Ein paar wirtschaftliche Grundsatzfragen

In dem thread „Was ist aus den Grünen geworden“ ist die Diskussion ein wenig entgleist. Es waren da aber zu viele Falschaussagen und Erklärungsbedarfe, um das dort OT zu klären.

Ich habe mir daher erlaubt, ein eigenes Thema daraus zu machen.

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Kapitalismus und Umwelt bringen wir aber nicht zusammen. Die Kapitalistische logik eines unendlichen Wachstums, auf einem Planeten mit Begrenzten Recurcen, auch Menschlichen arbeitsrecurcen, ist einfach nicht Nachhaltig.

Deshalb brauchen witr um das 1,5 Gradziel überhaupt noch zu erreichen, ein Antikapitalistische Kreislaufwirtschaft ohne Wachstum.

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Wachstum gibt es dann nur durch gesteigerte Nachhaltigkeit.

Ich hab schon immer zwischen Links und Grün hin und her Geschwankt, deshalb auch Politisch der FFF Bewegung nahe. Meine Frau ist Linke, mein Arbeitgeber Grüner. Soziale themen, Umweltthemen, und umbau des Wirschaftssystems zu einem System das innerhalb Globaler grenzen ohne Wachstum existiert, muss zusammengedacht werden.

Und Ja viele Fundis sind von Grun in die Linke abgewandert. Aber in der Partei gibt es dennoch einen kleinen Flügel immer noch, die Antikapitalischtische, Sozial Ökologische Wirtschaftssysteme denken.

Wachstum brauchen wir eigentlich garnicht. Wir brauchen Effizienz um der Natur wieder mehr raum zu geben, und nicht um noch mehr dinge zu Produzieren die wir nicht Brauchen, mit Geld das wir jetzt noch garnicht haben, das mit Arbeitsleistung weit in die Zukunft bezahlt werden muss.

Auch die arm reich Scheere, das 5% der Welt soviel besitzen wie die restlichen 95% der Welt ist volkommen engrenzt, überflüssig und Schädlich.

Ich träume von einem Wirtschaftssystem wie Star Trek, in dem jede*r das hat was die Person braucht, niemand Hungert oder Friert, und wir als Menschheit zusammenhalten, und nicht den machenschaften einzelner Egomanen wie zb. Elon Musk hilflos ausgesetzt sind.

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Paradoxerweise ist Elon Musk derjenige, der die Menschheit bislang am nahesten an diese Utopie herangeführt hat. Aber das können Linke in ihrer ideologischen Verblendung natürlich nicht erkennen.
(und eine ausführliche Erklärung wäre hier OT. Aber gerne woanders)

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Bei dem Thema in den Weltraum vorzudringen (Wo nie ein Mensch zuvor gewesen ist) gebe ich dir recht. Beim Thema Wirtschaftssystem eher das Gegenteil.

Und wie soll das aussehen?
Die Systeme, die angeblich nicht kapitalistisch sind, sind oft die schlimmsten, oder so schlecht, dass sie in Armut auf niedrigem Niveau wirtschaften.
„Wachstum“ muss ja nicht aus einem Mengenwachstum hervorgehen. „Wachstum“ kann auch aus qualitativen Veränderungen generiert werden.
Ich habe „Wachstum“ in Anführungszeichen gesetzt, weil der Begriff „Wachstum“ verschieden interpretiert wird.

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Wenn es ohne Wachstum gehen soll, aber marktwirtsschaftlich organisiert bleiben.
Wie soll das aussehen ? Für uns intern ist das schon extrem kompliziert…
Wie bringt man das „kein Wachstum“ aber bei FDP und CDU
Politikern unter ? Solange man die überzeugen muss wird das sehr schwierig.
Das Mengenwachstum ist Ihr heiliger Gral. Alles andere ist angeblich Sozialismus und Planwirtschaft…

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Ich meiner auch keine Planwirtschaft. Selbst bin ich in der DDR aufgewachsen, und weis das rein Staatlich Geplante Wirtschaftskreisläufe genauso wenig funktionieren wie wirtschaftskreisläufe die Religiös an „die wirkende Kraft der unsichtbaren Hand des Marktes“ glauben.

FcsCdmqWQAAQN-O

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Oder wir Messen das Land nicht mehr nach Wirtschaftswachstum, sondern nach Glücksquotient.

Hier ein Beitrag in Öko Test:

" Warum Wirtschaftswachstum nicht glücklich macht – sondern nur den Klimawandel verursacht"

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Genau hier wird ja darauf eingegangen.

Glücksforschung – Konsequenzen für die (Wirtschafts-)Politik –

Von Karlheinz Ruckriegel

Die Glücksforschung hat sich mittlerweile als Bereich der Wirtschaftswissenschaften etabliert. Ihre Ergebnisse können zu wirtschaftspolitischen Empfehlungen beitragen, die sich auf die Bedeutung von Gesundheit und Bildung, aber auch auf ein gutes soziales Klima und eine weitreichende Teilhabe der Bürger beziehen.

Die Ergebnisse der interdisziplinären Glücksforschung sind gerade dabei, eine Epochenwende herbeizuführen: weg vom Denken in Kategorien des Wirtschaftswachstums, hin zum Denken in den Kategorien eines „besseren Lebens“.

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Jetzt bin ich kein Wirtschaftswissenschaftler, aber es kommt eben auf die Rahmenbedingungen an.
Wenn wir z. B. einen hohen CO2-Preis etablieren, wird Wachstum bei den EE ausgelöst.
Ist ja nicht schlecht, weil dafür dreckige Technologien abgelöst werden, bzw. kein Wachstum bei schmutzigen Technologien stattfindet sondern bei den sauberen.
Solange wir auf der Welt viele Menschen in Armut haben, ist es auch schwierig Null-Wachstum zu verordnen.

Bin mir nicht sicher, ob die so an einem Mengenwachstum hängen.
Es geht ja immer um das BIP.
Das besteht nicht nur aus Waren, sondern auch aus Dienstleistungen.
Da fällt mir spontan der ganze Bereich der Pflege und des Umweltschutzes ein.

:notes: Dieser Weg wird kein leichter sein :notes:

Was soll es denn sonst sein?

Deshalb setzt die Politik ja auch Rahmenbedingungen. Wenn die es schafft gute Rahmenbedingungen zu schaffen, läuft auch die Marktwirtschaft in die richtige Richtung. In Ansätzen läuft es ja auch so.
Aber :notes: Dieser Weg wird… :notes:

Schwierig. Versuch mal Glück einem Wirtschaftszweig zuzuordnen. Und Planwirtschaft geht ja schief, haben wir ja festgestellt.

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Die beiden Begriffe sind unabhängig voneinander.

Auch sozialistische und kommunistische Wirtschaftssysteme streben Wachstum an.
Menschen streben Wachstum an.

Die einzigen mir bekannten (partiellen) Kreislaufsysteme sind ausgesprochen kapitalistisch organisiert.

Verzicht auf Wachstum bedeutet Zementierung des status quo. Einzig Verschiebungen innerhalb der Gesellschaft wären noch möglich.

Jetzt stell Dich mal auf den Marktplatz und erklär den Leuten, dass sich ihr Wohlstand dank Deiner Politik für den Rest ihres Lebens nicht mehr steigern wird. (und versuch, mit dem Leben davon zu kommen …)

An den Weltraum hatte ich noch nicht mal gedacht. Aber da bringt uns SpaceX natürlich auch ganz schön nach vorne.

Ausgangspunkt war

Das Herzstück der Star trek Wirtschaft ist der Replikator. Das ist dieses Gerät, das auf Knopfdruck in Windeseile Dein Essen, Deine Drinks und auch alles andere aus Atomen zusammenbastelt. Werden wir leider niemals bekommen, denn da steht - wie auch beim beamen - die Heisenbergsche Unschärferelation im Wege. Schade eigentlich.

Was dem Replikator am nächsten kommt, ist eine Gigafactory, wenn sie 100% autonom läuft. Welche Firma war nochmal bei

  • dem Bau von Gigafactorys
  • der Entwicklung von KI
  • der Entwicklung von humanoiden Robotern

weltweit führend? Und wie heißt der CEO?

Unendliches Wachstum Produziert soviel unnötigen Schrott, der nbur Existiert weil Besitz Höher Weiter schneller, zu Geselschaftlichen Statussymbolen stilisiert werden, auf die wir Flockig verzichten könnten.

Das ist die Grundlage jeder Kreislaufwirtschaft.

Wachstum und Marktwirtschaft sind unabhängig voneinander. Wir haben doch in D schon Jahre mit Nullwachstum und auch negativem Wachstum aka Rezession gehabt und waren trotzdem die ganze Zeit marktwirtschaftlich unterwegs.

Keine Ahnung, wo dieser Begriff herkommt. Wachstum wird in den WiWi üblicherweise definiert als Steigerung des BIP, der Summe aller im Inland produzierten Waren und Dienstleistungen, bewertet zu Marktpreisen.
==> das BIP ist also eine monetäre Größe und hat mit der Menge der Waren höchstens indirekt zu tun.

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Ich kann locker auf 50 % unseres Warenangebots verzichten. Aber wenn Du 1000 Leute fragst, wird jeder auf etwas andere 50 % verzichten wollen. Am Ende bleibt nichts Verzichtbares übrig.

Das ist keine unidirektionale Beziehung. Es gilt ebenso „Wachstum entsteht, weil die Leute nicht auf diesen ganzen Firlefanz verzichten wollen.“ Das ist eher eine Henne-Ei-Beziehung.
Und ja, Werbung kann die mündigen Bürger teilweise manipulieren. Aber das ist in der Henne-EI-Beziehung schon einkalkuliert.

Nur Unternehmen Bauen künstlich Wachstum in ihre Geräte ein, nennt sich auch geplante Obsoleszenz. Wenn zb. ein Handy so lange halten würde, wie es technisch möglich währe, warum wird ein Markt erzeugt, der es künstlich etabliert hat, jedes 2 Jahr ein Neuese Kaufen zu müssen?

Und warum machen Unternehmen wie zb. der Hersteller für Drucker HP, per softwareupdate ihre Geräte künstlich unbrauchbar, das ERZWUNGEN neue gekauft werden müssen? Warum verlangen Waschmaschinenhersteller für einen neuen Dichtungsring mehr als wie für eine Neue Waschmaschine?

DIESES KÜNSTLICHE Wachstum muss gestoppt werden.

Ohne Unendlichen Konsum, gibt es kein Unendliches Wachstum, und DAS ist das Henne Ei Problem, also erzeugt die Wirtschaft künstlichen verschlieiß, um Künstlichen Konsum zu erzeugen, der wiederum Künstlichen Müll Produziert, in einer immer schneller drehenden Müllspirale, und das alles nur für unendliches Wachstum.

… ist eine (noch legale) Form von Betrug. Solange es im gleichen Markt seriöse Firmen gibt und diese Machenschaften aufgedeckt werden, katapultieren sich diese Betrüger aus dem Markt.

Kauf Dir ne Miele.

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@Duke

Hier sind wir - leider (wie der Mensch eben so funktioniert, und seit der Steinzeit unabänderlich auf Wachstum = höhere Überlebenschance gebürstet ist) - einer Meinung…

Der heißt in der Tat Elon Musk - allerdings stehe ich unter dem EIndruck, dass er weniger einen Replikator, der die Menschen mit allem versorgt, als Ziel seiner Entwicklung im Kopf hat - sonst hätte er jedem entlassenen Tesla- und Twitter-Mitarbeiter einen Tesla zur Entlassung geschenkt - mit lebenslanger kostenloser Erneuerungsoption (ganz nach Star-trek-Manier)…
gerade Musk mit seinem Kapitalismusvorstellungen, die in erster LInie auf den eigenenn Gewinn ausgerichtet ist, repräsentiert eine ebenfalls (unverrückbare!?) zutiefst menschliche Eigenschaft, in erster Linie das eigene, dann das der eigenen Rotte und erst dann - mit dem, was dann noch übrig bleibt - die Menschheit zu beglücken…
Wir sind mit Musk als Beispiel also maximal den halben Weg der effektiven Produktion gegangen - der soziale Aspekt, der mindestens genauso wichtig wäre, hat Musk uns eher weiter entfernt…

Überdies ist er als Firmenchef eher Diktator als ein lobendes Beispiel für Demokratie und Minderheitenschutz (Was kein Vorwurf ist, sondern in der Natur der Sache liegt!) - seine Twitterumfrage, die zu seinem Ausstieg bei Twitter führt (?!), ist da eher als PR-Gag zu werten, die ihm den Ausstieg leicht gemacht hat…
Natürlich ist auch richtig, dass Wachstum nicht zwingend an Ressourcenverbrauch gekoppelt sein muss, und es „nur“ um das Setzen richtiger Anreize geht - wenn es also gelingt, die Ästhetik einer Fahhradtour der Autospritztour als das positivere Erlebnis zu vermitteln, wäre das super - aber auch heir haben wir wieder das Problem, das Wachstum hier bedeutet, eben doch auch bei Regen und über weitere Strecken (Und mit weiterem Kompfort) zu genießen, landen wir - oh Wunder - leider wieder beim autogestützden, ressourcenfressenden Individualverkehr…
Mir ist nicht klar, wie man die Kombination aus Wachstumsbedürfnis und begrenzten Ressourcen (vgl. Club of Rome: die Grenzen des Wachstums) mit einem klima-, umweltneutralen und dem Erhalt der Biodiversität - noch dazu bei demnächst 10 Millarden, die alle dieses Ziel verfolgen) in absehbarer Zeit bis zum Erreichen der Kipp-Punkte hinzubekommen sein soll - das ist nicht zuletzt auch eine wirrtschaftliche Grundsatzfrage…

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