Griff nach der Notlagenklausel des Grundgesetzes

Wie kann man die Einnahmen erhöhen?

Wenn plötzlich 60 Milliarden Euro fehlen, müssen entweder die Einnahmen erhöht oder die Ausgaben gekürzt werden. Bei der politischen Bewertung waren nun auch die Ökonomen in der Anhörung gefragt.

Der von der FDP benannte Karlsruher Ökonomieprofessor Berhold U. Wigger warnte vor Steuererhöhungen, insbesondere für Unternehmen: „Im Vergleich zu den anderen G-7-Staaten sind die Steuern jetzt schon in Deutschland am höchsten“, das sei ein Standortnachteil. Der von den Grünen benannte Ökonomieprofessor Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft stimmte zu.

Auch bei Haushaltskürzungen zeigte sich Wigger skeptisch. „Natürlich müsste man jetzt Priorisierungen vornehmen, aber dabei sind die Investitionsmittel besonders vulnerabel.“ Das heißt: Bei Investitionen wird leichtherziger gekürzt als bei Sozialleistungen, weil die negativen Effekte erst mittelfristig spürbar sind. Wenn bei den Investitionen gespart wird, wäre das aber, so Wigger, besonders problematisch, weil in Deutschland besonders hoher Investitionsbedarf bestehe.

Rechnungshof-Mann Keller verwies auf die Empfehlungen des Bundesrechnungshofs. Es gebe soviele Möglichkeiten, Mittel zu streichen, die bisher nicht effizient eingesetzt würden.

Wie lange dauert eine Notlage?

Und natürlich könnte der Bundestag die 60 Milliarden - wie ja ursprünglich geplant - durch neue Schulden finanzieren. Von zentraler Bedeutung bei der Anhörung war deshalb die Frage, ob der Bundestag sich auch 2024 und 2025 noch auf die Notlagenklausel des Grundgesetzes berufen kann. Thiele konnte hier auf das Karlsruher Urteil von voriger Woche verweisen. In Randziffer 172 stelle das BVerfG klar, dass es beim jährlich erforderlichen Notlagenbeschluss nicht nur um die auslösende Notlage an sich gehe, sondern auch um „deren Folgen“.

Eine Notsituation im Sinne des Grundgesetzes ist also nicht nur die Corona-Pandemie und die durch den russischen Krieg in der Ukraine verursachte Energiekrise, sondern auch die dadurch ausgelöste ökonomische Krise, die durchaus länger dauern kann als das auslösende Ereignis. Im Fall einer länger dauernde Krise müsse dann eben der Bundestag zu „jährlich wiederholten Feststellungen“ der Notlage greifen. Auch hier konnte Thiele auf das Urteil verweisen, diesmal auf Randziffer 212.

Wie soll der Staat noch Vertrauen in seine Investitionen schaffen?

Diese Konzeption des BVerfG erlaubt zwar vermutlich die Lösung der drängendsten Haushaltsprobleme. Das Urteil der Verfassungsrichter:innen stieß allerdings bei den Ökonomen auf Kritik. Wenn die Finanzierung von Mitteln gegen die Krise jährlich neu beschlossen werden muss, könne kein langfristiges Vertrauen in die staatlichen Maßnahmen aufgebaut werden.

„Es ist Aufgabe des Staates, die Erwartungen des privaten Sektors zu stabilisieren“, sagte Wigger, eine jährliche Feststellung der Notlage bringe dagegen „zusätzliche Unsicherheit in den privaten Sektor“ hinein. Der Düsseldorfer Ökonomieprofessor Jens Südekum, von der SPD benannt, befürchtet, dass der Staat so nur noch kurzfristige konsumptive Maßnahmen („Helikoptergeld“) finanzieren könne, nicht aber verläßliche mehrjährige Investitionen, die viel wirkungsvoller wären.

Auch Michael Hüther vom Institut der Deutschen Wirtschaft warnte, dass mit der neuen Rechtsprechung keine Erwartungsstabilität für Investoren geschaffen werden könne. „Wir laufen jetzt in eine hartnäckige Investitionskrise hinein“, so Hüther.

Thiele sah das „Ziel einer schnellen Krisenbewältigung“ gefährdet. Wenn die Notlage jährlich neu festgestellt werden muss, könnten sich ja politische Mehrheiten oder politische Prioritäten verändern. So werde kein belastbares Vertrauen geschaffen.

Nur Kube war zuversichtlicher: Der Staat habe viele Möglichkeiten, langfristige Signale zu setzen. Auf die Sicherung der Finanzierung komme es für die Außenwirkung nicht so sehr an.

Ein Reform der Schuldenbremse forderte lediglich der Düsseldorfer Ökonom Südekum.

Die Quelle: Sachverständige: Bundeshaushalt 2023 verfassungswidrig (lto.de)

Meine Frage nun an die Mitdiskutanten/innen

Wie wäre in diesem Kontext die Herausgabe von Bundeswertbriefen einzustufen? Diese könnten Bundesklimawertbriefe genannt werden und die Investitionen sicher stellen, vor denen unsere Wirtschaft steht. Die FDP fordert den Verzicht auf Steuererhöhungen. FDP-Chef Lindner war es jedoch gewesen, der im Vorlauf der Wahl zum Bundestag 2021 anregte, dass viel mehr privates Kapital regeneriert werden müsse. Es sollten Anreize zur Investition geschaffen werden. Bundesklimawertbriefe, mit einer Verzinsung an die Inflationsrate gekoppelt, könnten eine sinnvolle Anlage für stufenweise nicht investiertes Geld bieten. Mit Unterstützung des Staates könnte das vermehrte Kapital in die Wirtschaft zurückfließen. Die Gläubiger blieben in der BRD und der Staat könnte hierüber, zumindest einen Teil seiner Haushaltsfinanzierungslücke, jeweils sofort stopfen.

Nee davon halte ich nicht sehr viel, der Staat verschleudert zu viel Geld für unnötige Subventionen. Etwa diese bescheuerte Industriestrompreis Geschichte:
Sie hätte Irre viel Geld gekostet und verhindert, dass die Industrie endlich selbst dazu beiträgt dass der Strompreis sinkt, indem man dafür eigene Kraftwerke errichtet. Es kann nicht sein dass der Steuerzahler das alles für die Industrie bezahlen soll. Die Industrie muss in diesem Fall nicht gepampert werden, anders als bei Covid, was ja die ganze Gesellschaft lahmgelegt hatte.

Außerdem ist der Unterschied zwischen Haushaltsstrompreis und Industriestrompreis viel zu hoch. Erstens muss das geändert werden, zweitens kann es überhaupt nicht sein, dass die Stromsteuern und CO2 Steuern in einer Kriese so dermaßen hoch sind, dass alle abgewürgt werden, das bringt nix, es muss anders gemacht werden.

Indem wir die Presie künstlich massiv erhöhen, kann der Verpennte Klimaschutz der letzen 20 Jahre NICHT aufgeholt werden. Blödsinn…

Deswegen bin ich dagegen. Die CO2 Steuer hätte erst in ein paar Jahren erhöht werden dürfen. Übergangsweise wäre es schlauer gewesen Klimaschädliche Subventionen zu beenden was schon Anreiz genug wäre teure Fossile anlagen abzuschalten aber genau das verhindert die Industriestrom sache…

Und auf Atomenergie setzen wäre gut gewesen statt bekloppter Atom Angst. Nicht auf dauer, aber verlängern für ein paar Jahre und den Markt zu beruhigen solange es nicht genug Ökostrom gibt.

Bitte erst ausbauen und dann alte Anlagen abschalten und nicht anders herum, das geht so nicht. Beschleunigt werden ohne teuere Folgen könnte es durch ende jeglicher fossiler Subventionen, ausgenommen vielleicht Heizöl für die Nächsten Jahre ,da erst das Geld für neue Heizungen da sein muss. Die Industrie hat das Geld um was z utun war aber zu geizig und der Staat hatt gleichzeitig die Falschen Anreize gesetzt.

Ich bin auch für eine deutliche Kürzung des Haushaltes, weil da verdammt viel teurer Humbug besschlossen wurde.

das hätte ich auch wenn ich die FDP nicht mag in der aktuellen Situatíon genauso genadenlos gesperrt.

Da wird nur Geld verbrannt! und zwar tierisch viel.

Das Heizungsgesetz ist Murks, Industriestrompreis ist murks; die bekommen eh schon viel billiger Strom als ich Co2 Preis runter und Ökosteuer runte ist effektiver un billiger als Geld verbrennen, (siehe oben) Agrarsubvention für Bioanbau ist murks, es gibt nicht genug Fläche für alle mit Bio zu ernähren, Strompreisbremse war auch nicht besonders gut gemacht, Stromsteuer und Ökosteuer runter wäre billiger und viel effrektiver geswssen als die Gießkanne, bis sich die Lage stabilisiert hat zum teil wurde dies als Ausrede zur Lebensmittelpreiserhöhung benutzt vom Handel, Armen Menschen Balkonkraftwerke geben wäre hilfreich gewesen, Flüchtlingsmittel reduzieren wäre gut gesesen, es gibt schon so viele Flüchtlinge die kaum noch unterzubringen sind, E- Auto Förderung ohne genug Ökostrom macht keinen Sinn…

Gründe Genug um mal Stopp zu sagen.

Im Moment erwarte ich auch das wirklich alles neu verhandelt wird und Blödsinn einfach gestrichen wird! der Staat muss sparen(obwohl das eigentlich nicht ganz stimmt…) , außer an Sozialer Förderung da dies Produktivität erschafft und erhält, sowie Infrastruktur erhalt, keinen Unsinn wie Bioförderung und ähnliches oder Industreistrompreis und andere Preisbremsen, Steuer runter ist effektiver als immer mehr ausgeben.

Klar mus der Staat jetzt viel Investieren, aber er muss priorsisieren was jetzt wichtig ist. so wie es jetzt beschlossen werden sollte geht das nicht so wird nur viel Geld verbrant.

Und sich wieder an die Haushaltsregeln halten muss sein. Ich erwarte das der Unfug mit diesem dauernden Sondervermögen gestoppt wird und der Investitionshaushalt korrekt neu beschlosen wird also ein höherer Offizieller Haushalt beschlossen wird und die dumme Schuldenbremse abgeschafft wird da die eh nicht funktioniert.

Aber: Der Staat hat gefälligst sinnvoller zu handeln und die Ausgaben auf das allernötigste zu beschränken. Längerfristig würde ich den Haushalt auch drastisch kürzen um die einzelnen Abteilungen zu zwingen weniger unnötige Bürokratie zu schaffen und die Hausaltsregeln so ändern, dass nur noch sinnvolle Projekte finanziert werden können, wer Prestigeprojekte unbedingt will, muss sie selber bezahlen.

Ich erwarte, dass der monströse Haushalt insgesamt möglchst halbiert wird, das muss einfach fest beschlossen werden und dann ALLES Unnötige gnadenlos ausmisten, was quatsch ist, muss einfach gestrichen werden, davon enthält der Haushalt derzeit ziemlich viel.

Auch viele andere Subventionen gehören mal generell auf den Prüfstand. So bekommt man das Geld zusammen um die Sozialen Ausgaben vor kürzungen zu schützen. Man muss endlich mal dafür sorgen dass es eine feste Zielvereinbarung gibt wie etwa:

In 5 Jahren wird der Haushalt zwangsweise halbiert, bsi dahin muss alles was unnötig ist rausfliegen oder es gibt ärger.

Die neue Haushaltregel muss dann lauten: Je teurer ein Projekt wird, desdo genauer muss geschaut werden ob es wirklich notwendig ist. Desto gründlicher muss begründet werden. Das muss dann genau geprüft werden. Bei kleinen Projekten muss zuerst geschaut werden ob es schon ähnliche Projekte gibt und ob die finanzierung mit möglichst wenig Steuermitteln gelingt.

Bei allen Projekten muss die Finanzierung nach Gesellschaftlichen Benefit prorisiert werden. Also wie viel Nutzen steht den kosten gegenüber und wie wichtig ist es überhaupt?

Das alles zu prüfen findet seit Covid überhaupt nicht mehr statt. Und die Grünen haben da sehr viel Mitschuld dran teure Projekte zu starten, die nicht viel bringen.

Ich hätte daher auch eine Haushalts Standpauke gegeben die bis zum Mond schallert! das den veranwortlichen sozusagen die Trommelfelle fast rausfliegen…

das heißt der Staat muss sich selber daran hindern unbegrenzt viel Geld auszugeben in dem eine Art Haushaltsobergrenze beschlossen wird, die nur mit hohen hürden überschrittten werden darf. Sondervermögen, die diese Hürdem nicht erfüllen sind Grundsätzlich komplett illegal.

Und der Nutzen aller Projekte muss künftitig regelmäßig kontrolliert werden, grundsätzlich darf also ein Projekt nur begrenzte Zeit finanziert werden, damit wäre dafür gesorgt dass genug Cheks und Controls gibt dass das ganze noch sinnvoll ist. Das verhindert unnötig viele Altlasten durch Veraltete Gesetze und Projekte.

Ich würde es im Augenblick grob zusammengefasst so bewerten:

Bundeswehretat erhöhen: Ja unbedingt, Verteidigung ist zur Zeit ein wichtiges Gut, sehr hoher Gesellschaftliche Benifit, (Schutz des Lebens der Bürger, schutz vor Ermordung) hohe Ausgaben gerechtfertigt.

Bürgergeld: Ja Notwendig aber teuer im Unterhalt, ist längerfristig durch Grundeinkommen zu ersetzen, da der Benifit von Grundeinkommen deutlich höher als von Bürgergeld ist obwohl es nicht billiger ist.

Industriestrompreis: Teurer Unsinn, kann gestrichen werden, Benefit: null.
Steuersenkung auf Strom viel effektiver: Benifit: vorhanden
Dasselbe gilt vor Co2 und sonstige Ökosteuren. Teuer, nutzt nix.

Fossile Subentionen aller Art: sehr teuer, Benefit: extrem Negativ
sehr schädlich**! Abschaffung hat sehr hohen Nutzen. Abaschaffung wäre sehr Großer Energiewende Anreiz.**

Heizugnsgesetz: teuer, kontraproduktiv, fürt wegen Chaotischer Regeln zum Gegenteil, (kauf von neuen Ölheizungen usw)
sofort abzuschaffen.

Förderug von Wärmepumpen: Ja aber erst später ,wenn genug Ökostrom vorhanden, dass das Sinn macht. aktueller Benefit:null, wenn Voraussetzung erfüllt Benifit gut.

Bahnausbau: Benifit vorhanden, aber nicht so wichtig, Öffis rentieren sich nur in der Großstadt und Umgebung. Priorität derzeit relativ niedrig. In ein paar Jahren wichtiger.

Bürokratieabbau: dringend Nötig, Benifit: recht hoch. kosten gering.

Bioanbau Förderung: teuer, Benefit: null… kann komplett beendet werden.
Fläche für Bioanbau großformatig zu Betreiben reicht nicht, Bio ist Luxus unnötiges Grünes Prestige Projekt.

wenn man alle Subentionen und Projekte mal nach dem Schema bewerten würden würden so viele sachen wegfallen ohne das Arme Menschen vergessen werden, dass der Hauhalt wieder schrumpfen würde, da er dann nicht mit Quatsch aufgebläht ist.

wie alle anderen Schulden auch.
Warum soll die Schuldenbremse dafür nicht gelten?
nur weil Du die Schulden „Wertbriefe“ nennst?

Das Thema hatten wir doch schon mehrfach.

https://das-gruene-forum.de/t/77-ideen-wie-deutschland-kinderfreundlicher-wird/2381/5?u=lawandorder

https://das-gruene-forum.de/t/werte-in-der-politik-beispiel-kindergrundsicherung/2526/4?u=lawandorder

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Nun, es gäbe jetzt auf Grund der Debatte um den Haushalt, der für verfassungswidrig erklärt wurde, einen neuen Ansatz. Ich finde das Klimabundeswertbriefe einen Vertrag mit der Gesellschaft bedeuten würden. Es wird doch höchste Zeit in die Klimatransformation unserer Gesellschaft zu investieren. Viele Kleinunternehme, mittelständische Betriebe, Immobilienbesitzer, Eigenheimer werden ihren Beitrag leisten müssen, wenn wir in einigen Jahrzehnten klimaneutral werden wollen.

Es wurde vorgestern vom SPD Chef die Frage aufgerufen, wo die Mittel für den Klima- Transformationsfonds hernehmen, den die Ampel beschlossen hatte. warum nicht über Klimabundeswertbriefe, wenn dieses sogar im Sinne der vorgetragenen Logik des Bundesfinanzministers Lindner selber wären? Wenn andere über Vermögenssteuererhöhungen diskutieren, darf doch die Frage diskutiert werden, warum von den etwas Wohlhabenderen nicht Kapital sinnvoll einsetzen, dieses hatte Lindner vor der Wahl zum Deutschen Bundestag 2021 gefordert?

Ich würde bei dieser Verschuldung auch von einer kurzfristigen, zielgerichteten, stufenweisen Verschuldung sprechen und nicht von einer Belastung der zukünftigen Generationen, wie immer gegen Schuldenneuaufnahmen diskutiert wird - ganz im Gegenteil, Klimabundeswertbriefe wären eine Investition in die Zukunft nachfolgender Generationen. Da die Neuverschuldung bereits mit der Namensführung Klimabundeswertbriefe an die Klimatransformation gekoppelt werden würden, und sich die Geldzuflüsse und Abflüsse in die Wirtschaft zeitlich anpassen, besteht auch keine Gefahr für ein Wiederaufflammen der Inflation.

Außerdem „hatten wir schon mal“ finde ich ein bisschen schwach argumentiert, wie lange hatten Rot-Grün für die gleichgeschlechtliche Ehe gekämpft. Ich glaube mit der Methode „Hatten wir schon mal“ kannst Du in der Politik einpacken (auch in der Rechtsprechung ändert sich übrigens von Zeit zu Zeit mal was).

das war die Frage

Weil die Notlagenklausel auf die nächsten Jahre verbrieft (zum Anstoßen der Klimatransformation von Wirtschaft und Gesellschaft) mit der Herausgabe von Klimabundeswertbriefen eine beständige Teillösung für die Bewältigung der Klimatransformation darstelle, die vor weit aus höheren Ausgaben in der Zukunft mit schützen würde, für die dann bei Unterlassen schneller Investitionen viel mehr Schulden in der Zukunft aufzunehmen wären.

Deine Wertbriefe sind Schulden wie andere auch.
Sie bringen auch bei der Schuldenbremse keine erkennbaren Vorteile.
Das ändert sich auch durch mehrfaches Wiederholen nicht.

Du schmeißt mit Behauptungen um Dich und begründest sie nicht. Das ist unfaires Verhalten in diesem Forum!

Ich gehe davon aus, dass es gewisse Vereinbarungen im Koalitionsvertrag gab, die nicht bei den ersten Schwierigkeiten durch ausbleibende Steuereinnahmen wieder zu den Akten gelegt werden dürfen. Die Parteien sollten schon ihre Wahlversprechen einhalten.

Alles was ich geliefert hatte, hatte den Hintergrund der Wertbeständigkeit von Politik in Zeiten der Klimakrise und wäre eine Maßnahme gegen die Klimakrise. Von Dir kommt nur Nonsense! Ich verstehe die Daumen nicht, die Du bekommst! Man kann immer schnell zu alles Ja und Amen sagen, ohne einen Weg aufzuzeigen, der den Weg weitergeht, den man sich politisch vorgenommen hatte. Dafür werden Politiker gewählt, nicht um einen Haushalt stabil zu halten. Das ist Nebenwerk von Politik!

Wenn der Staat Schulden macht, geschieht das über Wertpapiere. Direktausleihungen spielen m.W. eine geringere Rolle. Der Begriff „Wertpapier“ sollte zur Allgemeinbildung gehören, traurig, dass das an Schulen nicht gelehrt wird. Wenn Du es nicht weißt, googeln. Wenn man hier aber über Staatsschulden mitdiskutieren will, sollte man ein minimales Grundwissen mitbringen.

Im Übrigen hat @lawandorder vollkommen Recht, die genaue finanz-technische Ausgestaltung der Schulden spielt hier keine große Rolle.

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Ja genau, ich weiß das aber schon, deswegen schlage ich Klimabundeswertpapiere vor!

Du gibst den vorherigen Beitrag von @lawandorder völlig falsch wieder.

Klimabundeswertpapiere wären in Verbindung mit der Klimakrise zu sehen. Es wäre eine Anlage in die Anpassung unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Alleine weil der Name drauf steht werden sich viele mit der Klimatransformation assoziieren, was bei anderen Bundeswertpapieren nicht so ist.

Übrigens: In der Quelle, die ich zum Threadeingangsbeitrag brachte, erkennt man, dass dieses ewige Überlegen doch wieder eine Notlage zu beschreiben, wenig Vertrauen für Investoren schafft, die sich auf die Unterstützung des Staates zur Umsetzung der Klimatransformation verlassen.

Daher: Für die nächsten drei Jahre in etwa, Vertrauen durch Herausgabe von Klimabundeswertbriefen zu schaffen, würde das Vertrauen erhöhen. Darauf war @lawandorder überhaupt nicht eingegangen.

Ich glaube nicht, dass Du weißt, wovon Du sprichst.

  1. Definiere doch erstmal, was ein „Bundeswertbrief“ ist.
    Google findet nur einen „Wertbrief“, und der wird von der Post versandt.
    Wertbrief – Wikipedia
    Es gibt keinen „Wertbrief“ als Anlageform oder Vehikel der Schuldenaufnahme.

  2. Erklär mir, was der Unterschied zu einer Bundesanleihe ist.
    Und zwar nicht mit blumigen Worten darüber, was Du Dir dabei denkst, sondern Angaben zu den Unterschieden in technischer, finanzieller, rechtlicher Hinsicht: Emittent, Gläubiger/Käufer (nach Deiner Vorstellung), Rechtsnatur des „Wertbriefes“, Stückelung, Verzinsung, Laufzeit, Kündbarkeit, Übertragbarkeit, Börsenfähigkeit, Kosten, Verwahrung, Sicherheit, Auswirkung auf die Schuldenbremse u.ä.

  3. Dann erkläre bitte, wo der Vorteil der „Wertbriefe“ liegt.

Solche

unverständlichen Bandwurmsätze erklären gar nichts.

Von mir bekommt @lawandorder ja nun gar nicht so oft einen Daumen hoch, aber in diesem Fall ist es klar, dass Wertbriefe, die die Regierung ausgibt, Schulden sind, die sie irgendwann zurück zahlen muss.
Wenn sie natürlich etwas Wertvolles davon kauft, dann können sich unsere Kinder freuen, dass wir ihnen nicht nur die Schulden, sondern auch die Wertgegenstände als Gemeinschaftseigentum vererben.

Die Alternative dazu (alles zu privatisieren und von dem gesparten/eingenommenen Geld Wahlkampfgeschenke zu machen) fände ich allerdings noch schlimmer, weil dem Staat dann am Ende gar nichts mehr gehören würde.

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Bevor sich hier der falsche Begriff endgültig durchsetzt, es geht um Wertpapiere nicht um Wertbriefe.

:blush: da ist was dran

weiß man’s ?? :thinking:

Die Aussage ist erst einmal unbestritten richtig!
Das leigt ganz einfach daran, dass sog. „Wertbriefe“ Zettel sind, auf dennen steht, dass dem Käufer später nicht nur ein Rückkauf garantiert wird - sondern eben auch, dass der/de KäuferIn zusätzlich zum Kaufpreis weiteres Geld zu zahlen ist (im Volksmund auch „Zinsen“ genannt").
Ergo handelt es sich bei „Wertbriefen“ konzeptionell um Kredite!

warum also

Was ist daran unfair, eine wahre Aussage zu wiederholen?
Wenn in GG steht, dass keine (oder nur begrenzete) Schulden zu machen sind, und der Bund gibt Wertbriefe aus, so ist das ein Verstoß gegen das GG - so einfach ist das.

Das ist richtig - abr sie sollten sich - zumal die Zahlen bekannt sind, vorher keine Versprechungen machen, an die sich sich entweder garnicht oder nur unter Rechtsbruch halten können.

Das gilt auch für Deine

Auch das sind und bleiben Schulden.
Die Lösung wäre, das Geld ohne Zinszahlungen durch Steuererhöhungen einzutreiben (oder auch das interessante Modell, dennen, die wenig bis gar nichtszum Klimawandel beitragen, davon etwas zurück zu geben auch hier mit der Motivation, positives Verhalten zu fördern und ndegatives zu sanktionieren) - das würde dann auch die Richtigen verbindlich treffen (und nicht nur denen, die sich solche Wertpapiere gewinnsteigernd leisten können, aber viellleicht proportional die Umwelt durch ihr Konsumverhalten garnicht so belasten.

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Es ist korrekt, dass ich die einzelnen rechtlichen Voraussetzungen zur Herausgaben von Staatsanleihen nicht kenne. Ich kann zum Beispiel nicht unterscheiden zwischen Bundesschatzbriefen und anderen Bundeswertpapieren. Mir ist auch klar, dass dieses Schulden sind.

Mir geht es darum den Weg in die Klimatransformation zu unterstützen. Für die Notlagenklausel muss eine Notlage vorliegen. Ist die Weltklimakrise keine Notlage?

Es geht doch darum anzuerkennen, dass sie eine ist. Ansonsten können wir klimapolitisch auch bei der AFD unser Zuhause finden. Mit der Herausgabe von speziellen, für die Klimatransformation vorgesehenen Wertpapiere, würde der Staat ein Zeichen setzen, einen Großteil der Gesellschaft mitnehmen und der Wirtschaft Impulse für Investitionen geben.

Wann nicht dafür Schulden machen, wenn nicht jetzt. Irgendwann rechnet sich das nicht mehr!

Du beschreibst das Modell, was man für die Rückzahlung der CO2 Steuer überlegt hatte. Nur nach Laschet damals, ließe sich das nicht über die Krankenversicherten machen, weil die Bankverbindungen fehlten.

Nach meinem Anleihemodell, würde auch der „kleine Mann“ berücksichtigt. Dieser legt sein Geld in Klimaanleihen des Staates an und es wird verzinst (Zinssatz sollte unbedingt anpassungsfähig über der Inflationsrate liegen).

Könnten wir Willy Brandt wieder ausgraben, bzw. seinen Geist, dann würde er als Untoter jetzt den Daumen hoch machen und sagen: „Wir wollen mehr Demokratie wagen!“

Es bleibt aber bei de Problem, dass der Staat sich - wenn auch bei seinen Bürgern und nicht bei der Bank - verschulden muss - falscher Ansatz - zumindest nach der Schuldenbremse - dazu gab es gestern ein interessantes Interview im Heute-journal um 21:45 mit dem wirtschaftswissenschaftler, der der „Vater der Schuldenbremse“ war - er plädierte ganz klar dafür, durchaus noch über eine derzeitige Ausnahme nachzudenken - aber gleichzeitig wieder schnellstmöglichts zur Schuldenbremse zurückzukehren, da es genügend andere Maßnahmen gäbe, die ohne neue Schulden auskommen - erbrgeündete auch, warum Deutshcland eher eine Schulndenbremse brauch t als viele andere Länder - Verhältniswahlrecht und dezentraler Bundeslandaufbau statt reine Mehrheitsprinzip (wie z.B. in den USA).

Eine weitere Frage ist, wie das mit dem von Dir genannten unbedingten „>Inflationsuasgleich“ gehen soll wir zahlen Steuern, um sie an uns selbst als Dividente der Anleihe, die größer ist als der Inflationsausgleich, wieder auszuschütten?
Ich habe zugegeben keine Ahnung von Volkswirtschaft, daher intererssiert es mich einfach, wie das gehen soll?

Klar wäre das nach der Schuldenbremse zu urteilen ein falscher Ansatz. Ich bin für die Schuldenbremse - nicht dass ich da falsch verstanden werden. Wofür ich in dieser Zeit nicht bin, sind Steuererhöhungen. Eigentlich sollte man für Steuersenkungen sogar sein, jahrzehntelang wurde der Mittelstandsbauch im Einkommenssteuerrecht nicht abgebaut, das geht zu Lasten der mittelständischen Gewerbetreibenden. Aber wo soll das Geld herkommen? Wieder Kürzungen bei Sozialausgaben? Gut, man hätte darüber nachdenken müssen, ob die Erhöhungen beim Bürgergeld nicht an die Inflation gekoppelt in der Höhe hätte bleiben können! Doch sonst haben die Parteien auf dem eher linken Spektrum der Ampel doch auch ihre Wähler eingesammelt. Woher dann das Geld für etwa drei Jahre hernehmen, um die Klimatransformation anzuschieben? Die Industrie wartet auf die staatlichen Rahmenbedingungen dafür. Es werden Unternehmen Unterstützung vom Staat brauchen, sonst hätte man sich nicht für den Klima- Transformationsfonds entschlossen. Wieso dann mal nicht über Steuern, sondern über Staatsanleihen in dieser außergewöhnlichen Zeit die Bürger, ob ärmer oder reicher aktivieren? Es sollten kurzfristige Anleihen sein, die jeweils zum Ablauf eines Jahres oder auf die Wirtschaft bezogen, noch schneller kündbar sind.

Es wären nur buchhalterisch für zwei, drei Jahre Schulden und das könnte hinterher zu mehrfachen Rückführungen aus Steuergewinnen führen, denn die transformierte Wirtschaft wird, wenn man klug investiert, wachsen.

Klingt für mich danach, dass unser föderales System lenkungsstärker werden muss, viel Geld verpufft, Förderungen werden nicht abgerufen, da kann man doch nachhelfen. Möglichweise erfährt man dann auch, wo Subventionen gar nicht nötig wären.

Nein, das war nicht auf Steuern bezogen. Die staatliche Anlagenverzinsung muss natürlich höher als die Inflationsraten ausfallen, sonst lohnt es sich in keinem Fall Geld anzulegen, da das Geld dann an Wert verlieren würde.

Das ist richtig - ung genau der Punkt, der für mich als Laie so unverständlich ist…

Ich kaufe mir bei Deinem Beispiel also Staatsanleihen, die (deutlich?!) über dem Inflationswert verzinst werden - und die Ausschüttung der Zinsen geschieht von meinen Steuern - das bedeutet doch - wieder für mich als Laien, dass, um die Ausschüttung zu finanzieren, entweder die Steuern steigen müssen - oder - theoretisch - das dadurch angeschobene Wachstum so überproportional steigt, das sich aus dem Wachstumsanstieg - und damit dem höheren Steueraufkommenganz ohne Steuererhöhung - die Rentite „von selbst“ generiert…

In der aktuellen wirtschaftlichen Lage halte ich letztere - zumindest kurzfristig - für rel. unwahrscheinlich - bleibt also, die Rendite durch Steuererhöhungen zu finanuzieren - klingt für mich irgendwie nach üblem „rechte Tasche - linke Tasche“ inkl. Realverlust …
Aber das ist ausdrücklich keine unumstößliche Feststellung - ich bin, wie gesagt, Laie …