Ich habe diesen Film heute auch gesehen. Er ändert mein Bild über Russland nicht. Das Russland nach imperialer Macht strebt darf einen gewissen Rahmen haben. Ich sehe die Gefahr darin, dass Russland diesen Rahmen überschreitet.
Etwas war in dem Film bewusst auf Grund dem Unterhaltungswert, der dieser Film haben sollte, verwischt dargestellt. Eines der Beispiele war Peter der Große, der vor langer Zeit einen Krieg gegen Schweden geführt hatte und die Aussage Putins dazu, er habe sich nicht genommen, sondern etwas zurückgeholt. Das gleichzusetzen, wie in dem Film, dass Russland Ansprüche an Schweden stellt, ist es etwas weit hergeholt.
Das was aber kurz vor Ende des Films der ehemalige Sprecher von Gorbatschow gesagt hatte: Es brauche Mut, Klugheit und Verantwortungsbewusstsein einer Internationalen Konfrontation aus dem Wege zu gehen, ist genau das wofür ich im Forum stehe.
Ich muss zugegeben, dass in dem Film mit Unterhaltungswert eine Sicht auf Russland entstanden war, die subjektiv auch Vorsicht in mir auslöst. Deswegen war es gut diesen Moment im Film zu erleben, der in der Ostsee und im Baltikum die enorme Nato-Präsens zeigte. Ich denke, dass die Nato-Staaten geschlossen stärker als Russland auf einen nachhaltig friedlichen Weg drängen können, als Russland das in diesen Zeiten selber z.B. durch Lawrow heute in Ansätzen auch gemacht hatte. An der Stelle gäbe es den Weg, den der ehemalige Sprecher Gorbatschows beschreibt: Mut, Klugheit und Verantwortungsbewusstsein. Das ist das, was unsere BRD 80 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges in dieser Lage einbringen kann. Es ist nicht ganz einfach, aber in diesen Tagen hätten wir ein Momentum doppelter Form, das Entgegenkommen Russlands in der Form der Aussage von Lawrow und das 19. Sanktionspaket unterstützt durch die USA.
Außerdem erscheint es so, dass für erste Verhandlungen in einem Waffenstillstand, sich die US-Seite und die Seite Russlands und der Ukraine näher sind als bisher, es bei einem für den Fall des Waffenstillstandes, Frontverlaufs von heute fürs Erste zu belassen. Daraus kann ein nachhaltiger Frieden verhandelt werden, der die ukrainischen Interessen und die europäischen Interessen vertritt.