von einer Redakteurin Pauline Jäckels, die meiner Ansicht nach das Prinzip von X überhaupt nicht verstanden hat.
In aller Kürze: Wie kommt sie auf die Idee, das man auf X Personen jenseits des eigenen politischen Spektrums erreicht? Wie bitte soll das gehen? Wenn sich in meine Timeline auf Mastodon - das ja nach den gleichen Prinzipien funktioniert - jemand verirrt, der sagen wir mal die AfD toll findet, dann blocke ich den und damit ist Ende meiner „Erreichbarkeit“.
das kannst Du ja machen.
wenn die Diskussion aber zB auf einem account der WELT oder FAZ stattfindet, werden grüne Meinungen nicht gelöscht oder geblockt, die können dann auch die Leute lesen, die politisch ganz woanders stehen. Das ist erstmal nicht verkehrt.
Was ist das Motiv, X zu verlassen?
Wenn es nur ein moralischer Zeigefinger ist, ist es falsch.
Als „Bestrafung“ für Musk ist es lächerlich. Dem ist scheissegal, ob da 1.000 oder 10.000 Grüne schreiben oder nicht.
Entscheidend ist, wen man erreichen will und ob das auf X möglich ist.
Ich befürchte, hier siegt wieder die moralische Attitüde über die Zweckerreichung.
Grds. finde ich es richtig, nicht nur den eigenen Leuten zur Selbstvergewisserung zu predigen, sondern auch die Gegenseite anzusprechen.
Wie sieht die Strategie der Grünen, SPD und Linken da aus?
Solange es ein "echter Diaog ist, bringt das inner was (wenn auch die Konsequenzen vernachlässigbar bleiben).
Die Frage ist, wie viele trifft, die an einem echten Dialog interessiert sind.
Ein echter Dialog setzt übrigens voraus, dass man selbst dafür bereit ist.
Ich werte @WitzelJo ‘s Aussage so, dass er an einen echten Dialog nicht glaubt, und daher keinen Aufwand spendieren will.
Es bleibt natürlich die Frage, was das bedeutet (nicht nur für das Verhalten auf Social Medias, wenn man - vielleicht zu früh - zu dem schluss kommt, dass die Wahrscheinlichkeit für einen echten Dialog zu unwahrscheinlich ist - was bleibt dann noch ausser Sprachlosigkeit und/oder Monologe?
Es gab sporadisch Ausflüge - aber wirklich beurteilen kann ich nicht, wie viele Leute sich da tummeln und vor allem wie viele davon dialogbereit sind.
Wenn das aber das Kritierium ist, und hier bemängelt wird, dass es sich gar nicht lohnt, jenseits der eigenen Blase über soziale Medien zu kommunizieren - dann müsste die Konsequenz sein, sich sehr eingeschränkt dort z bewegen (eben innerhalb seines Freundes-/Bekanttenkreises) - ist das (bei euch) so?
Das Werkzeug, die Algorithmen, die Offenheit, all dies sind wichtige Punkte.
Das Werkzeug (Meta, X, Mastodon, Discourse, Kommentarbereich von Webseiten…) ist nicht das Entscheidende. Es ist wie der Hammer und Meißel beim Bildhauer. Gute Werkzeuge, gutes Rohmaterial hilft, keine Frage. Entscheidend ist aber der Kopf desjenigen der das Werkzeug nutzt, dessen Werte, Intellekt, Offenheit, Diskursfähigkeit etc.
Im Ergebnis bin ich aber dabei:
Es gibt zahlreiche gute Gründe weder Zeit noch anderweitig nennenswert Energie zu investieren in diverse Gruppen, Gremien, Portalen …. .
das kann niemand.
natürlich fallen die Dummen und die Lauten am meisten auf, aber manchmal hat man glück und trifft einen der vielleicht wenigen Vernünftigen.
die pauschalisierung, dass auf „den sozialen Medien“ ausschließlich Schwachköpfe unterwegs sind, ist genau das: eine pauschalisierung.
auch hier bei uns gibt es unter den paar nutzern einige schwachköpfe, aber auch leute, mit denen ein gespräch lohnt.
unter den hunderten millionen FB Nutzern ist es mit Sicherheit genau so.
Wenn es tatsächlich so ist, dass dort viele Bots unterwegs sind, stelle ich mir das sehr mühsam vor. Aber ausprobieren kann man es ja mal. Wahrscheinlich liegt die Kunst darin, Profile weder zu früh noch zu spät zu blockieren
Nein, wie willst du denn einen solchen Dialog auf X herbeiführen? Kein AfD-Anhänger wird deine Hash-Tags abonnieren und wenn du es in ihren Gruppen versuchst brüllen Sie dich nieder oder blockieren dich, wenn du nervst.
X bedeutet heute größten Teil:: Gleichgesinnte treffen sich zum Trollen und Schimpfen über alles was halt gerade durchs Dorf getrieben wird.
Beispielsweise auf Facebook gibt es auch sehr viele andere Gruppen und Menschen (auch Politiker*innen), die es verdient haben, dass der Algorithmus steigt und ein Like verdient haben, ansonsten würde es nur rechte Parolen geben.
Ein sogenannter Gegenpol ist durchaus vorhanden und ist auch wichtig.
Fast jede Stadt hat eine private Gruppe, in denen Informationen ausgetauscht werden etc. und natürlich alle Medien.
Ein echter geistiger Austausch ist in manchen Gruppen natürlich möglich, aber nur, wenn man unter sich ist.
Andersrum erhält man auch andere Informationen, auch politische, ohne rechtes Denken.
Überwiegend bei den öffentlichen Medien muss man halt auch rechte Hetze lesen oder auch bei Politiker, deren Profile öffentlich sind, die ich in der Regel ignoriere. Damit müssen sie halt leben.
Bei den Medien springen oft die Leute aus dem Verein “Ich bin hier” ein und schreiben etliche Kommentare und in den Gruppen wird oft auf Facebook-Beiträge hingewiesen, die Hilfe brauchen.
Jede Gruppe hat natürlich auch Admins, die die Beiträge beobachten.
Der Austausch ist ja gerade auch mit Andersdenkenden interessant.
Interessant finde ich immer, welche Gründe sie für ihre Präferenzen angeben, und ob die haltbar sind. Aber dazu sind die Beiträge oft zu oberflächlich.