Da die AfD (noch) nicht verboten ist, ist sie (formal) eine demokratisch wählbare Partei - daher ist auch der AfD-Wähler (formal) jemand, der Demokrat ist. Wenn wir aber davon ausgehen, dass das Wählen der AfD konzeptionell undemokratisch ist, dann wird sich an diesem konzeptionellen Denken nichts ändern, wenn er mal zwischenzeitlich CDU/CSU wählt, weil die Union etwas AfD-Sprech untermischt….
@ErnstBGi kannst du den drei Zitierten bitte mal erklären, dass sie nicht ständig die Moderation ins Thema einladen, sondern per PN anschreiben sollen? Dann wird es sicher besser.
Ich denke auch, das sollten die Ersteller bereits bei der Erstellung eines Threads entscheiden und nicht erst, wenn es ersichtlich ist, dass vielleicht der Verlauf des Threads nicht nach dessen Nase geht.
Zumal, so viel ich weiß, sollte dies auch ein Experiment des Trägervereins sein.
Diese Replik ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Wußtest du eigentlich, dass für die KI so kleine grüne Männchen im PC sitzen, die die Antworten schreiben? Es werden für steretopye Beleidigungen immer Leute gesucht. Bewirb dich doch mal. Bringt Farbe in den Ruhestand und sogar grüne.
Ich setze gar nichts voraus.
Vielleicht ist es ja auch ungerecht, den Kurs der CDU (Mehrheit) in Migrationsfragen als AfD-Politik zu framen.
Vielleicht ist das ja schlicht CDU-pur ?
Würde das irgend was besser machen?
Mir nötigt der derzeitige (wie lange noch?) Außenminister Johann Wadephul Respekt ab.
Egal, ob das nun Ergebnis eines “Rendezvous mit der Realität” war, als er in Syrien Zweifel daran geäußert hat, ob man in dieses weitgehend zerstörte Land so einfach mal hunderttausende Flüchtlinge zurück schicken kann, oder ob er schon vorher dieser Auffassung war.
Auch wenn ich selber kein Christ bin, auch sonst nicht gläubig, aber irgendwie scheint er mir das mit dem “hohen C” im Parteinamen besser verinnerlicht zu haben, als Leute wie Söder etc., die dafür ein Alleinvertretungsrecht beanspruchen.
Meine eigene Position (“wenn ich König von Deutschland wär’“) für eine “grüne” (meint hier: humanitäre) Förderung der Rückkehr syrischer Flüchtlinge sähe in etwa so aus:
Wir begrüßen die freiwillige Rückkehr und fördern diese auch mit finanziellen Mitteln. Denn - in der Tat, wer soll Syrien wieder aufbauen, wenn nicht die Syrer selbst?
Gleichzeitig gewähren wir denen, die sich auf das “Abenteuer Rückkehr” einlassen, ein Rückkehrrecht nach Deutschland, wenn sie feststellen, dass sie sich mit der Rückkehr nach Syrien persönlich übernommen haben.
Und dabei nehmen wir v.a. auch auf hier inzwischen lebende Familien(angehörige) Rücksicht.
Ein Rückkehrer nach Syrien muss sich also nicht gleich “mit Kind und Kegel” auf das Wagnis einlassen. Kann z.B. mit dem Nachzug von Frau und Kindern warten, bis die Kinder eine hier begonnene Schul- oder Berufsausbildung zu einem sinnvollen Abschluss gebracht haben.
Mit einer solchen humanen Rückkehrpolitik würden wir vermutlich sowohl die freiwillige Rückkehrbereitschaft fördern, als auch Deutschland unter den nach Syrien zurück gekehrten
Syrern viel dauerhafte Sympathie und Freundschaft sichern. Ein langfristiges “Investment” in anhaltende gute Beziehungen zwischen Deutschland und Syrien. Vermutlich mit “Ausstrahlwirkung” auch auf benachbarte arabische Völker und Staaten.
O.K., ich weiß, klassisches “Gutmenschentum” …..
Vor allem können wir die hier aufgewachsenen Kinder mit einer guten Ausbildung in Deutschland selbst gut brauchen… Insofern fände ich es gut, wenn mit deutschen Steuergeldern ausgebildete Fachkräfte hier auch zum Arbeiten bleiben.
Wenn sie bleiben wollen gern, aber grundsätzlich habe ich bei dem “Brain-Drain”, den wir mit der Zuwanderung (ob nun von uns gewollt oder eher nicht) aus ärmeren, weniger entwickelten Weltgegenden betreiben, auch ein spürbares “moralisches” Problem.
Und das umso mehr bei einem so kriegszerstörten Land wie Syrien. Denen dann auch noch die dringend benötigten Fachkräfte abwerben ….??? Nur um unsere Rentenprobleme zu mildern?
Junge Menschen, die im Alter von unter zehn Jahren nach Deutschland zugewandert sind und hier ihre Schulbildung absolvieren, eine Ausbildung machen oder studieren, haben nur noch eine geringe Bindung zu ihrem Herkunftsland.
Sie sind in Deutschland aufgewachsen, sozialisiert und in das hiesige Bildungssystem integriert. Für diese jungen Erwachsenen, deren Lebensmittelpunkt längst Deutschland ist, wäre ein erzwungener oder plötzlicher Umzug zurück in die Kriegstrümmerwüste Syriens, ein tiefgreifender Bruch mit ihrer Realität und Zukunftsplanung.
Ein wichtiger Faktor dabei ist die Sprachkompetenz: Während die mündliche Kommunikation in der Herkunftssprache Arabisch familiär gepflegt wird, fehlen ihnen die schulisch erworbenen schriftlichen Fähigkeiten. In Syrien hätten sie somit, trotz ihrer hohen deutschen Bildung, ein erhebliches Bildungs- und Sprachdefizit im formalen Kontext.
Die Eltern mögen Heimweh haben, eventuell aus Trümmern ihres alten Hauses wieder etwas aufbauen wollen und möchten ihre zurückgelassene Familie und Freunde wiedersehen, aber ihre Kinder haben keinen Bezug zu Syrien. Die wüssten nicht, was sie da sollen, wenn sie in Deutschland erheblich bessere Perspektiven haben.
Übrigens war Syrien recht gut entwickelt und auch nicht arm und keine “weniger gut entwickelte Weltgegend”.
Als ich Ende der 80er Arabisch studiert habe, war Syrien das sicherste Land in dieser Weltgegend. Traumhaft schön, zivilisiert, lange Geschichte und hoher Bildungsstand
Wenn wir ernsthaft von wehrhafter Demokratie reden, dann ist die Frage wie sich die Demokratie gegen den Rechtsradikalismus jeseits dieses Formalismus wehrt? Sicher nicht, in dem die etablierte nnicht nur rein formalen demokratischen Parteien deren Sprech immitieren in dem Glauben, die rechtsradikalen Wäähler zurückzugewinnen.
Das Argument, dass nicht jeder Wähler, der AfD wählt selbst rechtsradikal ist, ist dabei schwierig.
Denn wenn der Wähler erkennt, dass es sich dabei eben nur um eine formal demokratische Partei handelt, die sich in Wirklichkeit bereits jesenseits des demokratischen Staates befindet, und sie trotzdem wählt, ist auch beim Wähler schon von einem “leichten” Rechtsradikalismus auszugehen - und wenn er es nicht erkennt, dann stellt sich die Frage wie demokratisch er ist, wenn er das nicht erkennt (er mag dann zwar nicht ganz so explizit rechtsradikal sein wie der andere - aber sein Wahlverhalten führt zum Radikalismus → die Verantwortung bleibt trotzdem bei ihm).
„Die Mehrheit habe verstanden, was er meine, „das ist ja auch nicht so schwer.“ Die Menschen würden sich etwa daran erinnern, dass es „mal Weihnachtsmärkte ohne Sicherheitspoller gab und dass Parks nicht ab einer gewissen Uhrzeit geschlossen waren“, sagte Klöckner. Diese Aussagen seien weder rechts noch links. „Das ist einfach Fakt“, sagte sie.“
Das und auch alles Folgende kann ich nahtlos unterschreiben.
Ich will sie ja auch gar nicht zwangsweise “remigrieren”.
s. hier:
Ja, und da wird es individuell eine Menge innerfamiliärer menschlicher Tragödien geben.
Deswegen plädiere ich ja auch dafür
und setze diese Familien nicht auch noch von unserer Seite aus unter Druck (“springt jetzt oder lasst es bleiben”).
Ja, das ist mir bekannt. Nicht ganz zufällig sind ja auch unter den syrischen Flüchtlingen erstaunlich viele mit guter (Aus-)Bildung - der schon sprichwörtliche syrische Arzt.
Aber heute ist Syrien ein weitgehend zerstörtes Land, das sich für seine ehemals hohen Standards erst mal nix kaufen kann.
Und im Übrigen war meine Bemerkung
nicht speziell oder gar in erster Linie auf Syrien bezogen.
Ich hoffe, ich habe damit alle völlig unberechtigten “Gegensätze” zu Deiner Position ausräumen / klarstellen können.