Hier auch noch mal ein paar Textvorschläge der grünen Europaabgeordneten Jutta Paulus:
"die EU-Kommission plant Änderungen an der Wasserrahmenrichtlinie und verkauft sie als Fortschritt. In Wirklichkeit droht ein gefährlicher Rückschritt: Umweltstandards könnten zugunsten der Bergbauindustrie aufgeweicht werden. Das betrifft uns alle. Unser Trinkwasser. Unsere Natur. Unsere Zukunft.
Die Fakten sind klar: Nicht der Gewässerschutz bremst Projekte, sondern fehlende Investitionen, unterbesetzte Behörden und die Unsicherheit durch ständig wechselnde politische Rahmenbedingungen der EU-Kommission. Eine Abschwächung löst keine Probleme, sie schafft neue: Mehr Verschmutzung, mehr Risiken, weniger Vertrauen.
Sauberes Wasser ist kein Luxus. Es ist unser aller Menschenrecht.
Jetzt zählt deine Stimme! Beteilige dich bis zum 14.04.2026 an der Umfrage der EU-Kommission und setze ein klares Zeichen gegen den Ausverkauf unserer Lebensgrundlagen. Damit es möglichst einfach geht, habe ich Textbausteine für dich vorbereitet, die du direkt nutzen und am besten individuell anpassen kannst. Diese findest du am Ende der Mail.
Wie ihr teilnehmt
- Klickt auf die roten Button.
- Klickt auf „Rückmeldung geben” (EU-Login nötig, dauert aber nur eine Minute).
- Gebt eure Meinung direkt ins Textfeld ein. Frist: 14. April 2026.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Stimmen gehört werden und nicht nur die der Bergbaulobby.
Entschlossene Grüße
Eure Jutta Paulus
Jetzt EU-Kommission schreiben.
Textbaustein 1
Eine Aufweichung der Wasserrahmenrichtlinie unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus für die Bergbauindustrie wäre fatal: Sie würde den Druck auf unsere Wasserressourcen erhöhen, Ökosysteme schädigen und bestehende Umsetzungsdefizite nicht lösen. Damit steht auch die menschliche Gesundheit auf dem Spiel, da Bergbauaktivitäten bei schwächeren Umweltstandards den Trinkwasserschutz gefährden können.
Nach Einschätzung des Europäischen Rechnungshofes gibt es zahlreiche Ursachen dafür, dass Bergbauprojekte in der EU nur schleppend umgesetzt werden, etwa fehlende Investitionen oder Planungsunsicherheiten. Die Wasserrahmenrichtlinie gehört definitiv nicht zu den Haupthemmnissen. Eine Abschwächung der Richtlinie würde die Probleme daher nicht beheben.
Süßwasser ist eine knappe, lebenswichtige Ressource, deren guter Zustand bis 2027 gesichert werden soll. Eine Abschwächung der Richtlinie für Bergbau würde Klimaanpassung erschweren, Risiken durch Chemikalien erhöhen und die Kohärenz im Gewässerschutz untergraben. Zudem würde sie das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die europäischen Institutionen weiter schwächen.
Textbaustein 2
Ich spreche mich klar gegen jede Abschwächung der Wasserrahmenrichtlinie unter dem Deckmantel der Wettbewerbsfähigkeit aus. Die aktuellen Vorschläge zielen nicht auf Bürokratieabbau, sondern bedienen Interessen einzelner Akteure aus der Bergbauindustrie zulasten der Allgemeinheit. Sauberes Wasser ist eine absolute Notwendigkeit, als Grundlage von Ökosystemen, unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft. Wer Umweltstandards senkt, verlagert die Kosten lediglich in die Zukunft auf kommende Generationen.
Der Europäische Rechnungshof stellt fest, dass Bergbauprojekte in der EU aus verschiedenen Gründen nur langsam vorankommen, darunter Investitionslücken und Unsicherheiten in der Planung. Die Wasserrahmenrichtlinie zählt dabei nicht zu den zentralen Hindernissen. Eine Abschwächung der Richtlinie würde die bestehenden Probleme daher nicht lösen.
Die Europäische Union darf nicht als verlängerter Arm einzelner Industrieakteure agieren. Ambitionierter Umweltschutz ist keine Bürde, sondern die Voraussetzung für eine nachhaltige und zukunftsfähige europäische Entwicklung.
Textbaustein 3
Ich bin sehr besorgt über die geplante Überarbeitung der Wasserrahmenrichtlinie. Sie darf nicht dazu führen, dass Umweltstandards gesenkt werden, um die wirtschaftlichen Interessen einzelnerAkteure der Bergbauindustrie zu bedienen. Die Richtlinie schützt unser Trinkwasser, unsere Flüsse und unsere Natur. Eine Abschwächung würde mehr Verschmutzung und Schäden an Ökosystemen verursachen, mit Folgen auch für die Gesundheit von uns allen. Besonders Bergbau kann Gewässer stark belasten, etwa durch Schwermetalle.
Der Europäische Rechnungshof stellt außerdem fest, dass der Gewässerschutz kein zentrales Hindernis für Bergbauprojekte in der EU darstellt, sondern eher fehlende Investitionen und Unsicherheiten in der Planung. Eine Abschwächung der Richtlinie würde die bestehenden Probleme daher nicht lösen. Außerdem sollte die Wasserrahmenrichtlinie nur auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und nach sorgfältiger Prüfung geändert werden. Eine schnelle Änderung ohne ausreichende Analyse untergräbt das Vertrauen in die europäischen Institutionen.
Ich fordere Sie auf, die Wasserrahmenrichtlinie nicht abzuschwächen, sondern konsequent umzusetzen und zu stärken. Sauberes Wasser ist die Grundlage unserer Zukunft."