Erdogan bleibt Präsident - "bis ans Grab"

Recep Tayyip Erdogan hat die Stichwahl in der Türkei gewonnen. Damit steht er vor einer neuen fünfjährigen Amtszeit als Präsident. Der Vorsitzende der Wahlbehörde Ahmet Yener erklärte, Erdogan habe 52,14 Prozent der Stimmen erreicht. Erdogans Rivale Kemal Kilicdaroglu kommt demnach 47,86 Prozent der Stimmen.

Er sehe das Ergebnis als Auftrag für eine Fortsetzung seiner Präsidentschaft. Er werde „bis ans Grab“ bei seinen Anhängern sein.

In Deutschland feiern zahlreiche Deutschtürken lautstark Erdogan.

Gekaufte Wähler*innen?

In einer Demokratie eigentlich undenkbar: Aufnahmen zeigen, wie der amtierende Präsident am Sonntag Scheine an seine Anhänger verschenkt.

Bei den Wahlen in der Türkei hat es Berichten zufolge Angriffe auf Wahlbeobachter in Istanbul und im Südosten des Landes gegeben. Ali Seker, Abgeordneter der größten Oppositionspartei CHP, sagte im oppositionellen Sender Halk TV , er und Wahlhelfer der Opposition seien von einer Gruppe angegriffen worden, nachdem sie Unregelmäßigkeiten beanstandet hätten. Der Vorfall habe sich in einem Dorf in der südosttürkischen Provinz Sanliurfa ereignet.

Berichten auf Twitter zufolge gibt es bereits einen Aufruhr zwischen AKP-Mitgliedern und anderen Gruppen. Die Arbeit der Wahlbeobachter sei gestört. Polizei und Anwälte sind offenbar vor Ort.

Laut dem Chef des Hohen Wahlrates YSK, Ahmet Yener, gab es bei der Stichwahl zwischen Erdogan und Kilicdaroglu „keine Unregelmäßigkeit“: „Alles lief ohne Zwischenfälle“, sagte er in einer Pressekonferenz. :rofl:

Macht euch selbst ein Bild.

Ein Bild, was mich allerdings erschreckt.

Das Land ist offenbar gespalten.

Wie wird Erdogan nun weiter reagieren und was wird mit den Mitgliedern und Anhängern der Oppositionen passieren?

:face_with_spiral_eyes: uuh wie kann man den Erdogan feriern? Das ist irgendwie total krank…

Wie kann es sein dass der Hauptsächlich von Deutschtürken gewählt und gefeiert wird?

Wie gesagt der eine Deutschtürke der in der Tagesschau vor einer Woche gesagt hat: " Die Wirtschaft ist am Boden, das ist einfach so. Erdogan ist aber trotzdem sehr Fortschrittlich, hat viel gutes gemacht…"

Dieser schallert immer noch durch meine Ohren weil die Ausage so extrem Absurd war. Weil der Typ dem Reporter nicht erklären konnte warum Erdogan soo Fortschrittlich ist und wie das mit dem Wirtschaftlichen Kollaps zusammenpasst…

Die Leute müssen Geld in die Türkei überwesien, damit die Verwandten nicht verhungern und dieser ist Erdogan ist trotzdem besonders fortschrittlich. soso… steile These…

Warum leben denn die begeisterten Anhänger überhaupt in Deutschland, Erdogan ist doch angeblich fortschrittlicher… besser…

Sollen die doch dahin zurückkehren. Die Folge wird sein dass die Deutschtürken dann als Geldüberweiser für ihre Verwandten wegfallen und selber meist nix mehr verdienen.

Tolle Problemlösung… :see_no_evil: echt super…

Vielleicht sind bei den Türken Geldüberwesiungen von Verwandten aus Europa zu selbstverständlich geworten, anders kann ich mir das nicht erklären wie man mit einer total kaputten Wirtschaft so zufrieden sein kann… Das kann nur sein wenn die scheinbar nicht merken dass es an Erdogan liegt.

Nicht nur die Menschen in der Türkei benötigen teilweise finanzielle Hilfe.

Wegen der Wirtschaftskrise in der Türkei braucht Erdogan künftig noch mehr Hilfe von Araber und Russen – und diese werden Gegenleistungen dafür fordern.

  • Mein letzter Link -

Wie werden die Gegenleistungen aussehen?

Tja das ist ja das blöde… Der Erdogan kann halt keine Wirtschaft und muss vom Auslang gestützt werden. Diese Stütze ermöglicht also seine Macht.

Das Bedeutet das Erdogan eigentlich unfähig ist, insofern gar nix kann außer Dikatator zu sein, wenn eignetlich eher ein zielmlich schwacher Diktator.
Der finanziell von außen gepampert werden muss.
Anscheinend merken die Türken das gar nicht…

Das ost doch das rhetorisch völlig überzogene Gedöns, das es heirzulande auch gibt (vgl. Helmut Kohl, 6. März 1983: „wir haben voll Mut die Freiheit gewählt“)

Wenn ich mir den Wechselkurs der türkischen Lira ansehe, so hat er im Grunde nur eine Tüte Gummibärchen verschenkt - etwas, das in unseren Wahlkämpfen ebenfalls Gang und Gäbe ist…

Was tatsächlich viel bedenkenswerter ist (und mich ebenfalls erschreckt), ist der Mangel an Rechtstaatlichkeit - egal, ob es um die Instrumentalisierung der Medien im Wahlkampf oder um die Repressalien gegenüber Oppositionellen geht…

@anonymeNutzer

Die Begeisterung von aussen ist deutlich einfacher und leichter romantisch zu verklären als als direkt betroffener (vgl. den Rückhalt von Helmut Kohl als „Wiedervereinigungskanzler“ bei uns im Westen (die Wiedervereinigung war eine Leistung der Bürger der DDR und nicht von Helmut Kohl, der überdies die Rentenkassen dafür geplündert hat) - trotzdem hat er dadurch eine Wahl gewonnen…)

Kannst Du das bitte umformulieren - es erinnert meines Erachtens viel zu sehr an das verachtende „geh doch rüber, in die Sowjetunion, Kommunist“ der 60er und 70er Jahre bei uns, eine damals unsägliche Diskrimminierung aller, die sich seinerzeit für z.B. alternative Ansätze in der Sozialpolitik bei uns engagiert haben…
Nur, weil man nun mal - wie jeder von uns - mit inneren Konflikten, die auch mal zu von aussen betrachtet vermeintlichen groben Fehleinschätzungen führen, konfrontiert ist, darf das keinesfalls zu derart harter Ausgrenzung aus unserem gesellschaftlichen Kontext führen - sonst müsstest Du jedem, der seine Klamotten kostengünstig aus Indien bezieht, ebenfalls raten, doch bitte in eine indische Näherei zu übersiedeln, weil er sich zu weit vom eutopäische Fair-trade-Gedanken entfern hat… das halte ich schon für sehr grenzwertig…

Der Vergleich mit den Näherinnen ist in diesem Fall unpassend. Diese sind einfach ausgebeutete arme Leute, nähen nicht unbedingt freiwillig, und die Deutschtürken wählen Freiwillig einen Diktator. Und zwar einen den sie gar nicht wirklich kennen.

Wer arm ist kann gar nix anderes als Billige Hosen aus Indien zu kaufen.

Ne ordnentlich Hergestellte Hose ist unbezahlbar. 100 Euro für nur eine blöde normale Hose ist viel zu teuer…

Reichen Leuten kann das aber ziemlich egal sein.

Und zurück zum Thema:

Es ist daher auch sehr grenzwertig das man 2 Pässe haben darf ohne Voraussetzungen!

Die müsste sein:

Minestens 5 Jahre im Herkunfstsland gelebt, in einem Alter über 12 Jahren. Also Aufenthaltsdauer minus 12 Jahre… weil Kinder bis 10 leicht manipulierbar sind.

Zweitens für den Deutschen Pass entwder Einbürgerung bestanden, keine größeren Stafen im Strafregister ujnd mindestens 5 Jahre in Deutschland gelebt. Oder in Deutschland geboren.

Außerdem bist du mir noch die Antwort schuldig warum Türken, die in Deutschland leben die Erdogan sooo Toll finden. Dann muss es hier aber schlecht sein…

Deshalb habe ich das auch gesagt. Es geht hier nicht um Rasismus oder so… sonden wer so ungebildet ist auf den Erdogan reinzufallen und sich gern verarschen lässt darf ihn gerne Ausprobieren… machmal ist ein Schock heilsam…

Zur Info:

Einige feiernde Unterstützer des wiedergewählten türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sind in Dortmund mit der Polizei aneinander geraten. Es habe am Sonntagabend Strafanzeigen, Ordnungswidrigkeiten, Verwarngelder und 82 Platzverweise gegeben, teilte die Polizei am Montag mit.

Ein Teilnehmer eines Autokorsos habe einen Polizisten angegriffen, woraufhin der Beamte seinen Schlagstock eingesetzt habe. Außerdem stellten Einsatzkräfte bei den Feiernden illegale Pyrotechnik sicher.

Mehrere Straßen und Plätze in der Innenstadt seien zeitweise durch Autokorsos und feiernde Menschen blockiert gewesen. Autofahrer seien «unentwegt hupend und mit laut aufheulenden Motoren durch die Innenstadt» gefahren, schrieb die Polizei. Zahlreiche Bürger hätten sich über den Lärm beschwert.

In Mannheim kam es zu Auseinandersetzungen. Polizisten wurden mit Gegenständen beworfen, Teilnehmer der Autokorsos gerieten mit Fußgängern aneinander. Verletzt wurde aber niemand.

https://www.upday.com/de/dortmund-erdogan-anhaenger-geraten-mit-polizei-aneinander?utm_source=upday&utm_medium=referral

Auch in Baden-Württemberg haben Erdogan-Anhänger dessen Wahlsieg mit Autokorsos gefeiert. Dabei blieb es nicht immer friedlich. Es gab Verletzte und Sachbeschädigungen.

Dabei kam es auch zu Zwischenfällen - in Stuttgart sogar zu einer Messerstecherei.

Nach Angaben der Polizei griff eine Gruppe von Menschen ein Auto an, das in einem Korso mitfuhr. Es folgte eine Auseinandersetzung, bei der drei Menschen durch Messerstiche verletzt wurden - einer davon schwebte kurzzeitig in Lebensgefahr. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der versuchten Tötung. Autos, die an den Korsos mitfuhren, wurden teilweise mit Flaschen und Steinen beworfen. Insgesamt nahm die Polizei 13 Strafanzeigen auf.

In Mannheim kam es laut Polizei zu Provokationen und „vereinzelt auch körperlichen Auseinandersetzungen“ mit Passanten. Teilweise seien auch Polizistinnen und Polizisten beworfen worden, der Polizei seien aber keine Verletzten bekannt. Ermittelt wird den Angaben zufolge wegen eines Videos in den sozialen Medien. Es zeige einen Mann, der augenscheinlich mit einer Schusswaffe in einem Cabrio sitze.

Auch aus Böblingen meldete die Polizei spontane Zusammenkünfte und Autokorsos. Auf dem Parkplatz eines Discounters hätten sich mehr als 200 Menschen mit Fahrzeugen versammelt, vereinzelt sei auch Pyrotechnik gezündet worden. Der Verkehr sei stellenweise komplett lahmgelegt worden.

Özdemir kritisiert Autokorsos von Erdogan-Anhängern

Der baden-württembergische Grünen-Politiker und Bundesagrarminister Cem Özdemir kritisierte das Wahlverhalten und die Feiern der Erdogan-Sympathisanten deutlich. In seinem Twitteraccount schrieb er, hiesige Erdogan-Anhänger müssten für die Folgen dieser Wahl nicht einstehen - viele Menschen in der Türkei durch „Armut und Unfreiheit“ aber schon. In einem weiteren Post heißt es, die Autokorsos seien keine Feiern harmloser Anhänger eines etwas autoritären Politikers. „Sie sind eine nicht zu überhörende Absage an unsere pluralistische Demokratie & Zeugnis unseres Scheiterns unter ihnen. Übersehen geht nicht mehr.“

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/erdogan-gewinnt-wahl-in-tuerkei-100.html

Die Spaltung der Türkei scheint sogar auf unseren Straßen angekommen zu sein.

Ich sage dazu lieber nichts, sonst werde ich als rassistisch eingestuft.

@anonymeNutzer
Das mit den indischen Näherinen mag ein etwas unglückliches Beispiel gewesen sein - aber mein Eindruck ist, dass Du meine Intention nicht verstanden hast - das Statement „Hau doch ab, wenn’s Dir hier nicht passt“, oder „…Deine Wahl sich nicht ins hiesige Mainstream lückenlos einfügt“ (Erdogan wurde zumindest mehrheitlich gewählt, wenn auch der mediale Kontext nicht wirklich unserem Demokratieverständnis entspricht), ist im Kern verachtend - so könnte man allen Putinverstehern (Wagenknecht und Anhängerschaft) genauso entgegenhalten, sie sollen gefälligst nach Russland auswandern (vgl. „Geh’ doch rüber in die Sowjetunion, Kommunist“…)
Ein Deutscher, der darüber hinaus die Möglichkeit hat, auch in der Türkei seine Stimme abzugeben, kann nach unserem demokratischen Sinne von diesem Wahlrecht gebrauch machen - egal, wen er wählt! (Gilt auch für Kandidaten an den zugelassenen Rändern der demokratischen Ordnung) - eine entsprechende politische Auseinandersetzung muss auf Basis von Argumenten erfolgen - und „Hau doch ab, wenns Dir hier „offenkundig“ nicht passt“, ist keine inhaltlich fundierte Argumentation!

Die Antwort muss ich Dir schuldig bleiben, da ich zwar die Diskssion mit den Kollegen in meiner Wohnanlage geführt habe/immer noch stetig führe - sie ist aber selbstredend nicht repräsentativ (ich bin immer noch kein Soziologe! :frowning:
Vielleicht hörst Du Dich mal in Deinem direkten Umfeld dazu um, und wir vergleichen das mal miteinander - die meisten Antworten, die ich erhielt, waren ähnlich wie die von denen, die Grün, Rot, Links, CSU, oder gar AFD bei den Wahlen in Deutschland/Bayern wählen - sie waren oft sehr subjektiv unter Ausblendung von unliebsamen und Hervorhebung von persönlich vorteihaft erscheinenden Aspekten - und von eher geringer selbstkritischer Reflektion geprägt - definitiv auch bei Grün-Wählern…

Mal sehen, wie es jetzt in der Türkei weitergeht.

Für die Erdogan-Anhängern habe ich aber absolut kein Verständnis.

In meiner Reha-Kur habe ich vor einigen Jahren einen sehr netten schwäbisch sprechenden älteren Deutschtürken kennengelernt.

Er erzählte mir, dass er damals als Türke natürlich zur Armee eingezogen wurde.
Dort habe er auch gegen Terroristen gekämpft, was er jederzeit wieder machen würde.

Aber Erdogan würde er hassen, weil er alles kaputt macht.

Es sei so, dass man in Deutschland als Türke nichts gegen Erdogan sagen dürfe, denn dann wird man von den eigenen Landsleuten als Verräter betitelt und verraten.

Wenn man dann auch noch Verwandte und Angehörige in der Türkei hat, ist da natürlich Vorsicht angebracht.

@anonymeNutzer

Verstehen kann ich fast alles (auf der soziopsychologischen Ebene) - akzeptieren bzw. für „richtig/unterstützenswert finden“ natürlich nicht!

Das ist einer der großen Inneren Konflikte (rhetorisch hier zu erkennen an einem zunächst „Deutschtürken“, aus dem dann ein paar Sätze weiter ein „Türke“ wird), die wir - in abgeschwächter Form - damals auch mit den Sudetendeutschen der Nachkriegszeit hatten…
Es ist eben nicht so einfach, sich vollends von der eigenen Historie zu verabschieden, und das eigene Handeln sofort auf ein neues kulturelles System umzustellen - es bleiben immer noch die Impulse aus der Vergangenheit, die dazwischenfunken…
Wenn man sich die deutsche Demokratiekultur nach dem 2ten Weltkrieg so ansieht, so scheint das 3 Generationen zu dauern - und selbst dann scheinen alte Impulse (z…B. bei AFD-Wählern) noch vorhanden zu sein (wobei das eine soziologische Aussage ist, die streng genommen jenseits meiner Kompetenz liegt…:wink:
Das sollten wir aber gerade deswegen jedem zugestehen (vgl. Goethe: „zwei Herzen wohnen - ach - in meiner Brust“)…

Aha. gut zu wissen.

Ich bezweife aber das die jungen Deutschtürken das wissen. Die haben oft gar nix damit zu tun.

Zum Glück ist das nicht mein Problem da ich keine Ausländischen Vorfahren habe, wenn dann bin ich jedenfalls ein „reiner Europäer“ soweit man das sagen kann, darf… usw…

Meine Vorfahren kommen aus Süddeutschland (Alpenregion), Westdeutschland; Rheingebiet um Oberwesel am Rein, wie die friedlichsten Menschen Deutschlands leben(hab da heute noch sehr nette verwandte), und keine Pazifisten sind und Frankreich.

Die Westdeutschen Vorfahren waren übriges Weinbauern gewesen… Das Weingut gibt es aber nicht mehr…

Ich will damit nur sagen zum Glück habe ich keinen derart sagern wir mal, schwirigen kulturellen Hintergrund…

@anonymeNutzer

Da habe ich Dir gegenüber einen „Vorteil“ - ich habe alle meine Wurzeln in Norddeutschland (Schwerpunkt Hamburg, wo meine Grossfamilie bis heute beheimatet ist), und wurde mit 2 Jahren von meinen Eltern in ein bayerisches Kuh-Dorf „zwangsdeportiert“ (mein Vater hatte in Ingolstadt einen sehr lukrativen Job bekommen) - ich kenne den „ausländerfeindlichen Alltagsrassismus“ aus der Zeit nur allzu gut, und kann das daher alles sehr gut nachvollziehen - auch wenn sebstredend (schützender?!) Trotz und/oder „Gegen-“(??)gewalt keine Lösung sondern nur eine Ohnmachtsstrategie ist…

Es wird zu Deinem Problem, weil die Auswirkungen des Verhaltens der anderen, davon Betroffenen auf Dich zurück fällt bzw. Dich dann auch mittelbar trifft - und dem dann - ich bleibe dabei - mit „geh doch rüber in die Türkei, hau doch ab, wenn es Dir in der von uns zugewiesenen Rolle nicht passt“ zu begegnen, halte ich nach wie vor für verachtend - ich kenne das nur allzu gut - nicht zuletzt aus eigener - wenn auch: nicht-türkischer - Erfahrung…

Ich weise die Türken keine Rolle zu die mir gut gefallen muss .Es muss nur weh tun wenn man so dämlich ist den Erdogan zu wählen. Denn das ist ziemlich dumm… Der hat rein gar nix mit Demokratie zu tun heuchelt aber er §sorge sich um die Türkei" Er ist ein Diktator.

Vielleicht sollte Ozdemir mehr aufklären. Müsste er ja können. Er kennt diese Kultur und ist Lehrer von Beruf… (jedenfalls war er das vor seiner Zeit als Politiker)

Unser Agraminister Özdemir schämt sich anscheined sehr Türke zu sein. Und hat die junden Deutschtürken scharf kritisiert .Ich denke er weiß genau warum .

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@anonymeNutzer

Tut mir leid, aber ich halte das erstens für einen Widerspruch und 2tens ebenfalls für ziemlich verachtend…

Tja, war das mit Strauß und der Spiegelaffaire nicht genauso (hatte rein gar nichts mit Demokratie zu tun und heuchelte, er sorge sich um Deutschland) - trotzdem haben die Bayern ihn lange mit weit über 50% gewählt…
Was hätte Deiner Meinung nach mit den Strauß Wählenden passieren müssen, damit es weh tut, wenn man so dämlich ist und Strauß/die CSU wählt…
Und es gibt heute noch in Bayern eingefleischte Straußfans - und wie ist das mit Helmut Kohl und seinem Rechtsbruch?
Alles bei uns politisch Handelnde, denen der eigene Vorteil um längen wichtiger war, als Verfassungstreue (ganz analog zu Erdogan) - und alle mit - Deiner Auffassung nach überaus dämlichen - Wählern, bei denen man dafür sorgen müsste, das der Wahlentscheid weh tun muss…

Ja, aber die Türken, die ich kenne, haben mir das gut erklärt.
Sie müssen jetzt nicht mehr runterfliegen, um ihren Familien Aspirin und Krücken zu bringen und die Krankenhäuser haben auch geöffnet.

Sie ärgern sich zu Recht darüber, dass Deutsche alles besser wissen wollen, ohne jemals in der Türkei gewesen zu sein.

Das kenne ich hier aus meinen Dialogen auch so - das ist aber eine persönliche Aussage und streng genommen kein politisches Statement - es verkennt die langfrisutgen Folgenn undmauch die Situation z.B. der kurdischen Minderheit - und man kann nur glauben, dass sie bei diesem für sie „richtigen“ Statement auch dann noch bleiben, wenn eine dort lebende Familienangehörige sich dazu entschließt einen „regierungsfernen Journalismus“ zu betreiben…
Denn ganz offensichtlich ist Aspirin wichtiger als Rechtsstaat…

Es gibt wohl auch jede Menge Kurden, die ihn gewählt haben.

Das sind harte und unfaire Aussagen.

@Binnen_un_Buten

Hart - auf jeden Fall - unempathisch - ich muss zugeben definitiv auch - ergo: mein Fehler, dass ich das hier wieder nur als die Ratio mal wieder über die Emotoin darstelle :frowning:
Unfair - naja, jedes Verhalten, jede Entscheidung zieht eine Fülle von Folgen nach sich - einige erkennt man leider nicht (oder zu spät), andere erkennt man, und über- oder unterschätzt man - aber trotzdem sollte man für die Folgen des eigenen Handelns doch einstehen… auch für jene, die man nicht erkannt oder falsch eingeschätzt hat, weil sie eben das Resultat des eigenen Handelns sind…
Das ist aus meiner Sicht nur dann übermäßig hart - und vielleicht auch unfair ob des unerkannten -, so lange damit eine „unerbittlich strafende Konsequenz“ einher geht - davon bin ich aber definitiv ausdrücklich kein Freund!!! - solche „Fehler“ passieren nun einmal, und - so lange es Fehler sind, sollte man als Umfeld eher mit Empathie denn mit Strafe reagieren - schwierig wird es nur dann, wenn es keine Fehler mehr sind, sondern Kalkül - das unterstelle ich natürlich ausdrücklich keinem meiner türkischstämmigen Nachbarn, mit denen ich das diskutiert habe!!!

In der Türkei fanden heute die Kommunalwahlen statt.

Erdogans Macht bröckelt: Opposition holt in großen Städten auf

Bei den Kommunalwahlen in der Türkei zeichnet sich landesweit ein starker Stimmverlust der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan ab. Die Opposition kann zudem darauf hoffen, die Kontrolle über die wichtigsten Städte des Landes zu behalten, darunter auch die Millionenmetropole Istanbul und die Hauptstadt Ankara.

Nach Auszählung von rund einem Drittel der Stimmen lag die größte Oppositionspartei CHP am Sonntag landesweit mit rund 39 Prozent knapp vor der AKP (rund 37 Prozent), wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf inoffizielle vorläufige Zahlen berichtete.

https://www.upday.com/de/erdogans-macht-broeckelt-opposition-holt-in-grossen-staedten-auf?utm_source=upday&utm_medium=referral

Auf das Endergebnis bin ich gespannt.

sehr schön

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