Damit war eigentlich leider zu rechnen, sogar die USA hatte vor einer größeren Eskalation gewarnt und die Gewaltspirale wird weiter gehen, weil die israelische Regierung Vergeltung angemeldet haben, der Iran allerdings auch.
Die USA steht natürlich nach wie vor als Bündnispartner auf der Seite Israels, obwohl sie mehrfach das Verhalten der israelischen Regierung kritisiert hat.
Die Frage ist, wie weit die USA mitgehen?
Im April fiel die Reaktion verhalten aus. Mehrere Tage nach dem Angriff bombardierten die israelischen Streitkräfte vereinzelte Militärstützpunkte im Iran. Es soll maßgeblich der Einfluss der US-Regierung gewesen sein, der Israel zur Zurückhaltung bewog. Man werde bei einem Vergeltungsschlag nicht mitmachen, soll Präsident Joe Biden damals Israels Premier Benjamin Netanjahu gesagt haben.
Und nun:
Diesmal könnte der Gegenschlag wesentlich heftiger ausfallen.
„Dieser Angriff wird Konsequenzen haben, schwerwiegende Konsequenzen“, sagte der Nationale Sicherheitsberater von Präsident Joe Biden, Jake Sullivan. „Und wir werden dafür mit Israel zusammenarbeiten.“
Die USA sollte meiner Meinung nach die Reaktionen auf den iranischen Angriff gut abwägen.
Durch gewisse Reaktionen werden sie in den Krieg hineingezogen und dies könnte weltweite Konsequenzen haben, u.a. mit dem Blick auf die NATO-Länder (auch Deutschland).
Ich denke, dies wollten Biden und auch unsere Außenministerin vermeiden und haben deshalb auch schon seit Monaten für eine Waffenruhe plädiert.
So langsam beginne ich tatsächlich, mir noch größere Sorgen zu machen.
Das schon, aber dann kommt evtl. Russland auch noch ins „Spiel“.
Zum Thema gewünschte Waffenruhe:
Israel lässt den Generalsekretär der Vereinten Nationen nicht mehr ins Land einreisen. Das verkündete der israelische Außenminister Israel Katz auf der Plattform X (früher Twitter. Er habe António Guterres «zur persona non grata erklärt», schrieb Katz. Er kritisierte Guterres’ Erklärung auf X nach dem iranischen Raketenangriff auf Israel am Dienstagabend.
Warum und was hat Guterres gesagt?
Guterres schrieb auf X nach dem iranischen Angriff: «Ich verurteile die Ausweitung des Nahostkonflikts mit einer Eskalation nach der anderen. Das muss aufhören. Wir brauchen unbedingt einen Waffenstillstand.»
Ich gehe davon aus, damit meinte er die Eskalation auf allen Seiten.
Das heißt noch lange nicht, dass er den Angriff Irans nicht verurteilt.
Steckenpferd war meiner Meinung nach nur das Wort „Waffenstillstand“ und dies will die israelische Regierung nicht und schon gar nicht eine Zwei-Staaten-Lösung, was sie ja bereits erklärt hat.
Nach dem Urteil des Internationalen Gerichtshofs und der Aufforderung, die Besetzung der palästinensischen Gebiete „so schnell wie möglich“ zu beenden und vollständige Wiedergutmachung für seine „völkerrechtswidrigen Handlungen“ zu leisten, erklärte das Büro des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu dagegen in einer Stellungnahme:
„Das jüdische Volk ist kein Besatzer in seinem eigenen Land - weder in unserer ewigen Hauptstadt Jerusalem noch in unserem angestammten Erbe Judäa und Samaria [dem besetzten Westjordanland].“ Keine „Lügenentscheidung“ in Den Haag werde „diese historische Wahrheit verfälschen, und ebenso wenig kann die Rechtmäßigkeit der israelischen Siedlungen in allen Teilen unseres Heimatlandes bestritten werden“.
Der wahre Hintergrund des Nah-Ost-Konflikts, der meiner Meinung nach eigentlich bereits 1948 begann, mit der Besetzung im Jahre 1967 und der anschließenden völkerrechtswidrigen Siedlungspolitik verstärkt wurde, rückt immer weiter in den Hintergrund und eine Zwei-Staaten-Lösung wird immer schwieriger.
Ist eine Verlängerung des Krieges mit der Begründung mit Vergeltungsmaßnahmen wirklich sinnvoll oder welchem Zweck soll er dienen?
Laut Berichten wurde in Israel ein Einkaufszentrum und eine Schule getroffen.
Während der Schaden am Einkaufszentrum noch gering ist ist es bei der Schule anders dort wird erstemal bis auf weiteres kein Unterricht wieder stattfinden können.
Israel verfolgt im Prinzip die in den 80ern übliche Nato-Taktik der Vorne-Verteidigung… nur mit anderen Mitteln.
Erklärtes Staatsziel des Iran ist, den jüdischen Staat zu zerstören.
Warum?
Weil sie seit 1949 mit einem 3000 Jahre alten Buch als Rechtfertigung die Moslems aus Palästina vertreiben?
Wäre jetzt zu platt ausgedrückt…
Was viele vergessen, dass die Evangelkanen in den USA, also die Ultra-Christen, die jüdischen Extremisten mit sehr viel Geld unterstützen, Palästinenser zu enteignen und vertreiben. Sie begründen das damit, dass der israelische Staat in einem Armageddon hinweggefegt werden wird und dann der Messias auf die Erde zurückkehrt. deshalb unterstützen sie mit Geld die zionistischen Ultras. An Frieden sind die nicht interessiert.
Iran hingegen unterstützt mit Geld und Waffen, finanziert durch Öl, die Hisbollah, die Hamas und die Huthi… es ist billiger, als die eigenen Leute zu verheizen… Auch intervenieren sie gezielt gegen das saudische Königshaus, da diese ja nicht den rechten Glauben haben. Da auch die Saudis vor Geld stinken, können sie sich Söldner, Waffen und Nachrichtentechnik ohne Ende kaufen. Also auch da ist keiner an Frieden interessiert.
Die arabischen Nachbarstaaten wollen auch keine Palästinenser aufnehmen, da sie befürchten müssen, wie im Libanon, was mal die Schweiz des nahen Ostens war, durch Extremisten unterwandert zu werden.
Würde das Mullah-Regime stürzen, wäre dies eine vorübergehende Entlastung für Israel, bis ein neuer Player die Lücke füllt. Also eine Art IS im Iran zum Beispiel.
Ich befürchte, dass Israel nur auf die Gelegenheit wartet, die komplette Führungsriege der Mullahs auf einmal auszuschalten. Beispiel durch Bombardierung des Revolutionsrates während einer Sitzung.
Das wäre dann die Gelegenheit für einen iranischen Frühling… wenn da nicht die Korruption wäre. Die wird wieder alle Verbesserungen auffressen. Wie im Libanon, wie in Gaza oder im Westjordanland.
Die Bevölkerung wird nach wie vor am Hungertuch nagen, während die ganzen Wiederaufbauhilfen nach einem möglichen Waffenstillstand wieder in die Taschen anderer fließen.
So war es und so wird es immer sein. Extremisten unter den Religionen werden nicht an den Verhandlungstisch zu bekommen sein
Mir wird der Verdacht immer größer, dass sich die Partei, nicht mehr um den Weltfrieden bemüht, sondern um den Weltkrieg (Zuspitzung).
Beides ist doch auseinander zu halten. Zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, also die Russlandunterstützung des Iran und den Gegenschlag für Israel zu unterstützen, scheint mir zwar nachvollziehbar, ist aber nicht der richtige Weg. Vielmehr sollte die Nähe Russlands, die es auch zu Israel gibt, vermittelnd gegen den Iran benutzt werden. Ergebnisse daraus können dann auch positiv auf Bemühungen übertragen werden, einen Weg für die Ukraine aus dem Krieg mit Russland zu finden.
Übrigens unterstützt der Kreml den Iran nach einem Bericht hinsichtlich dieser Raketen auf Israel nicht.
Maßgebend wichtig wäre eine Umkehr des Westens, einschließlich der USA im Nahen Osten und Mittleren Osten. Mehr als nur gegen eine Eskalation zu appellieren wird nötig sein. In den Vordergrund muss eine andere Politik für den gesamten Nahen Osten. In dieser Region war man vor etwa 30 Jahren schon mal einen Schritt weiter gewesen.
Aus meiner Sicht kommt man an der Lösung eines Doppelstaates, Israel & Palästina, nicht vorbei. Die Umsetzung klingt schwierig, auch wegen der Frage der dann Rückkehrwünsche von Millionen geflohener Palästinenser. Alle auf einmal aufnehmen wird nicht gehen - aber eine Zwei-Staaten-Lösung, wie soll die dann aussehen? Zudem ist das israelische Regime unter Netanjahu für Lösungen kaum zu gebrauchen. Jedoch man sollte den Weg trotzdem, im wahrsten Sinne des Wortes, trotzdem, aus dem gesamten Westen gehen. Damit hilft man Israel.
Aus einem dicken Polyglott-Reiseführer (Auflage 2000):
Die israelischen Palästinenser
1948 blieben ca. 200.000 Araber in jenem britischen Mandatsgebiet Palästina, auf dem der Staat Israel ausgerufen wurde, nach drei Generationen zählen sie heute (Jahr 2000) rund eine Million.
Warum sollte man die alle in einen zweiten Staat Palästina zusammen pferchen? Daran dieses vorzuhaben, scheitert die Friedenslösung auch. Vielmehr sollte man im Westen die nicht fruchtbare Politik der Guten gegen die Bösen überdenken.
Unter George W. Bush wurden aus den Anschlägen auf das WTC die falschen Schlüsse gezogen, ein Ergebnis davon sieht man jetzt in Israel (natürlich nicht total übertragbar) und sieht man in Syrien, im Irak und in Afghanistan.
Mit der Ansicht, das Glas immer halb leer, kommst Du, kommen wir auch nicht weiter. Alleine, dass Russland sich von den Raketen des Irans distanziert, sollte diplomatisch genutzt werden. Aber Annalena Baerbock rennt ja immer noch der Idee hinterher, Russland in der Welt isolieren zu wollen. Das war vielleicht für die ersten zwei, drei Wochen nach dem Überfall am 24.02.2022 noch eine Idee, die begründet war in der schnellen Hilfe für die Ukraine, aber längst wäre ein anderer Kurs an der Stelle notwendig. Anlass würden die Angriffe des Irans geben. Die BRD kommt auch ihrer Staatsraison gegenüber Israel nicht nach, wenn sich andererseits nicht versucht Russland wieder in die internationalen Verflechtungen, auch im Sinne der Ukraine und im Sinne Israels einzubinden.
Die Außenministerin tut auf dem Terrain gar nichts. Mit dem aggressiven Verhalten der Grünen seit dem Beginn des Krieges Russlands haben diese der eigenen Regierungskoalition einen Bärendienst erwiesen. Die Ansicht von vielen Grünen und Frau Baerbock, dass man notfalls Kriege für den Weltfrieden führen muss (respektive die Ukraine - aber auch waren Meinungen ab Februar 2022 gekommen, notfalls die BRD), haben das Klima in der BRD vergiftet, anstatt zu helfen. Die Partei Bündnis 90/ Die Grünen handelt an der Stelle nicht besser als die AFD und hofiert einen Höcke unbewusst, anstatt die AFD mit einer sinnvollen Politik innerhalb der Ampel zu bekämpfen.
An der Stelle lege ich noch nach mit einem Bericht zur Gefahr eines Atomkrieges, es ist eine Farce, dass die Grünen die bestehende Problematik, die einst zu ihren Kernthemen zählte, nicht aufnehmen.
Hier miein Quelltext, wahrscheinlich macht es an der Stelle keinen Unterschied, ob in der früheren DDR oder in Westdeutschland in den Zeiten des Kalten Krieges aufgewachsen, um sich mit dem Thema auszukennen. Aber die Welt scheint sorgloser - ich würde sagen naiv geworden, was das Thema betrifft.
Was die Gefahr besonders groß macht, dass Russland durch einen unwahrscheinlich starken Nationalismus bestärkt in einen Revanchismus gegen den Westen strebt und schon daher in der Ukraine nicht nachgeben wird, wenn man nicht klüger als Russland mit der Angelegenheit beharrlich umgeht.
In dem Zusammenhang, weil es zwar mit dem Iran auch in Verbindung steht, aber doch eher zum anderen Thread gehört, noch mal der Hinweis, dass wir die Ansätze Macrons, der kluge Worte gefunden hatte, unterstützen sollten, und der Querverweis zum anderen Thread:
Mmh. ich würde die Politiker auf Grund ihres Alters nicht unterschätzen. Meine Quelle gab ja Ähnliches her:
Vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts um die Ukraine wächst die internationale Besorgnis über Atomwaffen. In einem Interview mit der liberalen russischen Zeitung Nesawissimaja Gaseta warnte nun der Vorsitzende des Zentrums für internationale Sicherheit am Moskauer Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen, Alexej Arbatow, vor einer Eskalationsspirale. Bemerkenswert: Arbatow teilt gegen die westlichen militärischen Akteure und Russland gleichermaßen aus.
Mögliche Veränderungen und die Gefahr eines Atomkrieges
Die Möglichkeit, dass die Liste der Fälle, in denen Atomwaffen eingesetzt werden können, erweitert wird, zum Beispiel als Reaktion auf Angriffe auf lebenswichtige wirtschaftliche oder militärische Einrichtungen, könnte die Schwelle für den Einsatz von Atomwaffen senken…
.. Arbatow warnt jedoch vor zwei gefährlichen Missverständnissen: Im Westen glaube man, dass Russland keine Atomwaffen einsetzen würde, während in Russland selbst der Glaube vorherrsche, dass ein begrenzter Atomwaffeneinsatz keinen großen Krieg auslösen würde.
Beide Annahmen könnten verheerende Folgen haben und zu einer unkontrollierbaren nuklearen Eskalation führen.
Andererseits hatte ich vor über einem Monat bei einem Besuch in einem Hostel einen unglaublich positiven jungen Russen, etwa 19 Jahre alt, erlebt, der in Deutschland nun Politik studiert, nachdem der für die Uni in Berlin während wir uns dort austauschten die Zulassung bekam (in Russland geht die Schule nur bis zur 11. Klasse, daher war er noch relativ jung). Er war der Meinung: Putin wäre in der Frage eines Einsatzes von Atomwaffen rational.
Interessant war, dass er forderte, dass soviel wie möglich Waffen an die Ukrainer schnell geliefert werden sollen. Es würden dann weniger russische Soldaten sterben, bzw. russische Mütter ihre Kinder an der Front verlieren, als wenn der Krieg ganz lange gehen würde. In der Hinsicht, dass mein bereits langer Vorschlag umgesetzt würde, dass Politiker wie Tusk, Macron, Starmer und Scholz nach Sankt Petersburg kommen, befürwortete er dieses aber. Es wäre ein Zeichen an die Menschen in Russland, die nicht mehr ohne erhebliche Repressionen des russischen Staates befürchten zu müssen, auf die Straße gehen können, um zu protestieren.
Ich denke, um auf die Worte Macrons zurückzukommen:
„Wir müssen einfallsreich genug sein, um über den Frieden von morgen nachzudenken, einen Frieden in Europa in einer neuen Form“, sagte Macron. Man müsse „die Aussöhnung mit dem Balkan und die Realität eines Europas in seiner geografischen Form berücksichtigen, das weder ganz die Europäische Union noch ganz die Nato ist“, fügte er hinzu.
Meine Idee, konsultierender Verhandlungen in Sankt Petersburg, in engster Absprache mit der Ukraine, würde sich mit dem decken was der französische Präsident sagte.
Meine Meinung: Europa und der Westen, zusammen mit den USA, waren immer stark, wenn es die Institutionen wie Nato und die EU, damals erst EWG und dann für eine Zeitlang EG, hinter sich wussten, durch diese Institutionen in sich gestärkt waren. Europa und der Westen hatten in diesen Zeiten nicht durch diese Institutionen kommuniziert, wie das jetzt geschieht. Die Nato ist in erster Linie eine Militärbündnis - ein Bündnis mehrerer Staaten und genauso wie die EU waren diese Gebilde gegen die Ausreitung des Kommunismus zuerst und dann die EWG, EG, EU auch über die Europäische Integrationsidee definiert worden. In der Politik können sich Staaten zusammen finden, auch z.B. bei Anlässen der Treffen von Nato und EU, sie können auch zu gemeinsamen politischen Auffassungen kommen, aber permanent die Institutionen zu bemühen, Stellungnahmen nach außen zu fertigen, und da durch z.B. nach Russland hin zu kommunizieren, finde ich falsch.
An diesem Punkt glaube ich jedoch, dass Macrons Gedanken nicht so weit gingen. Ich finde jedoch, man könnte meine Überlegungen an dieser Stelle von Macrons Worten ableiten, und dieses könnte zu besonnenen Friedensplänen mit der Ukraine führen.
Ist an der Stelle aber off-topic, wenn man es nur auf den Russland-Ukraine-Krieg überträgt, es ginge auch um den Krieg im Nahen und Mittleren Osten.
Hier schau dir den Mist an den Lafontaine da erzählt er war mal mein Politiker Nummer eins heute ist er nur noch ein Schatten seiner selbst
Die Frage ist für mich eher so, dass Deine Gedanken leichtgläubiger sind als die von Lafontaine. Was sagt Dir, dass Lafontaine Mist redet? An der Stelle die Aussage des jungen Russen, vor etwas mehr als einem Monat zum Vergleich Hitler-Putin, der in diesem Forum eine Zeitlang sehr stark vorgenommen wurde, so dass es schon den Begriff „Puttler“ gab:
Er meine Putin denkt rational. Allerdings begrenzte Atomschläge, wie in der Quelle benannt, schließt das nicht aus - und der Westen würde erneut, wie schon im Februar 2022 - aus allen Wolken fallen - China wieder nur an Deeskalation appellieren).
Über Hitler, sagte dieser junge Student aus Russland überzeugt, der wäre im Gegensatz zu Putin ein Fanatiker gewesen. Wenn jemand rational denkt, sind Gespräche wohl eher durchführbar, als wenn jemand Fanatiker ist, aber vor Atomschlägen schützt man sich nur, wenn man miteinander redet, so wie das nach der Kuba-Krise dann unternommen worden war. Gegenseitige Aufrüstung und Abschreckung ist ein Vabanquespiel.
Ich wollte ganz am Schluss beschreiben, was ich damit meine: Nach den ersten Erfolgen, die es in der Umstrukturierung der Energieimporte gab, gab es erste Schwierigkeiten der Partei in der Kommunikation innenpolitischer Themen. Für vieles wurde Russland als Problem genannt. Es gab ein Bild der ad hoc Bewältigung aller Probleme, ausgelöst von den wirklich schnell zu lösenden Problemen um Russland, und die richtigen Sanktionen gegen Russland, die sich von den Lösungen der Gasimporte bis über das Heizungsgesetz, nun sogar in den internen Streit der Grünen über die Verschärfungen in der Asylpolitik vollzogen hatten. Ich hätte mir etwas mehr Besonnenheit und die Trennung der Themen gewünscht.
Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz schlägt eine Kontaktgruppe aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Polen vor, um Vorschläge zur europäischen Nachkriegsordnung nach dem Ukraine-Konflikt zu erarbeiten.
Merz äußerte sich zwar, nach dem was ich aus dem Bericht erlesen konnte, nicht zu konkreten Verhandlungen in Sankt Petersburg, die aus meiner Sicht in engster Absprache mit der Ukraine vorbereitend für weitere Verhandlungen unter der Teilnahme der Ukraine geführt werden müssen. Aber auch auf meinem Vorschlag hin, müsste vorher genau die Kontaktgruppe begründet werden von dem der CDU-Parteichef spricht.
Ich möchte mich nicht besonders hervorheben. Aber diese Kontaktgruppe schlage ich schon seit etwa Dezember 2022 vor.
Lassen wir es mal als eine einfache Warnung an die russische Bevölkerung innerhalb von Israel stehen dennoch gibt es Spekulationen das Russland selbst in diesen Krieg mit eingreifen könnte.
Auch gibt es Befürchtungen dass im Falle eines Angriffs auf die Öl Infrastruktur des Iran dieser die Straße von Hormuz schließen könnte.
Damit könnten Öltransporte aus der Region (Irak, Kuwait und dem Iran selbst) auf dem See weg ausbleiben, was auch für uns wieder bedeuten könnte dass die Öl- und Benzinpreise nach oben gehen.
Profiteur wäre hier natürlich Russland.
Es wird viel vom drohenden Krieg zwischen Israel und dem Iran geredet - von der der Zerstörung von Ölterminals, Ölproduktions- und Atomanlagen. Ich frage mich wie zwei Staaten miteinander Krieg führen können, die keine gemeinsame Grenze haben und über 1000 km weit voneinander entfernt liegen. Mit hochfliegenden Raketen sind diese Distanzen überwindbar. Das haben wir kürzlich gesehen. Eine Krieg läßt sich mit Raketen aber nicht führen. Und für vollbeladene Kampfflugzeuge sind 1000 km schon eine große Distanz. Will man die wichtigsten Atomanlagen des Iran erreichen, müssen ca 1500 km Flugstrecke (1 Weg !) überwunden werden, wenn man den kürzesten Weg nimmt. Man braucht also auch Flugzeuge zu Wiederbetankung und ein Umfeld, in dem man diese Operation sicher durchführen kann. Und wichtiger: die Länder, die zwischen den „kriegführenden“ Staaten liegen (Jordanien, Syrien, Irak, Saudi Arabien, Türkei), müssen den Überflug und ggf Wiederbetankung von Jets über ihrem Terreorium dulden.
Zudem… auch mit Flugzeugen allein kann auch kein umfäglicher Krieg geführt werden.
Ausserdem frage ich mich, was es eigentlich bedeutet, wenn Atomanlagen bombardiert werden. Wenn sich in den Anlagen bereits radioaktives Material befindet (wovon auszugehen ist,), ist bei einer Bombadierung doch wohl eine mehr oder minder großräumige Verseuchung der Umgebung mit radioaktivem Material zu rechnen - Material, dass vielleicht sogar als Staub in die Atmosphäre gelangt und so weite Stecken überwindet.
Meine Schluß: Iran kann gar keinen Krieg gegen Israel führen. Das land ist technisch dazu nicht in der Lage. Und Israel kann gegen Israel nur dann Krieg führen wenn (a) es klammheimlich von den arbabischen Staaten unterstützt wird und (b) sich USA sich mehr oder minder direkt an dem Konflikt beteiligen Letzteres ist trachtet Netanjahu offenbar zu erreichen
Interessantes Interview mit dem deutschen Botschafter Seibert in Israel, der den 7. Oktober 2023 in Israel miterlebt hat:
„Nur militärisch ist Frieden nicht herzustellen“
Auf die vielen toten Zivilisten im Gazastreifen angesprochen, sagte Seibert, das sei „ein unerträglicher Zustand.“ Es müsse immer klar sein, „dass ein Leben eines palästinensischen Kindes genauso viel wert ist wie das Leben eines israelischen Kindes“. Der Gaza-Krieg, „der so dahingeht“, wie Seibert weiter sagte, „der muss enden, und ganz besonders muss er enden, weil die Geiseln freikommen müssen.“
Es sei „ein riesiger Skandal“, dass es überhaupt keine Versuche mehr zu geben scheine, „die über 100 Menschen in die Freiheit zu holen“.
Zur Möglichkeit einer Zweistaatenlösung sagte Seibert: „Heute scheint sie weit entfernt und trotzdem kann man sich keinen anderen Weg zu einem Frieden vorstellen.“ Die Position Deutschlands sei dahin gehend sehr klar. "Wir stehen an der Seite Israels und darin besteht überhaupt kein Widerspruch dazu, dass wir genauso kraftvoll fordern, dass die Palästinenser in Würde und Souveränität in ihrem eigenen Staat leben müssen."
In sehr hörenswertes Interview. Seibert bringt es auf den Punkt !
Im Augenblick befinden sich die Akteure noch auf dem Eskalationspfad. Es regiert die fruchtlose Blindheit des Zorns, und die Gedanken kreisen um „Auge um Auge und Zahn um Zahn“.
Das Nachdenken über Wege aus der Krise - aus der Spirale des Hasses - hat noch nicht begonnen.
Wichtig ist, dass sich nicht anderer Staaten - zuvorderst die USA - von den Akteuren instrumentalisieren und in die Auseinandersetzung hineinziehen lassen.
Den Ausweg aus der Krise sehe ich vor allem auch darin, dass die israelische Regierung endlich der Zwei-Staaten-Lösung zustimmen würde.
Dabei muss natürlich das Existenzrecht Israels gesichert sein.
Wie bereits von mir erwähnt, begann der Nahost-Konflikt bereits ein Tag nach der Gründung Israels, die arabischen Staaten hatten keinerlei Vetorecht und die Palästinenser bis heute nicht.
Aus der Sicht der arabischen Welt:
Mal ehrlich, welches „besetzte“ Land wird sich eine jahrzehntelange Besetzung mit unrechtmäßigen Annektionen, Enteignungen etc., auf Dauer gefallen lassen?
Außerdem verstößt dies offensichtlich gegen das Völkerrecht.
Das Westjordanland wird ja bereits als eigenes Land angesehen.
„Man reiche mir den kleinen Finger und ich nehme die ganze Hand.“
Und die westliche Welt hat offensichtlich auch nur zugeschaut und die arabische Welt wurde dadurch noch mehr verärgert.
Abgesehen davon, dass der Angriff der HAMAS tatsächlich sehr grausam und furchtbar war, hat sich eigentlich mal jemand darüber Gedanken gemacht, warum eigentlich Geiseln genommen wurden?
Sinn und Zweck einer Geiselnahme ist in der Regel eigentlich eine gewisse Forderung mit einem gewissen Druck durchzusetzen.
Ich denke, die Forderungen gingen bestimmt nicht in die Richtung, sich selbst zu vernichten.
Teilweise habe ich das Gefühl, die tatsächlichen Forderungen sind nie richtig bei uns angekommen.
Mit dem anschließenden grausamen Selbstverteidigungskrieg seitens der israelischen Regierung haben vielleicht sogar die HAMAS und die restliche arabische Welt, auch aufgrund der Geiseln, in dem Maßen selbst nicht gerechnet und die Wut gegen Israel wächst inzwischen ins unermässliche.
Die Zivilbevölkerung in Schulen, Kitas und Krankenhäusern als Schutzschilde zu nutzen galt natürlich auch zum eigenen Schutz und die Reaktionen seitens Israel wurden unterschätzt.
Inzwischen „meutert“ teilweise sogar die israelische Bevölkerung.
Antisemitismus in Deutschland, egal von wem, geht natürlich nicht, zumal die hier lebende jüdische Bevölkerung für das Dilemma in Israel nicht verantwortlich ist.
Aber wie man bereits sieht, sorgt der Nahostkrieg inzwischen für weltweite Probleme, nicht nur in Deutschland.
Die Wut der arabischen Welt, bedingt auch durch die vielen Toten der Zivilbevölkerung und der Vertreibungen, jetzt auch noch im Libanon, wächst stetig.
Inzwischen ist jetzt tatsächlich auch noch der Iran auf dem Schirm.
Sorry, Selbstverteidigung hin oder her, ich denke, so langsam sollte die israelische Regierung, vor allem zum Schutz der eigenen Bevölkerung, endlich kleinere Brötchen backen.
Zumal diese auch inzwischen für einige Gewissenskonflikte in der westlichen Welt sorgt und diese teilweise sogar spaltet.
Die israelische Regierung sollte aufpassen, dass dieser Krieg nicht zu einem tatsächlichen beabsichtigten Vernichtungskrieg ausartet.
Bevor jetzt hier irgendjemand loswettert, Kritik am Verhalten der israelischen Regierung ist kein Antisemitismus.