Indianer geben Papst die Bibel zurück. Geile Idee

«Wir Indianer der Anden und Amerikas haben beschlossen, dass wir Ihnen anlässlich Ihres Besuchs Ihre Bibel zurückgeben. Denn im Laufe von fünf Jahrhunderten hat sie uns weder Liebe noch Frieden, noch Gerechtigkeit gebracht. Nehmen Sie also bitte die Bibel wieder und geben Sie diese unseren Unterdrückern zurück. Jene brauchen die darin enthaltenen Moralvorschriften mehr als wir. Denn seit Christoph Kolumbus hier gelandet ist, hat man uns eine Kultur, eine Sprache, eine Religion und eine Rangordnung von Werten aufgezwungen, die allesamt europäisch sind.»

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Die indianische Kultur war auch nicht immer soo menschenfreundlich.

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Nee.
Da gibt es doch einen coolen Podcast.
Die hatten es auch nicht leicht ohne nutzbare Nutztiere und Nutzpflanzen. Die Anden, das Alpaka und Giftpflanzen wie Kartoffel und Tomate.
Spannend, trotzdem Hochkulturen zu erschaffen.

wo er recht hat … Aufgezwungene religion ist keine religion und dürfte selten zu einem guten ergebnis führen

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aber die eigene.
das macht schon einen unterschied

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Vor allem die Menschenopfer der Inkas in den Anden macht ihre Religion so unterschiedlich :wink:

Die Menschenopfer der Inkas kamen aus der Unterschicht und waren meist Kinder und junge Frauen. Beging der Herrscher einen Fehler, mussten Menschen geopfert werden. Mal wurden sie lebendig begraben oder in Höhlen eingesperrt und wenn sie Glück hatten, wurden sie nur erschlagen, oder man riß ihnen bei lebendigem Leib das Herz heraus wie bei diesen 270 Kindern :

Meines Wissens waren die Inkas ganz glücklich über das Christentum, das keine Menschenopfer mehr von ihnen forderte. Nachdem sie in der christlichen Maria ihre Mutter Erde Göttin Pachamama wiedererkannten und den Día de los Muertos (Tag der Toten) mit dem christliche Feiertag Allerseelen mit der indigenen Traditionen der Ahnenverehrung verschmelzen konnten, waren sie eigentlich zufrieden. Jedenfalls hat die katholische Kirche in Südamerika die meisten Mitglieder.

jo, muss wohl so gewesen sein

Von christlichen Kirchen unterstützte Eroberungskriege und Besatzungen, gezielte Ansteckungen mit europäischen Krankheiten, rücksichtlose Ausbeutung und Trennung von Eltern und Kindern mit Missbrauch und Gewalt in kirchlich geführten Schulen haben einen Ethnozid verursacht mit vielen Millionen toten Ureinwohnerinnen und afrikanischen Sklaven

Deswegen ist ja von den Inka und ihrer Hochkultur auch nix übrig geblieben.
Sorry für den Sarkasmus, aber ich finde es gibt keinen Grund, die Rolle der Kirchen und der Religion bei der Kolonisation und Missionierung schönzufärben.

Es gab auch unter den Indianern verschieden Völker und Stämme mit ganz unterschiedlichen Kulturen, die sich gegenseitig abgeschlachtet haben.

Ich will übrigens nichts schönfärben, weder die Grausamkeiten der europäischen Eroberer noch die der Ureinwohner. Letztere hatten halt zusätzlich „Pech“, weil sie so absolut unterlegen waren.

Menschliche Grausamkeit ist wohl ein wahrhaft globales Phänomen.

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