Gibt es noch Wege aus der Eskalation mit Russland?

Die neuerlichen russischen Provokationen, könnten offensichtliche Ungeduld des russischen Präsidenten in seinem Krieg gegen die Ukraine tarnen wollen.

Da seit den geostrategischen Unklarheiten nach Beginn der Amtszeit von Trump innerhalb der Nato die Ruhe verloren gegangen ist, gibt es nach meiner Auffassung innerhalb der Nato Aktionismus. Verschiedene Berichte alarmieren:

„Ja, das tue ich“ – Trump befürwortet Abschuss russischer Jets bei Verletzung des Nato-Luftraums

Nach russischer Provokation: Estland öffnet Tür für britische Kampfjets mit Nuklearwaffen

MSN Schweden sei bereit, russische Flugzeuge abzuschießen

Donald Tusk zu Drohnen-Angriff: Sind Krieg näher als jemals zuvor | Politik | BILD.de

Ich hatte recherchiert und falls Interesse da ist, kann über die gegenwärtige Lage mit einem historischen Vergleich diskutiert werden, die Kuba-Krise. Interessant war die Entwicklung hin zum schwarzen Samstag, die unter dem Link nachzulesen ist. Den schwarzen Samstag hebe ich mit einem Auszug aus dem Link hervor. In Fettdruck, der Moment, als ein amerikanisches Flugzeug über Kuba abgeschossen worden ist. Auch die Stelle mit dem U-Boot ist interessant, wo die Besatzung nicht wusste, ob bereits Kriegszustand herrscht oder nicht, ich erinnere mich, dass daraus ein Film gedreht worden war. Trauen wir Putin, sollte das mit einer russischen Maschine bald über Nato-Gebiet passieren, dass er ähnlich wie Kennedy zur Deeskalation bereit ist?

Samstag, 27. Oktober, der schwarze Samstag:

Chruschtschow erhielt ein Schreiben von Castro, in dem dieser vorschlug, im Falle einer Invasion Kubas einen nuklearen Präventivschlag gegen die Vereinigten Staaten durchzuführen. In einem Gespräch mit dem tschechoslowakischen Parteichef Antonín Novotný am 30. Oktober sagte er: „Fidel Castro schlug vor, dass wir selbst die ersten sein sollten, die einen Atomkrieg beginnen. […] Was hätten wir davon, wenn wir selbst einen Krieg beginnen würden? Immerhin würden Millionen von Menschen sterben, auch in unserem Land. Können wir so etwas überhaupt in Erwägung ziehen? Können wir es uns erlauben, die Welt des Sozialismus zu bedrohen, die von der Arbeiterklasse hart erkämpft wurde? So kann nur jemand reden, der keine Ahnung hat, was ein Atomkrieg bedeutet, oder der, wie Castro, von revolutionärer Leidenschaft geblendet ist.“[8]
Morgens wurde in Cape Canaveral, USA, ein Test mit der neuen Interkontinentalrakete LGM-25C Titan II durchgeführt, über den das ExComm ebenfalls nicht informiert war.[9]
Die Völkerfreundschaft, ein Urlauberschiff der DDR mit 500 Passagieren an Bord, ignorierte den Blockadering der Amerikaner und riskierte damit, von ihnen aufgebracht zu werden. John F. Kennedy verhinderte dies persönlich, das Schiff konnte somit in Havanna einlaufen.
Ein US-Zerstörer zwang mit Übungswasserbomben das sowjetische U-Boot B-59 zum Auftauchen, nachdem dieses die US-Blockade (wahrscheinlich bewusst) durchbrochen hatte. Das U-Boot hatte einen Nukleartorpedo an Bord. Noch einmal war die ganze Welt am Rande eines Nuklearkrieges. Da das U-Boot keinen Kontakt nach außen hatte, war der Besatzung nicht klar, ob bereits ein Krieg ausgebrochen ist, weshalb über den Abschuss von Atomtorpedos diskutiert wurde. Doch Wassili Alexandrowitsch Archipow, einer der drei Offiziere an Bord des U-Bootes, welche für den Abschuss von Nuklearwaffen verantwortlich waren, weigerte sich, den Torpedo ohne weiteren Befehl aus Moskau abzufeuern.[7]
Ein amerikanisches U-2-Spionageflugzeug verirrte sich im sowjetischen Luftraum, Kampfflugzeuge stiegen auf. Das US-Flugzeug konnte knapp entkommen.
Ein weiterer Brief von Chruschtschow traf in den USA ein. Darin wurde der Raketenabzug nun sowohl an ein Nichtangriffsversprechen der USA als auch an den Abzug der amerikanischen Jupiter-Raketen aus der Türkei gebunden.
Ein weiteres amerikanisches U-2-Spionageflugzeug wurde über Kuba von einer S-75-Flugabwehrrakete abgeschossen; der Pilot, Major Rudolf Anderson, wurde dabei getötet. Kennedy untersagte einen Gegenangriff ausdrücklich und erklärte sich noch einmal zu weiteren Verhandlungen bereit.
Um 13 Uhr Ortszeit wurden in Großbritannien auf Anweisung von Premierminister Harold Macmillan die Nuklearwaffenträger des RAF Bomber Command in unmittelbare Einsatzbereitschaft versetzt: Die Besatzungen mussten sich für mehrere Stunden abflugbereit in ihren mit Nuklearwaffen bestückten Flugzeugen aufhalten. Am späteren Nachmittag wurde dies wieder auf die übliche Bereitschaft zum Abflug innerhalb von 15 Minuten nach Alarmierung zurückgestuft.[10]
Um 19:45 Uhr Washingtoner Zeit fand ein Geheimtreffen zwischen Robert F. Kennedy und dem Sowjetbotschafter Anatoli Dobrynin statt. John F. Kennedy ließ seinen Bruder erklären, dass er auch einem Abzug der in der Türkei stationierten amerikanischen Jupiter-Raketen zustimmen würde, wie es bereits im zweiten – schon förmlicheren – Schreiben von Chruschtschow gefordert worden war. Diese Möglichkeit hielt er vor den meisten Mitgliedern des ExComm geheim, die mehrheitlich einen Luftangriff forderten. Dobrynin gab diese Nachricht sofort nach Moskau weiter. Chruschtschow entschied spätnachts, Kennedys Angebot anzunehmen und die Raketen aus Kuba abzuziehen.

Quelle: Kubakrise – Wikipedia