Die Frage ist m.E. nicht trivial…
Wahrscheinlich liegt es einfach in unserer "Natur " - es gibt den angeborenen Sebsterhaltungstrieb, das angeborene Fortpflanzungsbestreben, etc.
Wenn wir nun erkennen, dass diese - zumeist unhinterfragten - Selbstverständlichkeiten sich ursprünglich deswegen etablierten, weil es galt, unter rel. feindlichen Umweltbedingungen (Nahrungskonkurrenz, Umweltbedingungen wie Wasser- und/oder Nahrungsmangel, etc.existenziell zu überleben, und in dem Augenblick, wo die viel Ressorcen verschlingende Auslebung behaglicher Individualität bei selbst hergestellten sehr geringen existenziellen Bedrohungen als Rahmenbedingungen schnell zur tödlichen Falle wird, sollten wir uns die Mühe machen, diese Dinge konsequent zu hinterfragen - sonst haben wir das augenblickliche Phänomen, dass wir alle verfügbaren essbaren Dinge zusammenkratzen, damit wenigstens ein paar von uns überleben - wir aber in Wirklichkeit schon lange viel zu viele sind, die da alles zusammenkratzen, und damit nichts mehr übrig lassen - weder für andere Arten - noch für kommende Generationen…
Das fast schon raffgiere zusammenkratzen auch der Letzten Ressouren zur Wohlstandsvermehrung galt seinerzeit nur deswegen uneingeschränkt, weil nur so der Homo sapiens überhaupt überleben konnte - aktuell fürht das Konzept dazu, sich selbst - buchstäblich - das Wasser abzugraben - und da das eigentliche Ziel, als Art zu überleben, keine große Rücksicht auf das Individuum nimmt, ist zu dieser Zielerreichung der Einzelne völlig bedeutungslos.
Bei 7,x Milliarden Menschen mache ich mir also um den Fortbestand er Menschheit nicht deswegen sorgen, weil wir irgendwann zu wenig werden könnten - sondern die wirkliche Gefahr geht davon aus, dass wir jetzt schon viel zu viele sind…
Ein Grund mehr, dass jeder einzelne von uns - derzeit - keinen Vorteil sondern eher nur Nachteile für die eigene Art hat - wir sind uns selbst die größte Gefahr - und sollten daher auf der Ebene des (eigenen) Individuums uns daher eher als potentielle Gefahr (z.B.: unseres Konsums wegen) sehen, denn als „Bereicherung“ verstehen…
Die Selbstberschränkung zu Gunsten des Umweltschutzes wegen könnte man also durchaus in diesem Sinne verstehen - da sind wir aber wieder bei einem alten Thema: sobald diese „Selbstbeschränkung“ in substanziellen (aber wissenschaftlich notwendigen) Verzicht mündet, ist es bei den meisten schon wieder vorbei mit Dingen wie Umweltschutz - weil sie die Wichtigkeit der eigenen Behaglichkeit völlig überbewerten.