Der AfD Parteitag zur Gründung ihrer neuen Jugendorganisation ist vorbei. Es ging nicht ganz friedlich ab. Sowohl von Seiten der Polizei als auch von Seiten der Protestanten.
Sowohl Links als auch Rechts (Um diese groben Schubladen zu verwenden) sehen die Schuld für die Gewalt jeweils bei der anderen Seite.
Dazu ein Video der Hessenschau, das beide Seiten zu Wort kommen lässt.
In Apollo News wird dagegen schon der Bürgerkrieg ausgerufen.
Hier dagegen tierliebe Linke, die sich Sorgen um das gestürzte Pferd machen. So beiläufig wird noch erwähnt, daß es Straßenblockaden gab.
Im Prinzip könnte man natürlich sagen, daß alles gut ist. Jeweils eine Handvoll leicht verletzter Polizisten bzw. Demonstranten.
Leider findet man aber auch als Folge internationale Videos, die den Eindruck erwecken, daß in Deutschland „Bürgerkrieg“ herrscht.
Meine Befürchtung ist, daß derartige Krawalle ein gefundenes Fressen für die AfD sind, weil man sich so schön demokratisch geben kann, was sicher den einen oder anderen Wähler gibt.
Im Nachhinein scheinen selbst linke Politiker ihre Sorge über die Krawalle ausgedrückt zu haben (Habe ich in einem Video gehört).
Demokratische Proteste gegen die Gründung der Jugendorganisation finde ich toll. Was mir aber fehlt, ist sich schon im Vorfeld z.B. von Straßenblockaden zu distanzieren, die zwangsläufig zu Polizeieinsätzen führen. Solange die AfD nicht verboten ist, sollte man aus meiner Sicht als Demokrat nicht AfD Veranstaltungen verhindern wollen.
ich vermute, dass das ein „bestelltes“ Fressen war.
Wenn man als AfD ausgerechnet in Gießen so eine Veranstaltung macht, weiß und will man, was kommt - linker Protest und Krawall, mehr oder weniger.
Das wärmt die rechte Seele, schweißt zusammen, befeuert den Opfer-Mythos und lässt die AfD ein bisschen seriöser erscheinen.
Dieses Spiel kann die AfD.
Aber es ist egal, was man macht, die AfD gewinnt immer.
Wird protestiert, gibt es unter 50.000 Leuten immer einige zig oder hundert, die gewalttätig sind oder sich sonst irgendwie daneben benehmen. Dann gewinnt die AfD, jedenfalls bei ihren Anhängern und Sympathisanten.
Wird nicht protestiert, kann die AfD ein problemloses Event veranstalten und gewinnt insoweit auch („alles ganz normal“).
Es gibt keinen Ausweg, wenn man die Perspektive der AfD-Anhänger einnimmt: die AfD gewinnt immer.
Ob nun Protest oder Ruhe die bessere Strategie ist, kann m.E. niemand sagen.
Krawall lässt sich politisch ausschlachten, aber vielleicht schreckt so eine Gegendemo von zigtausend Leuten ja auch den einen oder die andere ab, bei der AfD mitzumachen?
Wer weiß das schon … ?
Kann ich spontan nicht nachvollziehen. Die Demonstranten kamen ja die wenigsten aus Gießen. Die wären auch woanders hingereist. Bei dem AfD Parteitag vor einer Weile, ich glaube in Essen, war es auch nicht anders.
Aber es ist ein Unterschied, ob die Grünen sich vorher von gewissen Zielen, wie z.B. dem, die Veranstaltung zu verhindern oder nicht. Schweigen heißt Zustimmung. Was wiederum auch Wähler, die das für undemokratisch halten von den Grünen abschrecken kann.
Was stattdessen tun ist eine andere Frage. Aber man sollte „undemokratisches“ Verhalten lassen. Sonst trete ich doch irgendwann aus der Partei aus.
Ja, das wird geschützt, weil es demokratischen Regeln entspricht. Rein rechtlich ist deine Einstellung undemokratisch. Auch wenn du es wahrscheinlich gut meinst. Ich sehe eher den Effekt, daß du und die AntiFa mit dieser Einstellung die AfD stärkst.
Wenn die Polizei die Veranstaltung nicht geschützt hätte, hätte sie nicht stattgefunden. Das gleiche würde dann auch für andere AfD Veranstaltungen gelten. Z.B. eine Listenaufstellung, die für eine Wahl notwendig ist. Ohne Liste keine Teilnahme an einer Wahl. Willst du im Ernst einer legalen Partei die Teilnahme einer Wahl verweigern? Darauf läuft deine Forderung ja hinaus.
In welcher Partei bist du denn?
Die Grünen hatten zeitgleich ihren eigenen bundesweiten Parteitag in Hannover und haben nicht zu undemokratischen Aktionen aufgerufen.
Schon in den 80ger Jahren bei den Gorleben Demos, den Friedensdemos und den Anti-Atomkraftdemos gab es die Autonomen in den “Schwarzen Blöcken” die nur auf Krawall mit der Polizei aus waren. Und schon damals gingen nur die Krawallfotos durch die Medien und nicht die restlichen 95% der friedlichen Demonstranten. So ein Foto ist ja auch langweilig für die Berichterstattung.
Und schon damals habe ich gebührenden Abstand zum schwarzen Block auf Demos genommen, um nicht zufällig in die Prügeleien zu geraten, wie die anderen auch. Da kannste als Demo-Veranstalter der Presse 1000 mal sagen: Die gehören nicht zu uns, die haben die vorgeschriebene Demo Strecke verlassen und unsere Ordner konnten auch nix tun: der Presse ist das schnuppe, Hauptsache geile Bürgerkriegsfotos.
Fazit: Im Westen nix Neues - scheiß Autonome und Antifa.
Pferd ist Pferd und es hat meiner Meinung nach nichts auf einer Demo zu suchen.
Es fehlt noch, dass sie demnächst mit Polizeihunden auftauchen.
Pferde sind bedingt durch ihre Größe, Kraft und evtl. Unberechenheit eine hohe Verletzungsgefahr für Demonstranten und Polizisten, insbesondere durch Stürze ( wie passiert) und Tritte.
Schon, der Demoveranstalter zieht die Arschkarte. Aber es geht mir darum, daß wenn die Parteiführung sich davon distanziert, Veranstaltungen zu verhindern, man später nicht in linksgrünantifaversiffte Sippenhaft genommen werden kann.
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Harno
(Harno Modul)
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Du hast ein „interessantes“ Rechtsstaatsverständnis.
Sollen die Gesetze und die Polizei nur die „Guten“ schützen?
Und wer gut ist, das sagst Du denen dann jeweils?
Deine Sichtweise zeugt von einem fundamentalen Unverständnis dessen, was nach dem Grundgesetz den Rechtsstaat ausmacht. Das ist wirklich bedenklich.
Nach der gleichen Logik braucht ein Mörder oder Kinderschänder oder Terrorist keinen Anwalt, und eigentlich kann man sich das Gerichtsverfahren dann auch schenken.
Auch wenn´s schwerfällt, aber der Rechtsstaat schützt auch die bösen Jungs, sogar die AfD