It [AI] promises to be able to do many, if not all, of the things currently done by humans.
Hervorhebung von mir. Wie bei jeder technischen Rovolution, die Menschen werden sich beschäftigen.
Der Knackpunkt ist doch der: wenn die gesamte Wertschöpfung von Maschinen geleistet wird, geht der Mehrwehrt (Profit) an das Kapital. Hier eine Beteiligung aller Menschen zu erreichen, wird das große Problem.
ja, das ist der zentrale Punkt:
wenn zB 2/3 des BSP durch KI-gestützte Produktion/Dienstleistungen erwirtschaftet werden, tragen große Teile der Bevölkerung nicht mehr zum BSP bei.
Die müssen aber dennoch leben können.
Dann droht ein Sozial- und Umverteilungsstaat gigantischen Ausmaßes.
Der Staat könnte / müsste dann die Gewinne der KI-Betriebe so besteuern, dass er davon die Arbeitslosen alimentieren kann. Diese wären alle doppelt abhängig, vom Wohl der Unternehmen und von der Umverteilung des Staates. Gruselig, wenn das die Mehrheit der Bevölkerung beträfe.
Oder können die alle Arbeiten verrichten, die durch KI/ Roboter nicht zu ersetzen sind und ausreichend bezalt werden?
Pflege? Medizin? Soziales? Erziehung? bestimmte handwerkliche Tätigkeiten? Kultur?
Ich bezweifle es.
Jungen Leuten, die ins Arbeitsleben einsteigen, wird bereits heute empfohlen, größere Beträge in private Versicherungen einzuzahlen, die für ihren Lebensunterhalt sorgen, wenn der Sozialstaat nicht mehr funktioniert. Man kann sich als Kunde aussuchen, in welche Branchen die Versicherung für den Vertrag investieren soll, KI- Unternehmen werden verrmutlich auch dabei sein.
Das mit dem Sozialstaat ist eher so ein unrealistischer Wunsch von dir?
Warum schreibst du dann „droht“?
Ich glaube, da passiert nix
Wie viel des BIP wird bereits heute durch Maschinen erwirtschaftet? Was würde es denn heißen, wenn 100% durch Menschen erwirtschaftet werden würde (als Vergleichsmarke)? Dürfte es dann nur Handarbeit ohne jedes Werkzeug geben? Kann man das überhaupt so beziffern?
Die Alternative wäre, die Menschen am Kapital zu beteiligen, zur Not durch staattliche Fonds.
Müssen Menschen unbedingt „Arbeit“ verrichten? Rentner leben sehr gut ohne einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Man müsste nur die faire Verteilung der von Maschinen produzierten Güter an alle Menschen sicherstellen (siehe oben). Das dürfte mit KI doch möglich sein, oder?
Die dritte Säule der Altersvorsorge ist ja gerade sehr im Fokus, und im Sommer werden wir dazu einen Vorschlag hören, wie der Staat sie fördern will.
Vielleicht sollte man die Arbeitslosenversicherung auch auf drei Säulen erweitern, und eine davon investiert in KI?
das ist nur eine andere Form der Umverteilung.
Der Durchschnittsdeutsche kann nicht soviel Geld investieren, dass er von den Dividenden leben kann. Das sind nur die berühmten 1 %.
Was passiert, wenn 50% oder mehr der Bevölkerung nicht mehr arbeiten?
Ich befürchte, dass das eine soziale und menschliche Katastrophe wäre.
Warum soll ich dann morgens aufstehen?
Warum sollen dann die Kinder noch in die Schule gehen?
Warum sollen die was lernen?
Das ist „Harzen“ für Fortgeschrittene, ohne zeitliches Limit.
Der endgültige Niedergang.
Aber es kann auch ganz anders kommen.
Was macht denn der globale Wettbewerb in so einer globalen KI-Wirtschaft?
Wenn wir pro Kopf 2000 EUR mtl. umverteilen, machen die Inder nur 1200, die Chinesen 1400, die Amis 1700.
Wer kauft dann unsere KI-produzierten Produkte?
Kaufen wir dann indische Produkte statt der deutschen?
Dann bricht unser Umverteilungs-System zusammen oder wir starten ein Abwärtsrennen gegen die Inder. Viel Spaß.
Ich sehe noch nicht, wie dieser KI-Umverteilungs-Traum funktionieren soll.
Die Zahl glaube ich nicht, egal wie berühmt. Allein die Rentner mit privater Versicherung (also u.a. alle freiberuflichen Rechtsanwälte, Ärzte usw) leben von der Aktienrendite. Das sind sicher mehr als 1%.
Außerdem machst du den Fehler, die momentanen (Einkommens-) Verhältnis einfach in die Zukunft fortzuschreiben.
Heute sind es schon ca. 40% (der Gesamtbevölkerung).
Gute Frage. Im Ernst, den Sinn des Lebens in der Arbeit zu sehen, ist eine menschheitsgeschichtlich sehr neue Einstellung. Ich bin mir ganz sicher, auch wenn ein Großteil der zur Lebensführung notwendigen Güter von Maschinen erzeugt wird, werden sich die Menschen Beschäftigung und Sinn suchen. Siehe unsere vielen aktiven Rentner.
Ja, die Zukunft ist prinzipiell offen. Aber wir können sie gestalten.
Es gibt, wie immer, Chancen und Risiken und wenn ich in die historische Entwicklung sehe, sehe ich keinen Grund zum Pessimismus gegenüber der KI.
Auch wenn ich zugeben muss, dass die AGI, so sie denn kommt, etwas fundamental Neues ist, zu dem es keine passenden historischen Parallelen gibt.
Darunter befinden sich allerdings auch unsere Kinder, Studierende, Rentner*innen und Menschen, die aus bestimmten Gründen kurzfristig nicht arbeiten können.
wo hast Du das denn her? Beleg?
Wenn Du EUR 3000 mtl. = TEUR 36 p.a. zum Leben brauchst (und das ist in München zB nicht viel) und unterstellst eine netto-Rendite bei den Aktien von 4-5 % (Dividenden + Wertsteigerung), brauchst Du TEUR 700-800, um das zu erwirtschaften.
Wenn Du als halbswegs gutverdienender Freiberufler als Rentner ungefähr so leben möchtest wie vorher, brauchst Du Aktien im Wert von 3 Mio. aufwärts. Das haben nicht viele.
Oder Du verbrätst die Aktien peu a peu, dann brauchst Du natürlich weniger, aber weißt nicht, ob es bis zum Lebensende reicht
Und diese Deine gutverdienenden Freiberufler gehören zu den 1 %, vielleicht zu den 2%.
Dann sag mir, wie sie sich ändern werden.
Darum geht es nicht. Der Mensch braucht nicht zwingend „Arbeit“ iSv jeden Tag 8 Stunden im Büro. Aber er braucht eine Aufgabe, ein Ziel, ein Motiv, einen Antrieb.
Klassischerweise muss er das tun, was zum Überleben nötig ist.
Das ist das Minimum an Aufgabe, und für tausende von Jahren war das für die meisten Menschen ausreichend.
Ich befürchte, dass (zu) viele auf social media und vor dem Fernseher verkümmern würden, wenn sie sich ihr Leben nicht selber „verdienen“ oder „erkämpfen“ müssen.
Arbeit bedeutet ja auch Erfolgserlebnisse, soziale Kontakte, Dazulernen, Erfahrungen sammeln.
Man KANN das auch anderswo bekommen, aber dafür braucht es viel Motivation und Disziplin.
klar.
bis vor 10-15 Jahren hätte ich das auch noch gesagt.
Aber die letzten Jahre waren weltweit derart furchtbar, dass ich nicht mehr so sicher bin.
Die Technik (social media zB) greift derart stark in die Psyche und den Verstand der Leute ein, dass sie die Welt grundlegend zu verändern scheint, und nicht zum Guten.
Und sie gibt den Leuten ohne Verstand mehr Einfluss, als gut für die Menschheit ist.
Und ich meine nicht nur Trump, sondern jeden Dödel, der auf Facebook (oder in unserem Forum) ungehindert seinen Schwachsinn verbreiten kann.
Die Technik und die Globalisierung vergrößern die Handlungsmöglichkeiten der Menschen sprunghaft um Dimensionen, aber der Verstand und die Moral der meisten Menschen wachsen nicht ebenso sprunghaft mit.
Die social media stories sind bekannt.
Daher mal ein anderes Beispiel:
ein maroder iranischer Staat mit einer maroden Armee droht damit, eine Meerenge und die darin fahrenden Schiffe notfalls von Fischerbooten aus mit Drohnen zu beschießen, und die ganze Weltwirtschaft hat die Krise.
Die Globalisierung, d.h. u.a. die weltweite Arbeitsteilung, funktioniert nur, wenn (fast) alle halbwegs vernünftig zusammenarbeiten. Es erfordert Verstand, Moral und Disiplin, das darin liegende Erpressungspotential nicht zu nutzen. Daran fehlt es aber natürlich.
D.h. die Entwicklung der Strukturen ging schneller als die Entwicklung des Menschen.
Bei der KI sehe ich denselben Effekt, nur noch um den Faktor 10 oder 50 oder 100 beschleunigt. Innerhalb von 10 oder 20 Jahren (gerechnet ab ca. 2020) wird die KI die Welt völlig umkrempeln, der Mensch wird aber derselbe bleiben.
Diese Diskrepanz macht mir Sorgen. Die Erfindung des Buchdrucks hat die Welt auch verändert, aber nicht in 10 Jahren. Es gab Zeit zu Anpassung und Gewöhnung, und der Eingriff war wohl auch nicht so fundamental.
Deswegen:
Aber mach mal einen Vorschlag, skizzier mal, wie das gehen soll.
Das habe ich doch schon. Wir erleben (und beklagen) ein sprunghaftes Wachstum des Vermögens der Reichen. Was wächst da so schnell an? Die Bewertung der Unternehmen, also das Aktienvermögen. Was sind die Ursachen dieses an sich positiven Wachstums? Die zunehmende Ertragskraft der Unternehmen (genauer; die Erwartung an eine weiter zunehmende Ertragskraft). Woher kommt die? Ich behaupte: ganu wesentlich von der Technologie.
Was folgt daraus? Wenn wir die Schere zwischen geringen und hohen Vermögen schließen wollen, müssen wir möglichst viele an diesem Wachstum beteiligen.
Wie genau das organisiert werden kann, kann ich nicht im Detail darlegen, aber kapitalbasierte Renten sind sicher ein Baustein.
Verstehe ich es richttig, das jemand, der in 40 Jahre eine Million Euro angespart haben will und sein Geld sicherheitsorientiert anlegen möchte, jeden Monat 1373 € einzahlen muss?
Bezieht sich das auf ein selbst gemanagedes Portfolio oder auf eine Rentenverrsicherung? D.h. sind die Gebühren schon eingerechnet?
ja klar. Der Grundgedanke ist richtig.
Aber wie?
Kurzfristig würde nur helfen, den Leuten Aktien zu schenken. Scheidet aus.
40-jährige Sparpläne könnten funktionieren, kommen aber zu spät, die Alterssicherung vieler Menschen ist jetzt gefährdet.
Außerdem mögen die Deutschen keine Aktien, weil die ja so gefährlich sind und die Börse eine Zockerbude
Also müsste der Staat einen gewaltigen Fonds fü alle auflegen - ohne die norwegischen Ölmilliarden. Ich sehe nicht, dass das irgendjemand will, auch wegen der verbreiteten Bedenken gegen Aktieninvestments.
auch da wieder: klar ist das im Prinzip rechnerisch machbar.
Aber 40 Jahre jeden Monat EUR 650 einzahlen können die wenigsten.
Und es passiert in der Realität einfach nicht.
Die Leute kaufen lieber eine Wohnung, das fühlt sich sicherer an und befriedigt ein akutes Bedürfnis, wohnen muss jeder und sofort.
Kontrollfrage: wieviel % der 60-Jährigen haben Aktien im Wert von TEUR 700?
Ich schätze weniger als 5 %.
Und keiner von denen hat dieses Depot aufgebaut durch 40 Jahre regelmäßigen Aktienkauf mit monatlich EUR 650. Die haben viel Geld verdient und dann einfach mal ein paar Hunderttausend in Aktien angelegt.
In der Theorie hast Du Recht.
Praktisch läuft es aber anders.
Kurzfristig kannst du Vermögen nur durch Lottogewinn oder Bankraub aufbauen.
Ich sag nur, was wir tun müssten, um uns an die Umwerfungen durch KI anzupassen. Dass das momentan noch nicht passiert, außer in einigen Ländern, ist ja klar.