Natur wiederherstellen, Klima schützen, Lebensqualität sichern

Wir sollten uns davor hüten, ganze Systeme, Politik generell, etc. in Verruf zu bringen wenn sie nicht 100%ig sind und kriminelle Machenschaften auch vor kommen

  • Plastik Recycling funktioniert nicht, weil das Plastik landet in Entwicklungsländern
  • Holzpellets sind schlecht, weil die kommen aus rumänischen Urwäldern oder über den Atlantik
  • Die Politiker sind korrupt
  • Verbraucher sind am CO2-Ausstoß unschuldig, weil die Öl-Konzerne uns manipulieren
  • Früher mal: Glas sortieren ist Unsinn, weil die Schütten die verschiedenen Farben doch wieder zusammen. (Weil die Leute nicht sehen konnten das der LKW innen aufgeteilt war)
  • etc. etc.
    Alles Behauptungen, die vielleicht in Ausnahmefällen auch vor kommen, aber in der unrelativierten Aussage, auch hier im Forum, ein falsches Bild erzeugen. Dieses Bild treibt dann Leute den Schwurblern und Systemablehnern zu. So nach dem Motto: Wir können/sollten nichts mehr glauben denn wir werden sowieso nur angelogen.
    Kommt bekannt vor? Ja, die stehen jetzt bei über 20%.

Bevor sich das hier etabliert: Der Algorithmus ist gemeint. Nettes Anagramm.

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Leute, die kein Auto haben, können sich natürlich auch Glasflaschen kaufen (von einigen wenigen mal abgesehen - ich habe bei mir in der WEG einen Nachbarn, der wie ich kein Auto hat - ich löse das Problem mit Satteltaschen auf dem Fahrrad (wobei ich beim Be- und Endladen gegebenenfalls auch mehrfach laufen musss - der Nachbar macht das gleich so, dass er mehrfach zwischen Einkaufsort und Wohnung zu fuß hin- und her mahrschiert - das mit dem Auto versus zu Fuss ist also - zumindest in der Großsstadt - doch eine Frage der Bequemlichkeit.
als ich noch auf dem Land wohnte, habe ich sowieso alles mit dem Fahrrad gemacht - der Zeitfaktor ist umgerechnet ebenfalls eine Frage der „Bequemlichkeit“.

Es gibt nun tatsächlich Leute, die das körperlich (z.B. Fahrradfahren (auch über etwas größere Distanzen) nicht hinbekommen; bei denen ist es tatsächlich so wie Du sagst - aber um wieviel Prozent reden wir da?

Und das mit der Unfallgefahr ist aus meiner Sicht auch nur vorgeschoben - klar steigt statistisch die Wahrscheinlichkeit bei einem - ohnehin unwahrscheinlichen - Unfall, dass bei diesem Glasflaschen (auch nur im unwahrscheinlichen Fall) so zerbrechen, dass es tatsächlich zu zusätzlichen Verletzungen kommt - das Risiko steigt damit zwar - die Frage ist nur, wie wesentlich?
Ich persönlich halte das für kein hinreichendes Argument…

Denn das Risiko steigt eben auch, wenn alles aus Plastiik ist (als Gegenrechnung)…
Was ist also - zumindest langfristig - das höhere Risiko - und zwar nicht nur für das unbedeutende Individuum - sondern für die Gesellschaft - oder gar die Menschheit als Ganzes?

Bei solchen Betrachtungen sollte man nie vergessen, wie unbedeutend die eigene Existenz ist!

Hast natürlich Recht.
Hab’s korrigiert.

Wenn unsere Existenz so unbedeutend wäre, warum veranstalten wir dann denn ganzen Aufwand mit dem Klima- und Naturschutz?

Die Frage ist m.E. nicht trivial…
Wahrscheinlich liegt es einfach in unserer "Natur " - es gibt den angeborenen Sebsterhaltungstrieb, das angeborene Fortpflanzungsbestreben, etc.

Wenn wir nun erkennen, dass diese - zumeist unhinterfragten - Selbstverständlichkeiten sich ursprünglich deswegen etablierten, weil es galt, unter rel. feindlichen Umweltbedingungen (Nahrungskonkurrenz, Umweltbedingungen wie Wasser- und/oder Nahrungsmangel, etc.existenziell zu überleben, und in dem Augenblick, wo die viel Ressorcen verschlingende Auslebung behaglicher Individualität bei selbst hergestellten sehr geringen existenziellen Bedrohungen als Rahmenbedingungen schnell zur tödlichen Falle wird, sollten wir uns die Mühe machen, diese Dinge konsequent zu hinterfragen - sonst haben wir das augenblickliche Phänomen, dass wir alle verfügbaren essbaren Dinge zusammenkratzen, damit wenigstens ein paar von uns überleben - wir aber in Wirklichkeit schon lange viel zu viele sind, die da alles zusammenkratzen, und damit nichts mehr übrig lassen - weder für andere Arten - noch für kommende Generationen…

Das fast schon raffgiere zusammenkratzen auch der Letzten Ressouren zur Wohlstandsvermehrung galt seinerzeit nur deswegen uneingeschränkt, weil nur so der Homo sapiens überhaupt überleben konnte - aktuell fürht das Konzept dazu, sich selbst - buchstäblich - das Wasser abzugraben - und da das eigentliche Ziel, als Art zu überleben, keine große Rücksicht auf das Individuum nimmt, ist zu dieser Zielerreichung der Einzelne völlig bedeutungslos.
Bei 7,x Milliarden Menschen mache ich mir also um den Fortbestand er Menschheit nicht deswegen sorgen, weil wir irgendwann zu wenig werden könnten - sondern die wirkliche Gefahr geht davon aus, dass wir jetzt schon viel zu viele sind…

Ein Grund mehr, dass jeder einzelne von uns - derzeit - keinen Vorteil sondern eher nur Nachteile für die eigene Art hat - wir sind uns selbst die größte Gefahr - und sollten daher auf der Ebene des (eigenen) Individuums uns daher eher als potentielle Gefahr (z.B.: unseres Konsums wegen) sehen, denn als „Bereicherung“ verstehen…

Die Selbstberschränkung zu Gunsten des Umweltschutzes wegen könnte man also durchaus in diesem Sinne verstehen - da sind wir aber wieder bei einem alten Thema: sobald diese „Selbstbeschränkung“ in substanziellen (aber wissenschaftlich notwendigen) Verzicht mündet, ist es bei den meisten schon wieder vorbei mit Dingen wie Umweltschutz - weil sie die Wichtigkeit der eigenen Behaglichkeit völlig überbewerten.

Es mag vielleicht brutal klingen, aber mir ist das Überleben der eigenen Art nicht wichtig. Wenn der Homo Sapiens aussterben sollte, dann stirbt er eben aus (das ist nicht gleichbedeutend mit dem unnatürlichen Tod von einzelnen Menschen!).

Es wird gefährlich, wenn man die Bedeutung der Art (oder des Volkes) über die des einzelnen Individuums stellt. Ich bin mir sicher, Du meinst es nicht in diesem Sinn, aber es ist eine schiefe Ebene.

Da bin ich natürlich Deiner Meinung - es ist für mich als jemandem, dem Nationalismus und all die anderen Spielarten struktureller Überhöhung zu Lasten des Individuums fremd sind, klar, dass dieser SInn nicht gemeint war- so gesehen ist das rhetorisch missverständlich, und von dieser Interpretation distanziere ich mich denn auch…

Ich finde das durchaus schwierig - vor allem vor dem Hintergrund eigener Kinder - war das Zeugen eigener Nachkommen - sei es aus Gründen der - überaus flüchtigen - Lust, oder auch aus langfristig strategischen Überlegungen der Altersvorsorge - oder einfach nur, weil sie eben tag- täglich eine Bereicherung meines Alltags darstellen - wirklich eine „rein egozentrische“, selbstbestimmt-willendliche Handlung - oder lassen wir uns „von der Natur“ dabei an der Nase herum führen, die uns all das über das komplexe Zusammenspiel von Zentralnervensystem und Hormonen als „Gewinn“ erleben lässt?
Die Art ist im Grunde die Struktur, die am meisten/am nachhaltigsten von diesem lust-, spass-, erfolgs-getreibenen Handeln profitiert…

Deswegen funktioniert auch unser Wirtschaftsystem so prächtig und gleichzeitig so fehlgeleitet - der kurze Moment, wenn in der Sylvesternacht der selbst erzeugte Komet seine kurze Bahn über den Himmel zieht ist eine sehr kurzfristige Erzeugung eines flüchtigen Glücksgefühls - den eigentlichen Gewinn streicht der Handel ein - und die Last des Abfalls (sei es als fachgerechte Entsorgung oder gar als Bürde für unsere Folgegeneration) wiegt ungleich schwerer als der kurze Augenblick dieses so erzeugten Hochgefühls…

Rational ist das also alles nicht zu rechtfertigen, zumal seit schon sehr langer Zeit unser eigenes Überleben davon nicht mehr abhängt - wir tun es aber archaisch gesteuert trotzdem, weil der steinzeitliche Mechanismus in unserem Körper immmer noch darauf geeicht ist, und vom überbordernden - gar potentiell gefährlichen - Wohlstand (bzw. dessen Auswirkungen) leider nichts mitbekommen hat.

Ich halte es für sehr wichtig, sich klar zu machen, dass all diese Reaktionen - sowohl die positiven als auch die Negativen - inzwischen sehr mit Vorsicht zu genießen sind - vor allem als Triebfeder eigenen Handelns - weil sich dabei immer die Frage stellt, wie zeitgemäß das alles ist - und wie viel Schaden jeder von uns damit verursacht - für sich selbst - und auch für andere…
Ursrünglich waren all diese Impulse mal konzipiert, um einen Nutzen daraus zu ziehen (wiederum egal, ob nun für Individuum oder die Art) - das gilt inzwischen aber nur noch sehr, sehr eingeschränkt …

Leider hinterfragen das immer noch zu viele zu wenig bis gar nicht…
Sylvester ist dafür ein Paradebeispiel…:slight_smile:

Ja natürlich. Wenn es nicht so wäre, gäbe es uns nicht. Weder Mensch noch Tier pflanzt sich aus rationalen Beweggründen fort. Sonst gäbe es die geschlechtliche Form der Fortpflanzung nicht. Sie konnte in der Evolution nur bestehen, weil die Individuen sich begatteten, auch ohne Großhirn und Verstand. Das hat bis heute Gültigkeit.

Naja, das war so lange - egal ob geschlechtlich oder ungeschlechtlich - uneingeschränkt richtig, als es tatsächliche eine Verbesserung darstellt, in der entsrpechenden Umgebung zu

Derzeit gefährden wir uns - und viele andere Arten mit uns - leider genau dadurch - und wir hätten - wenn unser Verstand wirklich so eine zentrale Rolle spielen würde, wie wir ihm bereit sind zuzuweisen - hättenw ir Gelegenheit, dies zu durhschauen, und daraus mithilfe des Verstandes die Schlüsse zuziehen, die dafür sorgen, dass das nachhaltig so bleibt - offensichtlich gelingt dies nicht was folgern wir daraus: das Organ, das nur ein Werkzeug ist, um in bestimmten, daran angepassten Umgebungen Handlungsempfehlungen ausspricht, die die Überlebensquote verbessern, leifert unter Umständen in Umgebungen, an die es nciht mehr angepast ist, falsche ANtworten - oder Antworten, die intelllektuell vielleicht sogar nocht rrichtig sind - die aber von hormon- und sonstwie gesteuerten Restkörper abgelehnt werden…
Es ist eben nicht die unabhängige Ratio der sich alles unterwirft - und damit: leider verloren - game over…

…oh mei oh mei…, da haben wir dann wohl die Wechstaben verbuchselt.

Das ist definitiv so.

Es ist übrigens ein weitverbreitetes Missverständnis, dass die Evolution das Ziel hätte, Arten zu erhalten. Die Evolution hat überhaupt kein Ziel, sie ist lediglich eine Folge der Tatsache, dass sich bestimmte Gene oder Genkombination besser oder schlechter vermehren. Arterhaltung spielt dabei keine Rolle. Arten kommen und gehen.

Kommt von mir kein Widerspruch - ein Grund mehr, die eigene Existenz und dessen Erhalt nicht so wichtig zu nehmen…

Dann bleibt nur die Frage, was ist überhaupt wichtig?

Hier ein paar konkrete Projekte und Beteiligungsmöglichkeiten

https://www.ecosystemrestoration.com

Was ist das und warum sollten wir in amerikanische Wanderidyllen investieren?

Das Wandern ist das Eine, die weltweiten Ökosystemdienstleistungen sind das Andere.
Den Einen motiviert das Eine mehr, den Anderen das Andere.
Was würde dich am Meisten motivieren, in ein Ökosystem zu investieren?

Grün in der Stadt:Es lohnt sich wirklich, un die Unterstützung der Bewohner kann gewonnen werden, wie etwa in Paris: Paris kühlt sich während der Hitzewelle dank der Begrünung ab - Europa - derStandard.de › International.
Und auch im Kleinen:

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