bin gerade auf Timo Lochocki gestoßen.
Sehr ungewohnte Töne.
Deutschland als führende Macht des Westens, als „Großmacht“.
Das ist mal eine neue Perspektive!
Und es wäre mal ein wirklich großes Ziel für uns.
Hat jemand von Euch das Buch schon gelesen?
Alles scheint immer schlimmer zu werden und wir können nichts dagegen tun. Timo Lochocki wirft stattdessen einen optimistischen Blick in die Zukunft – in der wir die Rolle Deutschlands in Europa und in der Welt neu definieren und unsere Stärken endlich ausspielen. Für den renommierten Politikwissenschaftler und Politikberater ist klar: Deutschland ist als einzige große Nation des Westens (immer noch) stabil und reformfähig. Die Bundesrepublik kann das werden, was die USA lange waren: das gelobte Land für Unternehmen, Fachkräfte, Intellektuelle, Demokraten, politisch Verfolgte. Und diese Rolle muss sie erfüllen, um der liberalen Demokratie weltweit wieder auf die Beine zu helfen.
Dazu müssen wir alle Ressourcen mobilisieren, unsere alte Zurückhaltung aufgeben und unsere Interessen selbstbewusst definieren: mit einer offensiven Einwanderungs- und Bevölkerungspolitik ebenso wie mit der Übernahme der NATO-Hauptlast in der Verteidigung Osteuropas oder mit der Aussetzung der Schuldenbremse für massive Zukunftsinvestitionen. Timo Lochocki zeigt auf, mit welchen mutigen Reformen wir unsere politische, wirtschaftliche und militärische Macht zum Wohle der Welt erweitern können. Nur so lässt sich der grassierenden Ohnmacht und Wut begegnen und der weitere Aufstieg der Extremisten verhindern.
Nein, habe ich nicht gelesen und kann deshalb auch nicht auf besondere Ausführungen eingehen. Aber anmerken kann man schon, dass Deutschland in der Transformation der Wirtschaft vorankommen muss. Und dazu müssen natürlich auch die strukturellen Voraussetzungen verbessert werden. Aber das scheinen ja die meisten kapiert zu haben. Wenn jetzt das Geld sinnvoll so investiert wird, dass die Wirtschaft wieder in Gang kommt, ist natürlich vieles möglich. Mal sehen , was in der Realität passiert.
Sagen wir mal so: die Richtung stimmt. Wir waren ja schon mal industriell und wissenschaftlich führend. Wie viel davon praktisch wieder möglich ist, weiß wohl niemand. Dazu wäre schon ein ziemlicher Mentalitätswandel notwendig.
Mentalität… hüstel…
ich hatte gestern eine Reparatur der Heizung, worauf ich fast 6 Monate gewartet hatte. Der mit anwesende Lehrling im zweiten Lehrjahr hatte zwei linke Hände, zehn Daumen, aber den korrekten deutschen Haarschnitt. Das wenige, was er von sich gab, klang sehr rechts. Der Meister, mit dem ich heute sprach, meinte, der sei der Beste, was die Schule ausspuckte.
Alle schimpfen auf die Schule. Aber die Kinder sind der Spiegel des Stalles, aus dem sie kommen.
Wir brauchen keinen Bildungswechsel, sondern einen Tritt in den Hintern der Eltern. Wenn meine Töchter so ein blödes Geschwafel von sich geben würden, dann wäre aber Holland in Not.
Einen großen Anteil haben vermutlich die sozialen Medien. Der Lehrling gestern hatte seine Griffel dauernd am Handy. Dauernd TikTok Videos mit rechtem Inhalt.
Man sollte hier anfangen, dann über die Schulen in die Bildung.
Die Marschrichtung führende Nation in Europa sehe ich für Deutschland nicht, weil viele Jugendliche einfach zu dumm sind, das zu begreifen.
Mal abgesehen davon, dass es auch genug andere Beispiele gibt, die bisher führende Nation hatte bzw. hat auch keine bessere Jugend. Verpeilte Lahmärsche gibt es dort mindestens genau so viele, solltest Du eigentlich besser als ich wissen.
Aber wenn Du statt dem Begriff Mentalitätswandel den Tritt in den Hintern vorziehst, okay, passt auch. Läuft beides auf das selbe hinaus.
bei dem Azubi mit den linken Händen und dem rechten Denken wird das uU nix werden. Das ist dann eben so,
Die Frage ist, ob der Anteil der Bevölkerung, der dazu fähig und willens ist, groß genug ist.
Dieselbe Frage stellt sich für die Politiker und andere „Führungskräfte“.
Ist das so? Wollen wirs hoffen
sind wir dazu bereit?
Wir müssten in der EU eine neue Rolle spielen:
wir müssten dann zahlen, weil wir die einzigen sind, die es können (noch mehr als bisher).
Dafür müssten wir uns notfalls auch mehr als bisher verschulden.
Wie die USA es bislang auch gemacht haben.
Einfluss und eine Führungsrolle bekommt man (auf friedlichem Wege) nur, wenn man mehr gibt als nimmt.
Und wir müssten bereit sein, auch mal etwas grob zu Werke zu gehen, Druck auszuüben, Ungerechtigkeiten zu begehen und auszuhalten.
Das wird dieser Gesellschaft schwerfallen, die so gerne so moralisch ist.
Die deutsche Vergangenheit dürfte nicht mehr als Ausrede dafür herhalten, dass wir uns nicht die Hände schmutzig machen.
Vielleicht würde so eine Politik tatsächlich auch der AfD und europaweit anderen Rechtsextremen das Wasser abgraben.
Wie bitte? beim Wachstum liegt Deutschland in der EU ganz hinten. Was die Verschuldung angeht, ist da auch bei den meisten anderen Ländern noch Luft nach oben und bei Wachstum ist das auch einfacher. Also müssten wir erst mal unsere Wirtschaft wieder in Fahrt bringen. Das wird nicht so einfach. Die Transformation ist Thema auch in den anderen Ländern, aber für das Exportland Deutschland bedeudet das, dass wir uns auf schrumpfende Schlüsselindustrien einstellen müssen. Der Marktanteil der deutschen Autohersteller wird angesichts der neuen Konkurrenten wie BWD nicht mehr die frühere Grösse erreichen etc.
Natürlich müssen wir uns auch mehr verschulden, um die Infrastruktur wieder auf ein für ein Industrieland notwendiges Level zu heben. Aber natürlich, wenn das gelingt sind die Chancen in Deutschland vergleichsweise gut, immerhin sind wir immer noch ein führendes Exportland. Und was die Verteidigung angeht, muß man über die EU hinaus blicken. Warum die NATO in Frage stellen?- notfalls ist die auch ohne USA handlungsfähig, müsste natürlich nachgebessert werden.
Vermutlich Elon Musk… er sieht die Nato als Grab für amerikanisches Steuergeld…
Also flüstert er seinem Buddy ins Ohr: vergiss Europa, vergiss Taiwan, nimm Grönland und Kanada
ich lasse keinen Handwerker mehr alleine vor sich hin wurschteln…
Zuviel Baupfuscherfahrung…
Und da er dauernd irgendwelche Reels sich ansah, mit teils Indexwürdigen Musik- und Propagandavideos (Beispiel: Bargeld wird von der EU abgeschafft, um euch noch mehr kontrollieren zu können)… usw
Ich hab’ das Buch zwar nicht gelesen.
Aber mein historisches Gedächtnis sagt mir, da übernehmen wir uns total.
Das hat schon vor dem und im Ersten Weltkrieg nicht und noch weniger unter dem „Gröfaz“ und seinen Weltmachtfatastereien 33 - 45 geklappt. Mit dem Ergebnis, dass unsere reale Machtbasis (territorial wie bevölkerungsmäßig, vom militärischen Potential ganz abgesehen) seit 1918 deutlich geschrumpft ist.
Wenn überhaupt Großmacht, dann nur noch im engen Verbund Europas, speziell der EU. Dort können wir dann zwar v.a. mit unserem wirtschaftlichen Potential durchaus einen gewichtigen Beitrag leisten und eine bedeutende Rolle spielen. Aber schon als alle anderen dominierende Vormacht Europas würden wir uns - nicht zuletzt aus historischen Gründen - überheben.
Deutschlands Zukunft heißt Europa - und Europa hat keine Zukunft ohne Deutschland.
Daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen, dürfte doch so schwer nicht sein.
Auch wenn der abtretende Bundeskanzler Scholz das offenbar nicht so richtig geschafft hat.
Mein alter Geschichtslehrer war der Meinung, dass Krieg eine Art natürlicher Auslese nach Darwin sei. Wenn ein Land genügend Dreckfresser angesammelt hat, werden diese in den Krieg geschickt… Expandables… Leute, nach denen kein Hahn kräht. Das erleben wir ja gerade in den russischen Provinzen.
Stelle ich mir das in Deutschland vor, so gäbe es genug „verzichtbares Material“ in den Plattenbauten. Aber die müsste man erst einmal zwei Jahre trainieren, bevor die „Kriegstauglich“ wären. Das einzige was da gut trainiert wäre, sind die Daumen.
Also sind und wären wir keine Gefahr für Putin oder Russland. Und wir werden es auch nie mehr sein. Die Generation „Krieg“ ist in Deutschland nicht mehr vorhanden.
Mag sein. Aber warte mal ab, wie die Reaktionen sein werden, wenn wir dabei allzu „hemdsärmelig“ vorgehen.
Insgesamt ist es für Europa vielleicht sogar von Vorteil, dass auch alle anderen größeren Nationen, die in Laufe der letzten Jahrhunderte versucht haben, Europa zu dominieren und „Großmacht“ (Frankreich) oder gar „Weltmacht“ (Großbritannien) zu werden, daran gescheitert sind und heute dazu nicht mehr in der Lage sind.
Das erzwingt geradezu partnerschaftliche Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“. Und nimmt den zahlreichen kleineren europäischen Nationen / Staaten viel von der Angst, von den „großen“ Nationen - oder gar nur einer davon - dominiert zu werden.
Auch wenn das Konstrukt „Europa“ dadurch nicht unbedingt leichter zu handhaben ist.
War das jetzt ernst gemeint?
Unter „Ironie“ könnte ich das - trotz meines angeborenen Hangs zu dieser Ausdrucksform - nur noch schwerlich verbuchen.
Habe schon lange nicht mehr eine so offene, sarkastische Menschenverachtung gelesen oder gehört.
Das „toppt“ sogar noch das meiste, was von der AfD oder noch weiter rechts in der Art so kommt.
Zum Kotzen!
Dein
war mit seiner Auffassung
ein Sozialdarwinist schlimmster Ausprägung - und ich vermute mal, ein alter Nazi.
da gibt es zwei Seiten:
ja, mein alter Geschichtslehrer war ein ehemaliger deutscher Bomberpilot im WWII.
Aber:
Ich war lange genug beim Militär, um diese Denkweise bestätigen zu können.
Die Fleischwolftaktik bei den Russen ist einfach: schick genug Leute gegen den Feind, bis ihm die Munition ausgeht. Dann kann man durchbrechen.
Wen haben die Amerikaner in den Vietnam Krieg geschickt? Bestimmt nicht die Söhne der Reichen und Schönen, sondern die, die den gesellschaftlichen Bodensatz bilden. Zu meiner Zeit hatten wir viele in der Einheit, die vor der Wahl standen: 8 Jahre Knast oder 4 Jahre bei Uncle Sam.
Im Militär wird anders gedacht: wenn du an ein abgestürztes Militärflugzeug kommst, sollst du zuerst den Piloten retten, auch wenn er schwerer verletzt ist, als der Co-Pilot. Hintergrund: er war teurer in der Ausbildung und hat mehr Erfahrung. Klingt menschenverachtend, ist aber Militärlogik.
Sehe ich mir hier am Rande der polnischen Grenze an, wo die meisten jungen Männer nach der Schule hingehen, so sehe ich die Bundeswehr als größten Arbeitgeber. In den Städten hier in der Gegend, stammen viele Soldaten aus solchen Plattenbauten.
Kinder von Promis oder erfolgreichen Geschäftsleuten findet man eher selten bei der Bundeswehr. Auch nicht beim US-Militär oder dem russischen Militär.
Die Tatsache, dass viele junge Männer aus den russischen Provinzen sich wegen der Prämien zum Kriegsdienst melden ist nun mal eine unbestreitbare Tatsache.
Man kann das ganze entweder schön reden oder die Kinder beim Namen nennen… Als alter Komisskopp bin ich da eher beim Letzteren zu finden