Einkommensungleichheit und Vermögensungleichheit spielen zb bei Piketty eine Rolle, die er ausführlich getrennt darstellt. Das wäre auch bei unserer Diskussion sinnvoll. Wir sollten es im Hinterkopf behalten.
Wenn man die Statistiken/Grafiken für Einkommens- und Vermögensverteilung ansieht, so sind sie sehr stark nach oben, zu den oberen Dezilen/Perzentilen hin, gelehnt. Beim Einkommen sind Spitzenmanager, besonders im angelsächsischen Wirtschaftsraum, ganz oben, und das hat sich in den vergangenen Jahrzehnten so gesteigert, dass man davon ausgehen kann, dass sie Entscheidungen in ihrem Sinn getroffen haben, wie etwa den Rückkauf von Aktien.
Im Grunde wissen wir doch beide, dass Pensionsfonds uä beileibe nicht das Gewicht haben, wie es sein könnte, wenn Vermögensbildung in einem vernünftigen Maß stattfinden würde.
Vermögensbildung durch Aktien kann für die untere Hälfte, die bislang gar keine nennenswerten Rücklagen hat, kann nur funktionieren, wenn die Alltagsbedürfnisse abgedeckt sind und die Schwankungen des Marktes abgefedert werden. Wenn der Rentenbeginn in einen Abschwung fällt und das auf die Rente durchschlägt, können sich die meisten das nicht leisten. Dh. es braucht eine Garantie, die aus der Mittelung über einen längeren Zeitraum entsteht. Ein paar Jahre warten, bis der Markt sich erholt hat, können Leute in der unteren Hälfte nicht, jedenfalls nicht unter den jetzigen Rahmenbedingungen. Man braucht einfach kurzfristig und langfristige Rücklagen, und Aktien, Fonds etc sind nur langfristig sinnvoll.
Dass Vermögensbildung eine größere Rolle spielen sollte, darin sind wir uns einig. In einer affordability crisis, und die haben wir für ca 40 %, ist auf der Einkommensseite sehr viel Vorarbeit zu leisten. Sonst funktioniert das psychologisch nicht.
Deine KI: ich bin etwas beleidigt. Ich gebe mir Mühe und denke nach und versuche das wirklich zu verstehen, was du schreibst. Und ich finde, das Ding speit BS aus: klingt anspruchsvoll, ist es nicht.