Handwerk vs Studium wo Arbeitet es sich besser

Hab heute nen Meme zu Handwerk gesehen und bin so am nachdenken darüber.

Über 3000,-€ Brutto im Handwerk, da muss Hinerk schon nen Meisterbrief haben, und der kostet Mindestends über 20.000,-€ bis max 100.000,-€ Schulden. Ohne Meisterbrief eher so 30.000,-€ Brutto im Jahr ^^ Ich bin ausm Handwerk

Was Denkt ihr über Handwerk vs Studium Diskussionen?

glaubt, dass alle … dumm sind
dann hat er kein philosophiestudium gemacht.

Wer mir so einen Schaltschrank hinstellt, den schmeiß ich von der Baustelle. Und informiere die Berufsgenossenschaft.

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Uralter Witz:
Was sagt ein arbeitsloser Soziologe zu einem Soziologen, der Arbeit hat?
„Ein mal Pommes mit Mayo. Bitte.“

ist eine Geister-Debatte.
Soll jede machen wie sie will und kann.

Ohnehin sind meiner Erfahrung nach die besten Ingenieure diejenigen, die mit einer Lehre begannen.

PS.: Wer oder was ist eine Meme ?

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Ein Meme ist ein kreativer Inhalt, der sich vorwiegend im Internet verbreitet. Dieser ist in der Regel humoristisch und aufheiternd, manchmal auch satirisch und entsprechend gesellschaftskritisch.

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Ausgerechnet Philosophie! Damit kann man doch nur Bundeswirtschaftsminister werden :wink:

Aber im Ernst, ich sehe 3 große Problemkreise:

  1. Körperliche Arbeit - besonders, wenn sie auch noch schmutzig ist - wird in der ganzen Gesellschaft eher gering geschätzt und bezahlt (mit Ausnahme einiger absoluter Spezialisten). Akademiker arbeiten selten körperlich.
  2. Eltern und Bildungssystem trimmen die Kinder daher auf gute Noten, Abi und Studium. Ein IHK-Präsident hat mal gesagt: „Wenn man Friseur studieren könnte, wäre alles ok.“
  3. Wir lassen jeden studieren, wozu er Lust hat. Keine Spur von Bedarfsplanung. Wir haben einen NC für Medizin, obwohl wir da mehr Absolventen bräuchten. Wir bräuchten vielmehr einen NC für die ‚brotlosen Künste‘
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Das machen die klugen Studenten selber. Als die Industrie in den 1990ern angefangen hat, die Ingenieurstudenten gemäß moderner BWL zu verarschen, keine Praktika zahlen, keine Festeinstellungen, Probepraktika für Hochschulabgänger , begann etwa 5 Jahre später der Ingenieurmangel.
Die studieren jetzt alle BWL.

Und der Medizinermangel wurde in den Chefetagen der Ärzteschaft durchgesetzt. Aus Angst vor Wettbewerb um die Chefarztstellen bestanden die auf dem Numerus clausus in den Medizinfächern. Sie drohten sogar mit einem Medizinerüberschuß. Die Chefärzte hätten BWL studieren müssen und nicht Medizin.

Alle Probleme selbst gemacht.

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Wer die Wahl hat (Schulabschluss) und nicht spezifisch ein bestimmtes Handwerk lernen will, steht vor der Wahl: Studium: ein paar nette Jahre mit wenig Geld und viel Spaß, dann Jobsuche und Einstieg mit Aufstiegsoptionen. Arbeit findet in Büros statt, gerne nur bis 16 Uhr.

Handwerk und Gewerbe: Ausbildung bezahlt, Arbeit manchmal laut und schmutzig, oft Schichtarbeit oder zu blöden Zeiten. Wenig Aufstiegschancen und ab 50 körperliche Probleme.

Beim Gehalt tut sich mit Studium auch fast immer deutlich mehr.

Also, wen wundert es?

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Ist das so?
ich bezweifle das.

Ich habe mal gelernt ('70er), dass ein Durchschnittsakademiker es schwer hat, das Lebensarbeitsentgelt eines Azubi einzuholen, weil der eben ca. 10 Jahre Vorsprung hat.
Kommt mit Sicherheit auf den Einzelfall an.

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Eben.
Und die Produktdesignerin (früher Technischer Zeichner) sitzt vermutlich öfter im Büro als eine Archäologin.
usw.

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Als ich in Pakistan war, wurde ich gewarnt, als deutsche Touristin bestimmte Gebiete zu meiden. Dort wurden regelmäßig Baumstämme über die Straße gelegt, Autos gestoppt und Tourist*innen entführt, um Lösegelder zu erpressen.
Wer macht sowas?
Es waren sprachbegabte Akademiker, die nach dem Studium wegen der dortigen Vetternwirtschaft keine Aussicht auf einen angemessenen Job hatten.

Ich plädiere nach wie vor für die Kombination „Facharbeiter mit Abitur“. Danach studieren, was man will und im „Notfall“ in dem erlernten Beruf arbeiten.

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Naja, die meisten Ausbildungsberufe versanden bei Max. 40k brutto Jahreslohn. Die meisten Studiumsabsolventen fangen da gerade mal an. Der Frühstart ist nach wenigen Jahren aufgeholt.

Naja, da bräuchte man mal eine aktuelle Statistik, die selbständige Handwerksmeister und arbeitslose Kunsthistoriker mit einbezieht. Betrifft mich aber alles nicht mehr :stuck_out_tongue:

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Lebenseinkommen - Nicht nach Berufen, aber nach Qualifikation:

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Ob das Durchschnittseinkommen so aussagekräfitg ist?
Das wird durch die die jeweils Superreichen in jeder Gruppe hoch gezogen.
Ich fände den Median des Lebenseinkommens nach Qualifikation interessanter.
Gibt es dazu auch eine Statistik?

Bestimmt, aber nicht spontan über Google. Eine IHK-Auftragsarbeit habe ich gefunden, die ist ja eher unverdächtig, für’s Studium zu hypen (Disclaimer: ich bin befangen), da ist zumindest der Durchschnitt bei Meistern/Technikern nicht viel schlechter. Zum Beispiel die Grafik auf Seite 33:

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Was meinst denn genau mit brotloser Kunst? Na ja wenn jemand ein Erfolgreiche Schauspieler wird handelt es sich nicht um brotlose Kunst. Welche Kunst ist denn besonders Brotlos?