauer liegen. Verscheuche sie oft, wenn sich mal ein paar mutige Vögel trauen, auf meinem frisch gejäteten Beet nach Würmern zu suchen. Natürlich gibt es gesamt gesehen noch andere Gründe. Aber ich hatte vorher 25 Jahre lang einen katzensicheren Schrebergarten, der war das reinste Vogelparadies. Schon weil dort immer ein halbes Fass voller Wasser stand, wo sie sicher trinken konnten.
Nee, weil ich nicht weiß wie. Hab mir auch schon überlegt, das Gewächshaus zu einer Schutzstation für Nestlinge zu machen. Was fressen die denn?
Was ist denn dann noch unterwegs bei dir? Ich habe im September jede Menge Bambule an meinem Efeu. Die Blüten sieht man kaum, sie stinken ekelhaft, aber sind hochattraktiv. Ich habe Astern und lasse alles stehen, was eine Blüte zeigt. Nur Nelkenwurz darf bei mir nicht fruchten und diese blöde Hirse auch nicht.