Forever Young - Eine Hoffnung oder doch eher ein Fluch?

Das Altern auf zu halten, ist in lange gehegter Traum der Menschheit. 1545 wurde der Traum von
Lucas Cranach dem Älteren in dem unten gezeigten Gemälde illustriert

Lucas_Cranach_-Der_Jungbrunnen kleinforma

Lange wurde versucht, dass Altern durch allerlei Tinkturen und Mittelchen aufzuhalten. Und auch heute noch ist ewig jugendliches Aussehen ein Versprechen, mit dem die Kosmetikindustrie Milliarden verdient.

Darwins ‚Survival of the Fittest‘ schwebt als Damoklesschwerts über einem Prozess, dem alle Menschen bis heute schicksalhaft unterworfen ist.

Ja, die Entwicklung der Medizin das den Menschen zu einem längeren Leben verholfen. Sie hat viele Krankheiten besiegt, die die Menschen plagten und die Zahl der Erdbewohner dezimierten. Das Alten konnte die Medizin bisher jedoch nicht aufhalten.

Dies ändert sich gerade. Die Forschung nimmt die zentralen Ursachen des Altern ins Visier. Das Altern an sich soll aufgehalten - die Lebensuhr zumindest stark gebremst werden. Auch in Silicon Valley werden große Summen in die Forschung gegen das Altern investiert. Man hofft, dass KI und neue biotechnologische Werkzeuge der Forschung großen Schub verleihen. Man träumt von eine Milliarden-$-Markt.

Ist ein „Forever Young“ eigentlich wünschenswert ? Was passiert mit der Menschheit, wenn einst die Pille gegen das Altern zur Verfügung steht? Wird nicht zu altern eine Privileg der Reichen ?
Droht die Diktatur der Greisen*innen ? Und sollen all die Menschen bleiben, wenn alle 150 oder 200 Jahre werden ? Wer bestimmt, wann ein Mensch sterben muss ?
Viele Frage, die einer ernsthaften Erörterung bedürfen !

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Ob das zu einem Platzproblem führt, weiß ich nicht - inutuitiv würde ich sagen ja, unterschreiben würde ich es aber auch nicht. Das gibt sicher ja auch Rückwirkungen auf die Geburtenrate.

Was ich mich frage. Was macht so eine Behandlung mit dem Geist? Wird man immer spröder und konservativer, oder gibt es eine Rückentwicklung hin zu jugendlichen Rebellentum?

Ich habe mal ein SiFi gelesen, ich glaube von Peterson. Da gab es eine Rasse, die auch die Unsterblichkeit erreicht hatte und hatte schon Milliarden Jahre vor dem Ende des Universums Strategien entwickelt um dem zu entrinnen. Warum? Weil das Ende des Universums in der potentiellen Lebensspanne lag.
Das ist ja bei uns ein Problem mit manchen Ältern (und auch jüngern), die sagen: Der Klimawandlel, darum kümme ich mich nicht mehr, das erlebe ich nicht mehr.

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Einen Punkt hatte ich noch vergessen : Natürlich muss irgendwer dann auch entscheiden, wer überhaubt wieviele Kinder bekommen darf - wenn diese nicht sowieso aus optimierten Keimzellen gezüchter werden.
Man kann das so weiter spinnen und gelangt zu schließlich zu wahrhaft dystopischen Welten.

Ja das reduziert die Geburtenrate mit etwas Verzögerung wahscheinlich sogar erheblich. Alle Völker mit hohem Altersdurchschnitt hatten schon immer eine sehr niedrige Geburtenrate…

Ich hab auch kein Problem damit, die nächsten Jahrtausende zu sehen. Wäre sehr gerne so was ähnliches wie ein Elb. (Herr der Ringe: unsterbliche, schöpferische menschenähnliche Rasse)

Die Annahme ,das Universum wird langweillig, ist Unsinn. Es wird sich ewig weiter verändern… Irgendwann gibt es ein anderes Universum als unseres…

Man wird also sowieso nicht unsterblich, in dem man ewig ein Mensch bleibt. Jedenfalls nicht so wie das heute definiert wird.
Die Naturkonstanden sind nicht ewig konstant… nur Metastabil…
Ein sich veränderndes Universum erfordert, dass man irgendwann in einer anderen Form leben muss.

Für die Natur ist es kein Problem, den Tod durch eine Art Metamorphose in eine Art zu leben zu ersetzen. Der Tod wurde von der Natur nur dazu erfunden, um Platz im verändrlichen Universum für neue besser an die Veränderung angepasste Arten zu schaffen.

Es ist aber kein Naturgesetz , dass dies nur durch den Tod zu erreichen ist… Das wird oft missachtet…

Übrigens:

Die ersten Lebensformen, die bekannt sind, waren tatsächlich praktisch unsterblich. Da die Natur aber keine synthetische Fabrik betreibt und auch nicht in der Lage dazu ist, hat sie sozusagen den Tod erfunden um schneller mehr Vielfalt des Lebens zu schaffen.

Der Tod ist also gewissermaßen eher ein Notbehelf, der relativ zufälligen Evolutiom, Anpassungen an das verändernde Universum zu erreichen…

Eine Spezies die (zufällig) so intelligent ist, sich selber nachhaltig anzupassen, braucht den Tod nicht unbedingt.

Ich denke, die schon langsam aufkommende Cyborg- Technik ist der erste Schritt zur Unsterbilichkeit. Genetische Maßnahmen gibt es (theoretisch) auch noch,haben aber Grenzen.

Wenn wir noch mal kurz auf die Herr der Ringe Metahpher zurückgreifen, wäre demnach ein echter Elb eher eine Art Cyborg, der sich zur künstlichen anpassbaren Lebensform langsam weiterentwickelt…

wir entwickeln uns schon langsam in diese Richting.

Ich habe immerhin bereits ein theoretisch unsterbliches Ohr. Durch eine Hörprothese kann man noch mit 80 Jahren Musik hören wie mit 18! Und durch Lärm auch nicht erneut ertauben. Synthetische Ohren sind zwar sehr empfindsam, mehr als viele denken, aber nicht Gefährdet durch Lärm… daher bleibt man ewig auf dem Stand eines Jugendlichen Gehörs, dass noch alles hören kann…(der Lärm nervt aber trotzdem…)

Damit Begründe ich meine Theorie… Irgenwann wird man sich wahrscheinlich neue Körper bauen können, und das vergänliche Original wird ersetzt. In Größeren Zeitabständen ersetzt man dann auch noch den Neubau… Diese neuen Köper werden aber ganz anders funktionieren als das Original, je weiter man in die Zukunft blickt…

Wer zu konserativ ist, wird nicht Unsterblich werden können, denn das heißt, man ist nicht anpassungsfähig…

Ich sehe bis dahin noch einen weiten weg, aber dass ist gar nich soo abwegig. Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir die ersten unsterblichen werden könnten, wesentlich höher als es in der Menschheit bisher jemals war…

Die Römer und die Chinesischen Kaiser sind komplett daran gescheitert, sie wussten zu wenig über das Leben, anders als wir… Sie hatten keine Cyborg Technik und kannten weder Gene noch Mikrobiologie…

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