Wenn sie uns solche seltenen Einblicke in ihr inneres Sackgassengeflecht gewähren, erkennen wir sie als das, was sie sind: Menschen von gestern, die gedankenstochernd an zerbrochenen Erklärmodellen kleben und vergeblich versuchen, sich und anderen aus ihren überkommenen Annahmen der Welt, aus vermeintlichen Gewissheiten und wenigen Gegenwartspuzzleteilen, die sie noch in ihren unbeholfenen Händen halten, ein vollständiges Bild des großen Ganzen zusammenzusetzen. Das kann natürlich nicht funktionieren und ist mordsgefährlich.
Ich finde die Aufteilung nicht brauchbar. Es gibt an der Stelle keinen Graben, sondern das Maximum einer Normalverteilung.
Ich schaue seine Sendung gerne, aber mit Vorsicht.
ich bin überhaupt nicht sicher, was er ernst meint und was sarkastisch/ ironisch.
Kritisiert er wirklich die „Menschen von gestern“?
Oder überdreht er die Kritik nicht so, dass sie nur ironisch gemeint sein kann, und kritisiert er damit nicht eigentlich die Kritiker der Mvg?
Ich kann mit dem Mann generell nichts anfangen.
Wenn das Humor sein soll, was der macht, dann ist es nicht meiner.
Tja in dem Punkt unterscheiden wir uns - ich finde ihn witzig und er spricht auch wirklich kritische Themen an in seiner Sendung. Ich denke immer noch an die Sendung wo er vorgeführt hat, wie man sich auf Instagram in Saudiarabien sog. „Haushaltshilfen“ kaufen konnte. Und die Bilder zeigten die Frauen nicht beim Putzen oder Kochen!
Den Satz aus dem Mail-Verkehr von Böhmermann mit dem Verkäufer: „You own it for three years“ habe ich immer noch in Erinnerung.
das ist eine plausible Interpretation.
Aber zwingend finde ich die nicht.
Die Kommentare in der Zeit zB gehen eher in die Richtung, dass er die Menschen von gestern heftig kritisiert und dann sucht sich jeder aus, wen er darunter versteht.
Dieses über-ironische, endlos lange Geschwafel macht es schwer herauszufinden, was er eigentlich will.
Das empfinde ich als Selbstdarstellung ohne klare Aussage.
Und dafür soll ich diese X Seiten lesen?