Harmut Mehdorn: 4,3 Milliarden Euro Verluste durch Idiotie das sind 17,7 Dobrint!

Aus der Tagesschau:

Medienberichten zufolge erhält die Deutsche Bahn nun 1,6 Milliarden Euro dafür, dass sie sich von diesen Firmen trennt.

Die Deutsche Bahn hatte Arriva im Jahr 2010 inklusive Schulden für rund 2,7 Milliarden Euro übernommen.

Insbesondere während der Corona-Pandemie litt Arriva wirtschaftlich schwer. Eine Sonderabschreibung in Höhe von 1,4 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2020 trug maßgeblich zu den Pandemieschäden des Gesamtkonzerns bei.

Die Tochterunternehmen Arriva und Schenker stehen für eine Zeit, in der die Deutsche Bahn mit milliardenschweren Zukäufen unter Bahnchef Hartmut Mehdorn und seinem Nachfolger Rüdiger Grube versuchte, zu einem weltweiten Logistik- und Verkehrskonzern - einem „Global Player“ - aufzusteigen. Gleichzeitig unterließ der Konzern lange die nötigen Investitionen in die deutsche Bahn-Infrastruktur, die er jetzt nachholen muss.

4,3 Milliarden Verluste durch Mehdorns idiotische Idee die Bahn durch ausländische Zukäufe profitabel zu machen. Das sind 17,7 Dobrint! [1]

Da hätte man eine Menge Schienen von renovieren können.
Oder mechanische Stellwerke still legen.
Für wie viele Jahre 9-Euro Ticket hätte das wohl gereicht?


  1. Ich habe nach Kritik diesen Satz umformuliert - Nicht Mehdorn ist ein Idiot sondern sein Konzept war idiotisch ↩︎

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Im Nachhinein ist man immer klüger. Mehdorn ist ein unternehmerisches Risiko eingegangen und das war, aus welchen Gründen auch immer, kein Erfolg. Das ist nicht idiotisch.

Scheuer (nicht Dobrint) ist ohne Not ein Risiko eingegangen. Das war idiotisch.

Doch es war von Anfang an idiotisch. Und das haben die Kritiker auch damals schon gesagt: Der Auftrag der Deutschen Bank ist ein Transportsystem in Deutschland.
Da gibt es keine Synergieefekte mit Gleisen in England oder Bussen in

Das Ziel der ganzen Aktion war doch die Bahn rentabel für einen Börsengang zu machen, damit der Bund die Verantwortung los wird. Also wird im Ausland versucht Geld mit den Töchtern zu machen, damit das Defizit der Deutschen Bahn nicht so ins Gewicht fällt. Aber selbst diese Taktik ging schief. Wenn ich allein lese, daß während der Corona-Pandemie im AUSLAND durch Arriva 1,4 Milliarden Euro Verluste anfielen.

Der Spruch „im Nachhinein ist man immer klüger“ entschuldigt nicht alles. Erstens gib es auch Leute die nach Fehlern nicht klüger werden und zweites gibt es Fehler bei denen alle drumherum schon früher klüger sind!

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Viele Transporte enden nicht an den Landesgrenzen.

Sicher nicht alle. Es gibt bei Alternativen, die meistens mit Unsicherheiten behaftet sind, immer zwei Hälften, die einen sind für A die anderen für B. Egal was die Zukunft bringt, die eine Hälfte behauptet dann, es „gewusst“ zu haben.

Es geht um BUS-Unternehmen. Blätter mal durch Arriva - Wikipedia
Da sieht man auch mal ein paar lokale Züge, aber das meiste sind Busse.

Im Gegensatz zu Arriva bin ich bei DB-Schenker nicht sicher, ob eine Trennung wirklich gut ist.

Nun gut, was für Vorteile für die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Deutschen Bahn hätte denn der Kauf von Arriva haben können?

PS: Ich hoffe Mehdorn ist nicht irgenwie dein Großonkel oder so :wink:

Ach, Busslinien enden an Landesgrenzen? Aber es geht ja nicht nur um Arriva, es geht um eine globale vs. nationale Strategie. Da ist das Urteil nicht so leicht.

Also was war den deiner Meinung nach die tolle Strategie, die ich nur nicht verstehe?

Die Strategie, die der Deutschen Bahn und uns als Besitzer der selben so viel weiter geholfen hätte?

Kommt jetzt: Keine Ahnung - könnte aber doch eine geben? Eine große Idee des
Herrn Mehdorn, die wir normal sterbliche einfach nicht begreifen?

Oder darf ich weiter „Mehdorn“ in „Dobrint“ umrechnen?
:wink:

Ich verstehe nicht, was du meinst. Die bisherigen Strategien der Bahn waren nicht sehr erfolgreich, dass heißt aber nicht, dass Mehdorn ein Idiot ist. Nur darum ging es mir.

Ich wollte Mehdorn nicht einen Idioten nennen, sondern seine Idee die Bahn durch Zukauf ausländischer Töchter zu sanieren bzw. börsenfähig zu machen.

Ich habe meinen ersten Post dahingehend präzisiert.

Übrigens hat der Verkauf von Arriva sehr wenig Aufmerksamkeit erzeugt. 4,6 Milliarden sind zwar eine Menge Geld, aber das Thema scheint nicht pressekompatibel.

Dabei wäre dies eine gute Gelegenheit vergangene Fehler zu analysieren und daraus zu lernen.

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Ein paar Milliarden mehr machen den Kohl auch nicht fett. Der Investitionsstau bei den Eisenbahnen in D beträgt etliche zehn Milliarden €.

Weißt Du, wieviel Dividende die DB in den vergangenen zwanzig/dreißig Jahren an den Eigentümer abgeführt hat? Und wieviel Investitionen verhindert wurden, weil der Eigentümer und vor allem die zuständigen Verkehrsminister lieber Autobahnen und Straßen bauen wollten? Oder den Verkauf von Luxuskarossen der deutschen Premiummarken und die Zersiedelung der Landschaft subventionieren mussten, während der öffentlich Personenverkehr möglichst kostendeckend betrieben werden sollte?

Der ganze Ansatz, ein dem Gemeinwohl verpflichtetes Unternehmen wie eine ganz normale Aktiengesellschaft zu führen, war eine neoliberale Schnapsidee aus schwarzgelben Zeiten.

Vermutlich hat Herr Mehdorn nur versucht, seinen Vertrag zu erfüllen und die Bahn möglichst teuer an die Börse zu bringen. Vermutlich war das nicht mal seine Idee, sondern eine seiner Zielvorgaben im Arbeitsvertrag.

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Das „vermutlich“ kannst Du ruhig streichen. Das war alles öffentlich kommuniziert. Erinnere ich mich noch gut daran.

Ich habe zehn Jahre lang für ein IT-Softwarehaus gearbeitet, dessen Chef stolz darauf war Aufträge, die nicht erfüllt werden konnten, nicht anzunehmen.

Das hätte Mehdorn auch machen sollen!