Noch ein paar Anmerkungen zu Twitter und dem Einfluss von Millardären

Die Verbindungen des Molkereiproduzenten in die rechte Parteienlandschaft sind bereits seit Ende der 1980er bekannt. 1989 war ein Artikel erschienen, der aufzeigte, dass Müller die rechten „Republikaner“ finanziell unterstütze. Auch wenn Müller und das Unternehmen immer wieder Berichte, nach denen er an die NPD spende, bestritten, macht das Treffen des Milliardärs mit Weidel diese durchaus glaubhafter.

Zur Unterstützung der Konsumenten beim politisch korrekten Einkauf wäre ein Website hilfreich, die alle Produktmarken auflistet, die ein Grüner meiden sollte. Oder noch besser eine App, die mir beim Einkauf sofort ein grünes Stoppschild anzeigt.

Vielleicht gibt es sowas ja schon.

Politisch korrektes Einkaufen reicht da nicht. Wir brauchen Gesetze:

Die europäische Datenschutz-Organisation Noyb hat in acht EU-Ländern Beschwerden gegen Elon Musks Online-Plattform X eingereicht. Bei den „Dringlichkeitsverfahren“ im Rahmen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Auftrag von betroffenen EU-Bürgern geht es um den X-Chatbot Grok, dessen Künstliche Intelligenz standardmäßig mit Beiträgen von Nutzern trainiert wird. Da die X-Nutzer über die Verwendung ihrer Daten für das KI-Training nicht vorab informiert und um Erlaubnis gefragt wurden, hatte die für den Twitter-Nachfolger X in Europa zuständige irische Datenschutzbehörde DPC bereits am vergangenen Dienstag eine Klage gegen das Netzwerk erhoben.

Die ungefragte Nutzung der X-Daten und die geänderte Datenschutz-Einstellungen waren vor zwei Wochen dem X-Nutzer @EasyBakedOven aufgefallen. Dabei war das Häkchen bei der Erlaubnis für Grok, neben direkten Interaktionen mit dem Chatbot auch öffentliche X-Beiträge zu verwenden, für alle automatisch gesetzt. Die Einstellung kann nur in der Web-Version von X verändert werden, in der Smartphone-App wird sie aktuell gar nicht angezeigt. Das solle sich bald ändern, kündigte X an.

Ist das nicht Super? Eine KI, die mit all dem Mist gefüttert wird, den die Leute auf X verbreiten. Das wird dann die erste echte rechtsradikale KI.

Wie sollen die aussehen?

Was würdest du denn vorschlagen? Nur deine TOP 3.

Ich finde die Existenz von Multimilliardären sollte stark eingeschränkt werden: Nicht als Menschen natürlich aber ihre Eigenschaft Milliardäre zu sein durch die Tatsache, daß ein Vermögen automatisch weiter wächst, wenn es eine gewisse Größe erreicht hat [1]. Die zwei Gesetze sind dazu: Erbschaftssteuer und Vermögenssteuer.


  1. siehe „Das Kapital im 21 Jahrhundert“ ↩︎

Ich habe keine, weil ich das momentan nicht als große Gefahr für unsere Demokratie sehe. Da gibt es anderes. Vor allem die Tendenz, die man auch hier spürt, Politikern und (System-)Medien pauschal Unfähigkeit und Böswilligkeit zu unterstellen.

Darüber kann man reden. Wird ja auch getan. Aber bei vielen Milliardären liegt das Geld nicht in der Bank und kann so einfach an das Finanzamt überwiesen werden, sondern steckt in den Unternehmen, die sie oft selber aufgebaut haben.

Das dritte unbedingt zu nennende Element ist die Schenkungssteuer - sonst verlagerst Du die Erbschaft vor den Tod zur Schenkung :slight_smile:

Und so sehr ich das gedanklich prinzipiell unterstütze - die Abgrenzung des Milliardärs ist mir zu willkürlich… das riecht wieder nach „fangt schon mal bei den anderen, die möglichst weit weg von mir selbst sind, an“.
Das ist dann so wie beim Klimastreiken.
Man könnte also eher alles drastisch besteuern, was über dem Durchschnitt liegt, um mit den Einnahmen und Rückverteilung (s. CO2-Bepreisung) den Durchschnitt anzuheben - dazu gehört auch Omas Häusschen.

Die Antwort ist auch hier leider wieder einmal, dass das - so gesellschaftsfördernd das mittelfristig wäre - nicht mehrheitsfähig ist …

Das wäre überhaupt nicht gesellschaftsfördernd, das würde jede Eigeninitiative im Keim ersticken. So funktioniert der Mensch nicht, auch wenn es deinem persönlichen (entschuldige, wenn ich das so sage) ziemlich unreflektiertem gesellschaftlichen Ideal entspricht.

Reicht Dir das Sozialismus-Experiment des letzten Jahrhunderts nicht?

Bei der Einkommensteuer gebe ich Dir Recht - bei der Schenkungssteuer oder gar der Erbschaftssteuer nur noch sehr bedingt - welche Eigeninitiative wird denn beim Beschenkten/Erben im Keim erstickt?
Um zu erben hat der Erbnehmer keinerlei Eigeninitiative ergriffen.
Und auch der Beschenkte hat i.d.R. so gut wie keine Eigeninitiative gezeigt, um an das Geschenk zu kommen…

Wo ich Dir allerdings Recht gebe ist, das dies einem gesellschaftlichen Kodex zuwider läuft, und es deswegen wohl auch nicht durchsetzbar ist.

Von daher ist die Reichenenerbschaftssteuer und die Reichenvermögenssteuer wohl eine vielleicht realistisch durchsetzbare Möglichkeit (vorbehaltlich den Aussagen des Verfassungsgerichts, das diesen beiden Wegen in der Vergangenheit enge Grenzen gesetzt hat) - das sollte dann aber weniger unter „Schließung einer Gerechtigkeitslücke“ firmieren sonden eher unter „wir brauchen das Geld - wir wissen, wo wir es uns am effektivsten holen können - also holen wir es uns“…

Mich stört also weniger das mögliche Vorgehen denn das verwendete Wording!

ich habe nichts gegen diese Steuern, aber ich glaube nicht, dass dadurch die Zahl der Multimilliardäre reduziert würde. Dafür müsstest Du ihnen ja nicht nur den Wertzuwachs wegsteuern, sondern darüber hinaus auch einen Teil der vorhandenen Vermögenssubstanz. Das grenzt an (oder ist sogar) Enteignung. Schwierige Sache bei dem Eigentumsverständnis des Grundgesetzes (ohne dass ich das geprüft hätte).

Da gibt’s vom Känguru eine schöne Sentenz.
"Ach, Nazi sein ist auch nicht einfach. Da trinkst du schon seit Jahren trotz deiner Laktoseintoleranz Müllermilch… "

Den Rest weiß ich nicht mehr.

Hoffentlich war das jetzt on topic genug und hoffentlich wird der Faden jetzt nicht sofort geschlossen, weil er irgendwie zu alt ist und kein Recht auf Wiederbelebung hat.

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Ich find’s gut, alte threads wieder zu beleben, weil man dann auch noch mal daran erinnert wird, was man dort selbst geschrieben hat

und was andere geschrieben haben

Letzteres könntest du heute liken?

Fast lustig im Nachhinein diese Empfehlung:

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Musks KI Grok erstellt sexualisierte Kinderbilder - Frankreich zeigt X an

“Elon Musks KI-Chatbot Grok hat sexualisierte Bilder von Minderjährigen erstellt und damit internationale Empörung ausgelöst. Die Plattform X räumte am Freitagabend «Schwachstellen in unseren Sicherheitsvorkehrungen» ein und versprach eine Behebung «mit größter Dringlichkeit». Frankreich erstattete Strafanzeige gegen X, Indien forderte Aufklärung.

In den letzten Tagen generierte Grok auf Nutzeranfragen hin explizite Darstellungen von Kindern. Die KI ermöglicht es Nutzern, Fotos von Personen digital zu verändern und sie leicht bekleidet oder nahezu nackt erscheinen zu lassen. Bereits an Silvester hatte Grok ein Bild von zwei Teenagern «in sexualisierten Outfits» erstellt und später dafür entschuldigt: «Es handelte sich um ein Versagen unserer Sicherheitsvorkehrungen, und ich entschuldige mich für alle dadurch entstandenen Schäden.

Sehr bedenklich!

Die Anzeige?
Finde ich gut.

Die kranke Psyche wurde nicht von X erfunden

Die Tools aus Amerika folgen der amerikanischen Logik - was nicht explizit verboten ist, ist erst einmal erlaubt - wenn es zu Verstößen kommt, trägt der Unternehmer bzw. das Unternehmen das Risiko von horenden Strafen.
Die KI ist da so was wie eine Blackbox, bei der inzwisdhcen unklar ist, warum innderhalb der Blackbox was genau geschieht. Daher ist auch das Resultat wahrscheinlich nur grob abschätzbar, und müsste dann erst einem weiteren Filter unterzogen werden - vielleicht dürfte die KI entsprechende Anfragen erst gar nicht entgegen nehmen (Filter also davor).
Was passiert nun, wenn hier ein Versäumnis vorliegt?
Theoretisch könnten (in Amerika) Klagen so horende Schadensersatzklagen eingebracht werden (schließlich sind davon theoretisch alle NutzerInnen betroffen, deren Bilder irgendwo vorliegen) das selbst Tech-Giganten ein Problem bekommen.
Mal sehen, wie das an dieser Stelle weiter geht…

Das ist das Problem - die KI setzt nur um, was bereits da ist und mixt das nur neu.
DIe Frage ist nur, ob nicht nur die Nutzndenden, die eine KI genau für so was verwenden, die einzig verantwortlichen sind - oder auch der Provider, der das Werkzeug dafür liefert.
Das Werkzeug selbst ist natüelich außen vor (Auch, wenn man sich die Frage stellen kann, ob Werkzeuge, die so einen Missbauch ermöglichen, überhaupt hergrestellt werden sollten)
Das eigentliche Problem ist aber, wie meist - der Mench selbst.

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