Interessant ist, was Wikipedia zu Neid alles sagt.
Einmal die Unterscheidung zwischen konstruktivem und destruktivem Neid - aber auch, das Neid immer etwas mit einem Vergleich zu tun hat.
Die eine - grundsätzliche - Frage, die sich jeder also stellen muss, ist, warum sich überhaupt vergleichen?
Und die andere Frage ist, dass - wenn sich der Vergleich schon nicht verhindern lässt, wie lässt es sich verhindern, dass es der in diesem Kontext genannte destruktive Neid sein muss.
Gleichfalls muss man sich als umgebende Gesellschaft (von der Familie bis hin zur BRD als ganzes) die Frage stellen, wie man eine konstruktive Zeitatmosphäre begünstigt.
Ich kenne das aus Sportvereinen, wo das in - sofern nicht übersteigert - gesundem Ehrgeiz mündet.
Ein Kriterium könnte sein, den Glauben zu haben, es auch schaffen zu können (das ist das Ding vom Tellerwäscher zum Millionär).
Die andere Sache ist die, erst gar keinen Vergleich anzustellen. Da ich beruflich viel mit Schwerbehinderten zu tun habe, führe ich die Diskussion immer wieder, wie man sich nicht vergleicht - insbesondere dann, wenn man nur verlieren kann.
Kulturell ist das nach meiner Einschätzung immer weniger möglich, da wir immer mehr diesen Vergleich suggeriert bekommen.
Was müsste also geschehen, um sich weniger vergleichen zu müssen?