Finanzierung in Zeiten des Klimawandels für unsere Kinder

Ich habe mir mal Gedanken dazu gemacht, wie in erschwerten Haushaltslagen private Anleger zur Finanzierung des Staates im Sinne von Generationengerechtigkeit mit synergetischen Zielen beitragen können - ohne, dass es gleich wieder zur direkten Umverteilung kommen muss.

Dabei würden Werte in unserem Land geschaffen, von denen die neuen Generationen und auch die Anleger profitieren würden. Vielerlei harte Reformeinschnitte, die in mittelfristiger Zeit zur Abwägung stehen, könnten so vermieden werden.

Die Politik muss nur kommunikativ sei. Didi Hallervorden oder Oma Ilse, die z.B. ihre guten Ersparnisse für Enkel Maximilian anlegen wollen, könnten aber mit Sovereign Green Bonds, Fondsmix Staat + Unternehmen und und Social Impact / Outcome Bonds wenig anfangen - mit einem Klima - und Kindergrundsicherung-Fonds schon. :wink:

Vergleich: Finanzierungsmodelle für Klima und Kindergrundsicherung

Attribut Sovereign Green Bonds (Bundeswertpapiere) Fondsmix Staat + Unternehmen (Blended Finance) Social Impact / Outcome Bonds
Zweckbindung Ja (projekte/Haushaltsausgaben zuordenbar). Ja möglich; Mittelverwendung vertraglich festlegbar. Ja , Auszahlung an Ergebnismessung gekoppelt.
Investorentyp Institutionelle und Privatanleger; hohe Nachfrage. Private Investoren, MDBs, Versicherer, Impact-Investoren. Impact-Investoren, Stiftungen, private Kapitalgeber.
Skalierbarkeit Sehr hoch (staatliche Bonität, Marktliquidität). Hoch, abhängig auf Projektpipeline und Risikoaufschlag. Mittel; projektbezogen, schwer zu skalieren automatisch.
Transparenz / Reporting Hoch; Allokations- und Wirkungsberichte möglich. Erfordert strikte Governance; Reporting nötig. Sehr hoch; Erfolgskriterien und Evaluation zentral.
Kosten für Staat Marktzinssatz; ggf. Greenium (kleiner Renditeabschlag). Kann günstiger durch Kreditverbesserung; komplexe Strukturkosten. Staat zahlt nur bei Erfolg; aber Transaktions- und Evaluationskosten.
Politische Umsetzbarkeit Hoch; bereits etabliert in Deutschland. Moderat; erfordert rechtliche und haushaltsseitige Anpassungen. Moderat bis niedrig; Pilotprojekte sinnvoll.

Kurzbefund und Antwort auf die Frage

Ja — Bundeswertpapiere, ergänzt durch gezielt strukturierte Fonds und Impact‑/Social‑Finanzierungsinstrumente, können ein praktikables Leitmodell sein, um in Zeiten angespannter Haushalte zusätzliche private Mittel für Klima‑ und Kindergrundsicherungs‑Zwecke zu mobilisieren. Die Kombination nutzt die Bonität des Staates als Anker, schafft zweckgebundene Transparenz und kann private Investoren durch Risikoaufteilung und Ergebnisorientierung anziehen. Die konkrete Wirksamkeit hängt aber von Design, Governance, Messbarkeit der Wirkungen und rechtlicher/haushaltstechnischer Einbettung ab.

Warum dieses Kombinationsmodell sinnvoll ist — ökonomische und politische Gründe

  • Marktwirkung und Benchmarkfunktion: Staats‑Green‑Bonds schaffen eine „grüne Renditekurve“, die private Emittenten und Fonds anzieht und die Marktstandards hebt. Das erhöht Liquidität und senkt Spreads für private grüne Emittenten.
  • Mobilisierung privater Mittel: Blended‑Finance‑Strukturen (z. B. Kreditverbesserung, Garantien, First‑loss‑Tranche) können Risiko‑Rendite‑Profile so anpassen, dass private Investoren in Projekte investieren, die sonst nicht finanzierbar wären.
  • Ergebnisorientierung für soziale Ziele: Social Impact Bonds oder Outcome‑Contracts binden Zahlungen an messbare Verbesserungen (z. B. Kinderarmutsindikatoren), wodurch Effizienz und Innovation gefördert werden können.

Bemerkung: Die Idee stammt zwar von mir. Die Übersichten sind jedoch mit Hilfe von KI geschaffen.

Ich habe die KI mal gefragt, was sie von der direkten Herausgabe einzelner Bundeswertbriefe zur Klima- und Kindergrundsicherung hält. Ich glaube, dass dies eine direktere Kommunikation an die bundesdeutsche Gesellschaft wäre, als über Fonds:

Kurzantwort

Ja — die direkte Ausgabe zweckgebundener Bundeswertpapiere über Sparkassen und Volksbanken kann politisch und finanziell wirksam sein. Sie sendet eine klare Botschaft, mobilisiert private Ersparnisse direkt für Klima‑ und Sozialzwecke und ergänzt bestehende Fonds‑ und Blended‑Finance‑Ansätze. Entscheidend sind Volumen, Konditionen, Vertriebskonzept und striktes Reporting.

1. Warum direkte Retail‑Bundeswertpapiere politisch attraktiv sind

  • Klare Botschaft: Ein „Bundes‑Klima‑Sparbrief“ oder „Kindergrundsicherungs‑Sparbrief“ ist leicht kommunizierbar und verbindet Staatsgarantie mit Zweckbindung — das wirkt politisch stark.
  • Bürgernähe: Vertrieb über Sparkassen/Volksbanken nutzt bestehende Vertrauenskanäle und erreicht auch konservative Sparer, die Fonds meiden.
  • Transparenz: Staatliche Zweckbindung plus regelmäßige Allokations‑ und Impact‑Reports schaffen Vertrauen (Vorbild: Green Federal Securities mit Allocation/Impact‑Reporting).

2. Finanzielle Machbarkeit und Größenordnung — grobe Abschätzung

  • Verfügbare Sparmasse: Deutsche Privathaushalte halten mehrere Billionen Euro an Bankeinlagen; allein die Einlagen der Haushalte lagen zuletzt im Bereich von mehreren Billionen Euro. Selbst ein kleiner Umlenkungsanteil kann große Volumina mobilisieren.
  • Realistische Zielgrößen: Erfahrungen anderer Staaten zeigen, dass Retail‑Programme schnell zweistellige Milliardenbeträge erreichen können (Belgien: Retail‑Emissionen in Milliardenhöhe; Österreich hat ein neues Retail‑Sparprodukt erfolgreich eingeführt). In Deutschland wäre ein erstes Jahresziel von 5–20 Mrd. € plausibel als Pilot/Skalierungsstart; bei hoher Nachfrage wären 20–50+ Mrd. € mittelfristig erreichbar. Diese Bandbreite hängt von Zinsniveau, Marketing, Mindestanlage und Vertriebskosten ab.
  • Vergleich zu Green Bund Issuances: Deutschland emittiert bereits Green Federal Securities; das ausstehende Volumen und die Marktakzeptanz zeigen, dass Investoren große Summen in zweckgebundene Staatsanleihen aufnehmen. Das schafft eine Referenz für Retail‑Produkte.

3. Vor‑ und Nachteile gegenüber Fondslösungen (kurz)

Kriterium Direkt‑Retail Sparbriefe Fonds / Blended Finance
Politische Signalwirkung Sehr hoch Mittel
Zugänglichkeit für Otto‑Normal‑Sparer Hoch (Niedrige Mindestbeträge, Sparkassenvertrieb) Mittel (Fondsverständnis nötig)
Transparenz Allokation Sehr gut (staatliche Reports) Gut bis sehr gut (abhängig vom Fonds)
Skalierbarkeit Hoch, aber abhängig von Nachfrage Sehr hoch, besonders mit institutionellen Co‑Investoren
Kosten und Komplexität Niedriger Strukturierungsaufwand; Vertriebskosten Höhere Struktur‑ und Managementkosten; mögliches Hebelpotenzial
Innovationsmöglichkeiten (z. B. Pay‑for‑Success) Eingeschränkt Sehr gut

Ihr seid natürlich animiert Eure Meinung hier loszulassen! :wink:

Es mag sein, dass sie diese Anlageform auf den ersten Blick attraktiv finden, aber eines Tages möchten sie bestimmt ihr Geld wieder haben bzw. Enkel Maximilian möchte sich eines Tages das Geld auszahlen lassen.
Wird es dann noch da sein?
(Ich gehe davon aus, dass die Kinder, die die Kindergrundsicherung daraus erhalten haben, diese nicht zurück zahlen müssen. :wink:)

Wie bei jedem Investitionsfond. Investiert wird überwiegend in Firmen mit einem tragfähigen, zukunftssicheren Geschäftsmodell.

Es geht um das Volumen der Herausgabe von Wertpapieren insgesamt, nicht um jedes einzelne Wertpapier. Der Staat hat dauerhaft Wertpapiere ausgegeben.

Nur mein Vorschlag hat die klare politische Botschaft; Kinder- und Klima-Wertpapiere würden das Volumen in einem überschaubaren Rahmen erhöhen. Sie wären zudem eine Zukunftsinvestition mit denen Werte, z.B. Investitionen in Klimatransformation und Klimaschutz und faire Chancen für jedes Kind nachhaltig geschaffen werden würden. Ich fände dies wichtig, denn die Menschen Misstrauen dem Staat meiner Ansicht nach. Und die Politikrichtung benötigt eine klare Wiedererkennung, die sich in einer mehrheitsfähige Strategie wiederfindet, die möglichst auch von den Unions-Parteien mitgetragen werden würden. Das würde neue Integrität und neues Vertrauen schaffen.

Wobei der deutsche Staat ebenfalls als relativ zukunftssicher gilt. 5 bis 20 Milliarden Euro, zusätzlich gedeckt durch strategisch organisierte Bankeinlagen könnten der Wirtschaft helfen, was später dem Staat über Steuermehreinnahmen wieder zugutekommen würde.

Ja, das sind aber alles Staatsschulden, die er irgendwann den Anlegern zurück zahlen muss.

Ich bin schon für vernunftgegebene Staatshaushalte. Nicht, dass wir an genau der Stelle vorbeireden. Ich sehe den Staat jedoch möglicherweise umfassender als Andere. Vielleicht lässt sich das mit Brandts geflügelte Worten - seinem Zitat: „Wir wollen mehr Demokratie wagen!“, am besten erklären. Genau das brauchen wir in einer Lage, in der dem demokratischen Staat in den USA, anderswo und auch bei uns nicht mehr vertraut wird und politische Alternativen wieder gewählt werden, die Demokraten, links der Mitte und rechts der Mitte gleichermaßen ablehnen sollten.

Dafür aber, und nun kommen wir zum springenden Punkt, braucht der demokratische Staat verschiedentliche Angebote der politischen Gestaltung, Parteien, die für bestimmte Gruppen der Gesellschaft, Partei ergreifen. Wenn Du ein Haus bauen möchtest, oder kaufen, benötigst du der Regel nach, eine Fremdfinanzierung zum ersparten Eigenkapital. Mit dem Kauf oder dem Bauen werden Werte geschaffen, die nach Übertragung im Grundbuch zu Dir gehören und für dich sichtbar vor Ort werden.

Bei der politischen Gestaltung ist es anders, schwieriger sind Werte frühzeitig erkennbar. Ein Richtfest z.B. findet in der Politik so wirklich nicht statt. Gerade bei einer zumeist progressiv sich verhaltenden Partei, wie Bündnis 90/ die Grünen, sollten jedoch Werte für die Bürger herausgearbeitet werden. :wink: Als Annalena vor einigen Jahren kandidiert hatte, war ich gegen das abstrakte „Deutschland. Alles ist drin.“ und für „Bürgerinnen. Alles ist drin.“ Eine Alliteration mit Bündnis 90/ Die Grünen ist erkennbar und die richtige Ansprache war das für meine Begriffe auch.

Wichtig ist aber doch, welche Werte, wenn schon kein Haus und Grundstück! Ich finde faire Chancen für jedes Kind und der Schutz vor Klimaerwärmung für den Bürger und die Anstrengungen, dass wir möglichst mit der Erderwärmung im Bereich, zwischen 1,5° und 2° Grad bleiben, und die Lenkung der Wirtschaft auf neue Zukunftsmärkte sind Werte, für die es sich heute lohnt zu investieren, damit die Leute morgen was davon haben. Nämlich Werte, die dann viel teurer erkauft werden müssten.

Die Kindergrundsicherung war der Aufmacher, der Grünen und der SPD vor der Bundestagswahl 2021, wurde aber danach kaum erkennbar umgesetzt. Der Staat hat Reiche in seinen Reihen. Es ist doch besser diese an Zukunftsprojekte zu beteiligen, die echte erkennbare Werte schaffen würden, als eine reine Umverteilung, wie sie z.B. von der Partei, die Linke oder den Jusos - auch der SPD selber gefordert wird, oder auch von der Grünen Jugend. An dieser Nahtstelle ließe sich bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen eine Brücke zur Union bauen.

Das passt auch als Brücke zu Aussagen in einem anderen Thread: